Fans zu Kunden machen – Facebook-Commerce: Was ist möglich? – Teil 2

geschrieben am 26. Juli 2012 von

Wir haben nun erklärt, welche Möglichkeiten man hat, um seinen Online Shop in Facebook zu integrieren. Bei all diesen Möglichkeiten kommt man aber kaum um eine gemietete oder aufwendig selbst programmierte App herum. Gerade für kleinere Shops ist diese Umsetzung kaum möglich, deswegen stellen wir jetzt einige Tipps und Tricks vor, wie Online Shops mit keinen bzw. sehr geringen Mitteln Umsatz über Facebook generieren können.

Zuallererst muss aber in Erinnerung gerufen werden, dass die Nutzer auf Facebook nicht in erster Linie kaufen wollen. So ist es zwar für Shops möglich, auf Facebook Umsatz zu erzielen, der Grundgedanke liegt aber darin, spätere Käufe vorzubereiten, indem Markenbekanntheit und Image gepflegt werden. Das Ziel ist also, den eigenen Shop und die eigenen Produkte zu präsentieren, ohne dabei zu werbend oder aufdringlich zu werden, da dies Fans und damit potenzielle Kunden nur abschrecken würde. Wir haben mittlerweile einige Möglichkeiten gefunden, um dieses Ziel auch für sehr unterschiedliche Shops und Produkte zu erreichen und können für einige Kunden auch „direkte“ Facebook-Sales verbuchen.

Unsere beliebtesten Produkte – ein Topsellertab

Die erste Möglichkeit, die wir vorstellen, kommt einer Shopeinbindung noch am nächsten, kann aber ohne großen Aufwand und vor allem kostenlos umgesetzt werden. Alles, was benötigt wird, sind grundlegende Kenntnisse in der Grafikbearbeitung und im Programmieren über Html. Man kann sich einen Tab, in dem die beliebtesten Produkte vorgestellt werden, nämlich ganz leicht selbst programmieren.

HappyKidz

So kann ein Topseller-Tab aussehen. http://www.facebook.com/HappyKidz

Zuallererst muss man natürlich überlegen, welche Produkte vorgestellt werden: Will man ein möglichst weites Spektrum abbilden oder doch lieber einzelne beliebte Produkte? Die (möglichst hochwertigen) Bilder dieser Artikel werden nun zu einer Grafik kombiniert. Diese Grafik wird auf den Server des Shops hochgeladen. Jetzt noch einen kurzen Html-Code bauen, durch den hinter den einzelnen Produktkoordinaten auf dem Bild Links zu den jeweiligen Seiten im Shop liegen. Den Html-Code kann man z.B. in einen kostenlosen iframe-Tab einfügen und schon ist der eigene Topseller-Tab fertig.

Man sollte natürlich nicht erwarten, das nun alle Nutzer über diesen Tab in den Shop gelangen und Unsummen ausgeben, aber er bietet eine sehr schöne Möglichkeit, um die eigenen Produkte in ihrer Vielfalt vorzustellen. Außerdem generiert er mehr Traffic für den Online Shop, was wiederum in mehr Umsatz resultieren kann.

Produkt der Woche

Jeder liebt Umfragen. Was liegt also näher, als über eine Umfrage die Reichweite zu steigern, Produkte vorzustellen und auch noch Umsatz zu generieren? Das System ist ganz einfach: Jede Woche oder jeden Monat wird über eine Umfrage nach dem beliebtesten Produkt der Nutzer gefragt (Wahlmöglichkeiten können vorgegeben werden). Auf den „Gewinner“ der Aktion gibt es dann die nächste Woche im Shop Rabatt. Damit werden keine Gewinnspielregeln von Facebook verletzt, und die gewonnenen Kunden werden sicherlich nicht nur das eine rabattierte Produkt bestellen.

Seht her was ich habe

Die am nächsten liegende Möglichkeit, die allerdings oft vernachlässigt wird, ist, die eigenen Produkte über Bilder-Posts vorzustellen. Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn schöne, künstlerisch anspruchsvolle Produktbilder vorhanden sind. In einem kurzen Text wird beschrieben, um was es sich handelt und ein Link direkt auf das Produkt im Shop zugefügt.

Butlers

Butlers stellt ein tolles Produkt vor – Mehrwert für Fan und Fanseite

Bei Produktbeiträgen sollte verschiedenes beachtet werden:

  1. Eine angemessene Frequenz: Zu häufige Produktposts wirken wie nervige Werbung, zu seltene erzielen kaum die gewünschte Wirkung. Hier ist wohl Ausprobieren angebracht, ein Produkt-/Shoppost in der Woche ist meist angemessen, wenn auch ansonsten regelmäßig gepostet wird.
  2. Anlass und Relevanz: Aus dem entsprechenden Beitrag sollte ersichtlich werden, warum dieses Produkt (gerade jetzt) so toll ist. Ist es vielleicht eine Neuheit im Shop? Passt es gerade zu äußeren Umständen (EM, Sommer, Urlaub,…)? Ist es nur eine limitierte Edition? Hier gibt es unglaublich viele potenzielle Aufhänger, die einen werbenden Eindruck vermeiden.
  3. Das richtige Produkt: Möglichst sollten die über Posts promoteten Produkte tatsächlich auf irgendeine Art und Weise besonders sein. Das ist aber nicht das Gleiche wie einen passenden Anlass zu finden. Eine Produktneuheiten verschmilzt allerdings beides miteinander, denn die Besonderheit des Produktes beinhaltet den Post-Anlass. Aber bspw. bei Sommerprodukten sollten entweder sehr beliebte, oder außergewöhnliche Produkte gezeigt werden: Eine coole Schwimminsel wird sicherlich mehr Aufmerksamkeit erregen als eine öde Luftmatratze, obwohl für beide derselbe Aufhänger existiert.

Über die Produktposts kann man Bedürfnisse wecken und auf sein Angebot aufmerksam machen. Zudem erfährt der Fan einen Mehrwert, denn er interessiert sich für den Shop (sonst hätte er nicht „gefällt mir“ gedrückt) und hat dementsprechend auch grundlegendes Interesse an dessen Produkten. Selbst wenn der Fan nicht sofort auf den Link klickt und kauft, wird er sich später an z.B. die tolle Schwimminsel erinnern und bei Bedarf eher auf dieses, als auf ein unbekanntes Produkt zurückgreifen.

Schaut doch in unserem Shop vorbei

Unser letzter Tipp schließt sich direkt an den vorhergehenden an. Nicht nur Bilder von Produkten sollten gepostet werden, sondern es ist auch wichtig, möglichst oft Facebook-Nutzer zu einem Shopbesuch zu motivieren. Das geschieht z.B. indem man auf Aktionen, die man im Shop durchführt, hinweist oder direkt ein Gewinnspiel mit einem Shopbesuch verbindet. Beispielsweise könnten auf der Webseite des Shops nach Hinweisen für z.B. ein Oster-Gewinnspiel auf Facebook gesucht werden oder vielleicht findet auf den Blogs der Shops eine Aktion statt, die auch den Facebook Fans mitgeteilt werden sollte. Es sollte einfach eine möglichst dichte Vernetzung zwischen Shop und Facebook bestehen.

Wichtig: Bei diesen „Besucht unseren Shop“-Posts muss immer ein Mehrwert vermittelt werden – schließlich ist der Nutzer eigentlich gerade auf Facebook, warum also sollte er diese Plattform verlassen, um sich einen Online Shop anzuschauen?

 


Social Media  Marketing Agentur

 

Das waren also einige Tipps dazu, wie man den Umsatz seines Online Shops durch geschickte Facebook-Betreuung steigern kann. Was fällt euch denn noch ein?

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Helene war 2011 bis 2012 bei uns als Online Marketing Assistentin tätig.

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  1. Klasse Übersicht! Da kann ich nur Danke sagen, werde das ein oder andere mal mit meinem Shop versuchen