Social Media für Themen rund ums Essen

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In einem unserer vorangegangenen Blogbeiträge haben wir Strategien und Ideen zur Social Media-Betreuung von Kinder- und Familienthemen betrachtet. Darin wurden die Vier F’s der Themensegmentierung Familie, Food, Freizeit und Frauen erwähnt. Nach Familie ist nun also das zweite große F, nämlich „Food“, an der Reihe.

Zielgruppe

Im Themenbereich rund ums Essen hat man es mit einer sehr heterogenen Zielgruppe zu tun. Hier treffen Menschen mit unterschiedlichsten demografischen Hintergründen zusammen, die keine definitiven gemeinsamen Interessen haben – außer eben diesen einen Keks oder diese eine Pizza, von dessen /deren Seite sie Fan geworden sind. Anhand dieses einen Produkts/Unternehmen muss nun die Social Media Strategie entwickelt werden

WoS-Titelbild

Es kommt darauf an, ob die User Fan eines Händlers, wie bspw. World of Sweets, eines Unternehmens, wie bspw. Uno Pizza, eines Produkts, wie bspw. Nutella oder einer Marke, wie bspw. Maggi geworden ist. Daran kann man die Interessen ableiten, die ein Fan an der Seite hat und sich daran orientieren: Bei einem Händler erwartet der Fan sowohl Angebote als auch ein aktives Beschwerdemanagement, bei Produktmarken erwartet er Beiträge und Austausch, der die Identifikation mit dem Produkt stärkt.

Hat man dieses Interesse seiner Zielgruppe identifiziert, kann man dementsprechend seine Contentstrategie entwickeln.

Content

Prinzipiell gilt: die Mischung macht’s. Informative Inhalte, Angebote, Gewinnspiele und Einblicke hinter die Kulissen schaffen ein rundes Bild, das den Fans einen Mehrwert bietet und ihnen das Unternehmen oder Produkt näher bringt. Ausschließliche Werbepostings werden die Fans auf Dauer vertreiben, Dialog auf Augenhöhe hingegen schafft eine engere Kundenbindung. Setzt man ausschließlich auf Angebote und Gewinnspiele, läuft man Gefahr Fans zu gewinnen, die nur am Gewinnspiel, aber eben nicht am Produkt selbst interessiert sind. Auch hier gilt: Qualität geht vor Quantität.

Je nach Produkt eignen sich anlassbezogene Inhalte: der Welt-Anti-Diät-Tag beispielsweise bietet sich an für einen Pizzaservice oder einen Süßwarenhersteller. Aktionen sollten prominent auf Facebook, Blog und Co. beworben werden. Dabei lassen sich die einzelnen Kanäle gut verbinden: Ein Blogbeitrag kann beispielsweise auch per Facebook und Twitter publik gemacht werden. Hat man ein großes Produktportfolio, hat man natürlich auch ein breiteres Spektrum bei der Contentwahl.

Recherche

Prinzipiell sollte der Content aus eigenen Produktinfos, Firmeninterna und interessanten Infos zum Thema bestehen. Der erste Weg, wenn man sich ein Thema neu einarbeitet: schauen, was die Konkurrenz so macht. Hier ist die eigene Zielgruppe schon vertreten und aus der Contentstrategie und den Reaktionen der Fans darauf kann man Ideen ziehen und sie auf das eigene Produkt umdenken.

Dann geht es an die Recherche nach relevanten und spannenden Themen rund ums Produkt. Hierzu sollte man sich relevante Blogs und Newsletter abonnieren, Fachseiten durchstöbern und Google Alerts einrichten (man glaubt nicht, was man in einem Google Alert zum Thema Nudeln alles erfahren kann).

Der wichtigste Punkt: das eigene Produktangebot mit neuen Produkten, Sonder- und Aktionsangeboten muss in der Facebook Timeline anschaulich dargestellt werden. Hierfür bieten sich besonders die Meilensteine an, die man auch rückwirkend für die Einführung eines neuen Produkts setzen kann.

Interaktion

Die Interaktion der Fans ist von den Inhalten abhängig. Bei bildlastigen Seiten kann man mit Likes, aber weniger Kommentaren rechnen. Im Gegensatz dazu stehen offene Fragen und Gewinnspiele – hier ist die Interaktionsrate erfahrungsgemäß sehr hoch. Bei Händlern und Lieferdiensten ist mit vielen Anfragen und Beschwerden zu rechnen, da der Fan Serviceleistungen erwartet. Ein öffentliches Beschwerdemanagement kann hier das Firmenimage festigen. Wichtig ist immer ruhig und sachlich zu argumentieren und diese Diskussionskultur auch auf der Facebookseite zu fördern.

Je nachdem, welche Art der Interaktion man sich wünscht, kann man seine Inhalte in Darstellung und Formulierung darauf abstimmen. Dabei sollten sowohl Geschäftszeiten der Unternehmen als auch Hauptinternetnutzungszeiten der Fans bedacht werden. Dazu kann man natürlich testen und beobachten, welche Posts zu welchen Zeiten die höchsten Interaktionsraten mit sich bringen.

Beispiele

Um zu verdeutlichen, wie unterschiedlich die Social Media Strategien von Food-Themen sein können, haben wir hier einige Seiten aufgeführt:

Oreo: Auf Oreo geht es hauptsächlich um Identifikation der Fans mit dem Produkt. Der internationale Content besteht hauptsächlich aus Bildern, die das Produkt kultig inszenieren:

oreo

Nutella Deutschland: Nutella inszeniert sich auf seiner Chronik als Frühstücksspezialist. Tipps, Anregungen und Bilder zum Thema Frühstück werden gepostet und schaffen so ein rundes Markenbild.

Starbucks: Auch Starbucks arbeitet mit perfekt inszenierten Produktbildern und Bildern des Teams, die das Image als hippe, coole und stylische Kaffeekette prägen:

starbucks

Wagnerpizza: Wagner fährt einen klassischen Mix aus Interna, Produktinfos und Gewinnspielen. Dadurch schaffen sie eine runde Kundenbindung. Zusätzlich lagern sie Aktionsangebote auf eigene Fanpages aus, siehe beispielsweise Big Pizza.

Lieferando schafft ebenfalls die Mischung aus Info, neuen Produkten, Werbung und Beschwerdemanagement.


Social Media  Marketing Agentur

Anhand dieser Beispiele sieht man deutlich, wie unterschiedlich das Thema Food im Social Media Bereich stattfinden kann. Grundlage für eine erfolgreiche Strategie ist die Definition der Zielgruppe und die Festlegung des Ziels, das man mit der Social Media Präsenz erreichen will.

Beatrice war von Januar 2012 bis März 2014 Teil des Projecter Teams.

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