Tumblr-Blog erstellen – Erste Schritte

geschrieben am in der Kategorie Social Media Marketing von

Soziale Plattformen wie Facebook, Twitter und Google+ sind den meisten Internetnutzern in Deutschland hinreichend geläufige Begriffe. Daneben gibt es jedoch noch zahlreiche andere Netzwerke, die der breiten Masse bisher weniger bekannt sind, oder aber erst dabei sind, sich eine größere Community aufzubauen. Nichtsdestotrotz könnte es sich für den ein oder anderen lohnen, die Alternativen einmal genauer zu betrachten. Bieten doch die meisten Netzwerke ebenso gute Möglichkeiten, sich auf die verschiedenste Art und Weise darzustellen und mit anderen im Social Web zu kommunizieren. Ein Beispiel ist Tumblr. Die Blogging-Plattform spielt im Vergleich zu den oben genannten sozialen Netzwerken wohl eher (noch) eine Nebenrolle in Deutschland. Doch was ist Tumblr?

Startseite von Tumblr

Startseite von Tumblr

Das Netzwerk

Tumblr wurde im Februar 2007 von David Karp in New York gegründet und beschäftigt 187 Mitarbeiter. Insgesamt lassen sich derzeit circa 118,2 Millionen Blogs mit 53,8 Milliarden Einträgen verfolgen.

Der Name des Netzwerks leitet sich vom englischen Verb „to tumble sth.“ ab. Dies bedeutet so viel wie „etwas durcheinander bringen“ und bezieht sich dabei auf das Tumbleblogging. Charakteristisch für „tumbleblogging“ ist das Veröffentlichen von meist kurzen Blog-Beiträgen ähnlich eines Sammelalbums. Diese sind multimedial in Form von Texten, Fotos, Zitaten, Links, Chatverläufen, Audio- und Videodateien. Würde man Tumblr in bestehende Plattformen einordnen wollen, so befindet sich das soziale Netzwerk wohl irgendwo zwischen Twitter, Facebook und klassischen Blogging-Plattformen wie WordPress. Ähnlich wie bei Twitter und Facebook kann man anderen Usern folgen, wodurch deren Beiträge im eigenen Newsfeed erscheinen. Posts von anderen Nutzern können „geliked“ und im eigenen Blog veröffentlicht werden. Angelehnt an Facebooks „Teilen“-Funktion spricht man hier vom „Rebloggen“. Darüber hinaus hat Tumblr den Anspruch an sich selbst, dem Nutzer als Blogging-Service ähnlich wie WordPress zur Verfügung zu stehen. Der User soll also die Möglichkeit haben, kontinuierlich und zusammenhängend eigene Beiträge auf einem einfachen und schnellen Weg veröffentlichen zu können. Über die Möglichkeit des Teilens und Likens werden diese Beiträge anderen Tumblr-Usern auch relativ schnell sichtbar. Somit kann man in Bezug auf Tumblr wohl am ehesten von einem einsteigerfreundlichen Blogging-Service mit Community-Gedanken sprechen.

Warum Tumblr?

Man könnte sich natürlich fragen, warum man sich Tumblr genauer ansehen sollte, wenn es doch größtenteils Funktionen innehat, die andere Plattformen bereits bieten?

Zunächst kann man sagen, dass sich Tumblr wohl am ehesten für Leute eignet, die sich für Blogging interessieren und sich erst einmal ein wenig in diesem Bereich ausprobieren möchten. Tumblr bietet die Möglichkeit, sich einen individuellen Blog auf Basis von kostenfreien und –pflichtigen Templates zusammenstellen. Somit grenzt sich Tumblr mit einem Mehr an Möglichkeiten von eher rein Netzwerk-orientierten Plattformen wie Facebook ab. Des Weiteren kann der Blog anschließend mit Bildern, Videos oder auch kurzen bis längeren Texten und Notizen über lange Zeiträume gefüllt werden und geht damit über reines Mikroblogging kurzer Nachrichten, Bilder oder Links à la Twitter hinaus.

Klassische Plattformen wie WordPress stellen dennoch, gerade in Bezug auf die Gestaltung und Möglichkeiten den Blog zu betreiben beziehungsweise zu individualisieren, mehr Freiheiten zur Verfügung, für die ab einem gewissen Grad jedoch auch ein wenig technisches Know-How erforderlich ist.

Tumblr versucht genau die Schnittstelle zwischen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und „vollwertigen“, reinen Blogging-Diensten wie WordPress zu besetzen. So kann der Nutzer einen schnellen Einblick in die Welt des Bloggens erlangen, die Tumblr sei Dank, gleich an eine komplette Community geknüpft ist und so die Kommunikation und den Austausch zwischen den Usern vereinfacht. Zudem ist die Anmeldung bei Tumblr kostenlos, das Netzwerk werbefrei und mit einer Anmeldedauer von circa einer Minute (mit der die Betreiber keineswegs übertrieben haben) schnell und unkompliziert.

Neben der eigenen Community ist Tumblr auch mit Facebook und Twitter vernetzt, wodurch eigene Beiträge schnell und automatisch in gleich zwei weitere Netzwerke integriert werden können.

Gerade für Personen, die sich für das Bloggen interessieren, anfänglich jedoch nicht die richtigen oder nicht genügend Worte finden, um einen klassischen Blog zu betreiben oder aber einfach an wortärmeren Darstellungsformen interessiert sind, könnte eine Registrierung bei Tumblr lohnenswert sein.

Die Registrierung

Hat man sich dafür entschieden, dass Innere von Tumblr kennenzulernen, so erfolgt die Anmeldung denkbar schnell und einfach. Über http://www.tumblr.com gelangt man auf die Startseite des Netzwerks, auf der auch gleich die Anmeldung beginnen kann. Erforderlich ist zunächst die Eingabe einer gültigen E-Mail-Adresse, eines Passworts und eines Benutzernamens. Alle Eingaben können nachträglich wieder geändert werden.

Anmeldemaske

Anmeldemaske

Nach diesem ersten Schritt gelangt man auf die nächste Seite. Hier erfolgt die Abfrage des Alters. Die Nutzungsbedingungen von Tumblr geben ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Da jedoch, wie bei sozialen Netzwerken üblich, keinerlei Kontrolle stattfindet, wird man hier auch nicht gehindert ein falsches Alter anzugeben. Bei jüngeren Nutzern sollte die Kontrolle wohl in den Aufgabenbereich der erziehungsberechtigten Personen fallen.
Nachdem den Nutzungsbestimmungen zugestimmt wurde, ist die Anmeldung im Großen und Ganzen schon geschafft.

Um den Zugang zur Tumblr-Community zu erleichtern und den eigenen Newsfeed schon mit ersten Inhalten zu füllen, kann man in der darauffolgenden Oberfläche aus einer Auswahl von Blogseiten erste Interessen angeben. Jedoch lässt sich dieser Schritt auch mit einem Klick auf „Weiter“ umgehen. Hat man angegeben, für welche Themen man sich interessiert, so werden auf einer weiteren Seite themenrelevante Ergebnisse präsentiert. Diese kann man mit der eigenen Tumblr-Seite verknüpfen oder mit einem Klick auf „Weiter“ erneut umgehen.

Im nächsten Schritt hat der Nutzer die Möglichkeit, seine Freunde bei Tumblr zu suchen. Es können alle Facebook- und Google Plus-Freunde, die gleichzeitig bei Tumblr registriert sind, gesucht und hinzugefügt werden. So wird dem ersten Vernetzen geholfen und der Newsfeed weiter mit Inhalten gefüllt. Aber auch hier hat man die Möglichkeit diesen Schritt mit einem Klick auf „Überspringen“ zu umgehen.

Der Abschluss auf dem Weg zum eingerichteten Profil ist die Frage nach dem Betriebssystem auf dem Smartphone des zukünftigen Nutzers. Für iPhone, iPad, Android und Windows Phone wird an dieser Stelle auf die passende App verwiesen, um auch unterwegs die Möglichkeit zu haben, auf Tumblr aktiv zu sein. Ein Klick auf „Überspringen und loslegen“ beendet die Einrichtung des Profils und man gelangt auf das Dashboard des eigenen Tumblr-Blogs. Von nun an hat man die Möglichkeit, sofort loszulegen und Beiträge zu veröffentlichen oder man nimmt sich die Zeit, sich seinen Blog mit den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten einzurichten.

Einrichten der Seite

Dashboard

Dashboard

Klickt man auf das Zahnrad im oberen Bereich des Dashboards, gelangt man in den Einstellungsbereich. Hier hat man die Möglichkeit, zahlreiche allgemeine Änderungen in Bezug auf den Account und die eigene Seite vorzunehmen. Dies betrifft zum einen Account-Einstellungen, wie zum Beispiel die Änderung der Email-Adresse, des Passworts und der Sprache. Hier findet man auch die Option seinen Account wieder zu löschen.

Einstellungsmenü

Einstellungsmenü

Die Kategorie „Dashboard“ beinhaltet beispielsweise Einstellungen zur Darstellungsgröße von Fotos, Anzeigen von Meldungen und der Option endloses Scrollen zu aktivieren. Unter „Email“ und „Apps“ kann der Nutzer Anlässe zur Benachrichtigung („Neue Follower“, „Neue Nachrichten“ und „Neue Antworten“) einstellen und Apps verwalten.

Neben diesen Einstellungen zum Account selbst hat der Nutzer die Möglichkeit, mit einem Klick auf den letzten Menüpunkt (im Bild: Unbetitelt), den Blog an sich einzurichten. Hierzu stehen vielfältige Optionen zu Verfügung. Zum einen kann hier der Avatar geändert, eine eigene URL festgelegt und aus einer umfassenden Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Templates für das Erscheinungsbild des eigenen Blogs gewählt werden. Neben der Möglichkeit, aus vorgefertigten Templates zu wählen, ist es ebenso möglich, ein benutzerdefiniertes Template zu erstellen. Hierzu kann der Nutzer optische Veränderungen und andere Einstellungen in der rechten Seitenleiste durch Hinzufügen oder Entfernen der jeweiligen Häkchen durchführen. Sollte man sich etwas mit HTML auskennen, kann durch einen Klick auf „HTML bearbeiten“ auch direkt im HTML-Code gearbeitet werden und seinen Blog so noch individueller gestalten. Die Möglichkeit, die Vorschau parallel zum Bearbeiten des Codes permanent aktualisieren zu können, zeigt die Auswirkungen der vorgenommenen Änderung und erleichtert auch HTML-Einsteigern das Arbeiten.

Templates wählen und bearbeiten

Templates wählen und bearbeiten

HTML-Eingabe und Vorschau

HTML-Eingabe und Vorschau

Insgesamt sind die Bedienung und das Einrichten der Seite sehr intuitiv. Hier sollte sich der Nutzer einfach ausprobieren, da alles mit wenigen Klicks und auf mehreren Wegen zu finden ist. Sollte man dennoch einmal nicht weiter wissen, lohnt ein Blick in die übersichtlich gestaltete Hilfe. Zu finden ist diese mit einem Klick auf das Fragezeichen in der Kopfzeile des Dashboards.

Sind alle Einrichtungen sowohl optisch als auch hinsichtlich des Accounts nach den persönlichen Vorlieben vorgenommen, kann man auch schon damit beginnen den eigenen Blog mit Inhalt zu füllen.

Dashboard

Neuen Beitrag oder Blog einrichten

Neuen Beitrag oder Blog einrichten

Das Posten eigener Beiträge ist sehr einfach und selbsterklärend. Im oberen Bereich des Dashboards, neben dem eigenen Avatar, finden sich dazu die verschiedenen Arten von Posts die von Tumblr zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Klick, zum Beispiel auf Text, erscheint die Eingabemaske für den Beitrag. Hier kann festgelegt werden, unter welchem Autor der Beitrag veröffentlicht wird. Des Weiteren können ein Titel, der Inhalt selbst und Tags eingegeben werden. Weitere Optionen (Benutzerdefinierte URL, Quelle und Eintragsdatum) können über das Zahnrad in der rechten oberen Ecke definiert werden. Abschließend kann mit einem Klick auf den Pfeil neben „Veröffentlichen“ der Zeitpunkt festgelegt, der Beitrag als Entwurf gespeichert oder auf Wunsch eine Vorschau angezeigt werden.

Beitrag erstellen und veröffentlichen

Beitrag erstellen und veröffentlichen

Klickt man auf „Veröffentlichen“ erscheint der Beitrag ähnlich wie bei Facebook, zusätzlich zu den Posts der Nutzer denen man folgt, im Newsfeed des Dashboards. Hier kann man seinen Beitrag auch nachträglich noch einmal bearbeiten. Außerdem können hier die Beiträge von anderen mit einem Klick auf das Herz unterhalb des Posts geliked und über rebloggen dem eigenen Blog hinzugefügt werden.

Eigene Beiträge bearbeiten und Beiträge anderer User Liken & Rebloggen

Eine weitere Option die Tumblr bietet, ist das Anlegen und Verwalten mehrerer Blogs in einem Account. Dafür kann im rechten oberen Bereich des Dashboards ein neues Blog hinzugefügt werden. (Siehe Bild „Neuen Beitrag oder Blog einrichten“)

Um zu sehen, wie der eigene Blog nun in seiner Gesamtheit für andere Besucher aussieht, klickt man einfach auf das Avator-Bild im oberen linken Bereich des Dashboards.

Blogansicht mit eigenen und geteilten Beiträgen (rebloggen)

Blogansicht mit eigenen und geteilten Beiträgen (rebloggen)

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Tumblr eine interessante Möglichkeit zu anderen Netzwerken und Blogging-Plattformen darstellt. Gerade durch die einfache Bedienung bei der Anmeldung, dem Einrichten und Pflegen des Blogs könnte Tumblr für Blogging-Einsteiger oder Personen, welche einen zusätzlichen, unkomplizierten Weg der Kommunikation suchen, einen Blick wert sein. Tumblr schließt die Lücke zu herkömmlichen Blogging-Services wie WordPress und sozialen Netzwerken. Durch die Integration von Facebook und Twitter sowie der eigenen Tumblr-Community hat der Nutzer die Möglichkeit, seine Beiträge bereits bestehenden Communities zu präsentieren, um so schnell Follower zu generieren.

Patrick hat sich im März 2013 dem Team von Projecter angeschlossen und war Praktikant im Online Marketing. Im Rahmen seines wirtschaftwissenschaftlichen Studiums an der FSU Jena fand er den Zugang zum Online Marketing und konnte während eines Praktikums in einer Berliner Marketingagentur bereits erste Erfahrungen im Bereich Social Media erlangen.


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  1. Hey Patrick.

    ich selbst nutze Tumblr auch für die Erweiterung meiner Blogs. Tumblr ist genial einfach und setzt zudem keine großen Hürden bei der Anmeldung.

    Allerdings sollte man bei der Nutzung von Tumblr drauf achten, nicht immer von einer Quelle aus zu verlinken. Dies bringt großen Unmut bei den Admins. Einmal flog ich sogar aus der Platform mit meiner eingetragenen Domain raus. Das Wiederherstellen ist dann nicht mehr so einfach.

    Aber dennoch ist dir der Beitrag über Tumblr sehr gelungen. Ich kann es auch nur empfehlen.

  2. Super Anleitung!!!