Wichtige Twitter-Funktionen und Dienste

geschrieben am in der Kategorie Social Media Marketing von

Im vergangenen Jahr haben, wie so oft, Facebook und Google+ die Social Media News und Blogs dominiert. Aber auch beim Micro-Blogging-Dienst Twitter hat sich einiges – und nicht nur der Börsengang – getan: neue Funktionen und Dienste wurden gelauncht, angekündigt, wieder verschoben und geupdated. Dazu möchte ich euch heute einen kleinen Überblick geben:

Funktionen

Twitter Archiv

Um die Entwicklung des eigenen Accounts nachzuverfolgen und diesen dauerhaft zu speichern, bietet Twitter unter „Einstellungen“ die Möglichkeit seine gesamten Tweets zu archivieren und stellt sie zum Download bereit. Diese werden dann chronologisch nach Monaten sortiert und bieten einen schönen (und umfangreichen) Überblick über Nachrichtenverläufe und das eigene Tweet-Verhalten. Alles durchzusehen dürfte allerdings den ein oder andern Tag in Anspruch nehmen ;).

Twitter Archiv

Twitter Archiv

Dein Twitter Archiv

Twitter-Cards

Die Twitter Cards bieten schon seit längerem die Möglichkeit verschiedene Medieninhalte einzubinden. Fotos, Player von Musik- oder Video-Dateien, Galerien. Nun können Unternehmen die Cards auch nutzen, um Angebote direkt in ihren Tweet zu integrieren. Der Nutzer muss nur noch draufklicken und bekommt das Angebot, den Gutscheincode etc. per Mail zugeschickt. Bisher ist die Funktion noch in der Testphase.

DVR-Modus für Live-Events

Der Twitter CEO Dick Costolo kündigte Ende Juni an, dass eine Funktion in Arbeit sei, die die Konversation zu Live-Events strukturieren solle. Durch die Masse an Tweets, die täglich durch die Timelines laufen, gehen Stimmungen und Nachrichten in Zusammenhang mit Veranstaltungen o.ä. schnell verloren. Das soll nun über einen DVR-Modus behoben werden. Bisher gibt es allerdings nur eine Ankündigung .

Embedded-On-Funktion

Es wird gemunkelt, dass die Microblogging Plattform die „Embedded-On-Funktion“ testet. Diese zeigt einem User unter seinem Tweet an, welche Webseiten den entsprechenden 140-Zeichen-Post eingebunden haben. Selbst haben wir die Funktion noch nicht gesehen, aber Berichte gibt es schon im Netz.

Keyword-Targeting

Werbetreibende konnten bisher Promoted Tweets buchen, die an erster Stelle in der Timeline der Follower platziert wurden. Nun gibt es die Möglichkeit, Keyword-Targeting zu nutzen. Twitter filtert aus den Tweets und den Interaktionen der Nutzer mit bestimmten Themen deren Interessen heraus und Werbetreibende können anhand dieser Keywords ihre Tweets ausrichten.
Im Dezember wurde auch das Keyword-Targeting geupdated und die Braod Match Keyword Option eingeführt. Über diese Option werden Promoted Posts nicht nur beim getweeteten Keywords, sondern auch bei Abwandlungen, Synonymen oder ähnlichen Wortkombinationen ausgespielt. Diese vergrößert die Reichweite der Promoted Posts stark.
Auch Conversion-Tracking für die Anzeigen wurde eingeführt.

Listen

Eigentlich sind die Twitter-Listen ein alter Hut, allerdings wurden Sie 2013 noch einmal erweitert.

Twitter Listen

Twitter Listen

Anstatt bisher 20 Listen zu führen, ist es nun möglich 1.000 anzulegen. Und auch der Umfang der einzelnen Listen wurde erweitert: Waren bisher nur 500 Listenmitglieder möglich, kann man sie nun mit bis zu 5.000 füllen.
Die Idee hinter den Twitter-Listen ist es, seinen Newsfeed nach Themen zu strukturieren. Je mehr Twitter Nutzer man folgt, desto unübersichtlicher und voller wird die Timeline. In den jeweiligen Listen werden nur die Tweets zum entsprechenden Thema aufgeführt. Zudem sind Listen für andere Nutzer sichtbar und dienen so ebenfalls als Informationssammlung.

Die verbesserte Suche

In den letzten Jahren vernachlässigte der Micro-Blogging-Dienst seine Suchfunktion weitestgehend. Doch 2013 gab es gleich mehrere Neuerungen im Zuge der Veröffentlichung der Twitter Universal Search. Diese ermöglicht das Filtern der Suchergebnisse nach Bildern, Nachrichten, Personen, Videos, etc.. In der mobilen Version lassen sich zudem die Suchergebnisse auf die abonnierten Nutzer eingrenzen.
Der Dienst merkt sich die letzten Suchen des Nutzers und bietet ebenfalls die Möglichkeit, Suchen zu speichern.

Schedules Tweets

Ausgangspunkt waren wohl die Anzeigenkunden, denen Twitter die Möglichkeit bieten wollte, Promoted Tweets schon vorauszuplanen. Nun wurden die Scheduled Tweets allerding sowohl für die Promoted als auch für die organischen Tweets eingeführt. Besonders für die Account-Betreuung an Wochenenden und Feiertagen eine sehr praktische Funktion.

Private Nachrichten

Der Großteil der Twitter-Kommunikation geschieht öffentlich über die jeweiligen Timelines. Doch im vergangenen Jahr wurde auch die Funktion der privaten Nachrichten verbessert. Nutzer können so nun auch Bilder in Privatnachrichten verschicken. Ob Twitter damit auf die wachsende Beliebtheit von WhatsApp reagiert?

Dienste

Twitter Analytics

Mit Analytics für Twitter kann die eigene Timeline inkl. Follower-Daten, Retweets und Replies beobachtet und ausgewertet werden. Leider scheint es in Deutschland bisher nur vereinzelt nutzbar und in erster Linie Werbetreibenden vorbehalten zu sein. Zudem gibt es den Hinweis, dass nur Profile auf denen englisch getweetet wird, analysiert werden können. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Meldungen. Ein großes Rätsel. Wenn der Account jedoch funktioniert, ist es möglich, die Daten nach unterschiedlichen Kriterien zu sortieren und zu exportieren. Wir sind gespannt.

Twitter Music

Twitter Music findet beliebte Songs

Immer wieder angekündigt und immer wieder verschoben: der Start von Twitter Music . Nach langen Verhandlungen mit den Verwertungsgesellschaften ging der Dienst dieses Jahr endlich auch in Deutschland online. Über Twitter Music können die beliebtesten Songs aller Twitter Nutzer gefunden werden. Gefiltert nach Genres oder Kategorien. Anhand der Analyse von Tweets werden zudem Musik- und Band-Vorschläge gemacht, oder es werden Listen erstellt mit den Songs der Künstler denen man auf Twitter folgt. Die Songs können allerdings – wie sich das für einen Kurznachrichten dienst gehört – nur angespielt werden.
Gerüchten zufolge steht allerdings das Aus der Plattform schon wieder bevor.

Vine

Anfang 2013 ging der (Kurz-)Video-Dienst Vine online. Mithilfe einer App können damit kurze, sechs-sekündige, Video-Sequenzen abgespielt werden. Vine ermöglicht eine Einbindung eines Clips in die eigene Webseite und bietet natürlich die Möglichkeit des Tweetens. Das Video wird dann in einer Dauerschleife abgespielt.
Die App gibt es im App-Store und im Google Play-Store. Viele Marken nutzen Vine bereits in Ihren Kommunikationsstrategien.

Fazit

Auch wenn es im Vergleich zu den Netzwerkriesen etwas weniger Schlagzeilen produziert, arbeitet Twitter kontinuierlich daran, seine Dienste und Nutzererfahrungen weiterzuentwickeln. Sowohl in den Nutzungsmöglichkeiten, als auch in der Entwicklung neuer Dienste wie Vine oder Music. Nach dem Börsengang scheint es, als baue Twitter auch die Werbemöglichkeiten auf der Plattform weiter aus.

Twitter ist nach wie vor ein interessanter und effektiver Kommunikationskanal für Unternehmen. Welche weiteren Funktionen und Dienste sind für euch spannend und wichtig?

Beatrice war von Januar 2012 bis März 2014 Teil des Projecter Teams.

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