Archiv für die Kategorie ‘SEO’

SEO und Web Accessibility

Donnerstag, 26. November 2009

© 2008 Bernd Boscolo / pixelio.de

© 2008 Bernd Boscolo / pixelio.de


 
Wer oder was ist “Web Accessibility” und was hat das denn mit SEO zu tun? Genau das ist die Frage, die dieser Beitrag zu klären versucht. Die Idee kam mir in einem SEO-Workshop, den Patrick für unser Team vorbereitet hatte.
 
Das Thema wurde bereits von Joseph Dolson aufgegriffen, wer des Englischen mächtig ist, findet den Artikel sicher spannend.
 
Grundlegend geht es bei “Web Accessibility” um die virtuelle Barrierefreiheit. Mein Professor für Wirtschaftsinformatik war stets sehr begeistert von dem Thema und stellte immer wieder in ausufernden und einschläfernden Monologen dar, dass es nicht nur im täglichen (realen) Leben Behinderten der Zugang zu Gebäuden, Veranstaltungen und Dienstleistungen ermöglicht werden müsse. In gleichem Maße bestehe der Anspruch auch für sämtliche Websites.
 
Um nur ein paar Ideen der Barrierefreiheit aufzugreifen: Text sollte stets gut lesbar dargestellt sein, d.h. nicht zu klein, es sollte mit starken Kontrasten gearbeitet werden, da Sehbehinderten so das Lesen leichter fällt. Text sollte logisch, d.h. nicht  grafisch formatiert werden, z.B. sollte das “<strong>”-Tag anstelle von “<b>” verwendet werden. Dies wird empfohlen, da beim Vorlesen der Seite mit einem Screenreader dann der Inhalt verständlicher wird. Darüber lässt sich zwar streiten, aber dies ist nun mal eine der Richtlinien. Genau deshalb sollten auch Überschriften klar definiert werden (<h1>, <h2>, usw.). So wird die Struktur bzw, Hierarchie einer Seite schneller deutlich, denn Blinde lassen sich nicht alles und jeden Tag vom Screenreader auslesen, sondern höchstens anlesen.
 
Der Leser merkt schon, es ist ein Thema, dem man sich kaum zuwendet, das irgendwie unbequem ist und sowieso nur eine Randgruppe betrifft. Oder?
 
Nein, sind sich viele Autoren einig. Es gehe um den Zugang zu Informationen sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch uneingeschränkte Nutzer. Einschränkungen wie Farbenblindheit oder Sehschwächen sind sehr verbreitet und auch in Anbetracht der wachsenden Nutzergruppe der betagteren Surfer nicht mehr von der Hand zu weisen. Es kann also schon ein unüberwindbares Hindernis sein, einen roten Button zu klicken, wenn gerade eine Rot-Grün-Schwäche das Unterscheiden der Farben erschwert, wie auf dem Blogging-Magazine zu lesen ist.
 
Es kommen sogar Synergieeffekte zustande, wenn man das SEO-Potential von barrierefreien Seiten betrachtet. Dahinter steht die Überlegung, dass auch der Suchmaschinen-Bot ein Besucher ist, ein blinder nämlich.
 
Sowohl Blinden als auch einem blinden Google-Bot sind aufwändige Flash-Animationen und Bilder völlig egal. Text, Text und Text lautet die Devise. Gerade auf der Startseite sollte der Google Bot zu lesen bekommen, worum es auf der Seite geht. Keyword Stuffing war gestern und begeistert auch den blinden und einen Screenreader nutzenden Leser wenig. Logisch formatierter bzw. wenigstens hervorgehobener Text wird hingegen auch vom Such-Bot als wichtiger erachtet, als der normal formatierte Text daneben.
 
Auch die Meta Description und die Title-Attribute von Links sowie alt-Texte von Bildern gewinnen in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung. Dabei kann es nervig sein, wenn ein Screenreader die title-Attribute mit ausliest (normalerweise nicht, kann aber so eingestellt werden) und diese vom Seiten-Autor dazu genutzt werden, Keywords unterzubringen.
Für Blinde ist die Seitenbeschreibung eines der wichtigsten Kriterien, wenn sie sich auf einer neuen Seite bewegen. Die Namen der Links sind entscheidend, weshalb nicht nur aus SEO-Sicht klar wird, warum es sinnlos ist, einen Link “Hier klicken” zu nennen.
 
Natürlich benutzen Blinde auch keine Maus. Ich als Tastatur-Kürzel-Fan erinnere mich daran, dass ich es schon vor 8 Jahren gut fand, dass Google den Cursor sofort im Suchfeld platzierte, und man nicht erst auf einer mit Werbung überladenen Seite das Eingabefeld suchen musste. Zeit und Nerven gespart – in Sachen Web Accessibility sind das sicher Peanuts.
 
Der tagSeoBlog liefert für Interessierte zahlreiche hilfreiche Tipps für das barrierefreie Web Design und erklärt auch nochmal, warum Google eigentlich behindert ist. Dabei ist auch die Darstellung des Surfens durch eine blinde Nutzerin sehr lesenswert: Wer keine Vorstellung hat, wie man durch das Web navigiert, ohne irgendetwas zu sehen, gewinnt hier die nötigen Erkenntnisse.
 
Barrierefrei ist also nicht gleichzeitig suchmaschinenoptimiert und andersherum.
 
Es ist eine Herausforderung, die aber durchaus machbar ist und nicht nur für Anbieter und Nutzer Vorteile bringt, sondern auch die Effizienz einer Seite erhöhen kann, wie auch bei webnauts.net zu lesen ist. (Oft wird die barrierefreie Gestaltung einer Webseite auch als zusätzliche Dienstleistung durch SEO-Agenturen oder Web-Designern angeboten.)
 
Neben den schon genannten Kriterien hilft es beispielsweise auch, Navigationsmenüs als Listen aufzubauen, Formularfelder immer mit Labels zu beschriften, damit Formularfelder eindeutig identifiziert werden können und zwecklose “Schmuckbilder” wegzulassen.
Interessant ist auch die Überlegung, dass Alternativen für Bild-Captchas angeboten werden sollten, wenn man mal an Communities etc. denkt.
 
Im Rahmen der Onpage-Optimierung sollte man also nie vergessen: Google kann nicht sehen, Google kann nicht hören, Google kann keine Maus bedienen, Google kann eigentlich fast gar nichts – außer lesen.”

Eis-Curling Turnier bei Projecter

Dienstag, 05. Mai 2009

Schon die alten Griechen wussten: “In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist”.

img_8386-smallDeswegen gestalten wir unsere Pausen seit kurzem sportlich. Eine (im wahrsten Sinne des Wortes) kleine Sportausrüstung erhielten wir im Promo-Paket von Styleon. Darin war ein Eis-Curling-Set, dass wir auch kurzer Hand aufbauten. Die Steine (Eiswürfel) wurden eingefroren und zwei Teams gebildet (rot = Katja und Patrick, blau = Steffi und Ulrike). Dann ging’s los: Einer musste die Bahn schrubben, der andere Spieler den Stein möglichst in der Mitte der Zielscheibe am Ende der Bahn platzieren. Das meiste sportliche Geschick bewiesen Katja und Patrick und gingen als klare Sieger aus dem Match hervor. Eine Revanche ist schon geplant, dann mit der Unterstützung von Christian.

Und als nächstes probieren wir die Ice Shot-Gläser von Styleon… mal sehen, wer den Wettkampf gewinnt. ;)

Hier noch ein paar Impressionen:

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knappe Entscheidung: das rote Team gewinnt um Haaresbreite

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perfekt platziert... von Blau

Weitere Fotos vom spannenden Eis-Curling-Turnier bei Projecter gibt es hier.

Die Länge von Suchanfragen

Dienstag, 24. März 2009

Die Anzahl von Wörtern in einer durchschnittlichen Suchanfrage steigt an. Je mehr Erfahrung ein Nutzer mit Suchmaschinen sammelt, desto detailliertere Suchanfragen wird er stellen. Das ist seit Jahren bekannt und wird durch eine aktuelle Erhebung von Hitwise erneut bestätigt. Die Zahlen basieren auf dem Suchverhalten der Amerikaner, können aber in ihrer Grundaussage sicherlich auf Deutschland und andere Länder übertragen werden.

 

Hitwise Suchverhalten

 

Demnach nimmt der Anteil der 1-Wort- und 2-Wort-Suchen am Gesamtsuchverhalten stetig ab. Gleichzeitig gewinnen Suchanfragen mit fünf bis acht oder sogar mehr Wörtern immer mehr an Bedeutung.

Aus Deutschland sind die aktuellsten Zahlen wohl aus dem Jahr 2006. Damals wurde im internationalen Vergleich deutlich, dass deutsche Suchanfragen durchschnittlich kürzer ausfallen als zum Beispiel amerikanische oder Anfragen in anderen europäischen Ländern. Johannes Siemers hatte die für mich durchaus logische Erklärung parat: die deutsche Sprache neigt zu zusammengesetzten Wörtern. Während beispielsweise "search engine optimization" im Englischen aus drei Wörtern besteht, macht die deutsche Sprache daraus nur eines: "Suchmaschinenoptimierung".

 

Auswirkungen auf das Marketing

 

Sowohl im Rahmen von SEM als auch SEO geht der Trend ganz klar in Richtung Long Tail Optimierung. Wenn Suchanfragen länger werden, sollten im Idealfall auch entsprechend längere Keywords gebucht bzw. auf eben solche Keywords optimiert werden. Das bedeutet am Anfang sicherlich einiges an Mehraufwand. Die Recherche langer Keywords und das Verfassen von Long Tail Content ist nicht unaufwendig. Allerdings bin ich überzeugt, dass es sich langfristig auszahlen wird. Zum Einen gibt es mit Sicherheit immer Konkurrenten, die sich diese Mühe nicht machen. Insofern ist es leichter für Long Tail Begriffe gut zu ranken bzw. die Keywords können günstiger eingekauft werden. Zum anderen ist der Nutzer so freundlich und teilt uns Werbetreibenden durch seine längere Suchanfrage schon ziemlich genau mit, was er eigentlich sucht. Wir können also auf seine Anfrage gezielter eingehen und im Schnitt deutlich höhere Conversion Rates erzielen. Alles in allem ist die Entwicklung aus unserer Sicht also nur zu begrüßen!

SEO Campixx Video Interviews

Sonntag, 22. März 2009

Die SEO Campixx ist immer noch nicht vergessen und so hat Carlos San Segundo nun ein Video mit verschiedenen Interviews von der Campixx veröffentlicht. Was offenbar als 10 minütiger Linkbait geplant war, ist zu einem interessanten 45 minütigen Video mit insgesamt 12 Interviews gewachsen. Die meisten Tipps sind natürlich wieder sehr allgemeiner Natur aber kann man sich in einer ruhigen dreiviertelstunde trotzdem mal anschauen ;-)

 

Das Seo Campixx Video.

Google verteilt großzügig Sitelinks

Donnerstag, 28. Februar 2008

Seit einiger Zeit wird es auffällig, wie großzügig Google zurzeit Sitelinks verteilt. Ich glaube man kann in diesem Zusammenhang auch nicht mehr notwendigerweise von Autoritäts-Webseiten sprechen.

(weiterlesen…)

Sinnvolle interne Linkstruktur

Mittwoch, 23. Januar 2008

Eines der wichtigsten Dinge bei der Onpage-Optimierung für Suchmaschinen ist die interne Verlinkung. Sie ist jedoch auch einer der schwierigen Aspekte der Onpage-Optimierung, da man bei vielen Seiten und vielen Keywords schnell den Überblick verlieren kann.

Zu diesem Thema gibt es einen sehr interessanten Artikel bei SEOmoz. Maria gibt dem Leser ein paar Diagramme an die Hand, die helfen können, eine konsistente Linkstruktur mit sinnvollen Anchor-Texten aufzubauen.

Erstes PageRank Update 2008

Sonntag, 13. Januar 2008

Übrigens, in der Nacht von Freitag auf Samstag hat Google erneut ein PageRank-Update durchgeführt. Während das Interesse in der Blogosphäre weiter abnimmt, da dem PageRank gemeinhin eine (größere) Bedeutung für das Ranking von Webseiten abgesprochen wird, kam das aktuelle Update nach nur 78 Tagen etwas überraschend und konnte somit dennoch einige Blogger (offensichtlich auch mich) animieren, das Vorkommnis unter “Übrigens” an die Leserschaft zu tragen.

Offenbar beruht die PR-Aktualisierung auf der Datenbasis von Ende Dezember.

Betrachtet man den PageRank unserer Seiten, ergeben die Werte keinen erkennbaren Sinn. Wir verzeichnen einige Auf-, einige Abwertungen und ein paar Jump-Starts von neuen Seiten.

Unwichtige Seiten mit No Follow verlinken

Freitag, 11. Januar 2008

Ein kleiner SEO-Tipp zwischendurch: jede Webseite besitzt nur ein bestimmtes Maß an Linkkraft und diese wird mit jedem Link zum Teil auf die angelinkte Seite vererbt.

Oft wird dabei jedoch Linkstärke verschenkt, indem sie an Seiten vererbt wird, die aus Suchmaschinen-Gesichtspunkten vollkommen irrelevant sind. Vermutlich möchten die Wenigsten mit dem Impressum, der Datenschutzerklärung oder der Kontakt-Seite hoch ranken.

Dem kann man Abhilfe schaffen, indem solche Seiten identifiziert und nur noch mit dem “No Follow”-Tag verlinkt werden. Somit wird der Suchmaschine signalisiert, dass für diese Seiten keine Linkstärke vererbt werden soll.

Dies gilt natürlich nicht nur für interne Links, auch externe Links kann man durchaus mit “No Follow” versehen.

Präsentation zu Trends im Suchmaschinenmarketing

Mittwoch, 02. Januar 2008

Im November hielt Marcus Tandler auf der web2.0 Expo in Berlin eine viel gelobte Präsentation zum Thema “Trends in Search Engine Optimization and Search Engine Marketing”. Zwar ist er nicht allzu begeistert, dass die Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist. Da er sie aber mittlerweile selbst in seinem Blog veröffentlicht hat, möchte auch ich sie hier verlinken.

Insbesondere zum Thema Linkaufbau verrät Marcus, wie er häufig vorgeht. Dabei handelt es sich nicht um große Geheimnisse, aber es ist in jedem Fall interessant zu erfahren, auf welche Methoden erfolgreiche Suchmaschinenoptimierer bauen.

Auch dem Thema SMO (Social Media Optimization) widmet er ein paar Slides seiner Präsentation – insbesondere die Tipps zum erfolgreichen Diggen und Yiggen sind interessant.

Weitere Präsentationen von der web2.0 Expo finden sich hier.

SEO Wahlen 2007

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Umfragen, Wahlen und Bestenlisten zum Jahresende liegen wie immer voll im Trend. Somit ist es nur konsequent, dass es neben der Umfrage zu den meistgenutzten Affiliate Netzwerken auch die “SEO Wahlen 2007” gibt.

SEO United ruft zur Abstimmung in den folgenden Kategorien auf:

1. Die beste SEO Seite 2007
2. Der beste SEO Blog 2007
3. Das beste SEO Tool 2007
4. Das beste SEO Event 2007
5. SEO Wort des Jahres 2007
6. SEO Unwort des Jahres 2007
7. Das wichtigste Ereignis 2007
8. Die größte Enttäuschung 2007

Es kann noch bis zum 31. Dezember abgestimmt werden.

In den meisten Kategorien zeichnen sich jedoch schon jetzt deutliche Gewinner ab. So wird Johannes Beus mit gewaltigem Vorsprung die Wahl zum besten SEO Blog gewinnen, absolut gerechtfertigt, wie ich finde.

Das Wort des Jahres in der Welt der Suchmaschinenoptimierer wird vermutlich “NoFollow”, auch hier keine große Überraschung. Das Rennen zum Unwort des Jahres machen “PageRank” und “Abstrafung” unter sich aus. Letzteres korreliert natürlich mit dem wichtigsten Ereignis des Jahres (74%): Die PageRank Abstufung von Linkverkäufern vor einigen Wochen.

Dass die OMD als das beste SEO Event ausgezeichnet werden wird und sich damit gegen die PubKonferenz und diverse Stammtische durchsetzte, überrascht mich allerdings doch ein wenig. Jedoch ein Grund mehr, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

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