Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

8. Twittwoch Sachsen in Dresden – Von Dämonen, Elefanten und langem Atem

Donnerstag, 12. August 2010

In einem sehr schicken und noblen Ambiente fand der 8. Twittwoch Sachsen dieses Mal im Café Duesenberg in der Neustadt statt.

 

Mit knapp über 20 Besuchern war die Veranstaltung zwar nicht so gut besucht wie zum Beispiel beim ersten Twittwoch in Dresden, als auch die Safttante mit von der Partie war.

 

Doch wieder einmal traf die Regel zu: Qualität statt Quantität. Den durchweg interessanten Vorträgen wurde volle Aufmerksamkeit gewidmet.

 

#twsd

IMG_1313IMG_1314

 

Elefanten, Wasserfälle und Agilität

 

Den Anfang machte Jens Korte, der mit dem Laplaceschen Dämon und dessen Anwendung auf Projektmanagement die Zuhörerschaft fesselte. So sei es z.B. ein grundlegender Unterschied, ob Projekte "kompliziert" oder "komplex" seien.

 

Die Deterministen schätzten die Welt generell als vorhersehbar ein. Sie zerlegen ein komplexes Projekt in Einzelteile und machen es damit wieder vorhersehbar. "Aber ein Elefant ist mehr als die Summe seiner Einzelteile." Das Gegenlager verträte den evolutionären Ansatz, der von der Nicht-Vorhersehbarkeit der Welt ausginge.

 

Deshalb ginge man Schritt für Schritt, d.h. iterativ, vor. Nach und nach werden demzufolge der Projektfortschritt und Erfolgsfaktoren beobachtet und weiterentwickelt.

 

Dieser inkrementelle oder adaptive Vorgang sei in der Produktentwicklung ein interessanter Ansatz, der zwar auf den ersten Blick mehr Unsicherheit berge, können doch nicht ein endgültiges Produkt zum Zeitpunkt x mit den verbundenen Kosten y garantiert werden. Jedoch sind (weniger) Funktionalitäten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Perfektion und auf Grundlage von ständigem Feedback sowie den Kunden-Bedürfnissen entwickelt.

 

Gerade bei der Softwareentwicklung sei dies eine begehrte Vorgehensweise, bei der entscheidend sei, dass alle Beteiligten geschult und damit auf den Unterschied zu "Wasserfallprojekten" vorbereitet würden. Als Beispiel wurde das erste iPhone herangezogen, das zum damaligen Zeitpunkt nicht völlig ausgereift war, dann aber anhand des Feedbacks weiterentwickelt wurde und außerdem dank des Coolness-Faktors auch so schon breite Akzeptanz fand.

 

Generell müsse sich dieser Ansatz aber gegen einige Vorurteile währen, wie z.B. die Angst vor sehr viel höheren Kosten oder Unsicherheit über das Ergebnis an sich.

Wer zu diesem Thema Informationen sucht und/oder sich einbringen will, sollte sich an Jens Korte wenden bzw. die Community zur iterativen Entwicklung "Agile Saxony" ansteuern.

IMG_1319

 

Langer Atem und fulminantes Wachstum

 

Martin Wanitschke von T-Systems Multimedia Solutions und seine Präsentation über Coroporate Blogging bzw. Incorporative Blogging folgten. Als einer der Autoren von besser 2.0 erzählte er der Zuhörerschaft die Entwicklung des Blogs zum Thema Enterprise 2.0, auf der man auf Magenta und andere Konzern-Wiedererkennungsmerkmale verzichtet hätte, um dem zu erwartenden Widerspruch gleich aus dem Weg zu gehen.  Fazit des Vortrags war u.a. die These, dass die Story über die Konversation entscheidet. Und Märkte seien nun mal Gespräche, keine 1:n-Kommunikation.

 

Es ginge also darum, einen Mehrwert zu bieten. Dies würde dann auch belohnt, z.B. durch viele ReTweets oder Erwähnungen in anderen Blogs. Generell müsse man dafür aber einen langen Atem haben.

 

Schließlich plauderte André Reif aus dem Nähkästchen der Mobile-Copouning-Branche. Der MyMobai-Geschäftsführer gab detaillierte Einblicke in die Gründung, Finanzierung und das beeindruckende Wachstum des StartUps. Seine Inspiration wären die Google-Philosophie und der Affiliate-Ansatz bei der Entwicklung der App gewesen, mit der Nutzer sich Rabattgutscheine für Lokalitäten in ihrer Nähe anzeigen lassen können.

IMG_1322

 

Insgesamt ein gelungener Abend, wenn auch mit überschaubarer Besucherzahl, was aber an der Urlaubszeit gelegen haben dürfte.

 

Danke an Jens Osthues (@jeos) für die Orga und bis zum nächsten Mal. Dann in Leipzig! Details zum Termin und den Vorträgen folgen noch!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Affiliate Marketing Stammtisch in Leipzig

Montag, 26. Juli 2010

Für den vergangenen Freitag stand schon seit längerem ein Termin im Kalender: Der 2. Affiliate Marketing Stammtisch in Leipzig. Da die Zahl der Online Marketing Veranstaltungen hier vor Ort doch eher dünn gesät ist und wir meistens nach Berlin, München, Köln, Düsseldorf etc. reisen, um zu Networken, ist es natürlich sehr angenehmen, auch mal nur kurz zu Fuß gehen zu müssen – bis in die Moritzbastei ;-)

Wie Veranstalter Martin in seinem Blog schreibt, sind an diesem Abend etwa 140 Teilnehmer gekommen, was wir für sehr ordentlich halten! Das Bedürfnis nach Online Marketing Veranstaltungen in Leipzig ist damit wohl eindrucksvoll belegt! Die am weitesten gereisten Besucher dürften die beiden Affiliates aus Trier gewesen sein, die uns damit schwer beeindruckten :-) Projecter war mit Patrick, Simon und mir zu dritt vertreten und das war auch gut so, da wir alle die gesamte Zeit in interessante Gespräche verwickelt waren.

 

Erfreulicherweise waren neben Vertretern von Zanox und Belboon auch recht viele Affiliates vertreten, so dass die anwesenden Agentur- und Unternehmens-vertreter sich sogleich auf Publisher-Suche machen konnten. Darüberhinaus habe ich einige interessante “Agenturgespräche” geführt, zum Beispiel mit Andreas Hörcher von Finnwaa, der aus Jena angereist war und mit Thomas Fleck von Netresearch.

 

Neben vielen bekannten Gesichtern ergaben sich auch viele neue Kontakte, von daher unser Fazit: Perfektes Networking! Die Location in der Moritzbastei war ebenfalls sehr angenehm, auch wenn der anhaltende Regen die Teilnehmer aus dem Innenhof vertrieb. Last but not least war die Sponsorenausstattung offenbar sehr großzügig, da für den ganzen Abend für Getränke und Buffet gesorgt war. Vielen Dank an Martin für die Organisation, die bei dieser Zahl an Teilnehmern doch einiges an Mühe und Zeit erfordert haben dürfte. Wir sind nächstes Jahr sicher wieder dabei und werden in der Zwischenzeit mit der Ecommerce-Lounge das Online Marketing Networking in Leipzig weiter ausbauen ;)

 

Fotos vom Stammtisch gibt es bei Flickr!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Affilinet Floßfahrt 2010

Freitag, 25. Juni 2010

Servus, Grias eich, Habe-dere!
So – oder so ähnlich – wurden die Teilnehmer der diesjährigen Affilinet Floßfahrt auf der Münchner Isar vom Kapellmeister begrüßt.
 
Das Floß vor dem StartLockeres Kennenlernen während der FahrtFloßfahren auf der Isar
 
 
8.30 Uhr traf man sich am Hauptbahnhof, um mit dem weiß-blau ge-brandeten Reisebus den Weg zum Startort in Wolfratshausen anzutreten. Das Floß war bereits zu Wasser gelassen, die Kapelle EUROSOUND an Bord und die obligatorischen Bierkrüge waren schnell verteilt :D
 
Eigentlich sollten 2 Flöße zu Wasser gelassen werden, aber aufgrund der schlechten Wettervorhersage sind viele der Einladung nicht nachgekommen. Denjenigen kann man nur sagen, Pech gehabt ;) Blauer Himmel und Sonnenschein begleiteten uns auf der gesamten Fahrt.
 
Vier Steuermänner brachten uns zu Wasser und sorgten für eine reibungslose Fahrt. Wurden die Flöße früher noch zum Warentransport eingesetzt, wird die Personen-Floßfahrt mittlerweile bereits in der fünften Generation auf diesem Stück der Isar durchgeführt. Der Junior-Chef war auch an Bord, die Weiterführung des Familienbetriebs ist also gesichert.
 
Auf des gesamten Fahrt war für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Grillspezialitäten, Erfrischungsgetränke und frisch gezapftes Bier sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Beste Vorraussetzungen also zum Networken und für interessante Gespräche rund um das Thema Affiliate Marketing. Besonderes Highlight waren die Stromschnellen der Isar. Eingeleitet durch die Bordkapelle beschleunigte das Floß und die Isar sorgte für die ein oder anderen nassen Füße.
 

Blasmusik, Bier und Bratwürste
 
Schnell hatte sich auch ein Begleitschutz aus Enten und Schwänen rund um das Floß eingefunden. Erpicht auf Futter, betraten die Mutigsten sogar das Floß.
 
Hungriger Begleitschutz
Gegen 16 Uhr erreichten wir das sichere Ufer am Tierpark in München. Die Floßfahrt war ein sehr gelungenes Erlebnis und bestens von Affilinet organisiert. Nächstes Jahr gerne wieder und hier auch noch der Hinweis an die anderen Affiliate Netzwerke, Events mit Partnern lohnen sich ;)

 
Hier noch der Blogbeitrag von Affilinet zur Floßfahrt

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Internet Marketing Köln 2010

Freitag, 18. Juni 2010

Fußballstadion, Kölsch, Bratwurst – wenn das mal keine schlagenden Argumente waren, gestern ins RheinEnergie Stadion in Köln Junkersdorf zu kommen!
 
Nein, natürlich nicht nur wegen der Kulisse und der lückenlosen Verpflegung mit Getränken und Speisen war der gestrige Networking-Abend namens Internet Marketing Köln 2010 ein Anziehungspunkt für die Internet-, Werbe- und Ecommerce-Szene in Köln und Weiter-Angereiste.
 
Hitmeister hatte nach dem Ecommerce Day im März wieder mal ins Stadion des 1. FC Köln geladen – und das war die Anreise aus Leipzig wert.
 
1
Zunächst lief der Abend etwas zögerlich an. Selbst eine der “ortskundigen” Besucherinnen (er-)kannte wohl niemanden der – wie so häufig – überwiegend männlichen Anwesenden. Schließlich jedoch – ca. 3 bis 4 “Reagenzgläser-Bier” später – entwickelte sich dann eine entspannt sommerliche Draußen-steh-Party-Atmosphäre. Die zwei Kickertische taten ihr Übriges.
 
Insgesamt ein gelungener Abend, der sich in den kommenden Jahren sicherlich weiter etablieren wird. Vereinzelte Stimmen ließen verlauten, dass 2009 mehr los war. Ich denke aber, dass die Quote der angemeldeten Nichtkommer noch verhältnismäßig gut war. An das Frankreich-Mexiko-Spiel hatte bei der Anmeldung vor Wochen oder Monaten wahrscheinlich kaum jemand gedacht.Am frühen Abend bei der Internet Marketing Köln

Es gab keine Vorträge oder sonstiges Veranstaltungs-Programm, deshalb an dieser Stelle einfach noch ein paar Fotos:

Am Kicker galt: "Kindergarten- oder Jugendheimregeln?"Immer noch am frühen Abend bei der Internet Marketing KölnDie Party steigt draußen...

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

E-Commerce Lounge – Vorbereitungen

Mittwoch, 16. Juni 2010

In knapp einer Woche findet die nächste Leipziger E-Commerce Lounge statt. Hier im Büro laufen die Vorbereitungen auf das Event. Die Location ist bereits fest, das XING-Event angelegt und die ersten Gäste haben sich angemeldet.
 

ECLL_Header
 
Die E-Commerce Lounge soll Leipziger mit Online- oder Ecommerce-Bezug zusammenbringen. Der Networking-Gedanke steht dabei im Vordergrund. Hier trifft man Gleichgesinnte und kann Tipps und Erfahrungen austauschen. Bei einem Getränk in netter Atmosphäre wird nicht nur über Fachliches geplaudert. Hier lassen sich neue interessante Personen kennenlernen.
 
Damit die erste Kennenlernphase ein bisschen leichter fällt, haben wir uns für die nächste E-Commerce Lounge etwas Besonderes einfallen lassen. Neugierig? Mehr Infos zum Event und unserer Idee findet ihr auf lecommerce.de

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Firmenlauf Leipzig: Projecter Runners am Start

Donnerstag, 10. Juni 2010

Blasen an den Füßen, verstauchte Knöchel, Angstschweiß auf der Stirn! Die klassischen Symptome mehr oder weniger ambitionierter Freizeitsportler, zu denen wir uns wohl eindeutig zählen dürfen, überfielen uns nicht etwa nach dem Firmenlauf – nein! Unser Team hatte bereits im Vorfeld alles gegeben und entsprechende Blessuren davon getragen.
 
Gestern dann wurde es ernst. Brütende Hitze und der immer näher rückende Start sorgten für eine latente Unruhe im Büro. Taktische Besprechungen, wie man denn am besten die 5km Strecke angeht, beruhigten die Gemüter auch nicht unbedingt. Wir einigten uns darauf, zunächst mal gemeinsam loszulaufen um dann auf der Strecke zu schauen, in welchen konditionellen Zuständen wir uns befinden. Siegambitionen wurden von vornherein ausgeschlossen. Durchhalten und Ankommen war die Prämisse!

firmenlauf5

Unser Vierer-Team (bestehend aus Jasmin, Simone, Patrick und Tobi) machte sich dann pärchenweise auf den Weg Richtung Arena, es galt ja noch einige organisatorische Dinge vor Ort zu regeln. Startnummern wollten abgeholt werden, ein Mannschaftsfoto geschossen werden, der Streckenverlauf studiert werden;-) etc.

firmenlauf4

Ein reges Treiben erwartete uns vor Ort. Offensichtlich waren wir nicht die einzigen Leipziger, die sich dieser Herausforderung stellen wollten. Wahnsinnig viele Menschen, teilweise bunt kostümiert, fieberten so wie wir nun dem Start entgegen. Unsere Kehlen wurden trockener und der minütlich durchgegebene Countdown ließ den Spannungsbogen steigen. Pünktlich um 19:00 Uhr fiel dann der Startschuss und endlich ging es los auf die Strecke.
 
Beim Rauslaufen aus der Arena erwartete uns neben strahlendem Sonnenschein vor allem eine riesige Masse an Zuschauern, die für unglaublich gute Stimmung sorgten. Kaum hatten wir die ersten 500m hinter uns gebracht, hörten wir lautstarke persönliche Anfeuerungsrufe. Fans? Verwirrte? Viel besser! Der Rest der Projecter-Crew  hatte sich am Streckenrand positioniert, um uns aus vollem Hals anzufeuern! Sogar blaue Blitze mit dem Schriftzug Projecter Runners Go! zierten die Strecke. Starker Einsatz Leute!
 
Die Anfeuerung und Unterstützung motivierten uns extrem und so war es anfangs schwieriger, den zahlreichen anderen Läufern auszuweichen als einfach nur voranzukommen.  Einmal rund um die Arena hatten wir mittlerweile 1,5km geschafft und wurden ein zweites Mal persönlich angefeuert: Streckenverlauf und Kollegen sei Dank!
 
Auf der Strecke ging es derweil auch ganz gut ab. Skurrile Kostüme, extra bedruckte Shirts mit witzigen Sprüchen und gutgelaunte Menschen sorgten für Kurzweil. Persönliches Highlight: Der Mann, der offensichtlich sein Tagewerk noch nicht erledigt hatte und mit seinem Handy über Lautsprecherfunktion der Kollegin im Büro Arbeitsanweisungen gab!

firmenlauf3

Die Masse an Läufern und Zuschauern trug uns Meter um Meter näher ans Ziel, auch wenn uns die Hitze mittlerweile schwer zu schaffen machte! Der Zieleinlauf hatte dann triumphale Züge! Vollkommen fertig aber hochzufrieden liefen wir nach einer guten halben Stunde über die Ziellinie! Yeah, wir hatten es geschafft! Wasserzufuhr hatte nun oberste Priorität! Nachdem wir uns einigermaßen regeneriert hatten und uns unsere Siegertasse abgeholt hatten – die sich in diesem Moment wie der WM-Pokal anfühlte – wurde das Zusammentreffen von Projecter Runners und Projecter Supporters zu einer spontanen Sommerabendparty mit alkoholfreiem Weizen und Radler. Es hätte keinen besseren Platz dafür geben können als den wunderschönen blauen Projecter-Blitz vor der Arena!

firmenlauf2

firmenlauf1

Es hat auf alle Fälle großen Spaß gemacht, so dass wir uns später an diesem Abend glücklich und zufrieden auf den Heimweg machten. Ehrgeizige Ziele fürs kommende Jahr ließen auch nicht lange auf sich warten. Die Läuferquote soll um mindestens 50% steigen! Und zeitlich? Ein Jahr haben wir ja jetzt, um uns vorzubereiten. Mal sehen, was wir dann im kommenden Sommer abliefern… Also Vorsicht demnächst beim Spazierengehen, eventuell sausen blaue Blitze an Euch vorbei! Aber keine Angst: Die Projecter Runners trainieren nur für den Firmenlauf 2011.

firmenlauf6

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Webmontag in Leipzig – sonnig verträumt

Dienstag, 08. Juni 2010

Gestern stand der Webmontag Juni auf dem Programm. Trotz des sommerlichen Wetters versammelten sich etwa 45 Webinteressierte in der Kleinen Träumerei, um ihren Feierabend statt mit Bratwurst und Bier lieber mit Vorträgen und Diskussionen zu verbringen. Die Agenda las sich spannend, schließlich erwarteten uns drei hochaktuelle Vorträge zu den Themen Projektmanagement, Micropayment im Netz und iPad. Da hat Veranstalter Thomas Gigold also wieder eine Reihe interessanter Redner zusammengetrommelt, um der Leipziger Webcommunity den Montag Abend zu versüßen. Sein Engagement sollte an dieser Stelle noch einmal unterstrichen werden.
 
Leider fiel der Vortrag zum Thema Projektmanagement kurzfristig aus. So lauschten alle gespannt dem ersten Vortragsredner René Meyer, der Pro und Kontra des iPad vorstellen wollte.
 

Screenshot vom iPad mit Apps

Screenshot vom iPad mit Apps


 
Er zeigte Screenshots von verschiedenen Apps, von der Einstellungsoberfläche, vom Mailprogramm und hob das Besondere des iPad hervor: “Man kann sogar mit dem Finger scrollen und wenn man zwei Finger auseinander zieht, dann vergrößert sich das Bild!”. Aha. Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Anwesenden diese Fakten bereits kannte und auf Informationen mit Neuwert wartete. Sie wurden enttäuscht. Zum Abschluss der Präsentation  bekamen die Zuhörer noch ein paar Screenshots von Spielen, die auf dem iPad laufen, gezeigt. Damit endete der Vortrag.
 
Respekt und Begeisterung für das iPad

Respektvoll bestaunt Thomas Gigold das iPad


 

 
Thomas Gigold leitete nahtlos über zu seinem Vortrag. Er stellte den Micropayment-Dienst flattr vor. Nicht ganz neu, aber immerhin interessant. Flattr fungiert als eine Art Spendensystem für Web-Content. Registrierte Nutzer laden einen Betrag auf ihr flattr-Konto. Sie legen ein monatliches Budget fest. Dieses Budget können sie mit Klicks im Netz auf Flattr-Buttons verteilen. Am Ende des Monats wird das jeweilige Budget durch die Anzahl der getätigten Klicks geteilt und die “Spenden” an die Autoren der Inhalte verteilt. Den großen Durchbruch hat flattr hierzulande nicht erreicht. Thomas Gigold lud zur Diskussion ein und fragte nach Gründen für die verhaltene Spendenbereitschaft der deutschen Web-User.
Endlich entstand eine Diskussion an diesem Webmontag. Ein Grund sei, dass die Leser von Webinhalten mittlerweile daran gewöhnt seien, die Inhalte kostenlos zu erhalten und nicht gewillt seien, für Content Geld zu zahlen. Ein anderer Grund könnte sein, dass viele Bezahlsysteme, so auch flattr, einer Registrierung bedürfen. Das könne abschrecken, wirke kompliziert und behindere damit eine mögliche Spende.
 
Der Name der Location war Programm

Der Name der Location war Programm


 
Nach dieser kurzen Diskussion gingen die Gespräche in lockeres Kennenlernen über. In der Abendsonne wurde vor der Kleinen Träumerei noch ein wenig auf dem iPad Klavier gespielt. Wie ein kleines Kind wurde das Gerät herumgereicht und vorsichtig bestaunt. So manch einer hinterfragte, wie es Apple schon wieder geschafft hat, ein Produkt auf den Markt zu bringen, dass solche Anziehungskraft hat.
 
Es war ein versöhnlicher Abschluss für einen Abend, der schleppend begann. Wir freuen uns trotz allem auf einen nächsten Webmontag mit informativen Fachvorträgen und interessanten Gästen.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

6. Twittwoch Sachsen – Netvibes als “Machete im Informations-Dschungel”

Donnerstag, 27. Mai 2010

Unter dem Motto “Information Overload” fand gestern der nun schon 6. Twittwoch Sachsen #tws statt. Zum zweiten Mal trafen sich hier in Leipzig ca. 40 Twitter- und generell-Social-Media-Interessierte in der Kleinen Träumerei. Die immer weiter wachsende Web- und Online-Community Leipzigs kennt sich mittlerweile. Und man will nicht nur die Gesichter hinter der Timeline kennenlernen, wiedersehen, ein “Bier 1.0″ zusammen trinken. Es standen außerdem spannende Vorträge auf dem Programm.
 
So machte Christian Bollert von @detektorfm den Anfang und stellte kurz das Online-Radio aus Leipzig vor, welches vor Kurzem mit dem sächsischen Websiteaward ausgezeichnet wurde. Es folgten auch interessante Zahlen über die Nutzer, die durch die Präsenz in Sozialen Medien gewonnen werden. Twitter- und Facebook-Referrer verweilen erstaunlich lange auf der detektor.fm-Website. Im “normalen” Radio wird es die Leipziger vorerst nicht geben, es sei denn, sie bekommen eine Frequenz geschenkt…

6. Twittwoch Sachsen - Christian Bollert

6. Twittwoch Sachsen - detektorfmIm Anschluss zeigte Andreas Milles (@ami) von @spreadshirt, seine “Machete gegen den Informations-Dschungel”: Mit einem Netvibes-Dashboard sparen Social-Media-Nutzer, Blogleser etc. Zeit und Nerven, da man mit etwas Mühe beim Zusammenstellen langfristig eher den Überblick behält und besser filtern kann. Der kostenlose Dienst ermöglicht das Zusammenstellen von RSS-Feeds, Twitter-, Monitoring- und vielen weiteren Tools, ohne jeden Dienst einzeln aufrufen zu müssen (und wohlmöglich noch zu googlen, weil man kein Lesezeichen angelegt hat). Außerdem verriet er, auf welche Tweets und Kommentare er und andere Social-Media-Verantwortliche im Unternehmen wie reagieren.

 

Die Zuhörer waren von der Offenheit und der Professionalität Amis sichtlich beeindruckt. Der Brand Evangelist konnte Anfängern, aber auch Profis Tipps mit auf den Weg geben, z. B. “Zuhören”, “Lernen” und dosierte Kommunikation, kein “penetrantes Zuspammen”.

6. Twittwoch Sachsen - Andreas Milles

 
Zu diesem Thema sei allen Interessierten die Twittwoch-Workshop-Seite empfohlen, wo Informationen über vergangene und kommende Workshops zu finden sind, u.a. von Jan-Hendrik Senf zum Thema Social Media Dashboard und Monitoring einrichten.

tws7

 
Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen – in Leipzig sehen wir uns in 3 Monaten wieder zum Twittwoch. Bis dahin gibt es für Fußballfreunde noch etwas zum Probieren: Twittkickers – Fußball in 140 Zeichen
 
Weitere lesenswerte Beiträge zum Thema:
 
Social Media Dashboard im RSS Reader von @pixeldreher
 
Fazit zum Twittwoch von @lensspirit
 
Too much information? von @dg_4und20
 
Unser Beitrag über Social Media Monitoring Tools

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Affilinet Performance Marketing Day 2010 – Recap

Dienstag, 18. Mai 2010

Affilinet hat zum Performance Marketing Day 2010 geladen und wir sind der Einladung gerne gefolgt. In sehr angenehmer Atmosphäre im Novotel an der Münchner Messe haben sich Publisher, Agenturen, Advertiser und Developer zu einem gemeinsamen Stell-dich-ein getroffen und über Performance Marketing und die neusten Entwicklungen bei Affilinet diskutiert.
 
10:45 Uhr – sehr angenehme Zeit ;) – ging es mit einer gemütlichen Kaffeerunde los, gefolgt von der Podiumsdiskussion zum Thema “Customer Journey” im Online Marketing. Wurde das Thema auf der Tactixx 2010 noch heiß diskutiert, glich dieses Panel eher einem flauschigen Sommernachmittag. Festgestellt wurde, dass das Prinzip “Last-Cookie-Wins” die Reise eines Endkunden über verschiedene Touchpoints bis zum Kaufabschluss nicht gerecht widerspiegelt und der SEM-Brandklick dem Affiliate Marketing Umsätze “klaut”. Zur Abbildung der Customer Journey durch die Provisionsstruktur bedarf es einer Aufteilung der Provisionen auf die einzelnen Touchpoints. Die Frage nach einer angemessenen Aufteilung blieb aber ungeklärt. Erste Annäherungen an die Abbildung der Customer Journey durch die Provisionsverteilung finden aber bereits statt.  Beispielsweise berücksichtigt das Partnerprogramm von 1und1 den zum Kauf führenden SEM-Brand-Klicks nicht, wenn vorher ein Affiliate-Klick an dem Kauf beteiligt war. Auch eigene Telefonnummern werden an Top-Publisher vergeben, um auch Serviceanrufe den Publishern zuordnen und vergüten zu können. Als zukünftige Entwicklung wurden zuletzt Cross-Channel-Analysen empfohlen, um die verschiedenen Pfade der Customer Journey auszuwerten und darauf zu optimieren, statt die einzelnen Channel zu optimieren.
 
In der darauffolgenden Vortragsreihe wurden die Themen Retargeting und Optimerung des Online Marketing Mix aufgegriffen, sowie Einblicke in die interne Struktur von Affilinet gewährt.

Hattet ihr schon mal das Gefühl von Werbebannern verfolgt zu werden? Dann seid ihr bereits Opfer von Retargeting geworden.
Betrachtet ein Kunde in einem Onlineshop ein bestimmtes Produkt und verlässt den Shop ohne Kauf, können über ein gesetztes Cookie Werbebanner mit dem Produkt ausgeliefert und der Kunden zum Kaufabschluss bewegt werden. Affilinet ist seit kurzem mit einer eigenen Retargeting-Lösung auf den Markt getreten, was für Advertiser von Interesse ist, da nur ein Trackingpixel im Shopsystem integriert werden muss. Über konkrete Business-Rules lässt sich das Retargeting steuern. Wann soll der Zweitkontakt erfolgen, in welcher Häufigkeit sollen die Banner ausgeliefert werden, und und und…viele Eigenschaften des Retargeting, über die sich Advertiser vor dem Einsatz Gedanken machen sollten.
 
Nach der Mittagspause wurden die Vorträge in einen Basic-, Advanced- und Developer-Workshop geteilt. Im Advanced-Workshop wurden zunächst die Neuerungen im Raten- und Ordermanagement von Affilinet vorgestellt. Am Beispiel eines lange Jahre gereiften Partnerprogramms mit mittlerweile ca. 16.000 individuellen Raten für Publisher wurde gezeigt, wie man mit den Kanäle im Backend von Affilinet eine saubere Struktur schaffen und eine Vielzahl an individuellen Raten vermeiden kann. Leider glänzt das Backend in diesem Fall nicht mit einer intuitiven Bedienbarkeit, aber hat man die Idee einmal durchschaut, stellt sich das Ratenmanagment über Kanäle als nützliches Feature da. Als Neuerung im Ordermanagement wurde der Import-Validator vorgestellt. Dadurch wird es möglich ein, die Salesbestätigung als xls-, csv- oder xml-Datei direkt in das System zu laden. Man muss also nicht mehr den Umweg über den Email-Kontakt gehen und bekommt innerhalb von 10 Minunten Feedback über den Erfolg der Bestätigung.
 
Der Vortrag “Erfolgreiches Affiliate Marketing mit Gutscheinen” sorgte dann wieder für Diskussionsstoff. Während anhand einer Success Story die Vorteile von Gutscheinen dargestellt wurden, verständigte sich die Zuhörerschaft, dass Gutscheine zu einer Gewöhnung des Endkunden an Billigpreise führen. Letztendlich ist es eine Frage des Geschäftsmodells und der Markenpositionierung, Gutscheine einzusetzen oder nicht.
 
Abschließend wurden noch unter dem herausfordernden Titel “Profitipps” einige gute Hinweise zur Erleichterung des Tagesgeschäftes für Affiliate Manager gegeben. Unter anderem wurden folgende Plugins und Tools vorgestellt:
Cookie Manager, HTTP Fox, Table2Clipboard, iMacros for Firefox (alles Plugins für Firefox), xobni und Phrase Express. Sicherlich einen Blick wert ;)
 
Vorträge geschafft, auf zum Get-together an der Hotelbar :) Auch wenn der Teilehmerkreis geringer ausfiel als erwartet, haben sich wieder interessante Gespräche und Kontakte ergeben. Als Fazit kann man den Performance Marketing Day 2010 als sehr gelungene Veranstaltungen bezeichnen. Einziges Manko, das Weißbier an der Bar wurde in 0,3 l-Gläsern und aus dem Zapfhahn abgefüllt – nächstes Jahr bitte Nachbessern ;)

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

next10 – Rückblick auf Tag 2: Visionen, Werbung und Weltfrieden

Freitag, 14. Mai 2010

Mit dem erschwinglichen t3n Ticket stieg ich am Mittwoch in Berlin 13:24 Uhr aus der U2 und freute mich gleich über die Ausschilderung des kurzen Fußweges vom U-Bahnhof Gleisdreick zur next10.

Nach dem Checkin steuerte ich sofort den Vortrag von mp3-Mitbegründer Karlheinz Brandenburg “How to be a game changer” an. Mich erwartete ein eher wissenschaftlicher Vortrag, wie man das von der Uni und Gastvorträgen von Professoren kennt. Die wesentlichen Erkenntnisse waren, dass man im Team arbeiten, den Markt beobachten und stetig dazulernen muss, um etwas in der Wirtschaftswelt zu bewegen.

 
Unmittelbar danach hörte ich mir das Panel “Social Women” an. Zuerst sprach Cindy Gallop (@cindygallop1), Gründerin von makelovenotporn.com, über den Porno-Wahnsinn und die Aufklärung bzw. Fehlbildung, die Jugendliche durch Hard Core Pornos erfahren, da Videos, Bilder & Co. immer leichter zugänglich werden. Es war ein sehr engangierter Vortrag, wahrscheinlich eines der Highlights des 2. Tages der next10. next10 - Cindy Gallop
Dabei ist die Vortragsrednerin in keinster Weise prüde, sondern sprach sich ganz im Gegenteil für mehr und besseren Sex, “für einen erwachsenen und gesunden Dialog” und “Weltfrieden” aus. Es wurde getwittert, was das Zeug hielt, liefterte Cindy Gallop doch Minute um Minute Statements wie “More blow jobs, less world war!”.
 
Danach machte Annalisa Bluhm (@annalisabluhm) von General Motors den Frauen in sozialen Netzwerken Mut. Zwar lasse sich das Phänomen “Frauen auf Twitter, Facebook und Blog” nicht nur auf die Geschlechterdiskussion reduzieren, aber es sei nicht von ungefähr, dass Frauen das kommunikativere Geschlecht seien und es auch schon immer gewesen seien.
 

next10

 
Simone Brummelhuis (@thenextwomen) von TheNextWomen ermutigte ebenfalls Frauen, sich zu trauen, zu gründen und – wie auch die anderen Panelteilnehmerinnen – Vorträge auf Konferenzen wie der next10 zu halten. Die Diskussionen drehte sich dann auch fast “nur” noch um die Sinnhaftigkeit eines gesonderten Frauen-Panels ansich. Es wurde kritisiert und hinterfragt, inwieweit diese Veranstaltung dem Anspruch überhaupt gerecht werden kann, eben nicht nur auf das Thema ‘Männer vs. Frauen’ zu reduzieren, sondern darüber hinaus eine gleichberechtigte Diskussion über Social Media zu ermöglichen.

 
Einige Zuhörerinnen betonten, dass sie dieses gesonderte Panel zu “Social Women” verurteilten und als einen großen Widerspruch in sich selbst sehen. Nach und nach leerte sich der Saal, während die Diskussion immer eifriger wurde. Vor allem die Herren der Schöpfung suchten vermehrt das Weite :-) next10 - Platform Strategies
Vom vielfach gelobten Catering konnte ich noch Muffins, Obst und Latte Macchiato testen und machte mich dann frisch gestärkt auf den Weg zum nächsten Programmpunkt zum Thema “Platform Strategies”. Die Vorträge von Jimmy Nordbeck (@Jimmy_Nordbeck) von Golden Gecko, Joe Pezzillo von @pushIO, Philipp von Criegern von Maris Consulting, Ralf Neugebauer und Tilmann Buchner von Scout24 waren allesamt weniger spannend und teilweise werbelastiger, als ich erwartet hatte.
 
Teilweise auch überladene Präsentationen und eine insgesamte leicht erschöpfte Zuhörerschaft brachten keine wirkliche Diskussion in Gang. Dass http für Kommunismus, www für Sozialismus und Apps für Kapitalismus stünden, fand ich eine witzige These, über die ich selbst noch mal nachdenken bzw. mich zum Thema Appitalism belesen muss.
 
Das letzte Panel über “Mobile Business” war mit der Präsentation von Marcel Hastenteufel und Rainer Sax von SinnerSchrader für mich noch einmal ein Highlight. Ansprechende Präsentationen (egal, ob nun mit präzi, PowerPoint etc. gestaltet) sind doch rar, selbst auf einer professionellen Konferenz wie der next10.

 
Die Top-Themen der Konferenz waren “das Ende von Social Media”, natürlich die ganze Tablet-Diskussion, das gute Catering. Mie fiel auf: Der Trend geht zu Großbuchstaben auf den Präsentationsfolien – und: Ich habe lange nicht mehr so oft dieses “altmodische” Telfonklingeln gehört, das auf den hohen iPhone-Besitzer-Anteil im Publikum schließen ließ.

 
Enttäuschend war leider die völlig ausgefallene “Closing Party”: Punkt 18:30 Uhr wurden sämtliches Catering und die Stände abgebaut, allein der idbeer-Stand versorgte die Dagebliebenen noch eine Weile mit Bier. Da war ich mit meinem Ticket wohl zu spät gekommen (die richtige Party inkl. Currywürste war schon am Dienstag gestiegen). So machte ich mich dann doch früher als erwartet wieder auf den Weg zur U-Bahn.

next10
Insgesamt eine gute Networking-Veranstaltung, aber keine Überflieger-Veranstaltung hinsichtlich der Vorträge, so lautete insgesamt das Echo zur next10. Eindrücke zur Veranstaltung liefern die folgenden Beiträge, Videos und Fotos:
 
Next10-Bericht und Fotostrecke: Nettes Netzwerken aber schlappe Speaker
 
Next10: In 7 Sätzen und ein paar zerquetschten
 
next10, tag 2 auf wirres.net
 
Zukunft des Publishing und der Tablet-Hype vor dem Höhepunkt- next10, Tag 2
 
Fotogalerie: next10

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace