2. Webmontag in Leipzig
2. März 2010 von JasminAngenehme und zentrale Location trotz Rotlicht und leicht verräucherter Keller-Atmosphäre
Gut besucht durch neue und viele bekannte Gesichter war der 2. Webmontag Leipzig, der diesmal im Café Telegraph stattfand.
Die Gästeliste mit knapp 70 Anmeldungen führte zu hohen Erwartungen, immerhin kamen auch nur ca. 15 Personen weniger, als sich angekündigt hatten.
“No one will be using Flash” und “The world is moving to HTML5.”
Der erste Vortrag vom bekennenden Flash-Liebhaber Frank Alic von Spreadshirt war nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ. Zuerst ging es um die Probleme mit der Technologie, das allgemeine Verständnis von Flash und was man eigentlich damit machen könnte. Auch die Kompatibilitätsprobleme mit mobilen Geräten, wie sie z.B. Steve Jobs propagiert, wurden thematisiert. Schließlich wurden die Zuhörer in das Thema HTML 5 eingeführt. Der Eine oder Andere hätte sich dazu noch mehr Details gewünscht, Nicht-Grafiker konnten aber auch so am Ende vielleicht nicht mehr ganz folgen.
“Es gibt Produkte, mit denen will ich nicht befreundet sein”
Im Anschluss referierte Thomas Gigold über Best Practice Beispiele im Bereich Social Media Marketing (SMM). Die Diskussion driftete schließlich deutlich ab, als es darum ging, ob man mit gewissen Produkten auf Facebook “befreundet” sein möchte oder lieber nicht… (Wer dafür ist, kann ja der “Charmin Charmin Charmin!”-Gruppe auf Facebook beitreten.)
Crowdsourcing für die Medien-Stadt?
Michael Körner von der Stadt Leipzig wagte in seinem Vortrag das Gedankenexperiment, die kollektive Intelligenz der Kreativen Leipzigs für die Erstellung einer Plattform zu nutzen. Dieses Thema führte dann zu einer kontroversen und auch konfusen Diskussion.
Es machte sich der Eindruck breit, dass die eigentliche Intention Michael Körners, mit den Kreativen in einen Dialog zu treten, eher missverstanden wurde, bzw. blieb unklar, welches Ziel genau verfolgt werden sollte. Für die Einen drehte sich die Diskussion um die Förderungsfähigkeit und den Kooperationswillen der Medien- und Webwirtschaft mit der Stadt. Andere wunderten sich eher darüber, worin das Interesse der Stadt liege, die Kreativwirtschaft stärker nach außen präsentieren zu wollen.
Doch das Profil der Wirtschaft habe sich gewandelt, meinte der, der von sich selber sagt, er habe leipzig.de verbrochen. Darauf müsse die Stadt reagieren, nicht nur, um letztendlich mehr Steuern einzunehmen.
Das Leipziger Netzwerk verdichtet sich
Alles in allem wieder ein Abend, der zeigt, dass sich die Web- und Media-Szene Leipzigs langsam aber sicher etabliert und bei Events immer zahlreicher zusammen kommt. Wie immer vielen Dank and die Organisatoren!
Bei der Gelegenheit möchten wir Besucher des Webmontages oder Interessierte, die leider nicht kommen konnten, auf unsere E-Commerce-Lounge-Gruppe bei Xing und das nächste Treffen am 09. März hinweisen.
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