Social Media Monitoring
20. Mai 2010 von RalfZusammenfassung des Artikels “Wissen, wo der Hammer hängt” von Wolfgang Wopperer aus der Weave 03.10
Die sozialen Medien erfreuen sich immer weiter wachsender Beliebtheit. Die Nutzungszahlen steigen stetig und die Beteiligung der Nutzer nimmt zu. Nirgendwo werden mehr Nachrichten öffentlich ausgetauscht, nirgendwo wird mehr Inhalt erstellt, nirgendwo ehrlicher die Meinung gesagt. Nun entsteht die Frage, wie man als Unternehmen oder als Dienstleister all diese Informationen, wenn Sie denn von eigenem Interesse sind, wahrnehmen, verarbeiten und überwachen kann.
Wolfgang Wopperer stellt in der aktuellen Ausgabe der Weave die nützlichsten Social Media Monitoring Tools vor. In den folgenden Abschnitten möchte ich eine kurze Zusammenfassung des sehr interessanten Artikels geben.
Klassische Tools
Im ersten Teil behandelt Wopperer klassische Webmonitoring Tools. Google Alerts bietet die Möglichkeit, sich einen Feed oder einen Emailbericht zu den neuesten Erwähnungen des gewünschten Begriffes oder der eigenen Marke zusenden zu lassen. Dieses Tool berichtet sehr übersichtlich und in regelmäßigen Abständen über die Erwähnung des eigenen Namens und/oder der Marke, bzw. konkreten anderen Begriffen, um gegebenenfalls zu reagieren.
Ein weiteres von Google bereitgestelltes Tool ist Google Insights. Dieses bietet wertvolle Informationen über die Suchanfragen bei Google mit verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten z.B. Suchregion, Sprache und Zeitraum. Es lassen sich lokale sowie nationale Trends zurückverfolgen, in welchen Zeiträumen sie entstanden sind und wie lange sie andauerten.
Mit Google News bietet Google indirekt ein drittes Tool zur Überwachung, bzw. Analyse von Nachrichten an.
Monitoring für das soziale Web
Für die Blogosphäre stehen hier die beiden Dienste Google Blog Search und Technorati zur Verfügung. Wer noch detaillierter suchen möchte und auch Mircobloggingdienste und soziale Netzwerke nicht außen vor lassen möchte, sollte sich SocialMention und Icerocket näher anschauen. Neben den Suchergebnissen liefert SocialMention Informationen zu häufigen Autoren, verwandten Themen und der generellen Stimmung.
Nischenthemen
Wopperer erwähnt weiterhin die klassischen Onlineforen als den Ort, wo Themen diskutiert und besprochen werden. Für die Überwachung dieser bieten sich die Suchfunktion bei Google Groups oder YahooGroups an. Boardreader ist eine weitere Alternative. Hier kann der Nutzer neben einer grafischen Auswertung auch einen RSS-Feed zu dem gewünschten Thema abonnieren.
Wie hängt das nun zusammen?
Um die spannenden Fragen zu klären, wie sich Informationen im Netz verbreiten, wo der Ausgangspunkt liegt, bzw. welche Kanäle die stärksten Multiplikatoren darstellen, lohnt es sich laut Wopperer Memetracker anzuschauen. Diese verfolgen den Weg der Inhalte durchs Web.
Hilfreiche Wekzeuge hierfür sind der URL-Shortener Bit.ly, mit dem man nachvollziehen kann, wie oft mit dem Dienst erstellte Links geklickt werden, bzw. wo sie wie oft erwähnt oder veröffentlicht wurden. Dieses Tool bietet sich vor allem für das Tracken selbstveröffentlichter Links an.
In der deutschen Blogosphäre ist Rivva der erste Anlaufpunkt wenn es um Memetracking geht. Rivva durchsucht das Web und zählt Erwähnungen, Retweets und Links und errechnet daraus die Beliebtheit.
Alles zusammenpacken
Yahoo! bietet mit Yahoo Pipes ein Tool an, mit dem man grafisch alle möglichen im Web verfügbaren Datenströme aggregieren kann, um einen individuellen Feed zu erstellen. Es gibt Filtermöglichkeiten, Verknüpfungen und sonst jede wünschenswerte Einstellmöglichkeit um relevante Informationen zusammenzutragen. Auch wenn man eine Weile braucht, um sich in das Tool einzuarbeiten, ist es doch sehr vielfältig und erleichtert das Monitoring ungemein.
Was macht man nun mit den gesammelten Daten
Die gesammelten Daten aufzuarbeiten und ansprechend darzustellen stellt die nächste Herausforderung dar. Hier erwähnt Wopperer zwei Tools die diese Aufgabe angehen. Mit OpenCalais steht ein mächtiger Service zur Verfügung, der aus den Daten zusätzliche Metadaten extrahiert, wie z.B. Gegenstände, Personen, Orte samt weiterführenden Informationen. Für die Weiterverarbeitung bietet OpenCalais XML, RDF, Microformats und JSON an.
Die graphische Aufarbeitung der Daten lässt sich laut Wopperer gut über die Google Chart Tools umsetzen. Diese stellen vielfältige Darstellungsmöglichkeiten bereit, welche sich über URL-Parameter steuern lassen. Der Anfangsaufwand ist hier zwar recht groß, die Ergebnisse können sich dafür aber sehen lassen.
Den vollständigen ausführlichen Artikel findet man in der aktuellen Printausgabe der Weave 03.10, die vollständige Linkliste des Artikels unter: http://www.weave.de/linklisten/monitoring0310
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