Archiv für die Kategorie ‘Websiteoptimierung’

Usability Test: 6 Zeitpunkte für Benutzerfreundlichkeit

Dienstag, 30. März 2010

So mancher Webdesigner musste schon mit ansehen, wie sein Werk von den Nutzern, entgegen seiner Intention während der Entwicklung, entfremdet wurde.
Um dieses Szenario zu vermeiden, werden mit Usability Tests Schwächen einer Webseite aufgezeigt. Usability Testing beginnt aber nicht erst nach Fertigstellung einer Webseite, sondern ist Bestandteil von der ersten Entwicklungsphase an. Aus meiner Sicht sind folgende Zeitpunkte für Usability Tests sinnvoll:
 

  1. Vor dem ersten Strich: Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Bevor man selbst beginnt sein Design zu entwickeln, lohnt es sich die Konkurrenz zu testen. Es wird sich in der Regel ein Konkurrent finden, der die gleiche Zielgruppe, den gleichen Content oder gleiche Features auf seiner Webseite hat. Es lohnt sich, die Konkurrenz zu analysieren und aus deren Stärken und Schwächen zu lernen.
  2. Erste Gedanken als Zeichnung: Hat man begonnen sein Rohdesign zu Papier zu bringen, ist es nützlich, erste Skizzen der wichtigsten Seiten, z.B. die Startseite, potenziellen Usern zu zeigen. Bekannte, Freunde oder Nachbarn reichen für diese Zwecke vollkommen aus. Verstehen diese das Konzept und den Zweck der Webseite, dann haben wir alles richtig gemacht ;)
  3. Grundgerüst einer Webseite: Wir gehen einen Schritt weiter und haben mittlerweile alle Elemente der Startseite an den richtigen Platz angeordnet. Bevor wir jetzt die ersten Zeilen Quellcode schreiben, müssen wir noch folgende Fragen mit den Nutzern klären: Befinden sich die Elemente dort, wo der Nutzer danach sucht? Funktioniert die Navigation, wie es meine Nutzer erwarten? Denke ich genauso, wie die User meiner Webseite?
  4. Design wichtiger Seiten: Das visuelle Design einer Webseite beeinflusst die Usability erheblich. Ist das Design von Startseite, Kategorieseite und Produktseite erstellt, gilt es dieses zu testen. Durch Usability Tests überprüfen wir, ob unsere User herausfinden, wie jede der Seiten funktioniert.
  5. Prototypen und mehr: Ist dies geschafft, können wir Prototypen der einzelnen Webseitenbereiche entwickeln und testen. Von nun an beginnt ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Verhalten sich die Nutzer wie erwartet? Können kontextbezogene Aufgaben problemlos ausgeführt werden? Schritt für Schritt nähern wir uns der fertigen Webseite an.
  6. Relaunch: Ein Relaunch einer Webseite sollte immer nutzer- und nie design-getrieben erfolgen. Stehen Nutzer vor erheblichen Problemen eine Webseite zu bedienen, kann ein Redesign die nötige Lösung herbeiführen. Voraussetzung ist aber, dass die Nutzer in die Neu-Entwicklung miteinbezogen werden. Nur so können alte Probleme aufgedeckt und behoben werden. Wenn man schon mal dabei ist, eine Webseite neu zu gestalten, wieso nicht gleich Usability-Probleme ausmerzen?!

 
Das sind meiner Meinung nach sechs Momente im Entwicklungsprozess einer Webseite, in denen man auf die Stimme der Nutzer hören sollte. Sicherlich kann die Liste um weitere Zeitpunkte ergänzt werden. Testen kann man schließlich nie genug oder was sagt ihr dazu? :)

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Landing Page Optimierung im Fokus – meine Diplomarbeit bei Projecter

Freitag, 05. Juni 2009


Landing Page Optimierung wurde schon in vielen Blogs durchgekaut, aber diesmal muss es auch im Projecter Blog sein.

 

Ich (Eike-Christian Wolff, 25, Studium: BWL / Internationales Management mit Vertiefung Marketing) habe mir extra ein Unternehmen ausgesucht, bei dem ich meine Diplomarbeit schreiben kann, da ich endlich aus dem staubtrockenen Mief der Universität heraus wollte. Projecter ist da die perfekte Wahl gewesen.

 

Von Katja angestoßen, kam ich schnell zum Thema Landing Page Optimierung (LPO) mit all seinen Tücken. Nach ersten Besprechungen wird es so aussehen, dass die Arbeit sich erst einmal um die allgemeine Erläuterung von Landing Pages und deren Klassifizierung drehen wird. Danach wird im Detail analysiert, welche Möglichkeiten bestehen, die Conversion von Zielseiten zu erhöhen (und dies oft ohne große Veränderungen).

 

Zurzeit sind wir noch am Überlegen, welche Firmen wir bezüglich einer Zusammenarbeit ansprechen können. Denn eine Theorie ist nicht viel wert, wenn man sie nicht praktisch austesten und anwenden kann. Die nächsten Schritte bestehen jetzt daraus, Literatur zu sichten, Informationen zu sammeln und mir erstmal einen Überblick über das Gebiet zu verschaffen. Und das kann Zeit in Anspruch nehmen, da vor allem im Internet fast jeder meint, etwas zu diesem Thema schreiben zu müssen. Sei es gut oder nicht.

 

In Zukunft werden zu diesem Thema sicher noch weitere Artikel im Projecter-Blog erscheinen. Ihr dürft gespannt sein und mir auch gern mit Fragen, Anmerkungen und Tipps behilflich sein.

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Saschas Conversion Tipps für Affiliate Seiten

Donnerstag, 12. März 2009

Sascha Preisegger schreibt regelmäßig Gastbeiträge bei 100partnerprogramme.de – so auch heute wieder. In seinem aktuellen Beitrag geht es um Conversion Optimierung auf Affiliate Seiten.

Grob zusammengefasst geht es ihm um die folgenden Themen.

1. Newsletter
2. Call to Action Phrase
3. Platzierung der Links
4. Discription Click-Auffordernd
5. RSS-Feed
6. Texte hilfreich und informativ
7. Sprechend Statuszeile
8. Konzentration aufs Wesentliche
9. Weg mit Bannern
10. Bilder wirken Wunder
 

Ich finde alle genannten Aspekte interessant. Am wichtigsten denke ich sind vor allem Produktbilder, die Call to Action und die Konzentration auf das Wesentliche. Die Mehrheit der Internetnutzer ist einfacher gestrickt als man gemeinhin denkt.

Den gesamten Beitrag von Sascha gibt es bei 100partnerprogramme.de.

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Einfluss von Online Formularen auf die Conversion Rate

Donnerstag, 21. Februar 2008

Im Internet werden User stets mit Formularen konfrontiert, in denen sie persönliche Daten von sich preisgeben sollen. In aller Regel lässt sich das auch nicht vermeiden – schließlich soll das bestellte Produkt auch ankommen, insofern ist zumindest eine Anschrift notwendig.

Viele Online Shops neigen jedoch dazu, diese Formulare unnötig aufzublähen, da sie zusätzliche Informationen für interessant halten, ohne dass diese jedoch einen besonderen Wert hätten. In der Praxis sieht es dann so aus, dass Telefonnummern oder Geburtstage abgefragt werden oder der User zur Bestimmung eines User-Namens und eines persönlichen Passwortes aufgefordert wird.

Dabei sollte jedem bekannt sein, dass jedes zusätzliche Eingabefeld ein Conversion-Killer ist – also zu weniger Bestellungen oder Leads führt.

Jon Miller von SearchEngineLand hat nun einmal getestet, wie stark sich zusätzliche Eingabefelder in Online Formularen tatsächlich auf die Conversion und auf die Conversion-Kosten auswirken – und kommt zu deutlichen Ergebnissen.

Über die Webseite marketo.com vertreibt er Software zur Landing Page Optimierung. Der potentielle Kunde wird zunächst zu einem kostenlosen dreiminütigen Demo-Video eingeladen. Um dieses sehen zu können, muss lediglich ein Online Formular ausgefüllt werden.

Über Google Adwords schickte er User auf seine Seite, auf der für jeden Kunden zufällig eines von drei verschiedenen Formularen erscheint.

Über das kürzeste Formular wurden lediglich Vorname, Name, Beruf, Firma und die E-Mail Adresse abgefragt. Das zweite Formular enthielt zudem Fragen nach der Anzahl der Mitarbeiter in der Firma sowie die Frage, ob der Kunde Salesforce.com benutzt. Im längsten Formular musste zudem die Branche ausgewählt sowie eine Telefonnummer angegeben werden.

Natürlich erreichte die Seite mit dem kürzesten Formular die meisten Conversions und das längste Formular die wenigsten Conversions. Doch der Unterschied ist groß:

Kurzes Formular: 13,4% Conversion Rate / $31,24 CPA

Mittleres Formular: 12,0% Conversion Rate / $34,94 CPA

Langes Formular: 10,0% Conversion Rate / $41,90 CPA

Das kurze Formular erzielte also eine um 34% höhere Conversion als das lange Formular oder anders ausgedrückt: jeder Lead über das lange Formular kostete $10,66 mehr als Leads über Formular 1.

Natürlich ist in diesem Fall eine entscheidende Frage nicht betrachtet worden und zwar die der Qualität der Leads. Man kann nur vermuten, dass User, die ein größeres Committment gezeigt haben, indem sie auch sensiblere Daten wie die Telefonnummer angaben, geneigter sind, die Software letztendlich auch zu kaufen als User, denen nur eine E-Mail Adresse abverlangt wurde.

Nichtsdestotrotz zeigt dieser Test den Einfluss, den unnötige Eingabefelder auf die Conversion einer Landing Page oder eines ganzen Online Shops haben.

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