Pinterest als Marketingkanal

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Mit über 360 Millionen Nutzern weltweit ist Pinterest  schon lang kein Nischennetzwerk mehr. Trotzdem wird das Netzwerk nur von 25% der Unternehmen für’s Marketing genutzt (Quelle: Studie von „Social Media Examiner“). Dabei bietet Pinterest vor allem für Marken mit visuell ansprechenden Produkten und Inhalten jede Menge Potenzial.

Smartphone mit geöffneter Pinterest-App

Quelle: Charles Deluvio – Unsplash

Während bei Facebook die organische Reichweite sinkt, bei Instagram kaum ein Nutzer mehr über Feedposts erreicht werden kann und bei Twitter eh nur noch Journalisten zu finden sind, lohnt es sich für Unternehmen sich mit potenziellen Alternativen zu beschäftigen, um neue oder alte Zielgruppen zu erreichen.

Eine dieser Alternativen ist Pinterest!

Pinterest – Was ist das eigentlich?

Pinterest ist eine Mischung aus sozialem Netzwerk und einer Suchmaschine für visuelle Inhalte – quasi wie die Google Bildersuche mit erweiterten Funktionen.

Nutzer können sich bei Pinterest sogenannte Pinnwände anlegen, auf denen sie sich Inhalte von Webseiten abspeichern. Die Pins fungieren dabei als visuelle Lesezeichen für diese Inhalte.

Pinterest wird vor allem zur Inspiration und Ideensuche genutzt. Daher überrascht es nicht, dass der Großteil der Pinterest-Nutzer weiblich ist.

Anders als bei anderen sozialen Netzwerken liegt der Fokus von Pinterest nicht so sehr auf Followern oder Likes, sondern eher auf Reichweite, der Anzahl der gemerkten Pins auf Nutzer-Pinnwänden und letztendlich natürlich auf den Link-Klicks, die die Nutzer von Pinterest auf die Unternehmenswebseite führen.

Pinformate – Wie sieht der perfekte Pin bei Pinterest aus?

Damit Nutzer regelmäßig auf die eigenen Unternehmensinhalte bei Pinterest stoßen, sollte man immer wieder neue Pins erstellen. Pins können dazu genutzt werden, Produkte zu verlinken, Anleitungen bereitzustellen oder auch um auf den Unternehmensblog zu verweisen.

Diese Inhalte können in verschiedene Pin-Formate verpackt werden:

  • Standard-Pin: Die meisten Pins bei Pinterest sind einfache Bildpins, die mit einem Link auf eine Webseite verweisen. Pins im Hochformat sind am erfolgreichsten, weil sie vor allem auf dem Mobil-Display einen großen Teil des Bildschirms einnehmen und so dem Nutzer direkt ins Auge fallen.
    Im besten Falle steht auf dem Pin auch direkt das Thema und das Branding des Unternehmens ist klar erkennbar.
  • Video-Pin: Videopins können zwischen 4 und 15 Sekunden lang sein und eine Geschichte über ein Unternehmen, ein Produkt oder vielleicht ja sogar eine Anleitung enthalten. Hier ist Kreativität gefragt!
    Neben ihrer aufmerksamkeitsstarken Wirkung haben Video-Pins auch den Vorteil, dass sie bei der Suche ganz oben platziert werden.
  • Story-Pin: Anders als die Stories bei Instagram, Facebook oder YouTube sind Pinterest-Stories ein langlebiges Format. Außer dem 9:16-Seitenverhältnis und den Aufbau in verschiedenen Story-Slides hat das Format bei Pinterest nämlich wenig mit dem gewohnten Story-Post zu tun.
    Story-Pins sind super, wenn man längere Geschichten, Anleitungen oder Content-Sammlungen abbilden möchte. Auf maximal 20 Seiten darf man hier also ausführlich werden.
    Von jeder Story-Seite aus kann auf die Unternehmensseite verwiesen werden, sodass hier auch ordentlich Potential für eine Menge Traffic besteht.

Jetzt ausprobieren – Warum du Pinterest eine Chance geben solltest!

  • Die Chance, dass ein deutschsprachiger Wettbewerber auf Pinterest aktiv und erfolgreich ist, ist aktuell noch überschaubar, denn viele Brands haben das Potential des Netzwerkes noch nicht erkannt. Als Marke kann man sich hier also noch gut positionieren und seine Nische mit spannenden Pins besetzen.
  • Eine Instagram-Story hat eine Halbwertszeit von 24 Stunden – ein Pin bei Pinterest dagegen wird auch nach drei Monaten noch gefunden und gepinnt. Die Pins sind also extrem langlebig, sodass man von der Auswirkung auf Reichweite und Traffic wirklich lang profitiert. Dafür dauert es bei Pinterest aber auch ein bisschen länger, bis die ersten Erfolge auf dem Profil sichtbar werden. Hier lohnt sich also ein wenig Geduld.
  • Wie bei allen anderen Netzwerken hast du auch bei Pinterest die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Hier macht vor allem ein Interessentargeting richtig viel Sinn, denn Pinterest weiß ganz genau, welche Projekte und Ideen die Nutzer gerade beschäftigen und auch in absehbarer Zukunft beschäftigen werden. Auf einer Plattform, auf der man sich Ideen für später abspeichert, plant man natürlich im Voraus und hat vielleicht noch gar keine Kaufentscheidung getroffen.
Seit Juli 2019 unterstützt Melanie als Specialist die Content & Creative-Abteilung. Sie betreut dabei Kunden wie GRAVIS und verschiedene Veranstaltungen der Messe München im Bereich Social Media.

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  1. Wow, Pinterest scheint ja auch ein großes Potenzial zu haben, das war mir gar nicht so bewusst.