Anthropic mietet bei Musk, Google fliegt ins All 👩‍🚀 | Projecter Weekly #19 2026

Zusammenfassen mit ChatGPT

Wenn Anthropic-CEO Dario Amodei mit Elon Musk Geschäfte macht, lohnt es sich kurz innezuhalten. Genau das ist diese Woche passiert.

Diese Woche erfahrt ihr außerdem …

  🤖  wie Anthropic und OpenAI die klassische Beratung angreifen,

  đź‘‹  was „KI-first“ bei Cloudflare und DeepL gerade konkret heiĂźt,

  đź‘—  wie ihr euch euren eigenen virtuellen Kleiderschrank baut.

Entwicklungen & Trends

66 von 74: Wie China SchlĂĽsseltechnologien einsammelt

„Made in China“ â€“ das war frĂĽher das Etikett fĂĽr billige Imitation. 2026 erzählt es eine andere Geschichte. Egal ob FlĂĽsterventilator, Mähroboter oder E-Auto: Wer nicht in China kauft, zahlt drauf und bekommt häufig veraltete Technik. So beschreibt es Dezernat Zukunft gerade in einer pointierten Bestandsaufnahme – und im B2B-Markt sieht es nicht viel anders aus.

Die Zahlen dahinter sind unangenehm. Laut Critical Technology Tracker des Australian Strategic Policy Institute fĂĽhrt China bei 66 von 74 untersuchten SchlĂĽsseltechnologien â€“ von KI ĂĽber Halbleiter bis zu humanoiden Robotern. Der gerade vorgestellte 15. FĂĽnfjahresplan (2026–2030) zementiert das: Peking bĂĽndelt Investitionen jetzt gezielt in KI-Anwendungen, Quantentechnologien, Biomanufacturing, Industriesoftware und Werkzeugmaschinen – also genau in den Feldern, in denen der deutsche Maschinenbau bisher seine Wettbewerbsvorteile hatte.

Was das fĂĽrs Marketing bedeutet, ist unbequem aber konkret. Wer chinesische Produkte importiert oder vertreibt, wird in den nächsten Jahren weniger oft mit „Discount-Argumenten“ und häufiger mit eigenen Premium-Marken aus China konfrontiert sein – BYD, Xiaomi, DJI sind die ersten, die in Europa schon nicht mehr als Billiganbieter wahrgenommen werden. Und wer im B2B-Marketing noch „Made in Germany“ als Default-Trust-Argument fährt, sollte kritisch prĂĽfen, was das in fĂĽnf Jahren bei jungen Beschaffungsverantwortlichen wirklich noch wert ist.

 â€žMade in Germany“ war einmal: China fĂĽhrt bei SchlĂĽsseltechnologien, wie es Dezernat Zukunft 
in seiner Bestandsaufnahme beschreibt.

KI News

Jetzt noch anmelden: AI Update mit Google am 19. Mai

KI einzusetzen ist leicht. Eine rechtssichere und skalierbare Lösung fĂĽr das gesamte Unternehmen zu finden, die eigentliche Herausforderung. Freut euch auf konkrete Einblicke von Google Customer Engineer Catayoun Azarm, die euch gemeinsam mit Projecter-CEO Katja von der Burg in unserem Webinar am kommenden Dienstag praxisnahe Beispiele und strategische Orientierung fĂĽr den nächsten Schritt bei der KI-Transformation eures Unternehmens gibt.

Darum geht’s genau: 

🤖 Agenten statt nur Chat: Wie ihr mit No-Code-Tools eigene KI-Agenten baut.
đź”— Nahtlose Integration: Wir zeigen euch, wie sich Gemini Enterprise ĂĽber das Google-Ă–kosystem hinaus mit Tools wie Salesforce oder Jira verbinden lässt – und was das konkret fĂĽr bestehende Prozesse bedeutet.
đź”’ Enterprise-Grade Security: Erfahrt aus erster Hand, wie KI-Infrastrukturen aufgebaut sein mĂĽssen, um Compliance- und Sicherheitsanforderungen wie die DSGVO von Anfang an zu erfĂĽllen.

Anthropic mietet bei Musk, Google geht ins All

Anthropic ist im ersten Quartal 2026 um das Achtzigfache gewachsen â€“ statt der geplanten Verzehnfachung. Das berichtete CEO Dario Amodei Anfang Mai auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz „Code with Claude“ in San Francisco. FĂĽr die Nutzer*innen heiĂźt dieses Wachstum: Claude Code stieĂź seit Wochen an Kapazitätsgrenzen, mit gedrosselten Rate Limits und wiederholten Ausfällen.

Anthropic adressiert das Problem nun mit einem ĂĽberraschenden Partner. Das Unternehmen mietet den kompletten Colossus-1-Supercomputer â€“ ein Rechenzentrum mit 220.000 Nvidia-GPUs und 300 Megawatt Leistung, das xAI im letzten Jahr in Memphis gebaut hat. Vermieter ist damit Elon Musk, der Anthropic im Februar 2026 noch öffentlich als „misanthropic and evil“ bezeichnet hatte. Sein Kommentar zum jetzigen Deal„No one set off my evil detector.“

Auf der Sachebene passt die Konstellation: Colossus 1 ist durch die schnelle Bauphase eine Mischung verschiedener GPU-Generationen und damit fĂĽrs Modelltraining nur eingeschränkt nutzbar – fĂĽr Inference, also den laufenden Betrieb der Modelle in der Anwendung, reicht es aus. Genau das braucht Anthropic. FĂĽr xAI ist es Umsatz vor dem fĂĽr den Sommer 2026 geplanten SpaceX-Börsengang (Bewertung kolportiert mit bis zu 1,75 Billionen Dollar). SpĂĽrbar fĂĽr Claude-Code-Nutzer*innen: Die FĂĽnf-Stunden-Rate-Limits sind fĂĽr alle bezahlten Tarife verdoppelt, die Peak-Hour-Drosselung fĂĽr Pro und Max ist aufgehoben, die API-Limits fĂĽr Opus deutlich angehoben.

Während Anthropic in Memphis neue Kapazität bekommt, plant Google die nächste Generation Rechenzentren bereits im Orbit. Laut Wall Street Journal verhandelt der Konzern mit SpaceX, Suncatcher-Satelliten in den niedrigen Erdorbit zu schieĂźen â€“ solarbetriebene Mini-Rechenzentren mit Googles eigenen TPUs (Tensor Processing Units, Googles Spezialchips fĂĽr KI-Berechnungen), vernetzt zu einer orbitalen Cloud. Erste Prototypen sollen Anfang 2027 starten.

Die wirtschaftliche Logik dahinter ist nachvollziehbar: Strom liefert im All die Sonne praktisch unbegrenzt, die KĂĽhlung ĂĽbernimmt das Weltraumvakuum, weder Land noch Wasser werden auf der Erde verbraucht. Die technischen HĂĽrden bleiben groĂź – DatenĂĽbertragung zur Erde, Strahlungsschutz, Wartung – aber der Anlass ist real: Microsoft sitzt parallel auf 80 Milliarden Dollar Azure-Aufträgen, die mangels Strom nicht zu erfĂĽllen sind (wir berichteten in Ausgabe #18). KI-Compute ist 2026 zur Energiefrage geworden, und die Antworten reichen vom Memphis-Stromnetz bis zu Solarpanels in 400 Kilometern Höhe.

Das ganze Thema mal illustriert, sind Claudes Fähigkeiten zur Bildgenerierung jedenfalls noch reichlich (unter)irdisch …
… ChatGPT hat’s hingegen schon besser drauf.

Anthropic und OpenAI greifen die Beratung an – mit dem Geld der Beratungen

Die Geschäftsmodelle der KI-Giganten sind genauso flexibel wie die Quellen ihrer Rechenleistung. Jetzt geht es in der Wertschöpfungskette eine Etage näher an die Geschäftskunden ran, das allerdings gleich mit einer GroĂźoffensive. Am 4. Mai hat Anthropic gemeinsam mit Blackstone, Hellman & Friedman und Goldman Sachs ein 1,5-Milliarden-Dollar-Joint-Venture gegrĂĽndet: drei der Partner stecken je 300 Millionen Dollar rein, mit an Bord auĂźerdem General Atlantic, Apollo Global Management, Singapurs Staatsfonds GIC und Sequoia. Die Idee ist nicht klassische Beratung, sondern Embedding: Anthropic-Ingenieure setzen sich direkt in Portfolio-Unternehmen der Private-Equity-Investor*innen und bauen KI-Workflows in den Maschinenraum, nicht in eine Folien-Strategie.

Eine Woche später, am 11. Mai, zieht OpenAI nun mit der Deployment Company nach: 4 Milliarden Dollar Startkapital, 14 Milliarden Dollar Bewertung, finanziert unter anderem von TPG, Advent, Bain Capital, Brookfield – und ausgerechnet von McKinsey, Bain & Company sowie Capgemini. Als erste Ăśbernahme kauft OpenAI die Edinburgher Beratung Tomoro mit ihren rund 150 „Forward-Deployed Engineers“ â€“ Ingenieur*innen, die direkt beim Kunden im Maschinenraum sitzen, statt aus der Ferne zu beraten.

Was hier passiert, ist eine doppelte Bewegung. Die KI-Labs greifen den Implementierungsumsatz an, der heute zu Accenture, Deloitte und Cognizant flieĂźt. Und die klassischen Strategieberatungen wie McKinsey und Bain steigen lieber als Investor*innen ein, statt sich verdrängen zu lassen – wer das Spiel nicht gewinnen kann, finanziert mit, um nicht ganz drauĂźen zu sein. Wer 2027 ein (sehr groĂźes) KI-Projekt aufsetzt, wird Pitches von einem neuen Spielertypus auf dem Tisch haben. Modellanbieter mit eigener Implementierungsmannschaft, finanziert mit Private Equity Geld, mit klarer Output-Erwartung – nicht „lasst uns einen Workshop machen“, sondern „wir bauen euch das in zehn Wochen ein“.

Weitere KI-Entlassungswellen, diesmal bei Cloudflare und DeepL

Am 7. Mai schickt Cloudflare-CEO Matthew Prince eine Mail an seine Belegschaft: Das Unternehmen baut 1.100 Stellen ab, rund 20 Prozent der Belegschaft. Wenige Stunden vorher hat Cloudflare ein Rekordquartal gemeldet – 639,8 Millionen Dollar Umsatz, plus 34 Prozent. Princes BegrĂĽndung: Die interne Nutzung von KI-Agenten ist in den letzten drei Monaten um 600 Prozent gestiegen, ein FĂĽnftel der Tätigkeiten sei dadurch nicht mehr menschlich erforderlich. Es ist der erste Massenabbau in der Firmengeschichte – und der erste Fall, in dem ein Tech-Konzern offen mit eigener KI-Adoption argumentiert, nicht mit Investitionsdruck.

Einen Tag später zieht das Kölner KI-Unternehmen DeepL nach: 250 Stellen, rund ein Viertel der Belegschaft. GrĂĽnder und CEO Jarek Kutylowski erklärt das Unternehmen zum „KI-nativen“ Player – kleinere Teams, weniger Hierarchie, schnellere Releases. Parallel investiert DeepL: Mixhalo (Echtzeit-SprachĂĽbersetzung) gekauft, San-Francisco-BĂĽro eröffnet. Das Muster reiht sich an PayPal (4.500 Stellen, wir berichteten hier) und Snap (1.000 Stellen, dazu mehr Infos hier). Neu ist nur die Argumentationskette: nicht mehr „wir investieren in KI, deshalb sparen wir am Personal“, sondern „unsere eigenen Agenten ersetzen Aufgaben, deshalb sparen wir die Menschen hinter den Aufgaben ein“.

Eine recht erfrischende (und beruhigende?) Gegenthese kommt von Box-CEO Aaron Levie im Platformer-Podcasts von Casey Newton: „Wenn du oder ich etwas vibe-coden, denken wir, wir hätten den Engineer ersetzt, den Buchhalter, den Anwalt. Aber dann schaust du genauer hin – das waren die ersten 80 Prozent des Jobs. Die ĂĽbrigen 20 Prozent sind die ganze Wertschöpfung.“ Levies These: Die Silicon-Valley-Layoffs taugen nicht als Indikator fĂĽr den breiten Arbeitsmarkt, weil dort die Schnittstellen-, Edge-Case- und Verantwortungs-Arbeit noch lange menschlich bleiben wird. Beides stimmt gleichzeitig: Tech-Konzerne mit klaren Software-Workflows können Stellen wegrationalisieren. In den meisten anderen Unternehmen wird das laut ihm eher nicht zeitnah der Fall sein.

DeepSeek sammelt 7,35 Milliarden Dollar ein und kommerzialisiert

DeepSeek-GrĂĽnder Liang Wenfeng hat sein Unternehmen bisher fast wie ein Forschungsinstitut gefĂĽhrt – finanziert ĂĽber seinen eigenen Hedgefonds High-Flyer, keine AuĂźenmittel, kein Druck zur Kommerzialisierung. Damit ist Schluss. Laut Financial Times und The Information verhandelt DeepSeek gerade die erste externe Finanzierungsrunde seiner Geschichte: bis zu 50 Milliarden Yuan (rund 7,35 Milliarden US-Dollar), Bewertung Richtung 45 bis 50 Milliarden Dollar. GefĂĽhrt wird die Runde vom staatlichen China Integrated Circuit Industry Investment Fund, Tencent und Alibaba sind im Gespräch. Liang selbst hält knapp 90 Prozent und will eigene 2,94 Milliarden Dollar nachschieĂźen â€“ das verwässert seinen Anteil kaum, signalisiert aber Commitment.

Mehr externes Kapital heißt für DeepSeek vor allem zwei Dinge: Erstens Rechenkapazität, die in China nicht beliebig zu kaufen ist (Stichwort US-Exportkontrollen für High-End-Chips). Zweitens Mitarbeiter*innen-Equity, weil DeepSeek-Forschende von chinesischen Konkurrenten aggressiv abgeworben werden. Liest man die Geschichte zusammen mit dem 15. Fünfjahresplan (siehe News zu China oben), dann ordnet Peking seinen KI-Sektor gerade strukturell neu – staatlicher Fonds als Anker, Tencent/Alibaba als strategische Partner, Gründer mit Kontrollmehrheit.

Mehr KI News im Ticker

🎤 Klöckner-Keynote zum Nachhören: Wer letzte Woche nach unserem OMR Hot Take Lust auf mehr bekommen hat: Philipp Klöckners „Beyond the AI Hype“-Keynote von der OMR 2026 ist jetzt komplett auf YouTube anzuschauen und hier gibt es auch die Slides zum Vortrag.

📊 Microsoft Work Trend Index 2026: Microsofts neuer Arbeitsbericht liefert zwei interessante Zahlen aus 100.000 anonymisierten Copilot-Konversationen: 58 Prozent der Nutzer*innen sagen, sie liefern Arbeit ab, die sie ein Jahr vorher nicht hätten leisten können – bei besonders erfahrenen „Frontier“-Nutzer*innen sind es sogar 80 Prozent. Spannender Befund nebenbei: Organisationskultur und FĂĽhrung erklären doppelt so viel des KI-Effekts wie individuelle Einstellung der Mitarbeitenden (67 zu 32 Prozent).

đź›’ McKinsey-Bericht zu KI-Shopping: 68 Prozent der US-Konsument*innen haben in den letzten drei Monaten mindestens ein KI-Tool genutzt, 19 Prozent davon zur Produkt- oder Markenrecherche. Online ist dabei fĂĽr keine Generation der Hauptkanal – die Vorstellung „junge Leute kaufen nur noch online“ stimmt so nicht. Stationäre Läden werden aber eher zu Discovery- und Showroom-Räumen, weniger zur Transaktionsfläche.

🎧 39 Prozent Podcast-Slop: Nach einer Auswertung des Podcast Index sind 39 Prozent der in den letzten neun Tagen neu eingereichten Podcasts vermutlich KI-generiert – Hauptwerkzeuge ElevenLabs und Google. Wer Podcasts als Werbeumfeld bucht, sollte langsam Qualitätsfilter mitdenken.

Suchmaschinen

Googles AI Mode zitiert jetzt Menschen

Oder besser gesagt, menschliche Antworten auf Reddit und anderen Social-Media-Plattformen: Wörtliche Zitate aus Reddit-Threads, Foren und sozialen Medien, gelabelt als „Expert Advice“ oder „Community Perspectives“, ziehen in die KI-Antworten von Googles AI Mode ein. FĂĽr Marken hat das zwei Konsequenzen: Subreddits werden direkt SEO-relevant. Wer auf r/skincareaddiction oder r/buyitforlife unter den meistdiskutierten Marken auftaucht, landet kĂĽnftig in Googles KI-Antworten, ohne dass das Brand-Team das aktiv gesteuert haben muss.

Zweitens: Reddit wird immer relevanter, denn kritische Threads stehen nicht mehr einfach so im Internet, sie werden zitiert. Reddit selbst hat im ersten Quartal sieben Quartale in Folge ĂĽber 60 Prozent Wachstum gemeldet (wir berichteten in der Weekly-Ausgabe #18), das Lizenzgeschäft mit OpenAI und Google trägt einen GroĂźteil. Die Macht der Plattform, die sich in den letzten Monaten gleichzeitig zur Datenquelle von KI, Antwortgeber fĂĽr User und Werbeort fĂĽr Brands entwickelt hat, wächst massiv.

PS: Ihr braucht UnterstĂĽtzung dabei, euch Sichtbarkeit in der KI-Suche zu sichern? Beim Thema GEO helfen wir euch gern – meldet euch einfach! ✉️

Social Media

Die Wirkung von Googles AI Overviews wird langsam quantifizierbar – und die Zahlen sind dramatischer, als die meisten Prognosen 2024 angenommen haben. Eine Chartbeat-Auswertung zeigt, dass kleine Publisher im Schnitt 60 % ihres Google-Referral-Traffics verloren haben. The Verge, ZDNet und HowToGeek haben jeweils ĂĽber 85 % eingebĂĽĂźt; Digital Trends ist von 8,5 Mio. monatlichen Klicks im März 2024 auf 264.861 im Januar 2026 abgestĂĽrzt – ein Minus von 97 %. Auf Branchenebene rechnen News-Verlage damit, dass die Suchreferrals bis 2029 um ĂĽber 40 % einbrechen.

Parallel arbeitet Meta an einem Shopping-Agenten fĂĽr Instagram. Strategisch interessanter als die Antwort auf OpenClaw ist die Platzierung: Meta positioniert den Agenten nicht als universellen Desktop-Konkurrenten zu ChatGPT, sondern direkt auf Instagram, wo täglich ĂĽber zwei Milliarden Menschen unterwegs sind. Wenn dort zukĂĽnftig automatisiert Kaufentscheidungen getroffen werden, verändert das Performance-Targeting fundamental.

Snap wächst, aber wer postet noch von wo?

Snap meldet fĂĽr das erste Quartal 2026 weltweit 483 Millionen täglich aktive Nutzer*innen, plus 5 Prozent gegenĂĽber Vorjahr. Der Umsatz wächst um 12 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar, der Free Cash Flow um 150 Prozent auf 286 Millionen Dollar, der Quartalsverlust schrumpft auf 89 Millionen. Eine Erfolgsmeldung – bis man genauer hinschaut.

Denn die globalen Zahlen decken eine regionale Verschiebung zu: In Nordamerika hat Snap 2 Millionen Nutzer*innen verloren, in Europa eine weitere Million. In Australien hat das Social-Media-Verbot fĂĽr unter 16-Jährige zusätzlich 415.000 Accounts gelöscht. Das Plus kommt also komplett aus „Rest of World“ – Indien, Lateinamerika, SĂĽdostasien. Werbetreibende sollten prĂĽfen, ob ihre Zielgruppe noch zu Snaps Plattform-Demografie passt, oder ob sich die Reichweite leise nach SĂĽden und Osten verschiebt. Wer Premium-Kaufkraft in den USA und Westeuropa adressieren will, verliert auf Snapchat gerade Tempo, ohne dass die globale Headline-Zahl das verrät …

Content piece der Woche

Erinnert ihr euch noch an â€žClueless“? đź‘—

Google Photos macht den virtuellen Kleiderschrank aus dem 90er-Film jetzt möglich. Es wurde nämlich eine KI-Funktion ausgerollt, mit der ihr aus euren Outfit-Fotos eine virtuelle Garderoben-Bibliothek bauen könnt – inklusive Outfit-Vorschlägen fĂĽr „heute ist Dienstag“. Cher Horowitz wäre stolz!

Quelle: „Clueless“ via Giphy

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