Highlights vom d2m Summit in Hamburg

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In der vergangenen Woche haben wir erstmalig dem d2m Summit in Hamburg einen Besuch abgestattet. Neben einer imposanten Location konnte die Konferenz mit spannenden Case Studies und Speakern rund um das Thema „Kundenkommunikation im digitalen Zeitalter“ punkten. Meine Highlights aus den vielen spannenden Slots fasse ich knapp zusammen und ziehe mein Fazit.

Top Model: 4 Gears Model – Level Up Your Gamification

Die Social Data Koryphäe Dr. Michael Wu (Lithium Technologies) zeigt anschaulich mittels des „4 Gears Models“ (market, company, engage, enlist), wie Unternehmen ihre Kunden vom Engagement zum Enlistment, der quasi höchsten Form der Involvierung, bewegen können. Er erklärt in einer mitreißenden Art und Weise die Relevanz des Enlistments und verdeutlicht, dass vor allem die Gamification Scene diesen Shift in Perfektion umgesetzt hat. Nutzer von Computerspielen werden in die höchste Form der intrinsischen Motivation, den Flow, versetzt. Zusätzlich haben alle Computerspiele das Prinzip des Feedbacks mittels Badges oder Levels verinnerlicht. Beide Prinzipien forcieren einen „change in behaviour“ und somit den Shift vom Engagement zum Enlistment.

4 Gears Model

Top Tool: Similarweb

Similarweb indiziert Webseiten nach ihren Trafficlieferanten. Mark Pohlmann (MAVENS) zeigt an zahlreichen gelungenen Content Marketing Beispielen (curved.de, Go Pro, motor-talk.de), über welchen Kanal der meiste Traffic generiert wird. Top Learning: Ohne klare Indikation kein Agendasetting. Alles muss SEO relevant sein, denn der meiste Traffic kommt nicht über Social Media und Co., sondern schlichtweg über die Google Suche. Der Social Impact ist (leider) doch meistens sehr gering.

Top Fun Facts: Mütter & Goldfische

Talk von Ellen Möllerwessel (NetMoms): Mütter spalten sich in ihren Meinungen oft in zwei Lager (Stillen vs. Nicht Stillen), daher muss es jemanden zwischen den Stühlen geben. Communities rund um das Muttidasein finden meist genau deshalb so hohen Anklang. Reines Beziehungsmanagement ist für Communities zwar essenziell, ohne eine Validierung aber meist nicht nachhaltig. Daher: KPIs nutzen, Nutzertests durchführen, User Journeys im Blick behalten, Personas und Heatmaps erstellen.

NetMoms-Talk

Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist kürzer als die eines Goldfisches. Wenn drei Speaker diesen Fakt unabhängig voneinander erwähnen, dann kann ihm schon ein bisschen Bedeutung beigemessen werden. Wir Menschen haben eine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von 8 Sekunden (früher mal 12 Sekunden). Was in einer Sekunde im Internet passiert, kann daher einfach nicht mehr verarbeitet werden. Wir resignieren, ignorieren und vergessen. Content muss daher originär und authentisch sein, um im Kopf zu bleiben (Catriona McLaughlin, Namics).

Internetminute 2016

Fazit

Was diese Konferenz besonders macht, sind die zahlreichen Case Studies aus verschiedensten Branchen und Unternehmen. Spannend zu hören, wie divers die digitale Transformation in einigen Unternehmen angegangen wird und dass es doch schlussendlich in der Kundenkommunikation immer darum geht, die Sehnsüchte und Probleme der Kunden zu erkennen und diese adäquat zu bearbeiten. Mark Pohlmann hat das ziemlich gut auf den Punkt gebracht: Erfinde keinen fancy Content, sei Experte und berufe dich auf das, was du wirklich kannst!

Hamburg Landungsbrücken

Susann war von 2014 bis 2019 Teil des Projector-Teams in den Bereichen Social-Media- und Suchmaschinenmarketing.

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