Tipps zur Influenceransprache

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Das Ende des Influencer Marketing-Hypes wurde schon oft vorausgesagt, dabei ist die Disziplin noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angekommen. Im aktuellen Trendreport der Plattform Reachbird prophezeien Experten sogar, dass Influencer Relations 2020 zum festen Bestandteil für Unternehmen werden. Dadurch professionalisiert sich die Disziplin immer stärker. Eine solche Professionalisierung darf allerdings nicht nur von den InfluencerInnen getragen werden. Auch für Unternehmen, die mit InfluencerInnen kooperieren wollen, sollten bestimmte Verhaltensweisen in Kooperationen selbstverständlich sein. Und das beginnt schon bei der Ansprache! Was Unternehmen dabei beachten sollten, haben wir hier kurz und knackig zusammengefasst.

Für die Sachsenlotto #Glücksfluencer Events haben wir sächsische InfluencerInnen recherchiert und eingeladen. Dabei war die richtige Ansprache essentiell.

1. Wählt den richtigen Kanal!

Immer wieder kursiert die Meinung: „InfluencerInnen sind auf Instagram aktiv, also schreibe ich sie auch dort an“ – Das ist nicht unbedingt die beste Strategie. Schaut zunächst nach, ob ihr eine Mailadresse für Businessanfragen in der Instagram-Bio findet. Viele InfluencerInnen haben mittlerweile eine solche Adresse in ihr Profil aufgenommen, da sie täglich hunderte von Reaktionen auf ihre Beiträge und Stories bekommen. Da gehen Anfragen, die über Instagram Direct gesendet werden, schnell unter. Außerdem wirkt die Kontaktaufnahme über die Direct Messages wenig professionell. Im schlimmsten Fall überschreitet eure Nachricht nämlich die maximale Zeichenanzahl und ihr müsst den Text in mehreren Teilen senden.

Falls ihr auf den ersten Blick keine Mailadresse findet, habt ihr vielleicht im Impressum des Blogs Glück – vorausgesetzt natürlich, dass der oder die InfluencerIn einen Blog führt. Investiert hier in jedem Fall genug Zeit in die Recherche. Denn euer Projekt soll ja nicht schon scheitern, bevor es richtig angefangen hat.

2. Seid persönlich!

Dass Massenmails und unpersönliche Ansprachen gar nicht gehen, sollte jedem bewusst sein. Darum gilt: Beschäftigt euch mit dem oder der InfluencerIn und dem Content, bevor ihr euch an das Anschreiben setzt. Warum passt die Person zu eurem Unternehmen oder eurer Kooperationsidee? Was gefällt euch am Content und warum wollt ihr gerade mit dem oder der InfluencerIn zusammenarbeiten? Antworten auf all diese Punkte gehören in euer Anschreiben. Zeigt dem oder der InfluencerIn, dass es euch wirklich um ihn oder sie geht und ihr euch den Content genau angeschaut habt. Findet dabei jedoch einen authentischen Aufhänger und verzichtet auf Plattitüden oder Formulierungen, die ihr am Ende gar nicht so meint.

Versteckt euch dazu nicht hinter eurem Unternehmen, sondern tretet als Person auf. Stellt euch kurz vor und schreibt ein paar Sätze über euch. Vielleicht trefft ihr im Rahmen euer Kooperation auf den oder die InfluencerIn. Dann habt ihr direkt eine Basis und kennt euch schon – wenn auch nur virtuell.

3. Bleibt dran!

Ihr habt eine Kooperationsanfrage oder Einladung zu einem Influencer-Event verschickt und das Ganze auch mit einer Deadline zur Rückmeldung versehen, aber ihr erhaltet einfach keine Rückmeldung? Dann fasst, nachdem ein angemessen langer Zeitraum vergangen ist, nach. Erfahrungsgemäß trudeln nach der ersten Nachfassrunde noch einmal viele Antworten ein.

4. Haltet den Kontakt!

Auch wenn es sich bei der Zusammenarbeit zunächst um eine einmalige Kooperation oder eine Eventeinladung gehandelt hat, solltet ihr mit den InfluencerInnen in Kontakt bleiben und euch so ein Netzwerk aufbauen. Euer Unternehmen hat einen Schwung neuer Werbegeschenke bestellt? Super! Warum diese nicht auch mit einer kurzen persönlichen Nachricht als kleine Aufmerksamkeit an die InfluencerInnen senden?

Darüber hinaus solltet ihr auch nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem Content der InfluencerInnen interagieren. Heißt: liken, kommentieren, Nachrichten schreiben. Bei einer erneuten Kooperation oder Eventeinladung fangt ihr so nicht wieder bei Null an, sondern seid schon in guter Erinnerung geblieben.

Alles bedacht?

Macht euch in jedem Fall bewusst, dass ihr mit einem Menschen zusammenarbeitet. Begegnet euren Kooperationspartnern auf Augenhöhe und denkt dabei langfristig. Euer höchstes Ziel sollte es sein, eine nachhaltige Partnerschaft aufzubauen, die für beide Parteien einen Mehrwert bietet.

Also checkt noch einmal folgende Punkte, bevor ihr mit InfluencerInnen in Kontakt tretet:

  • Habe ich den passenden Kanal gewählt?
  • Spreche ich den/die InfluencerIn persönlich und authentisch an?
  • Habe ich eine Deadline für die Rückmeldung festgelegt?
  • Habe ich bei einer fehlenden Antwort schon nachgefasst?

Halte ich den Kontakt auch nach dem Ende der Kooperation?

Seit April 2017 unterstützt Svea das Content & Creative Team bei Projecter – zunächst als Praktikantin, dann als Werkstudentin und anschließend als Trainee. Seit August 2019 betreut sie als Content & Creative Specialist Kunden wie GRAVIS, die IFAT oder Maped und sorgt als PR-Verantwortliche dafür, dass Projecter über die Landesgrenzen hinaus bekannt wird.

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