Ein eigenes Affiliate Projekt starten (Teil 2)

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Ein paar grundlegende Überlegungen zur Themenfindung und Motivation eines Affiliate Projektes gibt es ja bereits in Teil 1 der Serie zu lesen. Hat man ein Thema für sich gefunden, geht es an die Monetarisierung und hierfür ist es essentiell das passende Partnerprogramm zu finden.

Natürlich sollte man schon bei der Themenfindung ein ungefähres Bild der Onlineshopping-Landschaft haben und im Idealfall wissen, welche Shops ein Partnerprogramm betreiben, denn was nutzt mir die Idee einen Hundefön bewerben zu wollen, wenn gar kein Angebot besteht. Schließlich verkauft man als Affiliate ja nichts selbst.

Die Partnerprogrammsuche

Neben der naheliegenden Suchmaschinenabfrage „Nische + Partnerprogramm“ oder „Partnerprogramm für Nische“, findet man in den Affiliate-Netzwerken seiner Wahl auch gut sortierte Programmkataloge bzw. eine Suche. Noch einen Tick bequemer kann man aber auch Partnerprogrammportale durchsuchen, die alle Programmkataloge der einzelnen Netzwerke nochmal in aggregierter Form darstellen. Übersichtlich präsentiert findet man also die Programme für eine bestimmte Suchanfrage und sieht auf einen Blick alle Konditionen und die Netzwerke, in denen die jeweiligen Programme laufen. Die wohl bekanntesten Portale in Deutschland wären: Affiliate-Marketing.de, 100partnerprogramme.de und Affilixx.com. So ist es also nicht wirklich schwer den passenden Shop mit Partnerprogramm zu finden, der auch einen Hundefön im Angebot hat.

Zu beachten bei dieser Suche ist, dass sowohl in den Netzwerken selbst, als auch bei den Portalen verschiedene Werbeplätze gebucht werden können, die die Platzierung beeinflussen oder als Anzeigen in den Toppositionen erscheinen. Das wird überall unterschiedlich gehandhabt, aber man sollte versuchen das richtige Programm aufgrund passender Kennzahlen zu finden und nicht nur nach der Position im Ranking.

Die wichtigsten Kriterien

HandshakeDie Wahl des oder auch der Partnerprogramme(s) hängt natürlich auch vom geplanten Projekt ab. Während ich im Fall des obigen Beispiels schon zufrieden wäre, wenn überhaupt ein Shop mit Hundefön im Angebot und Partnerprogramm zu finden ist, würden im Falle einer Gutscheinseite andererseits nahezu alle Partnerprogramme in den Fokus rücken.

Die Programmbeschreibung

Es gibt mehrere Kriterien für gute Partnerprogramme. Die Programmbeschreibung ist in der Regel die erste Anlaufstelle, da dort auch alle aktuellen Konditionen und Teilnahmebedingungen nachzulesen sind. Gegebenenfalls gibt es sogar Hinweise auf laufende Aktionen für Partner oder Endkunden.

Art und Umfang der Programmbeschreibung lassen auch erste Schlüsse auf die Programmbetreuung zu. Sind die Daten gepflegt und aktuell, wurden Angaben zu einem persönlichen Ansprechpartner gemacht, gibt es relevante Informationen oder nur eine knappe Beschreibung? All das können erste Anzeichen sein, wie die Zusammenarbeit laufen könnte. Warum sollte man den Programmsupport nicht einfach testen und schon im Vorfeld mit dem Affiliate-Team Kontakt aufnehmen, um seine Idee zu besprechen oder erste Tipps einzuholen?!

Welche Werbemittel sind vorhanden?

Der Nächste Punkt sind die vorhandenen Werbemittel. Auch hier gibt es Unterschiede, abhängig davon, wie das Projekt am Ende aussehen soll. Mal genügen einfache Textlinks, mal sollte besonderer Wert auf schöne Banner gelegt werden oder man braucht Produktdaten, die nicht nur die nötigsten Werte enthalten.

Wie sieht der Onlineshop aus?

Außerdem sollte der Onlineshop einen guten Eindruck machen, denn alle Verkäufe finden am Ende dort statt. Conversion-Killer kann also niemand gebrauchen. Auch die Bekanntheit des Shops oder der Marke ist dabei von Relevanz, schließlich wird damit ein gewisses Maß an Vertrauen und Sicherheit auf Kundenseite verbunden.

Die Provisionsstraffel

Zuletzt wäre da noch die Provisionsstaffel, die natürlich wichtig ist, aber nicht zum alleinigen Entscheidungskriterium werden sollte. Wie gerade erwähnt, müssen die Kunden einen Einkauf auch durchführen, damit der Affiliate an seine Provision kommt. Die Höhe der Provision kann also erst dann entscheidend sein, wenn die restlichen Kriterien, die man an sein Wunschpartnerprogramm stellt, auch erfüllt sind.

Übrigens muss die abschließende Wahl des Partnerprogramms nicht vor Projektstart getroffen werden. Auch wenn die eigene Webseite erstellt ist und vielleicht auch schon erste Provisionen verdient werden, lohnt das Testen mit den Partnerprogrammen der Konkurrenz. Vielleicht lassen sich ja die Gewinne vergrößern und eventuell hat man auch eine bessere Verhandlungsposition mit einem laufenden Projekt und kann abseits der Standardprovisionen individuelle Konditionen aushandeln, wenn man entsprechende Gegenleistungen erbringen kann.

Fazit

Die Ansprüche die jeder Partner an ein Partnerprogramm stellt können grundverschieden sein. Ein gewisses Mindestmaß an Qualität sollte natürlich immer erfüllt sein. Das Programm sollte gut betreut und Shop sowie Landingpages ansprechend sein. Im Zweifelsfalle sollte die bekanntere Marke berücksichtigt werden und die Höhe der Provision miteinbezogen werden.

Wie geht es dann weiter?

Um sein eigenes Affiliateprojekt auf die Beine zu stellen, braucht man natürlich auch ein gewisses Know-How. Die Webseite muss schließlich erstmal erstellt werden und in diesem Zusammenhang gibt es die ein oder andere Fähigkeit, die dem Affiliate abverlangt wird. Einen Überblick gibt es hier: Welche Fähigkeiten braucht man als Affiliate?


Affiliate Marketing Agentur

Christian war seit März 2009 bei Projecter. Sein Einstieg bei Projecter war ein sechsmonatiges Praktikum, dem sich eine längere Freelancertätigkeit anschloss. Nach Beendigung seines Studiums ist er als Account Manager fest ins Team von Projecter eingestiegen. Bis März 2014 leitete Christian als Head of den Affiliate Kanal.

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