Neue Facebook Metrik „Landing Page Aufrufe“ – Diese KPI sollten Facebook Marketer im Auge haben

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Vergleichsweise unspektakulär fügte Facebook in der letzten Woche die neue Metrik „Landing Page Aufrufe“ im Werbeanzeigenmanager hinzu. Trotz der intensiven Arbeit unseres Social Media Teams mit diesem Tool ist uns diese KPI eher zufällig über den Weg gelaufen. Eine aktive Kommunikation seitens Facebook konnten wir nicht beobachten, was hinsichtlich der Bedeutung der neuen KPI bei einigen unserer Mitarbeiter Stirnrunzeln verursachte.

Aber worum geht es genau? Facebook beschreibt Landing Page Aufrufe als Zahl, die angibt, „wie häufig eine Person nach dem Anklicken das Ziel deiner Werbeanzeige aufgerufen hat“. Diese Beschreibung konnte uns zunächst nur sehr begrenzt weiterhelfen, da wir keine fundamentale Differenzierung zum allgemeinen Link-Klick feststellen konnten. Warum sollte Facebook dennoch eine weitere KPI messen, die sich grundsätzlich mit einer bereits existierenden KPI überschneidet? Erinnerungen an die ignorierten Fake Klicks im Audience Network reproduzierten sich in unserer internen Diskussion.

Landing Page Aufrufe

Die Lösung liefert Facebook selbst:

Der Aufruf einer Landing Page wird gezählt, wenn ein Betrachter eine Anzeige anklickt und dann das Laden der Landing Page abwartet. Die Landing Page muss über ein Facebook-Pixel verfügen. Sobald das Pixel nach einem Link-Klick einen Event „Seitenaufruf“ auslöst, wird dieser als Landing Page-Aufruf gewertet.“

Der Unterschied zwischen Link Klicks und Landing Page Aufrufen lässt sich also durch folgende Punkte erklären:

  • die hinterlegte Landing Page weist einen enorm hohes Optimierungspotential im Pagespeed auf
  • User haben ohne Intention auf die Anzeige geklickt
  • auf der hinterlegten Landing Page ist kein Pixel mit dem Event „Pageview“ hinterlegt

Facebook führt darüber hinaus weitere Gründe für eine schlechte Performance auf. „Neben der Performance deiner Webseite gibt es viele weitere Faktoren, die diese Kennzahl beeinflussen. Dazu gehören Optimierungsziel, Zielgruppe, Anzeigengestaltung und Messaging, Zeitplan oder Auktionsgebot.“ Hierbei handelt es sich jedoch vorrangig um allgemeine Gründe, weniger um die Diskrepanz zwischen der Anzahl an Link-Klicks und Landing Page Aufrufen.

Was Facebook Advertiser jetzt beachten müssen

Was die Spatzen schon seit langer Zeit von den Dächern pfeifen, wird nun immer mehr Social Media Managern bewusst vor Augen geführt. Pagespeed wird zu einem wichtigen, wenn nicht sogar dem bedeutendsten Pfeiler im Online Marketing, denn genau darauf zielt die neue KPI ab. Facebook Advertising Verantwortliche sollten sich schnellstmöglich diesen Wert genauer ansehen und mit den Link Klicks vergleichen. Sollte dabei ein deutlicher Unterschied beobachtet werden, helfen hinsichtlich der Pagespeed-Optimierung Tools wie Google Pagespeed Insights oder der Mobile Speed Test für die ersten Schritte. Auch eine Trackingüberprüfung hinsichtlich der Pixel Implementierung sollte mit dem Pixel Helper auf ausgewählten Seiten durchgeführt werden.

Ecki startete im Juni 2016 zunächst als Trainee und ist nunmehr Account Manager bei Projecter. Dabei ist er zuständig für die Bereiche Social Media und SEO. Vor Projecter studierte er an der Hochschule Anhalt Online Kommunikation. Privat ist er noch immer auf der Suche nach dem heiligen Snapchat Gral.


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