Grundlagen zum Qualitätsfaktor im Suchnetzwerk

geschrieben am in der Kategorie SEA von

Was ist ein Qualitätsfaktor?

Der Qualitätsfaktor ist ein Kriterium von Google, mit dessen Hilfe die Qualität der Anzeigen, Keywords und Zielseiten berechnet wird. Das Ziel von Google ist es, dass die Google-Nutzer in der Suchmaschine möglichst relevante Suchergebnisse erhalten, nachdem sie einen bestimmten Suchbegriff in die Suchmaschine eingegeben haben. Der Wert des Qualitätsfaktors kann zwischen 0 bis 10 variieren, wobei 10 der erstrebenswerteste Wert ist. Bis zum 10.10.2016 hat Google neu hinzugefügten Keywords sowie Keywords ohne Klicks bzw. Impressionen den Wert 6 beigemessen. Danach hat er sich je nach Leistung der Qualitäts-Komponenten verbessert oder verschlechtert.

Wo ist der Qualitätsfaktor im AdWords-System zu finden?

Der Qualitätsfaktor befindet sich im Tab „Keywords“. Wenn die Tabelle den Qualitätsfaktor nicht anzeigt, kann man ihn über die Spaltenauswahl einblenden.

Darstellung des Qualitätsfaktors im Google Adwords Konto

Darstellung des Qualitätsfaktors im Google AdWords Konto

Welche Aspekte beeinflussen den Qualitätsfaktor im Suchnetzwerk?

Folgende Komponenten beeinflussen den Qualitätsfaktor:

  • Voraussichtliche Klickrate
  • Anzeigenrelevanz
  • Nutzererfahrung mit der Zielseite

In der Spalte „Status“ können sich Werbetreibende den aktuellen Status eines bestimmten Keywords in Bezug auf diese Komponenten anzeigen lassen:

Darstellung Qualitätsfaktor Google AdWords

Die Voraussichtliche Klickrate zeigt die Wahrscheinlichkeit an, mit der das betroffene Keyword zu einem Klick auf die Anzeige führt. Die Wahrscheinlichkeit ist höher, wenn die eingebuchten Keywords mit den Suchbegriffen der Nutzer übereinstimmen.

Die Anzeigenrelevanz gibt an, wie gut das Keyword und die entsprechende Anzeige inhaltlich zueinander passen. Ein durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Status bedeutet, dass dieser Zusammenhang spezifisch genug ist. Sollte der Status unterdurchschnittlich sein, kann es bedeutet, dass entweder das Keyword relativ generisch für die Textanzeige ist oder der Text der Anzeige inhaltlich angepasst werden sollte. Das Ziel ist, wie bereits erwähnt, dass die Nutzer durch ihre Suchanfragen möglichst konkrete Angebote finden.

Die Nutzererfahrung mit der Zielseite: Stimmen die Keywords mit den Suchanfragen überein und beinhalten die Textanzeigen die relevanten Keywords, beurteilt das AdWords-System noch die Zielseiten bzw. Landingpages, auf die die Nutzer nach einem Klick auf die AdWords-Anzeige landen. Die Zielseite sollte idealerweise das anbieten, wonach der Nutzer sucht. Neben der Relevanz der Inhalte wirken sich folgende Faktoren auf die Beurteilung der jeweiligen Zielseite aus: Gute Struktur, komfortable Navigationsstruktur (insb. zwischen verschiedenen Geräten), Ladezeit der Seite, Optimierung für Mobilgeräte sowie Transparenz und Vertrauenswürdigkeit.

Worauf wirkt sich der Qualitätsfaktor aus?

Wir haben bereits festgestellt, dass die Nutzererfahrung im Google AdWords im Vordergrund steht. Doch welche anderen Gründe gibt es, den Qualitätsfaktor stets im Auge zu behalten? Ein hoher Qualitätsfaktor senkt laut Google den Klickpreis, wobei die durchschnittliche Anzeigenposition nicht beeinträchtigt, oder sogar verbessert wird. Erscheint die AdWords-Anzeige auf der ersten Position und bietet sie eine gute Nutzererfahrung, so steigert sich die Klickrate, was wiederum den Qualitätsfaktor beeinflusst:

Auswirkungen des Qualitätsfaktor auf Klickpreis, Klickrate und Anzeigenposition

Auswirkungen des Qualitätsfaktors auf Klickpreis, Klickrate und Anzeigenposition

Der Werbetreibende kann sich jetzt fragen „Wo soll ich denn beginnen, wenn es ein zusammengeschlossener und zusammenhängender Kreis ist?“ Wir legen Ihnen ans Herz, von Anfang an eine saubere Kontostruktur aufzubauen. Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords sollten nach bestimmten Kategorien strukturiert werden, wie z.B. analog zu den Produktkategorien der Webseite bzw. im Online-Shop. Dies ermöglicht den Werbetreibenden ein strukturiertes und kleines Keyword-Set auf Anzeigengruppen-Ebene einzubuchen, anstatt alles in einen Topf zu werfen. Warum ist das wichtig? Dadurch können Werbetreibende die Kampagnen besser steuern, d.h. Tagesbudgets der einzelnen Kampagnen sowie CPC-Gebote auf Anzeigengruppen-Ebene und / oder für bestimmte Keywords senken oder erhöhen.

Auswirkungen einer gut angelegten Kontostruktur auf Klickrate, Qualitätsfaktor, Klickpreis und Position

Auswirkungen einer gut angelegten Kontostruktur auf Klickrate, Qualitätsfaktor, Klickpreis und Position

Fazit

Kurz zusammengefasst geben wir folgende Checkliste an die Hand:

  1. Das Konto (Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen) übersichtlich nach bestimmten Kategorien strukturieren, am besten wie im Online-Shop oder auf der zu bewerbenden Webseite.
  2. Auf der Anzeigengruppen-Ebene relevante Keywords einbuchen. „Relevant“ bedeutet dabei die Übereinstimmung mit Suchbegriffen. Deshalb sollte in der Vorbereitungsphase zunächst mit Hilfe des Keyword-Tools eine Suchanfragen-Analyse durchgeführt werden.
  3. Zu den eingebuchten Keywords sollten spezifische Texte verfasst werden.
  4. In den Textanzeigen sollten relevante Landingpages hinterlegt werden, um den Nutzern von der ersten Sekunde an das Gefühl zu geben, dass sie auf der richtigen Seite gelandet sind.

 

Diese Faktoren stellen nur eine Grundlage dar. Daneben gibt es noch weitere Faktoren, die auf die Auslieferung der Anzeigen Einfluss nehmen. Mit dieser Basis lassen sich die AdWords-Kampagnen aber besser optimieren und ausbauen.

Gaini gehört seit Dezember 2015 zum Projecter-Team. Als Specialist betreut sie Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Bereich Suchmaschinenmarketing. Die ersten Berufserfahrungen hat Gaini im Bereich Marketingkommunikation gesammelt. Im Rahmen des Studiums und der Praktika wurde ihr Interesse an Online Marketing immer mehr verstärkt.

Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder