Recap SEA Camp in Jena

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Das Projecter Team war auch in diesem Jahr wieder auf dem SEA Camp in Jena. Für alle, die nicht dabei sein konnten, fassen wir in diesem Beitrag die Highlights der Konferenz zusammen.

Grit:

Auch in diesem Jahr war das SEA-Camp wieder eine gelungene Veranstaltung. Meine Highlights im Jahr 2017 waren drei Vorträge: Martin Röttgerding von bloofusion sprach zum Thema „Dynamische Anzeigen mit IF-Funktionen und Datenfeeds“. In seinem Vortrag stellte er zunächst die Grundlagen zur Verwendung der Anzeigenanpassungen in den dynamischen Anzeigetexten vor, bevor er auf verschiedene Szenarien für die Kombination von Ausrichtungsoptionen und Anzeigenanpassungen einging. Aus seinen Anwendungsfällen konnte ich einige Ideen für meine eigenen Kampagnen mitnehmen.

Sehr interessant fand ich den Vortrag von Kerstin Müllejans und Alex Zenzura-Studier von lunapark. Die beiden hielten einen Vortrag zu dem Thema „Intelligente Kampagnenauswertung und -optimierung mit Google Analystics und Google Tag Manager“. Sie beschäftigten sich dabei mit der Frage, was machen eigentlich 95% der User, wenn die Conversionrate bei 5% liegt. Sie versuchten, eine Antwort darauf zu finden, in dem sie verschiedene Micro-Conversions erfassten wie z.B. Video-Interaktionen, Ausfüllen von Formularen und die Scrolltiefe.

Unterhaltsam und interessant zugleich fand ich die Session von Holger Schulz von data-inside zum Thema „AdWords Scripts, Regeln, Filter, Feed-Regeln und mehr für Anwender“. Er zeigte, wo man relevant Scripte findet und wie man diese implementiert.

Christin:

Wenig Theorie, viele Beispiele aus der Praxis und ein qualifizierter Austausch mit Experten aus der Branche. Genau so habe ich mir meinen ersten Besuch beim SEA-Camp vorgestellt – und ich wurde nicht enttäuscht. Meine persönlichen Highlights waren vor allem die Sessions, die über den Adwords Tellerrand hinausblickten. Themen wie Datenattribution, Conversion-Optimierung und Webanalyse nehmen hier eine zunehmend wichtigere Rolle ein und waren auch auf dem SEA Camp entsprechend präsent.

Aus dem Bereich Google Analytics hat Michael Janssen einige häufige Fehlerquellen in der Verwendung von Analytics für SEA-Analysen vorgestellt. Wichtigste Erkenntnis: Wer nicht genügend Zeit in die fehlerfreie Implementierung von Analytics investiert, glaubt zwar die richtigen Entscheidungen zu treffen, liegt aber leider oft falsch.

Aus dem Bereich der Conversion-Optimierung fand ich Gunnar Hopfes Idee von feedbasierten Landingpages sehr inspirierend. Mit dem vorgestellten Tool convertizer können passend zur Suchanfrage die richtigen Produkte ausgespielt werden. Vor allem für kleinere Shops mit Schwächen im Seitenaufbau und der Usability ist das eine sinnvolle Lösung, um den Nutzer einen besseren Einstieg zu ermöglichen und so die Absprungraten zu reduzieren.

Zum Schluss noch mein Highlight aus dem Bereich Adwords: Nicht wirklich neu ist die Erkenntnis, dass Adwords-Skripte das Leben des Account-Managers um vieles vereinfachen können. Dennoch scheitert es oft an der eigenen Umsetzung. Zum Glück gibt es hier Experten wie Holger Schulz, die ihre Skripte kostenfrei zur Verfügung stellen. Nach dem Motto „Taten sagen eben manchmal mehr als 1000 Worte Folien“ hat er in seiner Session live am Rechner verschiedene hilfreiche Adwords-Skripte und Feed Regeln vorgestellt. Ein Must-Have für jeden Account Manager sind auf jeden Fall der Link-Checker und die Skripte zur Konto-Überwachung. Leider war die Zeit schneller vorbei als gedacht – ich hätte noch einige Stunden zuhören können…

SEA Camp in Jena

Steffen, Christin, Grit und Ralf beim SEA Camp in Jena

Steffen:

Automatisierung, Feedmanagement und Webanalyse waren für mich die zentralen Themen des diesjährigen SEA-Camps in Jena. Ein Event, das fast schon traditionell durch inhaltlichen Tiefgang und exzellenten fachlichen Austausch glänzte. Auch wenn sich alle Vorträge auf einem hohen Niveau bewegten, sollte drei Sessions eine gesonderte Erwähnung zu Teil werden. Holger Schulz präsentierte in seiner bekannt frischen Art ein umfangreiches Sammelsurium an Skripts und Regeln. Kaum ein SEA-Manager in Deutschland kommt wohl ohne seine Tools aus. Wer sie dennoch nicht im Einsatz hat, wird dies spätestens nach seiner Session geändert haben. Michael Janssen vermochte mit seiner Session „Dein Analytics belügt dich“ auch erfahrene Nutzer von Webanalysetools einige wichtige Aspekte für die valide Datengrundlage mitzugeben. Stichworte wie IP-Ausschlüsse oder Referer-Überschreibung wurden in seinem Vortrag thematisiert. Ein sehr gelungener Vortrag für Fortgeschrittene und Profis. Farschid Eshaghmohammadi war mit seinem Vortrag „Tod dem Campaign Manager“ letztes Jahr eines der Highlights der Veranstaltung. Nach einem Jahr war die Spannung groß, wie sich sein vollautomatisiertes Konto entwickelt hat. Auch wenn die Ergebnisse eher ernüchternd waren, so war sein Auftritt doch sehr mutig und offen. Bei aller Automatisierung ein versöhnlicher Abschluss, dass der SEA Manager doch nicht ausstirbt. 😉

Ralf:

Zu den Top 3 Erkenntnissen des Tages gehörte zum einen die ausführliche Präsentation von Martin Röttgerding zu den IF-Funktionen in den Anzeigen und deren Nutzung. Vor allem der Einsatz der Anzeigen ohne Fallback-Text war eine gute Idee und bringt gute Einsatzmöglichkeiten, z.B. auch die Kombination von mehreren IF-Funktionen innerhalb einer Anzeige. Ebenso die anwendungsorientierte Darstellung der Nutzung von Feedelementen in den Anzeigen hat Ideen für den Einsatz in den eigenen Accounts gebracht.

Zum anderen hat der Vortrag von Michael Janssen gute Ideen geliefert und erneut auf Standard-Fehlerquellen im Tracking der Kampagnen und überhaupt des Website-Traffics aufmerksam gemacht. So war die Erinnerung zum Ausschluss des eigenen Traffics und der erneute Hinweis zum Import von Kostendaten aus Drittquellen, z.B. bing Ads in Google Analytics hilfreich.

Zum Abschluss kam die wertvolle Erkenntnis in der Session zur Attribution von Finch. Alle haben noch mit der Attribution zu kämpfen und keiner konnte eine Lösung präsentieren, die alle Aspekte abdeckt. Die unterschiedliche Nutzung der verschiedenen Tracking-Möglichkeiten von Google Analytics bis zum AdWords-Tracking sowie die Nutzung verschiedener Arten der Attribution innerhalb des jeweiligen Umfelds. Die Kernaussage von Finch kam an. Alles ist besser außer Last-Click. Nur First-Klick ist genauso schlimm. Eine angemessene Lösung die alle Beteiligten zufriedenstellt, konnte aber auch in der regen Diskussion nicht gefunden werden.

 

Danke an das SEA-Camp! Wir sehen uns im Herbst in Hannover und natürlich auch im nächsten Jahr in Jena wieder.

Ralf ist seit April 2010 bei Projecter und hat sich auf das Suchmaschinenmarketing spezialisiert. Mittlerweile ist er Geschäftsführer und Head of SEA des Projecter-Teams. Er hat an der HTWK Leipzig ein Medientechnikstudium absolviert und außerdem praktische Erfahrungen in New York und Berlin gewonnen. Er freut sich über Feedback & Kommentare von euch!

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