SEA Auslese Januar 2018

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Google wird zukünftig YouTube-Inhalte strenger prüfen, damit YouTube-Anzeigen nicht mehr auf kritischen Inhalten erscheinen. Zudem haben Werbetreibende dank des dreistufigen Prozesses mehr Transparenz und Kontrolle darüber, wo ihre Anzeigen ausgespielt werden. Das Wichtigste aus der SEA-Welt des ersten Monats haben wir für euch in der Auslese zusammengefasst.

Google AdWords

Portfolio Gebotsstrategie

Google untersagt nun, dass unterschiedliche Gebotsstrategien auf Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene kombiniert werden. Das heißt z.B., dass die Smart-Bidding-Strategien Ziel-CPA und Ziel-ROAS nicht mehr gleichzeitig in einer Kampagne verwendet werden dürfen, allerdings können Werbetreibende unterschiedliche Werte auf Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene festlegen. Wer verschiedene Gebotsstrategien kombiniert hat, muss sich für eine entscheiden und die andere Gebotsstrategie entfernen. Marketer können allerdings eine separate Kampagne aufsetzen, wenn sie für eine bestimmte Anzeigengruppe eine andere Gebotsstrategie verwenden möchten.

Wie können Hersteller Keyword-Optionen effektiv nutzen

In Googles Hilfe-Artikeln findet man vor allem Beispiele, die sich auf Händler beziehen. Das Problem ist, dass Hersteller aus der Industrie, die komplexe Lösungen anbieten, Googles Konzepte zum Teil nur schwer auf ihr Geschäft übertragen können. Die Kollegen von Search Engine Land widmen sich diesen Herausforderungen und erklären, wie die Hersteller sämtliche Keyword-Optionen optimal nutzen können.

Wir legen euch den vollständigen Blogartikel, den wir euch nachfolgend kurz zusammenfassen, ans Herz:

Broad Match

Durch die Keyword-Option “Broad Match” (Zu Deutsch: Weitgehend passend) wird die größte Reichweite erreicht. Die Anzeigenauslieferung erfolgt, wenn ähnliche Begriffe in beliebiger Reihenfolge gesucht werden (Mehr über Keyword-Optionen gibt es in diesem Blogbeitrag). Vergleicht man die Keyword-Option mit der Printwerbung, würde sie der Anzeigenplatzierung im vorderen Teil einer großen städtischen Zeitung entsprechen. Die Reichweite ist sehr breit, bietet aber kein spezifisches Targeting.

Modified Broad

Modified Broad (Deutsch: Modifizierer für weitgehend passend) ermöglicht es, die große Reichweite durch den Modifizierer (“+”-Zeichen) leicht einzuschränken. In der Printwerbung entspricht die Option der Anzeigenplatzierung z.B. in der Rubrik für “Geschäft” bzw. “Wirtschaft” – die Reichweite ist noch immer groß, aber konkreter ausgerichtet als mit dem Broad Match.

Phrase Match

Mit Phrase Match (Deutsch: Passende Wortgruppe) haben Werbetreibende noch mehr Kontrolle. Mit Hilfe von Anführungszeichen übermittelt man Google, dass nur die definierte Wortkombination und sehr ähnliche Varianten die Anzeigen auslösen sollen. Vor dem Anführungszeichen und danach können allerdings beliebige Begriffe vorkommen. Die Analogie in der Printwerbung ist eine Unterkategorie des Geschäftsbereiches, z.B. Technologie.

Exact Match

Die größte Kontrolle gibt uns die Keyword-Option Exact Match (Zu Deutsch: Genau passend). Die Anzeigen erscheinen nur dann, wenn die Suchanfrage(n) dem eingebuchten Keyword entspricht oder dessen enger VarianteIm Print-Bereich wäre dies analog der Anzeigenplatzierung in einer Rubrik für eine bestimmte Nische.

Zusammengefasst ist es empfehlenswert, ein Gleichgewicht zwischen der Reichweite und der spezifischen Ausrichtung zu finden. Sollten die Keywords im Match-Type Modified Broad oder Exact mit dem Hinweis “Ein geringes Suchvolumen” auftauchen, so kann es durchaus helfen, die betroffenen Keywords als Broad einzubuchen – ABER alles mit Argusaugen kontrollieren.

YouTube legt strengere Regeln für die Videos fest, die Anzeigen beinhalten

Google hat neulich wichtige Änderungen in Bezug auf die Anzeigenschaltung auf YouTube angekündigt. Die Änderungen sind ein Teil der Maßnahmen, die darauf abzielen, Marken und Werbetreibenden mehr Kontrolle und Transparenz darüber zu geben, wo ihre Anzeigen erscheinen. Zur Erinnerung: Ursprünglich wurden die Maßnahmen durch den Boykott von Werbetreibenden im Frühjahr 2017 angestoßen, als einige YouTube-Anzeigen auf verschiedenen kritischen Inhalten ausgeliefert wurden.

Paul Muret, Vice-President von Display, Video und Analytics, hat Folgendes in einem Blogpost zugegeben:

“2017 was a difficult year, with several issues affecting our community and our advertising partners.”

Um sich den Herausforderungen zu stellen, werden in den nächsten Monaten u.a. folgende Regeln gelten:

  • Eine neue Schwelle für die Anzeigenschaltung auf YouTube-Kanälen: Werbung wird nur noch auf YouTube-Kanälen ausgespielt, die mind. 1.000 Abonnenten haben und deren Videos 4.000 Stunden in den letzen 12 Monaten angesehen worden sind. Zuvor konnten Anzeigen auf Kanälen geschaltet werden, die mind. 10.000 Views hatten.
  • Die Video-Inhalte werden nicht nur durch den automatisierten Algorithmus geprüft, sondern auch manuell. Dafür werden bis zu 10.000 Personen im Jahr 2018 engagiert.
  • Werbetreibende bekommen dank dem dreistufigen Prozess mehr Kontrolle und Transparenz, auf welchen Arten von Video-Inhalten ihre Anzeigen erscheinen.

Die Updates werden in den nächsten Monaten umgesetzt.

Update in der AdWords-App: Bearbeitung der Keywords

AdWords-Werbetreibende müssen nun nicht immer auf ihren Laptop zugreifen, wenn sie unterwegs sind. Sie können jetzt in der AdWords-App umfangreiche Keyword-Anpassungen vornehmen: hinzufügen, löschen, Text anpassen, Keyword-Option ändern und Gebote setzen.

Update in der AdWords-App: Bearbeitung der Keywords

Bearbeitung von Keywords in der AdWords-App (Quelle: searchengineland.com)

Top 3 der unterschätzten Funktionen in AdWords

Search Engine Land hat seine Top 3 der am meisten unterschätzten AdWords-Funktionen veröffentlicht. Neben den Anzeigen-Variationen stehen die Gmail-Anzeigen sowie Tests in der Oberfläche “Entwürfe und Tests” unter den Top 3. Die Anzeigen-Variationen haben die Beta-Phase überstanden und sind aktuell in der neuen Oberfläche “Entwürfe und Tests” verfügbar.

Da Google das statische und dynamische Retargeting auf Gmail-Ads erweitert hat, könnte sich ein Test in dem Bereich gegebenenfalls lohnen. Experimente in der Oberfläche “Entwürfe und Tests” bieten sich für umfangreichere Kampagnentests an, z.B. Gebotsstrategien, bestimmte Einstellungen, Targeting etc.

15 Empfehlungen, um bessere Textanzeigen zu schreiben

Diese 15 Tipps werden dich vom Hocker hauen – oder so ähnlich. Search Engine Land fasst 15 Punkte zusammen, die beim Texten von neuen Anzeigen wichtig sind. Kurz zusammengefasst geht es um folgende Punkte:

  1. Die Geschichte direkt vom Kunden abholen, und zwar in eigenen Worten – nicht von der Webseite kopieren
  2. Sich in die Zielgruppe hineinversetzen
  3. Die Zielgruppe in den Vordergrund stellen
  4. Vorteile von Produkten / Dienstleistungen hervorheben
  5. Sich von der Konkurrenz abheben
  6. Ganzheitlich denken und verschiedene Varianten von Botschaften überlegen
  7. Call-to-Action nicht vergessen
  8. Und Keywords bitte auch nicht
  9. Eventuell Suchanfragen in Anzeigen umsetzen
  10. Wenn sinnvoll: Preise kommunizieren
  11. Durch die Botschaft die Zielgruppe eingrenzen
  12. Den Platz für Headlines sinnvoll nutzen
  13. Gute Botschaften aus anderen Kommunikationsmitteln des Kunden in den Textanzeigen verwenden
  14. Texte von jemandem redigieren lassen
  15. TEST, TEST, TEST!

Google beendet die Merchant Center-Feed-Integrationen mit BigCommerce, Magento und PrestaShop

Das Google Merchant Center beendet zum 20.03.2018 seinen Support zum direkten Upload der Feeds von Magento, BigCommerce und PrestaShop. Der Referent von BigCommerce hat sich dazu folgendermaßen geäußert:

“BigCommerce is working closely with Google to ensure a smooth transition for all merchants impacted by Google’s decision to retire its Google Shopping App. Several free and paid Google Shopping tools are available in the Bigcommerce App Marketplace, and detailed instructions for migrating to a new solution are available to assist merchants with the transition.”

Nutzer bekommen mehr Kontrolle, welche Anzeigen sie sehen können

Zukünftig können Nutzer in ihren Google-Konten Display Remarketing Ads stumm schalten. Dazu müssen sie unter „Mein Konto“ zur Ansicht „Your reminder ads“ (aka Remarketing) gehen und können dort die Unternehmen sehen, die aktuell Remarketing Ads auf sie schalten. Diese können dann einzeln bis zu 90 Tage stumm geschaltet werden.

Zu Beginn soll es nur für Display Ads funktionieren, in den nächsten Monaten aber auch für Gmail, Search und YouTube.

Bing

Hotel-Ads offering verlassen Beta-Phase

Bing zieht nach und folgt AdWords – die Hotel Ads offering verlassen nun die Beta. Das Rating kommt aus den TripAdvisor-Daten. Die Hotel-Ads beinhalten Bilder und die Wegbeschreibung. Die Daten für die Hotel-Ads lassen sich durch einen Hotel-Feed importieren.

Hotel Ads offering

Hotel-Ads offering (Quelle: searchengineland.com)

Online Marketing Kalender

Der Redaktionsplan enthält noch Lücken, die mit kreativen Kampagnen gefüllt werden müssen? Dann lohnt sich ein Blick in unseren Projecter Online-Marketing Terminplaner 2018! Alle wichtigen Termine des Jahres im Überblick – und das Beste: Mit nur wenigen Klicks lassen sich diese in euren Google Kalender kopieren!

Online Marketing Kalender 2018

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Gaini gehört seit Dezember 2015 zum Projecter-Team. Als Specialist betreut sie Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Bereich Suchmaschinenmarketing. Die ersten Berufserfahrungen hat Gaini im Bereich Marketingkommunikation gesammelt. Im Rahmen des Studiums und der Praktika wurde ihr Interesse an Online Marketing immer mehr verstärkt.

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