SEO Auslese Februar 2018

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Auch im Februar hat sich wieder einiges in der SEO Branche getan. Es wurde bekannt gegeben, dass nun nach und nach die ersten Seiten zum Mobile First Index umziehen werden. Für die Bildersuche gab es ein „Major“ Update und das neue Format AMP Stories wurde vorgestellt. Alle weiteren Neuigkeiten haben wir für euch im Folgenden zusammengetragen.

News der Suchmaschinen

Mobile First Index – Die ersten Seiten ziehen bald um

Letzte Woche wurde auf der Pubcon in Austin, Texas bekannt gegeben, dass Google schon bald damit beginnen wird, die ersten Seiten auf den Mobile First Index umzuziehen. Seit letztem Sommer gab es dazu noch kein weiteres Statement, in den nächsten ein bis zwei Monaten ist nun aber damit zu rechnen, dass die ersten Seiten umgestellt werden. Wer seine Seite noch nicht für den Mobile First Index optimiert hat, sollte spätestens jetzt damit beginnen. Seiten, die bereits responsiv sind und den Code dynamisch bereitstellen, sind für die Umstellung schon gut gerüstet.

Seiten ohne HTTPS werden ab Juli 2018 abgestraft

Anfang Februar verkündete Google, dass ab Juli 2018 alle HTTP Seiten als „nicht sicher“ markiert werden. Bereits jetzt sind 68% des Chrome Traffics von Android und Windows gesichert, sowie 78% von Chrome OS und Mac. Das HTTPS Protokoll wurde eingeführt, um mehr Sicherheit bei sensiblen Datenübertragungen wie zum Beispiel Zahlungsvorgängen zu gewährleisten.

Schon länger wird im Chrome Server in der Adressleiste angezeigt, welchen Sicherheitsstatus eine Webseite hat. HTTP-Seiten, die lediglich Informationen bereitstellen und keine sensible Dateneingabe vom Nutzer fordern, werden mit einem grauen Ausrufezeichen gekennzeichnet.  Werden auf der Seite jedoch beispielsweise Login Daten eingegeben oder Transaktionen getätigt, wird die Seite schon jetzt in roter Schrift mit „nicht Sicher“ markiert.

Ab Juli dieses Jahres betrifft dies aber alle Seiten, die noch das HTTP Protokoll verwenden.

Update in der Google Bilder Suche

Die neue Bildersuche sorgt seit ihrer Einführung vor gut einem Jahr für Aufruhr. Nun gab es erneut ein Update in der Bildersuche.

Der sehr umstrittene Button „Bilder ansehen“ ist verschwunden. Über den Rechtsklick mit der Maus kann das Bild jedoch nach wie vor in einem neuen Tab geöffnet werden. Der Button „Ansehen“ wurde in „Besuchen“ umbenannt, über diesen gelangt man zur Quellseite des Bildes. Bestehen bleibt der „Teilen“ Button.
Wer sich nun wundert, wo denn die Größe des Bildes steht, findet diese ab sofort direkt unter dem Bild zusammen mit dem Urheberrechtshinweis für das jeweilige Bild. Die Pixelangaben sind seit dem Update nicht mehr klickbar. Vorher konnten auf diesem Wege weitere Größen des Bildes aufgerufen werden.

Laut Google war das Ziel des Updates, die Nutzer wieder verstärkt mit Quellseiten der Bilder zusammenzubringen.

AMP Stories

Google macht Instagram und Snapchat künftig Konkurrenz mit dem neuen Format AMP Stories. Wie auch bei den bereits bekannten Story-Formaten ist es möglich, eine Serie aus Bildern, Videos und Animationen zu erstellen, welche laut Google zukünftig in den Suchergebnissen ausgespielt werden. Durch kreatives Storytelling können die Nutzer in Zukunft in den Suchergebnissen optimal abgeholt und zur Interaktion bewegt werden. Ab wann genau die Stories in den Suchergebnissen ausgespielt werden sollen, steht jedoch noch nicht fest.

Das neue Format funktioniert nicht nur mobil, sondern auch am Desktop. Mithilfe des Tutorials kann jeder, der sich einmal eingelesen hat, eine AMP Story erstellen und die verschiedenen Komponenten Text, Grafik und Layout selber festlegen.

Quelle: https://searchengineland.com/google-gets-mobile-story-craze-new-amp-stories-format-291884/amp?__twitter_impression=true

Neben den AMP Stories wurden AMP nun auch in GMail integriert. So ist es zum Beispiel möglich, in einer Pinterest News-Mail direkt zu agieren und sich die Posts anzusehen, die vorgeschlagen werden. Durch dieses neue Feature eröffnet sich die Möglichkeit, das E-Mail-Marketing auf das nächste Level zu heben.

Branchen Insights

Umfangreicher Leitfaden zu JavaScript SEO

Die SEO & Content Marketing Agentur Elephate aus Polen hat einen sehr umfangreichen Guide zu JavaScript SEO erstellt – empfehlenswert für alle SEOs, die sich bisher noch nicht ausführlicher mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Hintergrund ist, dass immer mehr Webseiten auf moderne JavaScript-Frameworks wie Angular, React, Vue.js und Polymer zurückgreifen. SEOs und Programmierer stehen jedoch noch am Anfang, diese Seiten für Suchmaschinen lesbar und damit „fit“ für die organische Suche zu machen. Die wichtigsten Punkte des Leitfadens sind:

  • Google nutzt den Chrome 41 Browser zum Rendern einer Website. Dieser ist bereits drei Jahre alt und unterstützt daher nicht alle modernen JavaScript-Funktionen.
  • Google ist die einzige Suchmaschine, die JavaScript in seinem ursprünglichen Format rendert.
  • Die Funktion „Fetch & Render“ aus der Google Search Console kann nur dabei helfen, herauszufinden, ob Google technisch in der Lage ist, eine Website zu rendern. Bei Zeitüberschreitungen und damit einhergehenden Indexierungsschwierigkeiten ist das Tool nicht zuverlässig genug.
  • Der Google-Cache sollte nicht verwendet werden, um zu überprüfen, wie Google den Inhalt einer Website indexiert. Er zeigt lediglich, wie der Browser den vom Googlebot gesammelten HTML-Code interpretiert. Nicht zu sehen ist, wie Google die Inhalte gerendert hat.
  • In der Regel reicht es nicht aus, nur den Quelltext (HTML) einer Website zu untersuchen. Stattdessen sollte das DOM (Document Object Model) analysiert werden (z.B. im Chrome durch Rechtsklick auf „Untersuchen“).
  • Die beste Möglichkeit, um herauszufinden, ob Inhalte im Index gelandet sind, ist der „site“-Befehl in der Google-Suche.
  • Der Googlebot verhält sich nicht wie ein echter Browser. Die Google-Algorithmen versuchen zu erkennen, ob eine Ressource vom Standpunkt des Renderns aus benötigt wird. Wenn das nicht der Fall ist, wird diese wahrscheinlich nicht vom Googlebot beachtet.
  • Häufige Fallstricke mit JavaScript Websites sind beispielsweise, dass CSS und JavaScript-Dateien für den Googlebot blockiert sind, Inhalte erst per OnClick-Event (Googlebot klickt nicht) zum Vorschein kommen, die Verwendung von # in URLs sowie langsame Scripte und APIs.
  • Der Googlebot wird das Ajax Crawling Scheme im zweiten Quartal 2018 nicht mehr verwenden.
  • Google selbst empfiehlt Isomorphic JavaScript beim Rendern. Der Unterschied zum Prerendering wird im Artikel näher beleuchtet.
  • Bing sollte nicht vernachlässigt werden, auch wenn davon auszugehen ist, dass sie Suchmaschine aktuell JavaScript nicht rendern kann.

SEO Tipps und Quellen für Einsteiger

Für alle Neulinge im SEO Bereich hat Seokratie eine umfangreiche Zusammenstellung von Weiterbildungsquellen und SEO Basic Tipps veröffentlicht. Nach einer kurzen Einführung zur Frage was SEO überhaupt ist, werden wichtige Lesequellen aufgeführt. Neben Informationen von Google selbst (z.B. PDF „Einführung in Suchmaschinenoptimierung“, offizieller Google Blog für Webmaster) werden einige Blogs wie ryte, Sistrix und moz und deren spezielle Knowledge Base empfohlen. Als wichtige Informationsangebote im Offline Bereiche werden das Magazin Website Boosting, das SEO Handbuch von Sebastian Erlhofer, Podcasts sowie Stammtische und Konferenzen vorgeschlagen. Abschließend werden die wichtigsten SEO Aspekte für Einsteiger kurz angerissen und auf weiterführende Links hingewiesen. Auch in unserem eigenen Blog finden sich viele Einsteiger-Artikel für SEO Neulinge.

SEO Report Template

Auf dem Blog von ahrefs (SEO Toolset für u.a. Backlink-Monitoring) gibt es eine Vorlage für einen SEO Report und das komplette Vorgehen der Erstellung wird für die Eigennutzung geschildert. Die Vorlage kann kostenlos heruntergeladen werden bzw. ist über Google Präsentationen verfügbar. Laut ahrefs zeichnen sich gute SEO Berichte durch eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten, Kommentare zu Schwankungen und Ableitung von verwertbaren Erkenntnissen ab. Der Bericht sollte leicht verständlich sein und folgende drei wichtige Dinge vermitteln:

  • Fortschritt: z.B. welches Wachstum die Website diesen Monat zu verzeichnen hatte.
  • Einblicke:B. Hervorhebung von Problemen und Bereichen, die in den kommenden Monaten noch angegangen werden müssen.
  • Empfehlungen:B. Empfehlungen, die zum Erreichen der festgelegten Ziele führen.

ahrefs betont selbst, dass die Vorlage keine universelle Lösung ist, sie jedoch gern für die eigene Weiterentwicklung genutzt werden kann. Trotzdem ein ganz nettes Template.

Branchen News kurz & knapp

Content Marketing kurz & knapp

  • The Verge zeigt, wie hochwertige Produktreview-Videos aussehen können. Oftmals tun sich Online Shops schwer, eine gute Produktbeschreibung zu entwerfen. Als Alternative dazu können aber auch Videos genutzt werden, die dem potentiellen Käufer einen schnellen Überblick über das Produkt verschaffen.
  • Apple begann in den letzten Monaten damit, Daten für Podcasts aufzunehmen. Bisher war der einzige KPI, der den Publishern zur Verfügung stand, der Download. Es gab keine Angaben über die eigentliche Hördauer oder Anzahl an Personen, die den Podcast hören. Die Angst in der Podcast Gemeinde schien groß, dass die Zahlen offenbaren, dass eigentlich niemand zu hört. Doch es kam alles ganz anders. Die Apple’s Podcast Analytics Zahlen sagten aus, dass Podcasts die loyalsten User haben, die man sich in der Social Media Branche vorstellen kann. Eigentlich wenig verwunderlich, schließlich ist es das persönlichste Medium, das vorstellbar ist.
  • Stark und so simpel: Patagonia hat eine Plattform ins Leben gerufen, die eine Übersicht zu lokalem Aktivismus für die Bereiche „land, water, climate, communities, and biodiversity“ gibt. Einfach Stadt eingeben und gucken, wo geholfen werden kann.
  • Der SEMrush Blog veröffentlichte eine kleine Checkliste wie man Content Marketing auch in einer anderen Sprache erfolgreich umsetzen kann.
Christin ist seit Dezember 2014 bei Projecter und als Account Managerin tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in der Suchmaschinenoptimierung und im Affiliate Marketing.

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