Julia Bode

SEO-Optimierung für Landingpages

Möchte man mit den erstellten Landingpages auch organische Rankings erzielen, gibt es einiges zu beachten. Erfahrt in diesem Blogbeitrag, welchen Herausforderungen man sich stellen muss und mit welchen fünf Tipps ihr der organischen Performance eurer Website auf die Sprünge helfen könnt.

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Seite, welche entweder für eine bestimmt Zielgruppe oder für ein spezifisches Ziel erstellt wird. In den meisten Fällen werden Landingpages für die Umsetzung von Online-Marketing-Maßnahmen genutzt. Beispielsweise als Linkziel für Anzeigen über Google Ads, Affiliate Marketing oder um sie in den Social-Media-Kanälen auszuspielen. Solche Landingpages können zum Beispiel dem Zweck dienen, die NutzerInnen zum Abonnieren eines Newsletters zu bewegen oder ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Die Hauptaufgabe von Landingpages besteht also darin, den BesucherInnenverkehr einer Seite zur Conversion zu animieren.

Die Absicht dahinter ist es, den NutzerInnen einen gezielten und auf den Zweck zugeschnittenen Einstieg zu geben. Landingpages können aber nicht nur für Ads-Kampagnen genutzt werden, sondern auch, um über die Google-Suche NutzerInnen auf die Seite zu lotsen. Wie sinnvoll das ist, hängt unter anderem vom jeweiligen Landingpage-Ziel ab. Dabei sollte man sich immer Fragen, ob potentielle KundInnen nach dem Landingpage-Thema suchen würden. Wenn ja, dann lohnt sich eine SEO-Optimierung.

Was dabei zu beachten ist, erfahrt ihr gleich. Zunächst ist es noch wichtig zu verstehen, welche Fallstricke aus SEO-Sicht beachtet werden sollten.

Herausforderung aus SEO-Sicht

Oftmals existieren Landingpages für Kampagnen losgelöst von der eigentlichen Webseitenstruktur. Damit ist gemeint, dass auf der Webseite keine Verlinkung zur Landingpage existiert und die Seite nur über die anderen Marketingkanäle aufrufbar ist. Somit ist es für den Crawler der Suchmaschine schwerer, die Seite überhaupt zu finden und entsprechend auch zu indexieren. Ist die Seite nicht indexiert, kann sie auch nicht über die Suchmaschine gefunden werden. Das Aufbauen von Rankings und Generieren von organischem Traffic ist somit nicht möglich.

Eine weitere Herausforderung sind Landingpages ohne ausreichend für Suchmaschinen verständliche Inhalte. Ist das Conversion-Ziel beispielsweise eine Newsletter-Anmeldung, besteht die Seite vermutlich hauptsächlich aus einem Formular und enthält wenig Text. Das sind keine ausreichenden Voraussetzung für Top Rankings. Um eine Landingpage auch organisch zu pushen, gibt es deshalb einige Aspekte, die beachtet werden sollten.

Fünf Tipps zur SEO-Optimierung von Landingpages

Mit diesen Tipps schaffst du es auch, Landingpages zum Ranken zu bekommen.

1. Keywords mit Potential nutzen

Bei Erstellung der Inhalte auf einer Landingpage ist es natürlich wichtig, dass die Texte und Bilder den NutzerInnen alle relevanten Informationen bieten und sie sich durch die Tonalität und Emotionalität der (Bild-)Sprache zum Conversionziel hingezogen fühlen.

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist es jedoch wichtig, dass in die Texte auch suchrelevante Begriffe einfließen. Hierzu eignet sich eine kleine Keyword-Recherche, um herauszufinden, welche Suchbegriffe die Zielgruppe verwendet, um das angebotene Produkt oder den Service zu finden.

Landingpages eigenen sich außerdem gut, um auch ein Longtail Keyword abzubilden. Beispielsweise zu Probleme oder Fragen, die rund um das Thema auftreten können. Ist das Keywordset definiert, sollten die relevantesten Keywords auch in den Title und die Description eingebunden werden, sowie in den Überschriften Verwendung finden.

2. Ohne gute Usability keine positive NutzerInnenerfahrung

Screenshot Beispiel für strukturierte Landingpage Asana
Beispiel für eine gut strukturierte Landingpage: Asana

Sowohl ein strukturierter Aufbau der Seite als auch der gezielte Einsatz von Call-to-Actions sind essentielle Bausteine einer guten Usability.

Bei der Strukturierung sollte darauf geachtet werden, dass die wichtigsten Informationen an oberster Stelle stehen und diese zunehmend detaillierter werden, je weiter man scrollt. Die Idee dahinter ist, dass die Landingpage-BesucherInnen gleich zu Beginn verstehen, um was es auf der Seite geht und warum diese für sie relevant sein kann. Fühlen sich die NutzerInnen angesprochen, sollten sie weiter unten auf der Webseite mehr und detailreicherer Informationen zum Thema erhalten. Bedürfnisorientierte Inhalte, die an die jeweilige Zielgruppe angepasst sind, sind das A und O. Hierbei sollte der Nutzen für die Webseiten-BesucherInnen immer besonders hervorgehoben werden.

Mit dem Einsatz von Call-to-Actions können die BesucherInnen gezielt angeleitet werden, einen nächsten Schritt zu tun. Dieser ist abhängig vom Conversionziel der Seite. Wird beispielsweise ein konkretes Produkt angeboten, bietet es sich an, bereits im Header-Bereich einen Kauf-Button für das angebende Produkt hinzuzufügen, ebenso wie weiter unten auf der Seite, wo das Produkt noch einmal genauer erklärt wird.

Gibt es andere Seiten, die ebenfalls relevante Zusatzinformationen zum Thema der Landingpage bereitstellen, sollten diese verlinkt sein.

Auch wenn teilweise auf Landingpages nicht die „normale“ Webseitennavigation abgebildet wird, sollte dennoch sichergestellt werden, dass die NutzerInnen sich zur eigentlichen Homepage navigieren können, zum Beispiel durch einen Klick auf das Logo.

3. Indexierbarkeit beachten, sonst bleibt die Seite unsichtbar

Damit die Landingpage überhaupt organische performen kann, ist es zwingend notwendig, dass die Suchmaschine die Seite in den Index aufnehmen kann. Folgendes ist zu beachten:

Meme "Waiting for Google to index my Landingpage"

4. Mobile Optimierung & schnelle Ladezeiten sollten Standard sein

Beide Aspekte sind nicht nur aus SEO-Sicht maßgeblich für den Erfolg der Landingpage, sondern auch für den Erfolg der Kampagne über andere Kanäle wie Social Media oder Google Ads. Beide Aspekte können die Performance maßgeblich beeinflussen.

Ist die Seitenladezeit zu langsam, springen die NutzerInnen bereits ab, bevor die Seite fertig geladen hat. Das wirkt sich auf den Erfolg von umgesetzten Marketingmaßnahmen aus. Aber auch Suchmaschinen wie Google bewerten eine langsame Seitenladezeit negativ und die Wahrscheinlichkeit für gute Top Rankings sinkt.  Um die Seitenladezeit zu überprüfen, kann zum Beispiel Googles Pagespeed Tool genutzt werden. Dort erhält man ausführliche Informationen darüber, was die Seitenladezeit hemmt und was dringend verbessert werden sollte.

Screenshot Google Pagespeed Insights
Screenshoot: Google Pagespeed Insights

Ähnlich verhält es sich mit der mobilen Optimierung. Mobile Optimierung ist ein Rankingfaktor, entsprechend tun sich nicht optimierte Seiten schwer, organisch gute Rankings zu erzielen. Darüber hinaus ist die NutzerInnenerfahrung schlecht, wenn eine Landingpage nicht für mobile Endgeräte konzipiert wurde.

5. Verlinkung & Backlinks steigern Trustworthiness

Sowohl eine gute interne als auch externe Verlinkung auf eine Landingpage wirken sich positiv auf die Bewertung der Seite aus. Wird eine Seite intern stark verlinkt, gibt das der Suchmaschine Aufschluss über die Relevanz der Seite im Gesamtkontext der Domain.

Externe Verlinkungen zeigen der Suchmaschine, dass deine Seite eine gewisse Autorität und Seriosität besitzt, wenn andere Webseiten auf die Landingpage verlinken. Natürlich vorausgesetzt, dass die Backlinks keine spammy Links sind. Hier gilt, lieber weniger hochwertige als viele unseriöse Backlinks.

Fazit

Mit ein paar Anpassungen können Landingpages auch für den organischen Traffic genutzt und so das Conversionziel über einen weiteren Kanal befeuert werden, ohne dass mehr Mediabudget genutzt werden muss.

Hier nochmal die wichtigsten Punkte in Kürze:

  1. Relevante Keywords nutzen und bedürfnisorientierte Texte schreiben.
  2. Die Landingpage übersichtlich und nutzerfreundlich strukturieren und Funktionalität gewährleisten.
  3. Die Seite für die Suchmaschine auffindbar machen, um in den Suchergebnissen gelistet zu werden.
  4. Darstellung der Webseite für mobile Endgeräte optimieren und ein schnelles Laden der Seite sicherstellen.

Sowohl interne als auch externe Verlinkungen nutzen, um Relevanz und Trustworthiness gegenüber der Suchmaschine zu signalisieren.

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