Schutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit

geschrieben am in der Kategorie Aus dem Agenturleben von

Unsere Büros sind nach wie vor dünn besetzt und auch in naher Zukunft ist nicht damit zu rechnen, dass wir wieder komplett “hochfahren” werden. Da wir im Onlinemarketing allerdings recht standortungebunden sind, ist die Remote Arbeit von daheim weiterhin realisierbar. Anders sieht es da für Unternehmen im Einzelhandel, Tourismus, Sozialbereich und vielen weiteren aus.

Um längerfristig wieder mehr als 4 Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben ins Büro zu kommen, haben wir uns Gedanken zu Handlungsempfehlungen und Schutzmaßnahmen gemacht.
Bei der Umsetzung bekamen wir dann schnell einen “Dämpfer”: Wie sollen wir diese Maßnahmen nur mit unseren Nachhaltigkeitsprinzipien realisieren?

Es gibt kein 100 %

Gerade wenn es um hygienische Handlungsempfehlungen geht, ist es leider nicht möglich auf Plastik zu verzichten. Das wurde uns schnell klar. Und doch haben wir den Anspruch, unseren Plastikverbrauch zu minimieren und nach Alternativen zu suchen.

Einen Leitfaden geben

Bei der Fülle an Informationen, die täglich an Relevanz für Unternehmen und Arbeitnehmer gewinnen, empfiehlt es sich, als Unternehmen, seinen Mitarbeitern klare Handlungsempfehlungen zur Verfügung zu stellen. In diesen sind die Sicherheitsmaßnahmen konkret und erläutert aufgelistet und bieten bei aufkommenden Fragen Antworten, ohne sich direkt an die Geschäftsleitung oder HR-Abteilung wenden zu müssen.

Um die Aussagen der Handlungsempfehlungen zu stärken und nochmals zu visualisieren, haben wir an relevanten Stellen im Büro Schilder aufgehängt, die die Kollegen daran erinnern z. B.  Abstand zu halten oder externe Besucher des Büros informieren, welche Maßnahmen ergriffen wurden.

Groß statt Klein

Bei allen Flüssigkeiten (Seife, Desinfektionsmittel etc.) lässt sich gut die Umfüllmethode umsetzen. Mit den bestellten Großpackungen können die bereits vorhandenen Spender oder Sprayflaschen nachgefüllt werden. Optional kann man Spenderflaschen aus Glas in verschiedenen Größen bestellen, damit es im Büro einheitlicher aussieht und gleich jeder weiß, wofür die Flasche da ist. Kostet in dem Sinne nur etwas mehr Zeit, aber das Wegwerfen von geleerten Behältnissen wird somit minimiert.

Nachwachsende Ressourcen

Wie bereits erwähnt, kann bei der Auswahl von Behältnissen auf Material, welches umweltschonender und langlebig ist, geachtet werden. Hier bietet sich vor allem Glas und Metall an, da dies einfach gereinigt und wiederverwendet werden kann.
Der Markt bietet mittlerweile auch Schutzmasken aus recyceltem PET oder nachwachsenden Materialien wie Baumwolle und Vlies an. Auch bei den Handschuhen gibt es fair gehandelte und mit FSC® 100 % zertifizierte Einweghandschuhe aus Naturkautschuk. Mit den richtigen Suchbegriffen sind die Artikel auch leicht zu finden. Ebenfalls bei der Wahl der Einweghandtücher kann zu Recyclingpapier gegriffen werden.
Auch wenn es all diese Alternativen gibt, sind wir der Meinung, dass durch richtiges Händewaschen, dem Einhalten von Abständen und dem Entzerren von Arbeitsplätzen ein Miteinander im Büro auch ohne Handschuhe und Maske möglich ist. Unsere Besorgungen fanden daher nur in geringen Mengen statt, um “Gästen” im Büro die Möglichkeit zu geben, sie zu nutzen.

Selbstgemacht

Dank fleißiger Hände im eigenen Team konnten wir in kurzer Zeit einen bunten “Maskenstrauß” zusammentragen. Verwendet wurden dazu Stoffreste und im Team wurde mit Schnittmustern und Gummiband gehandelt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und dank verschiedener Größen wurden die Projecter-Kinder gleich mitversorgt.

Positives an neuen Standards

Unsere Dienstreisen liegen derzeit komplett still. Und auch Kundentermine werden digital über Webkonferenzen & Co. gelöst. Corona wurde da zum Game Changer, weil Unternehmen nicht mehr um Skype, Zoom und Co. vorbeikommen. Auch der neue Blickwinkel auf Homeoffice und die dadurch eingesparten Arbeitswege spielen der Umwelt in die Hände. Und nicht nur die Natur atmet auf, auch Angestellte erleben eine Entschleunigung: da (Arbeits-)Wege wegfallen, daheim mehr gekocht wird und die Mittagspause zur kurzen Sporteinheit wird.

Mit der richtigen Recherche auch nachhaltig durch die “Krise”

Der Blick nach vorne und ein gesunder Menschenverstand haben uns im Team geholfen, frühzeitig auf Maßnahmen zu reagieren und unsere Kollegen auf zukünftige Schritte vorzubereiten.
Wir mussten schnell und agil auf neue Situationen reagieren und wollten dabei unsere Unternehmenswerte nicht unberücksichtigt lassen. Für unsere Mission Projecter nachhaltiger zu gestalten, hat sich gezeigt, dass mit ein wenig mehr Zeitaufwand, der durchaus überschaubar ist, auch ein Büro mit 70 Mitarbeitern beim Thema “Hygienemaßnahmen” nachhaltiger vorgehen kann.
Das zeigt uns, dass wir auch in der plötzlichen Krise immer noch umweltbewusster agieren können. So wollen wir auch nach Corona nachhaltiger in den Alltag zurückkehren.


Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder