Erstellung von responsiven Anzeigen im Google Display Netzwerk

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Seit Ende 2016 bietet Google die Möglichkeit, in Google Ads (vormals AdWords) responsive Anzeigen zu erstellen, deren Größe, Format und Design sich an jede im Google Display Netzwerk verfügbare Werbefläche anpassen. Damit können responsive Anzeigen je nach Werbefläche, Bildschirmgröße und Seiteninhalt als Bild- oder Textanzeigen ausgespielt werden. Responsive Anzeigen können sowohl in allgemeinen Displaykampagnen als auch in Remarketing-Kampagnen verwendet werden.

Anleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Im ersten Schritt meldet ihr euch in Google Ads an und wählt im entsprechenden Konto die Displaynetzwerk-Kampagne aus, zu der ihr die responsiven Anzeigen hinzufügen wollt. Danach klickt ihr auf den Reiter „Anzeigen und Erweiterungen“ und wählt „Responsive Displaynetzwerk-Anzeige neu“ aus.

Erstellung von responsiven Anzeigen im Google Display NetzwerkAnleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Anschließend wählt ihr die entsprechende Anzeigengruppe aus und fügt dieser Bilder und Logos hinzu. Ihr habt die Möglichkeit entweder Bilder von eurer Webseite auszuwählen, eigene Bilder hochzuladen oder Bilder aus kostenlosen Bilddatenbanken zu verwenden. Habt ihr bereits responsive Anzeigen in eurem Konto, bietet euch Google Ads außerdem die Möglichkeit, „kürzlich verwendete“ und „eigene Assets“ auszuwählen.

Anleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Bilder können als Querformat oder Quadrat hochgeladen werden. Google empfiehlt als Auflösung für die Bilder im Querformat 1.200 × 628 Pixel und als Quadrat 1.200 × 1.200 Pixel. Das Logo kann entweder als Square-Logo mit einer empfohlenen Größe von 1.200 × 1.200 Pixel oder als Logo im Querformat (4:1) mit einer empfohlenen Größe von 1.200 × 300 Pixel hochgeladen werden.

Anleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Hinweis: Die maximal zulässige Dateigröße für Bilder und Logos beträgt 1 MB. Der Text darf höchstens 20 % des Bildes abdecken. Zur Anpassung an bestimmte Werbeflächen kann das Bild horizontal abgeschnitten werden, bis zu 5 % auf jeder Seite.

Hat man Bilder und Logos hinzugefügt, ist der nächste Schritt das Erstellen der Texte. Man hat die Möglichkeit, einen kurzen Anzeigentitel anzugeben (max.25 Zeichen), welcher die erste Zeile eurer Anzeige ist und auf kleinen Werbeflächen ausgeliefert wird. Kurze Anzeigentitel können mit oder ohne Beschreibung ausgeliefert werden.

Der lange Anzeigentitel (max. 90 Zeichen) ist in größeren Anzeigen die erste Zeile eurer Anzeige und wird dann anstelle des kurzen Titels ausgeliefert. Auch lange Anzeigentitel können mit oder ohne Beschreibung ausgeliefert werden. Je nach Webseite kann der lange Titel auch verkürzt werden und endet dann mit Auslassungspunkten.

Die Beschreibung (max. 90 Zeichen) steht unter dem Anzeigentitel und animiert den Nutzer, etwas Bestimmtes zu tun. Auch hier ist die Länge der Beschreibung von der Webseite abhängig, auf der sie ausgeliefert wird und kann, falls notwendig, von Google verkürzt werden.

Zusätzlich zu den Titeln und der Beschreibung kann der Name eures Unternehmens eingetragen werden. Im letzten Schritt wird die finale URL angegeben, zu der die Nutzer weitergeleitet werden, wenn sie auf eure Anzeige klicken.

Hier seht ihr ein Beispiel:

Anleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Habt ihr alle Informationen ausgefüllt, klickt ihr auf speichern.

Dynamische responsive Anzeigen im Google Displaynetzwerk

Neben den statischen responsiven Anzeigen bietet Google auch die Möglichkeit dynamische responsive Anzeigen für das Displaynetzwerk zu erstellen. Zur Erstellung dieser dynamischen Anzeigen muss die Anzeigengruppe oder die entsprechende Kampagne mit einem Feed verknüpft sein. Als erweiterte Optionen bietet die Google Ads Oberfläche für die dynamischen Anzeigen die Möglichkeit, Preispräfix, Werbetext sowie einen Call-to-Action und benutzerdefinierte Farben hinzuzufügen.

Anleitung zur Erstellung von responsiven AnzeigenAnleitung zur Erstellung von responsiven AnzeigenAnleitung zur Erstellung von responsiven Anzeigen

Netzwerke und Formate

Responsive Anzeigen können sowohl im Google Displaynetzwerk als auch auf YouTube und in Gmail ausgespielt werden. Die Formate werden dabei automatisch angepasst, wie in den Beispielen ersichtlich.

Erstellung von responsiven Anzeigen im Google Display NetzwerkErstellung von responsiven Anzeigen im Google Display Netzwerk

Erstellung von responsiven Anzeigen im Google Display Netzwerk

Responsive Anzeigen können auf den dargestellten Netzwerken in den Formaten Textanzeige, Bildanzeige oder native Anzeige ausgespielt werden. Des Weiteren passen sich responsive Anzeigen automatisch an Desktop und mobile Geräte an. In Google Ads kann man sich eine Auswahl der unterschiedlichen Formate als Vorschau anzeigen lassen.

Erstellung von responsiven Anzeigen im Google Display Netzwerk

Fazit

Responsive Anzeigen sind so konzipiert, dass sie auf nahezu jeder verfügbaren Werbefläche im Displaynetzwerk erscheinen – darin liegt auch der Hauptvorteil für Werbetreibende: es ist die Auslieferung hunderter unterschiedlicher Layouts möglich.

Im Gegensatz dazu können klassische Banner- und Bildanzeigen nur ausgespielt werden, wenn für eine verfügbare Werbefläche das entsprechende Format auch in Google Ads hinterlegt ist. Damit bieten responsive Anzeigen deutlich mehr Flexibilität, was zu einer erhöhten Ausspielrate und Sichtbarkeit gegenüber Bild-, Text und html5-Anzeigen führen kann.

Ein weiterer Vorteil responsiver Anzeigen ist zudem die schnelle und kostengünstige Erstellung. Mit der einmaligen Erstellung einer Anzeige werden alle verfügbaren Formate im Displaynetzwerk sowie auf YouTube und Gmail abgedeckt. Responsive Anzeigen bieten für Unternehmen zusätzlich Zeit- und Kostenersparnisse, da aufwendiges Grafikdesign von verschiedenen Bildanzeigen minimiert werden kann.

Ein Nachteil ist, dass man als Werbetreibender die tatsächlich ausgespielte Version der Anzeigen nur bedingt kontrollieren und nicht genau nachvollziehen kann, welche responsiven Anzeigenformate besonders gut funktioniert haben. Aufgrund der vielen Vorteile kann man Werbetreibenden aber durchaus empfehlen, responsive Anzeigen zu testen und in ihre Kampagnen zu integrieren.


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