SEO Auslese August 2017

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Die wichtigste Ankündigung kam im August von Google: Ab Oktober werden Warnungen im Chrome angezeigt, wenn eine Webseite Daten sammelt und nicht SSL verschlüsselt ist. Zudem gab es viele spannende Analysen von MOZ, Ryte & Co.

Google News

Warnung im Chrome Browser vor nicht verschlüsselten Inhalten

Google verschickte im August Warnmails an Webmaster mit dem Hinweis auf ein Chrome Update im Oktober. Ab dann werden alle Seiten, auf denen Daten eingegeben werden müssen und die nicht über https verfügen mit einem Warnhinweis versehen.

Warnung im Chrome Browser vor nicht verschlüsselten Inhalten

Zur Sicherheit empfehlen wir einen Blick in die Inbox der Search Console. So wird schnell ersichtlich, ob die eigene Seite auch davon betroffen ist. Spätestens jetzt sollte die Umstellung auf https im Optimalfall für die ganze Seite erfolgen. Was dabei zu beachten ist, wurde z.B. im Ryte Magazin zusammengefasst.

Umgang mit Duplicate Content

Gary Illyes, Webmaster Trend Analyst von Google erklärte im September etwas genauer, wie Google mit Duplicate Content umgeht. Google wird demnach immer besser darin, Duplicate Content zu erkennen und zu managen. Gibt es zwei Seiten mit ähnlichem Content, werde diese miteinander verglichen. Unter beiden Seiten findet dann eine Art Auktion statt, deren Gewinner in den Suchergebnissen aufgenommen wird. Die Tweets von Gary Illyes zum Thema wurden auf SEO Südwest zusammengefasst.

Das zeigt noch einmal deutlich, dass Duplicate Content nicht – wie weit verbreitet geglaubt wird — zu „Abmahnungen“ führt. Allerdings besteht das Risiko, dass die falsche Seite die Auktion gewinnt.

Fragen und Antworten im Local Pack

Nutzer können jetzt in den lokalen Suchergebnissen Fragen an Unternehmen stellen. Bislang scheint das Feature allerdings in Deutschland noch nicht komplett ausgerollt zu sein. Sobald es soweit ist, sollten Unternehmen allerdings regelmäßig prüfen, ob offene Fragen vorliegen und diese beantworten.

Zudem lassen sich jetzt laut Searchengineland über Google MyBusiness auch URLs für Bestellungen und Reservierungen hinterlegen.

Internationales SEO

Google hat via Twitter bestätigt, dass der HTML Accept-Language-Header beim Crawling nicht verwendet wird, um verschiedene Landes- und Sprachversionen einer Website zu unterscheiden. Es sollen laut SEO Südwest lieber diese Möglichkeiten genutzt werden:

  • länderspezifische Top Level Domains
  • generische Top Level Domains mit Subdomains der einzelnen Länder
  • generische TLD mit unterschiedlichen Pfaden

Erwähnt wurde als mögliche Lösung auch der Einsatz von URL-Parametern wie z.B. example.com?language=de. An anderer Stelle rät Google allerdings vom Einsatz der Parameter ab: support.google.com

Google als Pinterest Klon?

Die Darstellung der Google Bildersuche wird dem Pinterest Newsfeed immer ähnlicher. Mittlerweile arbeitet auch die Suchmaschine mit Tags.

Low Carb, Google Suche

Low Carb, Google Suche

Low Carb, Pinterest

Low Carb, Pinterest

Branchen Insights

Bing & Co. hinken bei der Indexierung von JavaScript generiertem Content hinterher

Ein spannender Beitrag zu JavaScript SEO bzw. wie gut die Crawler der verschiedenen Suchmaschinen mit JavaScript Frameworks umgehen können, wurde auf MOZ veröffentlicht. Dabei wurden verschiedene Tests durchgeführt.  Nicht wirklich neu ist, dass Google bei manchen Frameworks Probleme beim Crawling und der Indexierung hat.
MOZ hat sich daraufhin noch weitere Suchmaschinen angeschaut. Das Ergebnis: Nur Google und Ask.com können mit JavaScript generiertem Content umgehen. Bing, Yahoo, AOL, DuckDuckGo und Yandex sehen nur Content, der auch im HTML sichtbar ist. Die getesteten Seiten wurden allerdings im Gegensatz zu Baidu zumindest indexiert.

Die 40 häufigsten technischen SEO Fehler

SEMrush hat 450 Mio. Einzelseiten auf ihre Fehler untersucht und das in einer schicken Infografik zusammengefasst. Onlinemarketing.de hat die wichtigsten Erkenntnisse herausgefiltert.

Die häufigsten Fehler sind demnach immer noch:

  • fehlerhafte interne Verlinkungen
  • Duplicate Content
  • fehlende und mehrere H1-Überschriften
  • fehlende ALT Tags bei Bildern
  • zu lange Ladezeiten

Zwischenfazit nach 1,5 Jahren AMP

Searchenginejournal gibt nun nach 1,5 Jahren AMP (Accelerated Mobile Pages) eine Einschätzung zu den bisherigen Auswirkungen aufs SEO. Viel hat sich trotz der anfänglichen Untergangsstimmung noch nicht getan. Zwar sei das Engagement mit AMPs tendenziell höher, aber der Markt ist noch lange nicht davon durchdrungen. Nach wie vor wissen viele Unternehmen überhaupt nicht was AMP ist. Die Einführung des für nächstes Jahr angekündigten Mobile-first-Index wäre vermutlich der ausschlaggebende Faktor, der AMP zum großen Glanz verhilft.

Sichtbarkeitsindex ≠ Traffic

Verschiedene SEO Tools (Sistrix, Xovi, Searchmetrics) berechnen einen Sichtbarkeitsindex. Dieser soll angeben, wie präsent eine Seite in den Suchergebnissen ist. Diese Indizes haben allerdings auch Grenzen, basieren sie meist doch auf einem begrenzten Set von Keywords und beziehen sich rein auf Ranking, Suchvolumen und ggf. Konkurrenz.

Oft stellen SEOs fest, dass eine größere Änderung im Sichtbarkeitsindex keineswegs auch eine Änderung im Traffic bedeuten. Weitere Hintergründe zu dem Thema hat SEO Küche auf sputnika.de zusammengefasst.

Branchennews kurz & knapp

  • Laut thenextweb.com sind Facebook Anwendungen für etwa 16% des JavaScripts einer durchschnittlichen Webseite verantwortlich. Schon ein einzelner Like Button kann so erhebliche Auswirkungen auf die Seitenladezeit haben.
  • Aufgesang stellt 16 SEO Quick Wins mit leicht umzusetzenden Maßnahmen vor.
  • Im Facebook Newsfeed Algorithmus wird laut thomashutter.com jetzt auch die Ladezeit der Zielseite berücksichtigt. Neben den erheblichen Auswirkungen für die Suchmaschinenoptimierung ein Grund mehr, auf die Optimierung von Pagespeed zu setzen.

 Content Marketing kurz & knapp

  • Wie man gutefrage.net im Online Marketing einsetzen kann, wird auf hubspot erklärt.
  • Besonders spannend ist aber vor allem das erwähnte Google Natural Language Tool.
    Dieses kann eigentlich als API genutzt werden, man kann die Funktionalität aber auch für einzelne Tests auf der Webseite nutzen. Man gibt in das Tool einen Text ein und sieht, welche Entitäten Google im Text erkennt, also ähnlich z.B. dem Textassistenten bei verschiedenen SEO Tools. Für uns ist es aber trotzdem sehr spannend zu sehen, wie Google die Texte sieht.
    Die API hat auch noch weitere Funktionen:

    • Syntaxanalyse
      Sie können Tokens und Sätze extrahieren, Satzteile erkennen und für jeden einzelnen Satz die Abhängigkeiten in einer Baumstruktur abbilden.
    • Entitätsanalyse
      Ermöglicht die Erkennung von Entitäten und ihre Verknüpfung mit einem Label nach dem Typ wie z.B. der Person, Organisation, Position oder dem Ereignis, Produkt oder Medium.
    • Stimmungsanalyse
      Mithilfe von Stimmungsanalysen verstehen Sie die in einem Textblock ausgedrückte Gesamtstimmung.
  • Wie Content für technisch versierte Kunden im B2B Bereich verfasst werden kann, zeigt das Content Marketing Institute.
  • Frei zugänglicher Content (ohne Newsletteranmeldung) kann erheblich zur Steigerung des Content Marketing Erfolgs beitragen.
  • Sven Deutschländer erklärt auf ryte.com, wie Content Marketing Erfolge mit Google Analytics gemessen werden können.

 

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Luisa stieg 2011 als Online Marketing Trainee ins Projecter Team ein und betreute später als Account Managerin Kunden im Affiliate Marketing und bei der Suchmaschinenoptimierung. Heute ist sie unser Head of SEO.


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