Pinterest für Unternehmen – Teil 1: Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

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Was ist Pinterest?

Vor sechs Monaten noch musste man erklären, was genau Pinterest ist. Ansätze wie „Pinterest – das ist so eine Art Onlinesammelalbum für Fotos“ stießen da noch auf verständnisloses Kopfschütteln und als begeisterter Pinner befand man sich lange Zeit allein auf weiter Flur. Mittlerweile haben viele Unternehmen die Vorteile des Social Bookmarking Dienstes für Bilder erkannt und nutzen die Plattform, um ihre Produkte zu präsentieren. Denn immerhin ist Pinterest mittlerweile das drittpopulärste soziale Netzwerk, basierend auf Referral Traffic und täglichen Userzahlen. Wir erklären im Folgenden, für wen sich Pinterest lohnt und was man beim zielgruppengerechten Pinnen beachten sollte.

Was kann Pinterest?

Pinterest bietet die Möglichkeit, in sogenannten Boards (= Fotoalbum) Pins (=Bilder) hochzuladen. Die können entweder von anderen Pinterest-Usern stammen (Repin), vom eigenen Bilderfundus hochgeladen oder direkt aus dem Web gepinnt werden. Dazu nutzt man am besten den „Pin It“-Button, den man sich bequem in die eigene Lesezeichen-Zeile kopieren kann. Pinterest beschränkt sich dabei nicht nur auf Bilder, denn mit dem Button „Pin a quote“ kann man auch ganze Textstellen bei Pinterest online stellen.

Wer nutzt Pinterest wofür?

Der typische Pinterest-User ist weiblich, zwischen 25 und 44 Jahren alt, verfügt über einen mittleren bis höheren Bildungsabschluss sowie ein solides bis höheres Haushaltseinkommen und hält sich täglich ca. 16 Minuten auf der Seite auf. Die beliebtesten Themen dieser Zielgruppe sind dabei Mode, Einrichtung, Kinder und Do it Yourself. Immer wieder wird von den Usern bestätigt, dass Pinterest eindeutig Suchtpotenzial besitze. Die Bilder sind oft qualitativ hochwertig und durch den Aufbau der Seite gelangt man schnell vom sprichwörtlichen Hölzchen aufs Stöckchen und entdeckt so immer wieder etwas Neues. Hier bietet sich der perfekte Ansatz für Unternehmen, um qualitativ hochwertigen Content für die User zur Verfügung zu stellen. Die Pinterest-Erfahrung zeigt: je qualitativer und ansprechender die Bilder, desto höher die Sharingquoten und die dadurch erzeugte Viralität.

Nutzer_Pinterest

Fakten, Fakten, Fakten: so sieht der durchschnittliche Pinterest-Nutzer aus.

Warum sollte ein Unternehmen pinnen?

Für Pinterest sprechen viele Gründe: zum Einen findet man hier eine interessierte und kaufkräftige Kundschaft, wie die vorangehende Analyse zeigt. Zum Anderen hat es messbare finanzielle Vorteile: Käufer, die von Pinterest her zur eigenen Homepage kommen, kaufen eher ein Produkt als Käufer, die von anderen sozialen Netzwerken weitergeleitet werden. Zudem haben sie einen um durchschnittlich 10% höheren Warenkorb.

Was sollte ein Unternehmen pinnen?

Pinterest ist die ideale Plattform für Unternehmen, um sich, ihre Produkte und den daraus resultierenden Lebensstil darzustellen. Wichtig hierbei ist, dass man nicht nur die eigenen Produkte postet und somit Pinterest als reine Werbeplattform versteht. Das Ziel sollte immer sein, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten und so ein langfristiges, organisches Fanwachstum zu erreichen. Ist man beispielsweise als Unternehmen im Bereich „Kinder und Familie“ tätig, kann man neben den eigenen Produkten noch andere Boards zu Kinder- und Familienthemen einrichten. Diese können von Kochrezepten für Kinder über Babyfotografie hin zu Basteltipps reichen. Trifft man hier den Geschmack der eigenen Zielgruppe, kann man sich schnell und einfach eine loyale Fangruppe aufbauen.

Beispiel HK_Pinterest

Best Practice: Beispiel der Pinterest-Seite von Happy Kidz (Anbieter von Kindergartenmöbeln)

Wie geht man beim Pinnen vor?

Sobald man einen eigenen Account angelegt und ihn mit mehreren Boards zu Produkten und passenden Themen versehen hat, sollte man den Follow-Button und Pin It-Button auf der Website integrieren, um so den Usern den Zutritt zu Pinterest zu erleichtern. Zur weiteren Bekanntmachung ist crossmediales Marketing gefragt: über Kanäle wie Homepage, Newsletter, Facebook und Twitter kann regelmäßig auf die Pinterest-Präsenz aufmerksam gemacht werden. Fragen und Statements wie „Habt ihr schon unser neues Board XY gesehen?“ oder „Diese und weitere tolle Produkte und noch vieles mehr rund um das Thema XY findet ihr auf unserer Pinterest-Seite“ erhöhen zudem die Interaktionsrate mit den eigenen Fans.

Jeder Produkt-Pin sollte mit einer kleinen Beschreibung des Produkts (nicht zu lange, solche Pins werden tendenziell weniger geliked/repinned) und einem Link zur Homepage versehen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Preisschild hinzuzufügen. Studien zeigen, dass diese Produkte 36% mehr Likes bekommen als solche, die nicht mit einem Preisschild versehen sind.


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Was lernen wir daraus?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pinterest ein hervorragendes Tool für Unternehmen ist, um ihre Produkte qualitativ hochwertig zu präsentieren und hohe Referral-Rates zu erzielen. Schafft man es, eine eigene Welt rund um die beworbenen Produkte zu kreieren und sie durch zusätzliche themenaffine Boards zu ergänzen, so findet man schnell eine loyale Fangruppe, die die Marke durch Repins etc. weiterträgt.

Ingrid war 2011 bis 2013 bei uns als Online Marketing Assistentin tätig.

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