Social Media Auslese Mai 2019

geschrieben am in der Kategorie Social Media Marketing von

Alles neu im Mai? Facebook und die Transparenz, WhatsApp und die Werbung. Über diese und viele weitere News lest ihr in unserer aktuellen Social Media Auslese.

Facebook

Weitere Schritte in Richtung Transparenz bei Facebook

Ab der zweiten Jahreshälfte plant Facebook den schrittweisen Roll-Out eines Tools zur besseren Kontrolle der eigenen Onlineaktivitäten außerhalb von Facebook. Das Netzwerk arbeitet damit weiter an der eigenen Transparenzoffensive und gibt Nutzern die Möglichkeit einzusehen, welche Daten Webseiten und Apps mit Facebook teilen und diese Daten selbst zu besser zu verwalten. Das betrifft Daten, die durch die Business-Tools des Netzwerks wie etwa den Pixel, das SDK und die API erhoben werden.

Dadurch wird es Usern auch ermöglicht, die erhobenen Daten und den eigenen Verlauf zu löschen. Diese werden dann auch nicht weiter für das Targeting auf der Plattform verwertet und das Tool kann so direkten Einfluss auf die Werbeperformance aktueller und zukünftiger Kampagnen Werbetreibender haben. Facebook selbst empfiehlt daher, bei der Planung künftiger Werbestrategien darauf zu achten, dass neue aber auch bereits bestehende Audiences davon betroffen sein könnten und dementsprechende Veränderungen in der Leistung denkbar sind.

Es bleibt aber abzuwarten, inwieweit die Nutzer das Tool letztendlich wahrnehmen und dann auch tatsächlich einsetzen. Mit einer entsprechend angepassten Handlungsweise wäre es auch nicht undenkbar, dass der Wert einer Custom Audience steigt, da sich Nutzer prinzipiell bewusster mit Werbung in den sozialen Netzwerken beschäftigen.

Alle Advertiser, die bisher aber auf Trommelfeuer gesetzt haben und bei maximaler Frequenz versuchen mehr Absatz zu erzeugen, dürften weniger erfreut sein.

Instagram

Landscape-Mode für IGTV

Instagram beugt sich den Forderungen und Wünschen der Creator Community und unterstützt ab sofort den Landscape Modus auf IGTV. Das könnte aber auch bedeuten, dass der Content sich dem bereits vorhandenen Material der Creator angleicht, da beispielsweise YouTube-Videos mehr oder weniger direkt übernommen werden können.

Quelle: The Verge

Fokus auf monetarisierbare Angebote bei Instagram

Instagram hat in den USA eine „Direct Checkout“ Beta eingeführt und ermöglicht so den direkten Kauf über die Plattform.

Darüber hinaus werden Donation-Sticker in einer Gruppe ausgewählter Influencer (u.a. Gigi Hadid, Kim Kardashian & Kylie und Kris Jenner) nun auch für Einzelpersonen eingeführt.

Alles in allem zeigt sich hier ein Push monetarisierbarer Angebote mit direkter Integration in Instagram.

Quelle: Techcrunch

Instagram ohne Like-Count?

Instagram testet eine Version ohne angezeigte Likes der veröffentlichten Posts in einer definierten Nutzergruppe in Kanada.

Das Netzwerk verspricht sich davon weniger Konkurrenzdenken und taktisches Posten bzw. Löschen von Beiträgen und so den Rückgang der mentalen Belastung besonders jüngerer Nutzer im Kampf um entsprechend „beliebte“ Standings. Instagram spricht hier auch vom Durchbrechen einer Eifersuchtsspirale, da Nutzer nicht immer wieder in puncto Likes von Freunden oder Influencern übertroffen werden. Kurz: Eine positive Nutzererfahrung soll gefördert werden.

Im algorithmisch gesteuerten Ranking der Posts sollen die Likes aber weiterhin berücksichtigt werden und es wird im aktuellen Test auch weiter angezeigt, welche mit dem eigenen Konto verknüpften User einen Beitrag bereits geliked haben.

Quelle: Techcrunch

Dass Influencer oft über die Zahl der öffentlichen Likes bewertet werden und somit unter Umständen vor Probleme gestellt werden, ist dem Netzwerk bekannt. Hier will man sich um eine entsprechende Lösung bemühen.

Darüber hinaus will Instagram noch weitere, bereits auf der F8 besprochene Features einführen, um den Kampf gegen Bullying im Netz voranzubringen.

Das wären u.a.:

  • Ein Nudge-Feauture, das Nutzer warnt, wenn Kommentare verletzend sein könnten.
  • Ein Away-Feature, um Nutzer zu ermutigen, Instagram in anstrengenden Lebensphasen eine Zeit lang zurückzustellen.
  • Ein „Manage Interactions“-Feature. Dieses soll eine bessere Kontrolle über die Interaktionen mit dem eigenen Content ermöglichen. So kann das Verhalten von Usern eingeschränkt werden, ohne diese direkt zu blocken.

Quelle: Techcrunch

Join Chat – Sticker bei Instagram

Scheinbar testet Instagram gerade einen „Join Chat“ Sticker in den Stories. Bei einem Klick wird eine Anfrage des Users an einen Gruppenchat gesendet. Diese Anfrage muss dann nur noch vom Story-Ersteller akzeptiert werden.

Das ist eine interessante neue Möglichkeit, Communities zu fördern und exklusiven Content anzubieten.

Influencer-Scam in der Türkei

Ein Scam der anderen Sorte: Ein scheinbares Reiseunternehmen hat 20 Influencer in die Türkei eingeladen und mal eben die Reisepässe eingezogen, um sie anschließend auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. 🙈

Andere Netzwerke

WhatsApp-Ads

Ab 2020 will WhatsApp nun auch mit Werbeanzeigen starten. Diese sollen zunächst aber zunächst nur innerhalb des Statusbereichs ausgespielt werden. Sofern dieser nicht angeklickt wird, bleibt man daher von Werbung innerhalb von WhatsApp verschont.

Künftig denkbar wären aber auch Anzeigen, welche direkt im Chat oder zwischen den Kontakten ausgespielt werden könnten. Da hier aber zu erwarten ist, dass solche Werbeformate den Messenger für viele Nutzer sehr unattraktiv machen würden, dürften solche Platzierungen noch etwas auf sich warten lassen.

Auf der FMS19 präsentiert WhatsApp ein Werbeformat für eine Platzierung in der Messenger-App. Die Status-Ad. (Quelle: Olivier Ponteville)

Update von Pinterest Analytics

Es gab ein Update von Pinterest Analytics: Pinterest liefert jetzt mehr Daten und ist deutlich einfacher navigierbar. Es wird jetzt nur noch nach „Overview“ und „Audience Insights“ unterschieden. Ein Unterschied zwischen den Websites und den allgemeinen Pin Daten wird nicht mehr gemacht und wie die eigenen Pins bezogen auf den generierten Traffic funktionieren, kann man jetzt schon im einem Overview einsehen.

Mehr Transparenz auch auf LinkedIn

Auch LinkedIn setzt auf mehr Transparenz und möchte Nutzern demnächst einen Überblick über die Werbeanzeigen von Unternehmen bieten. Dies soll – ähnlich der Lösung die Facebook den eigenen Nutzern anbietet – über einen Tab auf den Unternehmensseiten auf LinkedIn geschehen. Hier können dann die Ads des letzten halben Jahres eingesehen werden.

 

Bild

Björn unterstützt das Projecter-Team seit Juni 2017. Nach dem Traineeship arbeitet er nun als Specialist im Bereich Social Media und unterstützt Kunden auf nationaler und internationaler Ebene.

Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder