Statistiken zur Internetnutzung – Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013

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Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 ist veröffentlicht und wir fassen sie für euch zusammen. Eins vorweg: Twitter ist der große Gewinner!

Entwicklung der Onlinenutzung

Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland 1997 bis 2013

Die Onlinenutzung allgemein

Der eher moderate Zuwachs in der Internetdurchdringung in Deutschland lässt sich auf die Generation 50+ zurück führen. Verglichen mit anderen europäischen Ländern, vor allem mit den skandinavischen Ländern (hier sind es über 90 Prozent), liegt die deutsche 50+-Generation mit knapp 77 Prozent eher im Mittelfeld. Ein Grund, offline zu bleiben ist die fehlende Computer- und Internetkompetenz. Hinzu kommen die Scheu vor den Anschaffungs- und Anschlusskosten sowie die Vorstellung, dass man das Internet nicht brauche und sich über andere Medien optimal informiert fühlt.

Bis 2018 rechnet man mit einem Anstieg der Online-Verbreitung auf maximal 85 Prozent – noch lange keine skandinavischen Verhältnisse also.

Doch das alleinige Vorhandensein von Internet sagt noch nichts über die tatsächliche und routinierte Nutzung des Internets aus. Ein Viertel der Internetnutzer gehören zur Gruppe der Randnutzer. 18 Prozent sind Selektivnutzer. Sie haben das Internet noch nicht in ihren Medienalltag integriert und nutzen höchsten E-Mails und Suchmaschinen.

Häufigkeit der Internetnutzung

Durchschnittliche Verweildauer bei der Onlinenutzung

Jedoch kann ein erheblicher Anstieg bei der täglichen Nutzungsdauer festgestellt werden. Wobei das Internet deutlich stärker an Wochentagen genutzt wird. Am Wochenende ist für viele anscheinend Internet-freie Zeit. Zurückzuführen ist die gestiegene Nutzung vor allem auf die höhere Verbreitung von mobilen Endgeräten. 6,3 Tage sind Nutzer mobiler Endgeräte online, nur 5,1 Tage hingegen Nutzer, die keine mobilen Endgeräte verwenden.

Die Inhalte, die im Internet abgerufen werden, sind in nahezu allen Themenbereichen steigend. Neben aktuellen Nachrichten und dem Wetter, sind vor allem Freizeitinformationen und Informationen aus Wissenschaft, Forschung und Bildung von hohem Interesse. Generell haben die Onlinenachrichten, nicht zuletzt durch die Verbreitung von Nachrichten-Apps, an Bedeutung gewonnen.

Onlineanwendungen nach Geschlecht und Alter

Onlineanwendungen 2013 nach Geschlecht und Alter

Die Nutzung des Social Web

Und was machen die Leute im Internet? Sie nutzen es als Kommunikations-, Aktions-, Informations- und Serviceplattform sowie als Distributionskanal. Dabei haben Online-Communitys und multimediale Anwendungen deutlich an Attraktivität gewonnen. Allen voran Facebook. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind 76 Prozent mindestens wöchentlich in ihrem Netzwerk aktiv. Die ab 50-Jährigen sind hingegen (noch) relativ zurückhaltend.

Aber nicht nur Communitys, auch Web-2.0.-Anwendungen wie Weblogs und Twitter erfreuen sich wachsender Aufmerksamkeit. Immerhin 22 Prozent der 14- bis 19-Jährigen nutzen mindestens gelegentlich den Mikroblogging-Dienst.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie unterscheidet zum einen in private Communitys und zum anderen berufliche Communitys. Darüber hinaus hat sie sich mit der Nutzung von Twitter befasst.

Private Netzwerke

46 Prozent alle Onliner, oder anders gesagt 24,73 Millionen Menschen, haben 2013 ein Profil in einer privaten Community. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei beschränken sich immer mehr auf die Nutzung von nur einem Netzwerk. Männer sind aktiver als Frauen. Die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen hat ein Wachstum von 13 Prozent zu verzeichnen. Ab 50 Jahren ist ein deutlicher Abriss zu erkennen.

Nutzung privater Communitys

Nutzung privater Communitys nach Geschlecht und Alter 2007 – 2013

Die beliebtesten privaten Netzwerke im Überblick:
– Facebook mit 89 Prozent der Community-Nutzer
– Wer-kennt-wen mit 12 Prozent der Community-Nutzer
– Alle weitere Netzwerke liegen bei unter 5 Prozent der Community-Nutzer

Die Nutzer privater Communitys verbringen fast ein Drittel ihrer täglichen Internetzeit in ihrer Community. Vor allem die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen ist hier intensiv aktiv. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass die Nutzer privater Communitys häufig unterwegs online sind.

Nutzungshäufigkeit von Anwendungen innerhalb privater Communitys

Nutzungshäufigkeit von Anwendungen innerhalb privater Communitys

Gründe für keine Mitgliedschaft

Gründe für keine Mitgliedschaft in einer privaten Community 2013

Innerhalb der Communitys geht es vorrangig um Kommunikation.

Die Suche nach Informationen zu Hobbys und/oder speziell interessierenden Themen wird von 25 Prozent wöchentlich durchgeführt, 10 Prozent suchen innerhalb privater Communitys nach Verbraucherinformationen. Und ebenfalls 10 Prozent schreiben Beiträge und Kommentare auf Seiten von Unternehmen, Marken oder Produkten.

Und, Achtung, immerhin 16 Prozent stimmen (voll und ganz oder teilweise) der Aussage zu, alles innerhalb ihrer Community zu finden und das Internet außerhalb der Community als nicht mehr so wichtig zu empfinden. Das dürfte Mark Zuckerberg freuen.

Schließlich werfen wir noch einen Blick auf die Gründe, warum manche nicht oder nicht mehr in einer privaten Community Mitglied sind.

Das Thema Datenschutz spielt eine große Rolle aber auch einfaches Desinteresse oder Unkenntnis werden genannt.

Nutzung beruflicher Communitys

Nutzung beruflicher Communitys nach Geschlecht und Alter 2007 – 2013

Berufliche Netzwerke

Berufliche Netzwerke wie Xing oder LinkedIn geben ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich auf dem Online-Arbeitsmarkt zu präsentieren. Die Nutzungszahlen unterliegen hier nur geringen Schwankungen. Vor allem die 30- bis 49-Jährigen sind in diesem Jahr aktiver geworden.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird von Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien als Kommunikationsplattform genutzt. Ein aktuelles Beispiel ist die Twitter-Welle um Kanzlerin Merkels Bezeichnung des Internets als „Neuland“. Auf Twitter musste sie sich großem Spott hingeben.
Twitter weist zwar mit 3,89 Millionen Nutzern ab 14 Jahren deutlich weniger Nutzer auf als Facebook, aber mehr als jede weitere private oder berufliche Community. Im letzten Jahr stieg die Nutzerzahl um 87 Prozent!

Nutzung von Twitter

Nutzung von Twitter nach Geschlecht und Alter 2010 – 2013

Dabei ist die Frequenz der Twitter-Nutzung deutlich geringer als bei privaten Communitys. 32 Prozent der Mitglieder nutzen es mindestens wöchentlich – bei privaten Communitys sind es 87 Prozent. 1,17 Millionen Menschen twittern aktiv, jedoch ist dabei angesichts des Reichweitenwachstums eine eher passive Twitter-Nutzung herauszulesen. 80 Prozent twittern seltener als einmal im Monat.

Fazit

Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland wächst nur noch moderat. Vor allem die privaten Communitys und der Microblogging-Dienst Twitter sind starker Aufmerksamkeit unterworfen. Wobei Facebook eine immer wichtigere Rolle in der Internetnutzung einnimmt. Keine große Überraschung für uns, aber die Zahlen geben fundierte Argumentationsgrundlagen.

Was sagt ihr, hat euch die Studie neue Erkenntnisse gebracht?

Lisett ist seit 2013 Teil des Projecter Teams. Sie berät Kunden mit nationaler und internationaler Ausrichtung und entwickelt für diese individuelle Online-Marketing-Strategien. Darüber hinaus übernimmt sie das Projektmanagement für Kanal-übergreifende Projekte, ist Ansprechpartnerin für die Projecter PR und treibt somit die Außenwirkung der Agentur voran.

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  1. Statistiken sind immer gut und schön. Aber wie heißt es so schön: Traue niemals einer Statistik die Du nicht selber gefälscht hast! 😉 LG Dennis