Metas teuerster guter Tag | Projecter Weekly #31 2026

Zusammenfassen mit ChatGPT

Meta hat sich mit den US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt und zahlt bis zu 17,1 Milliarden Dollar im Streit um die Social-Media-Sucht. Der Konzern hat aber insoweit clever verhandelt, dass YouTube und TikTok von den Auflagen nicht verschont bleiben – denn diese könnten ja Vorteile daraus schöpfen, dass die Zielgruppe der Teenies von Meta-Plattformen weiterzieht.

Diese Woche erfahrt ihr außerdem …

📦 warum von Sheins 100-Milliarden-Bewertung beim Börsengang nicht viel übrig bleibt,

🤖 was ChatGPT Work, der direkte Konkurrent von Claude Cowork, wirklich kann,

🤳 wie Instagram jetzt das Schneiden von Reels erleichtert.

Entwicklungen & Trends

Meta kauft sich frei und zieht YouTube und TikTok mit rein

Am 26. August, kurz bevor Mark Zuckerberg im Gerichtssaal in Oakland aussagen sollte, haben sich Meta und die US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigtMeta zahlt bis zu 17,1 Milliarden Dollar über zehn Jahre, verteilt auf 47 Staaten – 29 davon hatten 2023 geklagt, weitere neun waren mit eigenen Verfahren dazugekommen. Meta selbst spricht von 18 Milliarden, weil der Konzern die separate Einigung mit Texas mitrechnet. Ein Schuldeingeständnis ist der Vergleich ausdrücklich nicht, und die Vorwürfe weist Meta weiterhin zurück.

Die Auflagen sind der relevantere Teil dieser News. Für Minderjährige gelten künftig feste Tageslimits über Facebook und Instagram hinweg, ein Nachtmodus, stummgeschaltete Benachrichtigungen während der Schulzeit sowie verschärfte Alterschecks und Elterneinstellungen. Like-Zahlen bleiben bei Teenager-Konten verborgen, ein unabhängiger Auditor prüft die Umsetzung. Das ist ein tiefer Eingriff in die betroffenen Plattformen, bei dem Meta die Grenze allerdings sorgfältig gezogen hat, denn am Empfehlungsalgorithmus und an der Werbelogik ändert sich nichts.

Der interessanteste Satz steht im Kleingedruckten. Rund 5,3 Milliarden Dollar – 30 Prozent der Summe – fließen nur, wenn YouTube und TikTok vergleichbare Schutzfunktionen einführen und ihrerseits zahlen, und zwar zu härteren Bedingungen, als Meta sie sich selbst auferlegt hat. Das Argument dahinter stimmt sogar: Wenn Jugendliche in einer App gebremst werden, wechseln sie zur nächsten. Nur zahlt eben Meta seine letzten 30 Prozent nicht, falls die Konkurrenz nicht mitspielt. Verhandlungstechnisch elegant, kommunikativ ein Geschenk, der Aktienkurs hat entsprechend positiv reagiert.

Für Werbetreibende hat das Folgen: Wer Zielgruppen unter 18 über Meta-Plattformen anspricht, greift künftig auf eine deutlich knappere verfügbare Nutzungszeit in den USA zurück. Da Meta Produktfunktionen selten nur für eine Region entwickelt, können striktere Voreinstellungen für Teen-Konten auch bei uns landen. Weg ist der Druck damit ohnehin nicht, denn die EU-Kommission untersucht das Suchtpotenzial des Plattform-Designs im Rahmen des Digital Services Act und will nach der Sommerpause ihren Vorschlag zum Mindestalter vorlegen.

Apple ohne Tim Cook: John Ternus übernimmt als CEO

Seit Dienstag führt John Ternus Apple. Der bisherige Chef der Hardware-Entwicklung ist seit 2001 im Unternehmen und verantwortete zuletzt iPhone, iPad, Mac und AirPods. Angekündigt wurde der Wechsel bereits im April, vollzogen ist er seit dem 1. September. Tim Cook bleibt als Executive Chairman im Verwaltungsrat und kümmert sich dort vor allem um die politischen Beziehungen nach Washington und Peking – eine Aufgabe, die bei Apple inzwischen ihre eigene Stellenbeschreibung verdient.

Bewertet wird Cooks Amtszeit am Ende aber weder am Umsatz noch am gescheiterten Autoprojekt, sondern an der KI-Entwicklung. Apple hat seine Strategie in Teilen auf fremden Modellen aufgebaut, spart damit die Kosten eines eigenen Frontier-Labors, macht sich aber zugleich bei einer Kernfunktion von Google abhängig. Das runderneuerte Siri kommt erst mit iOS 27. Ternus startet damit unter Druck, und seine erste Bühne ist schon am 9. September – erwartet wird beim Herbst-Event unter anderem das erste faltbare iPhone. Werden Sprachmodelle zur austauschbaren Ware, war Cooks Zurückhaltung klug. Bauen dagegen OpenAI oder Anthropic eine eigene erfolgreiche Hardware-Plattform, sieht dieselbe Entscheidung ziemlich anders aus.

John Ternus an der Spitze: Wie geht es für Apple weiter? Wir blicken gespannt auf Ternus‘ erstes Apple-Event als CEO am 9. September.

26,5 statt 100 Milliarden: Was beim Börsengang vom Shein-Modell übrig ist

Am 1. September ist Shein mit einer Bewertung von 26,5 Milliarden Dollar in Hongkong an die Börse gegangen. Zu Spitzenzeiten lag der Wert bei rund 100 Milliarden, zudem rutschte der Kurs noch am ersten Handelstag unter den Ausgabepreis. Eingesammelt hat der Modehändler dabei rund 1,7 Milliarden Dollar, verkauft wurden nur 6,6 Prozent des Unternehmens.

Der naheliegende Grund für den Wertverlust sind die zunehmend anfallenden Zölle. Sheins Geschäftsmodell beruhte darauf, Kleinstsendungen weltweit unter den Zoll-Freigrenzen direkt an Endkund*innen zu schicken – 800 Dollar in den USA, 150 Euro in der EU. Seit Mai 2025 greifen in den USA Zölle auf chinesische Waren, seit Juli fallen in der EU drei Euro je Kleinsendung an. Das schmerzt, denn Europa steht für etwa ein Drittel des Umsatzes. Im ersten Quartal 2026 sanken die US-Erlöse um 14,3 Prozent, die operative Marge fiel von 3,9 auf 2,9 Prozent.

Der Doppelgänger-Newsletter hat sich den Börsenprospekt genauer angesehen und findet die unbequemeren Zahlen: Das Umsatzwachstum liegt bei rund einem Prozent, der Marktplatz wächst mit neun Prozent. Von der Bruttomarge von ca. 70 Prozent bleibt nach Fulfillment und Marketing eine operative Marge von etwa drei Prozent übrig – Größenordnung Einzelhandel um die Ecke. Und ein erheblicher Teil des Barbestands ist Altinvestoren und Lieferanten bereits versprochen.

Europäische und amerikanische Händler*innen dürften angesichts dieser News erleichtert aufatmen, denn das ultraschnelle Wachstum der chinesischen Konkurrenz scheint erstmal gebremst bzw. gestoppt. Aus unserer Sicht waren die EU-Zölle ein längst überfälliger Regulationsschritt, um unfairem Wettbewerb entgegenzuwirken – und siehe da, es funktioniert tatsächlich.

US-Handelsaufsicht und 22 US-Bundesstaaten verklagen Amazon wegen Werbepreisen

Die US-Handelsaufsicht FTC und 22 Bundesstaaten haben Amazon verklagt, weil der Konzern Werbetreibenden eine Zweitpreis-Auktion versprochen und in rund 80 Prozent der Fälle den vollen eigenen Gebotsbetrag abgerechnet haben soll. Bei einer Zweitpreis-Auktion zahlt die Gewinnerin eigentlich nur einen Cent mehr als das nächsthöhere Gebot – genau damit hat Amazon laut Klage geworben, während intern ein „soft reserve price“ den Preis nach oben zog. Für Sponsored Products stieg der Anteil der Fälle, in denen Werbetreibende ihr volles Gebot zahlten, demnach von 30 bis 40 Prozent im Jahr 2021 auf rund 80 Prozent im Jahr 2024.

Der Punkt, der aufhorchen lässt, steht ebenfalls in der Klageschrift: Amazon soll mit einem erfundenen Auktionsteilnehmer gearbeitet haben, um die Preise zu treiben – aus Auktionshäusern kennt man das als Scheingebot. Ein Amazon-Manager nennt das Vorgehen in den zitierten internen Unterlagen eine „clevere, nicht transparente Art, den Erstpreis zu verlangen“. Betroffen sind mehr als eine Million Marken und Händler*innen, der zusätzlich gezahlte Betrag geht in die zweistelligen Milliarden. Amazon weist die Vorwürfe zurück.

KI News

Nvidia kauft Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar

Nvidia hat sich Berichten zufolge mit Hugging Face auf eine Übernahme für 12,9 Milliarden Dollar geeinigt. Das ist bei einem annualisierten Umsatz von rund 150 Millionen Dollar eine extrem „sportliche“ Bewertung. Hugging Face ist eine Plattform, auf der Entwickler KI-Modelle (vor allem Open-Source-Sprach- und Bildmodelle), Datensätze und Demo-Anwendungen hochladen, finden und direkt weiterverwenden können – quasi das GitHub für maschinelles Lernen. Letztes Jahr lehnte Hugging Face eine Nvidia-Beteiligung bei einer Bewertung von sieben Milliarden ab.

Warum gibt Nvidia so viel Geld für so wenig Umsatz aus? Google, OpenAI, Amazon und Anthropic entwickeln inzwischen alle eigene KI-Computer-Chips, Nvidias Quasi-Monopol bröckelt also. Ein lebendiges Ökosystem offener Modelle hält dagegen genau die Kundschaft bei Nvidia-Hardware, die keine eigene Chipfertigung stemmen kann: Unternehmen, die aus Kosten-, Kontroll- und Datenschutzgründen auf offene und kleinere Modelle setzen. Diese Gegenbewegung ist der eigentliche Grund für die Bewertung und für alle relevant, die gerade über Modellwahl und Datenschutz diskutieren.

Dass Nvidia sich das leisten kann, zeigt derselbe Tag: Im Quartal von Mai bis Juli 2026 meldete der Konzern 96,2 Milliarden Dollar Umsatz und damit ungefähr eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr, Firmenchef Jensen Huang stellte für das kommende Geschäftsjahr rund 70 Prozent Wachstum in Aussicht.

Die Startseite von Hugging Face

Wenn die Zeitungskolumne aus der Maschine kommt

Beim Wall Street Journal fielen Leser*innen typische KI-Muster in einem Gastbeitrag des Investors Stanley Druckenmiller auf. Er bestätigte den KI-Einsatz und verglich ihn mit einem Taschenrechner: Er schreibe inzwischen alles mit KI, aus demselben Grund, aus dem er beim Rechnen einen Taschenrechner benutze. Meinungschef Paul Gigot stellte sich hinter ihn – entscheidend sei, ob der veröffentlichte Text das eigene Argument der Autorin oder des Autors wiedergebe, nicht, mit welchem Werkzeug er entstanden sei.

Die Financial Times hat sich anders entschieden. Als der Harvard-Ökonom Ricardo Hausmann KI zum Kürzen eines längeren Entwurfs benutzte, ergänzte die Redaktion eine Anmerkung unter der Kolumne, weil der eigene Verhaltenskodex genau das untersagt. Zwei Häuser, ein ähnlicher Vorgang, konträre Regeln. Semafor hat nachgezeichnet, dass KI-Texte auf den Meinungsseiten längst angekommen sind, nur eben unausgesprochen.

Interessanter als die Reinheitsdebatte finden wir den Mittelweg, den Ole Reißmann, KI-Chef beim SPIEGEL, schon im Sommer formuliert hat: Wer KI nur als billige Abkürzung nutze, werde damit scheitern. Nützlich sei sie dort, wo sie Recherche und Faktencheck verbreitert. Übersetzt in unseren Alltag: Ein Modell bringt zuverlässig alle Standardargumente und etablierten Fakten an die Oberfläche. Genau dort fängt die Arbeit dann aber erst an und bietet die Chance, schneller zu einem wirklich guten Text zu kommen.

Zwei Produkte, ein Name: Was ChatGPT Work wirklich kann

Seit dem Start im Juli hat OpenAI an ChatGPT Work – seinem Konkurrenzprodukt zu Claude Cowork – fast wöchentlich geschraubt und verbessert. Nun liefert Entwickler und Blogger Simon Willison einen lesenswerten Deepdive und kommt zum Fazit: Es handelt sich eigentlich um zwei Produkte. „Work Cloud“ läuft über chatgpt.com und die Mobil-Apps, „Work Local“ steckt in der Desktop-App, dem früheren Codex, und darf auf dem eigenen Rechner Dateien lesen und Programme ausführen. Verfügbar ist beides ab 20 Dollar im Monat, Gratis- und Go-Nutzer*innen bleiben außen vor.

OpenAIs eigene Abgrenzung – Chat für Antworten, Work für Aufgaben mit klarem Ergebnis – hält Willison für wertlos, weil man Chat seit Jahren genau dafür benutzt. Sein Zugang ist der praktischere: nach den Funktionen gehen, die es in Chat schlicht nicht gibt. Dazu zählen ein dauerhaftes Dateisystem über Sitzungen hinweg, ein mitgelieferter Browser ohne sichtbares Fenster, geplante Automatisierungen und mehrere parallel arbeitende Teil-Agenten. Sein Sicherheitshinweis gehört dazu: Wo private Daten, fremde Inhalte aus dem Netz und ein Kanal nach außen zusammenkommen, wird Prompt Injection zum realen Risiko.

KI-News im Ticker

🎁 Südkorea verschenkt KI an alle. Die Regierung will allen rund 52 Millionen Bürger*innen kostenlosen Zugang zu generativer KI geben, ohne Token-Begrenzung. Erklärtes Ziel ist digitale Souveränität und flächendeckende KI-Kompetenz statt reiner Unternehmensförderung.

📖 Google holt Verlagswissen in Gemini. Mit „Expert Intelligence“ lassen sich über 100.000 Titel von Penguin Random House, Macmillan, O’Reilly und anderen ins Gemini Notebook laden und dort befragen. Geteilte Notebooks funktionieren nur, wenn alle Beteiligten das Buch selbst gekauft haben – eine Lizenzlösung, die andere Plattformen bisher schuldig bleiben.

🤑 ChatGPT Ads meldet die erste Milliarde. OpenAI beziffert das Werbegeschäft nach weniger als 200 Tagen auf eine Jahresumsatzrate von einer Milliarde Dollar, die Anzeigen laufen in über 40 Ländern. Unabhängig prüfen lässt sich die Zahl nicht, das Tempo ist trotzdem bemerkenswert.

🖥️ Claude bekommt einen eigenen Browser. Anthropic hat in Cowork einen integrierten Browser gestartet, mit dem der Assistent selbst navigiert, statt auf die Chrome-Erweiterung angewiesen zu sein. OpenAI geht denselben Weg und hat sein eigenständiges Browser-Projekt zugunsten einer Integration in ChatGPT eingestellt.

✍️ Wie KI wirklich schreibt. Der Economist hat 55.940 Sätze von ChatGPT, Claude, Gemini und Grok ausgewertet. Am Gedankenstrich allein erkennt man demnach nichts mehr, die verräterischen Muster sitzen in Lieblingswendungen. Pflichtlektüre für alle, die KI-Entwürfe redigieren.

Suchmaschinen

Spam-Update und aufgeklappte AI Overviews

Googles drittes Spam-Update des Jahres wurde Mitte August ausgerollt und hat härter zugeschlagen als die Updates davor. Nach Daten von SE Ranking, das dafür 100.000 US-Keywords beobachtet hat, fielen 16,71 Prozent der zuvor in den Top 10 stehenden URLs hinter Platz 100 zurück – gegenüber einem Referenzwert von 9,2 Prozent in einem ruhigen Juli-Zeitraum. Das entspricht rund 82 Prozent mehr Totalabstürzen. Betroffen waren alle zwanzig beobachteten Branchen, am stärksten Mode und Beauty. Gleichzeitig tauchten 12 Prozent mehr URLs in den Top 3 auf, die vorher nicht einmal in den Top 20 standen – die Ergebnisseiten wurden also nicht nur gesäubert, sondern neu sortiert.

Getroffen hat es vor allem maschinell erzeugte Inhalte ohne eigenen Informationswert, abgelaufene Domains für Weiterleitungstricks und reine Content-Skalierung. Der vernünftige Umgang damit ist unspektakulär: nicht hektisch löschen, keine Keywords umbauen, sondern betroffene URLs methodisch auf Substanz, Crawlbarkeit und Nutzerrelevanz prüfen. Wer nach einem Spam-Update sofort an mehreren Stellschrauben dreht, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.

Fast zeitgleich hat Google begonnen, AI Overviews bei bestimmten Anfragen automatisch in voller Länge auszuspielen, statt sie hinter einem „Mehr anzeigen“ zu verstecken; wie viele Suchanfragen betroffen sind, sagt Google nicht. Der Effekt ist trotzdem absehbar: Je mehr Fläche die KI-Antwort einnimmt, desto weiter rutschen organische Treffer und Anzeigen nach unten. Fürs Reporting heißt das, Position und Klick auseinanderzuhalten – Rankings können stabil bleiben, während die Klickrate wegbricht.

Lesetipp: Welche Content-Arten lohnen sich im KI-Zeitalter?

Für welche Art von Inhalten lohnt sich die Content-Erstellung, wenn KI-Plattformen Anfragen direkt beantworten können, ohne dass ein Klick auf eure Website nötig ist? Diese Frage hat die SEO-Expertin Aleyda Solis in einem ausführlichen Beitrag beantwortet. Hierfür entwickelte sie ein Framework zur Priorisierung von Inhalten im Zeitalter der KI-Suche, welches ihr kostenlos herunterladen könnt. Zwei größere Insights daraus:

Allgemeine Standard-Inhalte verlieren an Wert: Wenn die Bedürfnisse von Nutzer*innen durch eine Zusammenfassung allgemein verfügbarer Informationen vollständig befriedigt werden können, bringt die Veröffentlichung einer weiteren Definition oder eines allgemeinen Leitfadens kaum noch zusätzlichen Mehrwert.

Originalität und Interaktion sichern die Relevanz: Benötigen Nutzer*innen hingegen weiterhin eine offizielle Quelle, aktuelle oder personalisierte Informationen, Hilfe bei der Entscheidungsfindung oder detaillierte Anleitungen, spielt der Inhalt eurer Website weiterhin eine wichtige Rolle.

Social Media

Social News im Ticker

📱 Instagram übernimmt den Rohschnitt. Die neue Funktion „First Draft“ baut aus mehreren Clips in unter zehn Sekunden einen ersten Reel-Entwurf und wirft die Pausen raus, während die stärksten Momente aneinandergereiht werden. Reihenfolge, Schnitte und Musik lassen sich danach normal anpassen. Der Rollout startet allerdings erstmal nur auf dem iPhone. Für Teams, die bisher am leeren Schnittfenster gescheitert sind, ist das die relevanteste Produktneuerung der Woche.

Quelle: Instagram via TechCrunch

🪦 TikTok regelt den Nachlass. Nutzer*innen können ab sofort festlegen, wer ihr Profil nach dem Tod verwaltet oder ob es gelöscht wird. Bei Instagram gibt es bislang nur die Möglichkeit, ein Konto in den Gedenkzustand versetzen zu lassen.

🤹‍♀️ Pinterest zählt Hobbys. Der Hobby-Trendreport für 2026 benennt neun Strömungen von „Kitchen Witch“ über Heim-Café bis Secondhand-Jagd, mit teils absurden Suchzuwächsen: Kräuter-Apotheke plus 595 Prozent, Astrologie lernen plus 733 Prozent, Bananensirup fürs Kaffeegetränk plus 916 Prozent. Für Marken im DIY-, Vintage- und Wellnessumfeld ist das die konkreteste Themenliste, die diese Woche zu haben ist.

🐦 Twitter ist zurück – ohne Musk. Ein US-Startup hat unter dem alten Namen eine neue Plattform gestartet und argumentiert, X habe die Marke aufgegeben. Aber der Markenstreit läuft …

Lesetipps & Empfehlungen

„Lesen oder Nichtlesen, das ist die Frage“

Für die Studie „Das gelesene Buch“ haben Carolin Amlinger, Luca Keiser, Oliver Nachtwey und Jörg Rössel im Mai und Juni 6.427 Erwachsene in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrem Leseverhalten befragt. 23 Prozent lesen in einer typischen Woche gar nichts, 38 Prozent kommen auf ein bis zwei Stunden, vier Prozent auf elf oder mehr. Die schärfste Trennlinie ist die Bildung: Unter Hochgebildeten lesen sieben Prozent gar nicht, in der Gruppe mit niedriger Bildung 18 Prozent. Die zweite ist das Geschlecht – 29 Prozent der Männer gegenüber 17 Prozent der Frauen. Und die dritte liegt in der Kindheit: Wer nie vorgelesen bekam, liest als Erwachsener zu 27 Prozent gar nicht, bei häufigem Vorlesen sind es acht.

Lesen bleibt ein Kulturgut – aber längst nicht für alle gleichermaßen.
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