Das Traineeprogramm aus drei Blickwinkeln

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Conny: Wie geht es weiter nach dem ersten Berufseinstieg? – Als Trainee.

Den ersten Berufseinstieg habe ich erfolgreich gemeistert und jetzt will ich ein Traineeprogramm machen? Ist das nicht was für die, die frisch von der Uni kommen und im Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen? Ist das der richtige nächste Schritt für mich? 

Willkommen in meinem Gedankenwirrwarr vor circa einem halben Jahr. Einen neuen Job anzufangen, bedeutet das vertraute Arbeitsumfeld und vor allem die eigene Komfortzone zu verlassen. Auch wenn in meinem Fall die Vorstellungsgespräche viele Fragen klären konnten und ich mich beim Durchlaufen durch die Projecter-Büros auf Anhieb wohl gefühlt habe, war ich natürlich gespannt, ob ich wirklich so viel lernen würde, wie ich mir erhoffte. Denn das war es, was mich an der Traineestelle gereizt hat.

Über ein halbes Jahr später kann ich sagen, dass die Sorge, einfach nur eine günstige Angestellte zu sein, die ansonsten daily business macht, unbegründet war. Während des ersten Halbjahres bin ich durch alle Teams rotiert und habe für ein bis zwei Monate an Projekten mitgearbeitet, eigene Teilprojekte umgesetzt und mich durch umfangreiche Onboardings gelesen, gehört und gearbeitet. So habe ich einen guten Einblick bekommen, wie sich der Arbeitsalltag in den verschiedenen Teams gestaltet und auch die einzelnen Teammitglieder näher kennengelernt. Das ist gerade bei einer stetig wachsenden Agentur wie Projecter ein echter Vorteil. Jetzt weiß ich, an wen ich mich bei Fragen zu den verschiedenen Kanälen und Tools wenden kann und auch in der Kundenbetreuung habe ich einen ganzheitlichen Blick auf die Projekte.

Das zweite Halbjahr kann ich nutzen, um mich in meinem Schwerpunktbereich einzuarbeiten. Da ich schon in der Bewerbung das Affiliate Marketing anvisiert habe, werde ich dort meine Rotation beenden. Den Kontakt und Austausch mit dem Affiliate-Team habe ich im letzten halben Jahr dank regelmäßiger Teammittagessen, ein paar Events (z.B. Karaoke singen, Weihnachtsfeier, Schrottwichteln), der ein oder anderen Runde am Tischkicker und einem monatlichen Jour Fixe mit dem Affiliate Teamlead gut gehalten.

Aus meiner Sicht ist das Traineeship bei Projecter etwas Besonderes. Denn es bietet allen Interessenten am Online Marketing die Möglichkeit, in diese Welt einzutauchen, unabhängig vom vorherigen fachlichen Hintergrund. Darüber hinaus bleibt immer Zeit, sich intern in verschiedenen Projektgruppen zu engagieren. Unter anderem mitwirken kann man bei uns in der Gestaltung der Büroräumlichkeiten, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, beim Projecter-Blog oder dem Entwickeln von Konzepten für ein nachhaltiges Projecter.

Wenn du Lust hast, dich auf das Traineeship zu bewerben, solltest du dir die folgenden Fragen ehrlich beantworten:

  • Habe ich Lust mich oft auf neue Teams, Tools und Tätigkeiten einzulassen?
  • Liegt es mir in einer Branche zu arbeiten, die sich sehr schnell verändert?
  • Bin ich wissbegierig und proaktiv, um meinen Arbeitsalltag eigenständig zu gestalten?

Wenn du den Großteil bejahst, ist das Traineeship eine vielversprechende Option für dich. Mir war neben dem Wissenszuwachs vor allem wichtig, dass ich mich mit den KollegInnen gut verstehe und im Büro wohl fühle. Das gelingt bei Projecter richtig gut. Wer Lust auf ein aufgeschlossenes, familiäres und respektvolles Arbeitsumfeld und dazu noch zahlreiche Benefits über das Gehalt hinaus hat, ist hier goldrichtig. 

 

Kerstin: Quereinsteigerin – Mitte 40 – Trainee

 

Das Traineeprogramm bietet einen Einstieg für alle, die sich für Online-Marketing begeistern und bisher keine branchentypische Joberfahrung sammeln konnten oder Berührungspunkte im Studium hatten.Was bei Berufsanfängern heute für ungläubige Blicke sorgt, ist Realität für viele Berufstätige über 40, wie mich.

Das Fazit zum Traineeprogramm nehme ich hiermit vorweg: Alter spielt keine Rolle. Online-Begeisterung schon.

 

Quereinstieg

 

Mein Weg ins Traineeprogramm (und überhaupt in der Berufslaufbahn) ist weder gerade noch typisch. Wenn er es wäre, würde ich mit Freunden und Bekannten nicht so viel diskutieren.

Der „gerade Weg“ wäre in meinem Fall vermutlich: Ausbildung/ Studium, Jobeinstieg, regelmäßig die Firma wechseln, Schritte auf der Karriereleiter tendenziell nach oben, verbunden mit vorhersehbarem Gehaltsanstieg, …. und zack – gut eingerichtet in der Schublade und Komfortzone.Ich habe mich entschieden, eine Abzweigung zu nehmen und zwar auf „Los“.

 

Hürde im Vorfeld: Ist Trainee überhaupt ein Job!?

 

Aus dem sicheren Beruf aussteigen, die gewohnte Rolle aufgeben und sich selbst als Anfänger einordnen- die erste Reaktion in meinem Bekanntenkreis war (auf höfliche Art getarntes) Unverständnis. Die Berufsbezeichnung „Trainee“ lässt manche Unterhaltung kurz ins Stocken geraten, denn wir denken häufig noch in festen Job-Hierarchien. Keine Frage, dieses System der vorhersagbaren Karrieren hat einige Zeit funktioniert. Aber es berücksichtigt weder den rasanten Wandel in der Arbeitswelt, noch die Freude am lebenslangen Lernen oder die Chancen digitaler Prozesse.

Also ja: Online-Marketing-Trainee ist ein Job und zwar einer, der dich nach vorne bringt.

 

Berufserfahrung plus Online-Marketing

 

Wenn du dich für Kommunikation und Marketing interessierst, kommst du am Online-Marketing kaum vorbei. Ganz abgesehen davon macht es Spaß. Wie wäre es also, jetzt und hier digitales Know-How auf die bisherigen Skills draufzusetzen? Liebe GenXs, liebe Quereinsteiger, ihr werdet in der Digitalbranche genauso gebraucht wie alle anderen und eure Erfahrungen im bisherigen Arbeitsleben sind eine Bereicherung. Jedes Team profitiert von Vielfalt – also keine Scheu, du passt ins Team.

Bleibt noch die Frage des Gehalts: Ja, während des Trainee-Jahrs bekomme ich Gehalt. Es ist keine Manager-Gehalt, logisch. Aber mal ehrlich: wir geben im allgemeinen viel Geld für Fortbildungen aus (und das macht auch meistens absolut Sinn!). Aber im Traineeprogramm gewinne ich Einblicke in Arbeitsprozesse und bekomme fachlichen Input von Branchen-Profis. Learning- by-doing gilt hier vom ersten Tag an. Ich kenne keine Akademie, die das in dem Umfang leisten kann, daher sehe ich das Trainee-Jahr als Investition in die eigene Entwicklung.

Zum Schluss noch eine kleine aber feine Info: Flexible Arbeitszeiten und -orte werden hier nicht nur als Teil der Unternehmenskultur auf die Fahnen geschrieben, es wird gelebt und akzeptiert! Es ist völlig in Ordnung, wenn ich zwischendurch die Kinder zum Schwimmkurs bringe oder ins Home-Office wechsle. Diese vertrauensbasierte Arbeitsweise hilft ungemein dabei, Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen.

 

Trainee ist keine Frage des Alters oder des vorherigen Studiums. Es ist ein Einstieg für Online-Marketing-Fans wie mich, die Menschen und Unternehmen zusammenbringen möchten. Ganz praktisch und in einem herzlichen Team, das Know-How gerne und bereitwillig teilt. 

 

Tina: HR Managerin – Ein Blick hinter die Kulissen

Fachkräftemangel? Klar, den spüren wir. Die Digitalbranche steht vor den Herausforderungen, schnelllebig und noch jung zu sein. Das bedeutet, dass die Ausbildung nicht in dem gleichen Maß wie in anderen Branchen stattfindet. Die gängigen Wege sind oftmals zu starr und theoretisch. Deshalb gehen wir unseren eigenen Weg und bilden seit 11 Jahren Trainees im Online Marketing aus. 

 

 

 

Digitale Ausbildung – warum und wie? / Unser Beitrag zur digitalen Ausbildung

 

Die Vorteile sind klar: Durch learning on the job und von Spezialisten wird die Theorie direkt an echten Cases ausprobiert und umgesetzt. Dabei lernen wir nie aus, hinterfragen uns regelmäßig und optimieren somit unser Traineeship permanent. Vor anderthalb Jahren haben wir  eine Rotation eingeführt. Wir standen vor der Herausforderung, dass die Zahl der Trainees und damit der organisatorische Aufwand zunahm. Die Wünsche unserer Trainees waren mehr Struktur und übergreifende Kenntnisse. Zudem haben die wenigsten nach dem Studium konkrete Vorstellungen davon, welche Aufgaben sie in den einzelnen Bereichen des Online Marketings erwarten.

 

Ablauf – Vom Allgemeinen in die Tiefe

 

Jeder Trainee durchläuft mit der Rotation in den ersten sechs Monaten sämtliche Bereiche unserer Agentur. In jedem Team gibt es einen Wissens Guide zur Vermittlung der Theorie und einen verantwortlichen Ansprechpartner. Von Beginn an arbeiten unsere Trainees an Kundenprojekten. Im Ergebnis können sie abschließend einschätzen, welcher Bereich Ihnen am meisten liegt und bringen für die künftige Kundenarbeit als Specialist ein solides Allrounderwissen mit. Im zweiten Halbjahr geht es um die Vertiefung in einem Kernbereich, sodass jeder Trainee nach der einjährigen Ausbildung in der Lage ist, eigenständig die Verantwortung für seine Kunden zu übernehmen.

Natürlich steckt Aufwand hinter dem Ganzen. Wir besprechen regelmäßig die Organisation der Rotation. Kapazitäten müssen berücksichtigt werden und immer wieder verschiebt sich der Zeitplan. Es braucht Motivation und Zeit, um geballtes Wissen zu vermitteln. Unser Anspruch ist es, das Traineeship individuell auf die Stärken jedes Einzelnen abzustimmen. Wichtig ist eine regelmäßige und offene Kommunikation, damit wir die Balance zwischen allgemeiner Struktur und Planung sowie Förderung und Forderung halten können.

 

Woran messen wir also unseren Erfolg? 

 

Zunächst über das positive Feedback, das wir von Trainees erhalten. Die Recruitingzahlen danken es uns ebenso. Wo andere von deutlich größeren Problemen bei der Besetzung vakanter Stellen berichten, öffnen wir Türen durch eine langfristige Investition. Außerdem kommen Leute mit unterschiedlichsten Backgrounds zusammen, die frische Ideen mitbringen, wodurch wir unsere Innovationsfähigkeit hochhalten. Umso schöner ist es, in diesem Artikel das Traineeship aus völlig verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Seit September 2019 unterstützt Cornelia als Trainee im Bereich Affiliate Marketing das Projecter Team.

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