SEA News 02/2024: KI, KI und nochmals KI – neue Möglichkeiten von Google und OpenAI

Im Februar haben uns Google und OpenAI mit aufsehenerregenden, neuen KI-Lösungen überrascht. Auf uns kommen außerdem neue Möglichkeiten zu, Bild- und Videomaterial zu generieren. Microsoft Ads und Google Ads schrauben an der Darstellung von Suchanzeigen und Pinterest erschließt sich neue Werbemärkte. Alle Updates gibt es wieder hier, in unseren SEA News!

Bildgenerierung mit KI

Google brandet seine KI neu und so wird Bard zu Gemini. Das KI-Tool wird uns (hoffentlich) bald auch in Europa bei der Kampagnenerstellung zur Verfügung stehen. Zusätzlich holt Google seinen Rückstand zu ChatGPT in Sachen Bildgenerierung auf und stellt bald auf Imagen2 um. Mit dem Upgrade könnt ihr in der Google-Ads-Oberfläche dann demnächst Lifestylebilder als Hintergrund für Bildmaterial generieren, das Personen zeigt.

Was Tests der Bildgenerierung mit Imagen2 angeht, sind wir auf jeden Fall schon mal all in … 😍

Ein Beispiel, generiert mit Imagen2 (Quelle: Google DeepMind)

Gleichzeitig kündigte Google an, dass Bildmaterial in Zukunft deutlich wichtiger für die Bewertung der Anzeigeneffektivität wird. Werbetreibende, die viele und vor allem abwechslungsreiche Creatives zur Verfügung stellen, sichern sich also einen Wettbewerbsvorteil. Google macht den Import von Bildern in Zukunft mit einer Canva-Integrations-App leichter: Das Unternehmen verriet, dass Bildmaterial mit dem Tool direkt aus Canva in Performance-Max-Kampagnen importiert werden kann.

Einen Schritt in Richtung von mehr Transparenz geht Google, indem testweise Nutzer*innen von Vortex AI ermöglicht wird, KI-generiertes Bildmaterial mithilfe von SynthID mit einem Wasserzeichen zu kennzeichnen. Mit dem bloßen Auge ist diese Kennzeichnung zwar nicht wahrnehmbar, aber Programmen erleichtert es, synthetisch erzeugte Creatives zu erkennen. Offen bleibt, ob die Lösung für Bildmaterial verfügbar gemacht wird, das in der Google-Ads-Oberfläche erstellt wird.

Ein Bildteil mit einem SynthID-Wasserzeichen im Vergleich zu einem nicht-gekennzeichneten Bildteil (Quelle: Google DeepMind)

Ausspielungsdesign in der Suche

Nachdem wir in den letzten Wochen wieder einige Veränderungen in der Darstellung von Suchanzeigen entdecken konnten, gab Google nun bekannt, dass der Algorithmus in Zukunft mehr Freiheit bei der Anzahl der ausgespielten Titel bekommt. Während in der Vergangenheit in der Regel drei Anzeigentitel pro Suchanzeige ausgeliefert wurden, können Anzeigen nun auch mit zwei oder sogar nur einem Titel dargestellt werden. Bei einem alleinstehenden Titel kann ein weiterer Titel in der Beschreibung vorangestellt werden.

Suchanzeigen mit zwei oder einem Anzeigentitel (Quelle: Google Ads-Hilfe)

Wer wissen will, ob die neue Darstellung bei den eigenen Anzeigen genutzt wird, kann die Assetdetails einzelner Anzeigen checken und im Kombinationsbericht genutzte Anzeigenvarianten einsehen.

Produktdatenfeed bei Demand Gen

Ihr habt Demand Gen ohne Produktdatenfeed gestartet und jetzt sollen doch Produkte aus dem Feed beworben werden? Maximilian von Eyser, Digital Growth Strategist bei Google, hat dafür eine einfache Lösung gefunden, denn Google ermöglicht es, den Produktdatenfeed direkt im Interface nachträglich zu aktivieren oder zu deaktivieren. Einziges Manko: Bei älteren Demand -Gen-Kampagnen klappt das spätere Deaktivieren des Feeds leider nicht.

Die Produktdatenfeed-Optionen verstecken sich aktuell noch in den Einstellungen der Demand-Gen-Anzeigen.

Google und Pinterest kooperieren

Im Februar kündigten Google und Pinterest eine neue Kooperation an: Werbetreibende können durch eine Integration Anzeigen über Google Ads auf Pinterest ausspielen lassen. Pinterest möchte dadurch bislang weniger monetarisierte Märkte im Ausland bewerben, da sich der Fokus bisher auf den US-Markt konzentriert hat.

Microsoft Ads

Enhanced Conversions

Microsoft Ads hat im Februar die Trackinglösung Enhanced Conversion als Beta ausgerollt. Werbetreibende können nun wie bei Google Ads ihr Tracking robuster aufbauen und Nutzer*innen über verschiedene Geräte hinweg tracken. Der Launch der Lösung für alle Werbetreibende soll zeitnah folgen.

Tests beim Ausspielungsdesign auf Bing

Auf Bing wurde in diesem Monat ein Test beim Ausspielungsdesign von Suchanzeigen gesichtet. In der Suchmaschinen werden bei organischen Suchergebnissen bereits weiterführende Links in der linken Seitenspalte platziert. Diese Darstellung wurde nun bei Anzeigen getestet, wobei weiterhin auch reguläre Sitelinks ausgespielt wurden. Die Anzeige nimmt dadurch deutlich mehr Raum auf der Suchergebnisseite ein und die Sitelinks in der linken Seitenspalte heben sich deutlich von den übrigen Suchergebnissen ab.

Sitelinks in Bings linker Seitenleiste (Quelle: Khushal Bherwani auf X)

Neue Zielgruppen

Für den US- und kanadischen Markt machte Microsoft Ads im vergangenen Monat neue In-Market Zielgruppen verfügbar. Werbetreibende können seitdem Anzeigen auf bestimmte Unternehmensgrößen und Jobbezeichnungen ausrichten. Nutzer*innen werden den Zielgruppen auf Basis ihrer LinkedIn-Profile zugeordnet. Es sollen In-Market-Zielgruppen für Gehaltshöhen und ein Launch auf weiteren Ländermärkten folgen.

Mehr News

Für viel Aufsehen hat in diesem Monat OpenAI mit dem Text-zu-Video-Tool Sora gesorgt. Das Unternehmen stellt das neue KI-Tool aktuell nur einer begrenzten Anzahl von Nutzer*innen zur Verfügung. Veröffentlicht wurde aber eine große Anzahl an Beispielvideos, die mit Sora erstellt wurden. Durchklicken lohnt sich!

Die Website bietet verschiedene Arten von Videos – z. B. Landschaftsaufnahmen aus Drohnen-Perspektive (Quelle: Sora).

Der Februar wartete zudem mit juristischen Neuigkeiten auf: 2026 wird in den USA verhandelt, ob es sich bei Amazon um ein illegales Monopol handelt. Neben der Federal Trade Commission klagen 17 Bundesstaaten an.

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