SEA News 03/2026: Mehr Märkte für Google Shopping, mehr Kontrolle für Performance Max

Zusammenfassen mit ChatGPT

Google hat bekanntgegeben, dass der Anzeigentyp Shopping auf neue Ländermärkte expandiert. Außerdem gibt es neue Kontrollhebel für Performance Max und Werbetreibende, die Kampagnen mit einem Werbezeitplan haben, müssen ab sofort die Kosten engmaschiger überwachen. Das und alles, was unser Team in den letzten Wochen ansonsten beschäftigt hat, könnt ihr wie immer in unseren SEA News nachlesen.

Google Shopping in Kroatien, Estland und mehr Ländern

Google bringt 2026 Shopping-Anzeigen in 15 neuen Ländermärkten an den Start. Der Launch erfolgt in zwei Wellen: Vor der Back-to-School-Saison geht der Anzeigentyp in Zypern, Luxemburg, Moldau, Nordmazedonien, Malta und Liechtenstein live. Vor der Wintersaison wird in Bulgarien, Kroatien, Litauen, Slowenien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Estland und Lettland ausgerollt.

Neuerungen in Performance Max

Google hat für den Kampagnentypen Performance Max neue Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung gestellt: So kann das Targeting besser gesteuert werden, indem für Kampagnen Remarketinglisten hinterlegt werden, um Zielgruppen von der Bewerbung auszuschließen. Eure Kampagnen können damit z. B. besser auf Neukund*innen aussteuern oder Warenkorb-Abbrecher*innen von der Bewerbung ausschließen.

Es können jetzt Remarketinglisten als negative Targets zu Performance Max hinzugefügt werden.

Um die Zielgruppe besser im Blick zu behalten, steht Werbetreibenden nun außerdem ein vollständiger Zielgruppenreport mit demographischen Angaben zur Verfügung.

Darstellung des Zielgruppenreports (Quelle: Accelerate with Google)

Außerdem könnt ihr für Performance-Max-Kampagnen seit März einen Budgetreport einsehen, mit dem Ausgabegrenzen überwacht und Ausgabeprognosen aufgestellt werden können.

Die Auswertungsmöglichkeiten des Budgetreports

Auch Asset Group Theming wurde im letzten Monat in Performance Max erstmals gesichtet. Mit der Option erleichtert es Google uns, Assets für zeitlich begrenzte Anlässe (z. B. Ostern, Saisonwechsel oder Sale-Aktionen) mithilfe von KI zu generieren. Neben Texten können auch saisonale Versionen von bereits existierendem Bildmaterial generiert werden. Die originale, nicht-saisonale Version der Assetgruppe bleibt bestehen, sodass z. B. von einer Sales-Aktion schnell wieder zu allgemeinen Assets gewechselt werden kann.

KI-Voiceover

Ein weiteres, wichtiges Performance-Max-Update für alle Werbetreibenden, die in den USA unterwegs sind: Google aktiviert automatisch KI-generierte Voiceovers für Videos. Wer lieber selbst entscheiden möchte, welches Voiceover in den eigenen Videos genutzt wird, kann die automatische Einwilligung zurückziehen.

In unseren deutschen Konten ist von der Neuerung noch nicht zu sehen, denn sie scheint vorerst nur in den USA ausgerollt zu sein. Falls sie auch für den deutschen Markt verfügbar wird, empfehlen wir jedoch das Opt-out, da die deutschen KI-Voiceovers oft noch unnatürlich klingen.

Unser nächstes Webinar am 21. April

Während die KI-Modelle sich rasant weiterentwickeln, schöpfen nur 5 % der Marketing-Teams bisher das volle Potenzial wirklich aus. Aber nicht die KI ist das Problem – in Wahrheit nutzen viele sie einfach noch nicht richtig. In unserem nächsten AI Update am 21. April 2026 zeigen euch Katja von der Burg und Nicklas Lindby, wie ihr die KI wirklich für euch arbeiten lasst. Jetzt schon mal anmelden und von unserem Know-how bei Obsidian rund um AI profitieren. 👇

Videos in Google Ads generieren

Mit VEO und Nano Banana in Google Ads bekommen wir endlich die Möglichkeit, 10-sekündige Videoclips im Asset-Studio zu generieren. Dafür muss lediglich ein hochwertiges Bild ausgewählt werden und VEO in Kombination mit Nano Banana Pro haucht dem Bild Leben ein. Aktuell ist die Option in unseren Kundenkonten noch nicht verfügbar, wir hoffen aber natürlich, sie auch bald testen zu können.

Die voraussichtliche Oberfläche der überarbeiteten Video-Generierung innerhalb von Google Ads (Quelle: Accelerate with Google)

Text-Richtlinien für Google Ads‘ KI

Google rollte die Beta „Richtlinien für Text in Performance-Max- und Suchkampagnen“ global aus. Diese ermöglicht es uns, die KI mithilfe einfacher Regeln zu steuern. Zur Verfügung stehen Begriffsausschlüsse, bei denen bis zu 25 konkrete Begriffe oder Wortgruppen (z. B. „billig“, „besser als die Konkurrenz“) pro Kampagne ausgeschlossen werden können. Zusätzlich können noch bis zu 40 Einschränkungen pro Kampagne hinterlegt werden, um der KI mitzugeben, welche Konzepte oder Stile in Text-Assets nicht genutzt werden sollen (z. B. „nicht implizieren, dass Produkte billig sind“).

Insbesondere Werbetreibende mit strengeren CI-Vorgaben bekommen mit diesen Optionen auch die Möglichkeit, Googles KI stärker zu testen.

Die neuen Textrichtlinien für Performance-Max- und Suchkampagnen

Werbeausgaben bei Werbezeiten-Einschränkung

Google ändert die Budgetsteuerung für Kampagnen mit Anzeigenplanung: Das neue Pacing-Update könnte die monatlichen Ausgaben für Kampagnen mit Anzeigenplanung erhöhen, indem Budgets innerhalb der erlaubten Laufzeiten stärker ausgeschöpft werden.

Zur Erklärung: Google kann weiterhin an einem Tag in einer Kampagne maximal das Doppelte des hinterlegten Tagesbudget investieren. Außerdem bleibt die monatliche Obergrenze (durchschnittliches Tagesbudget der Kampagne x 30,4) bestehen. Durch die Anpassung beim Pacing versucht Google Ads nun aber auch bei Kampagnen, die z. B. nur am Wochenende ausgespielt werden, die monatliche Budgetobergrenze zu erreichen. Da diesen Kampagnen nicht an den vorgesehenen 30,4 Tagen ausgespielt werden, wird Google voraussichtlich an den Ausspielungstagen versuchen, das Tageslimit zu investieren, um die monatliche Obergrenze zu erreichen. Eine Kampagnen, die nur am Samstag und Sonntag geschaltet wird, mit einem hinterlegten Tagesbudget von 10 Euro hätte bisher in der Regel pro Monat 80 Euro ausgegeben (10 Euro Tagesbudget x 2 Wochenendtage pro Woche x 4 Wochen). Nun könnten die Ausgaben auf bis zu 160 Euro steigen, da der Algorithmus alles daran setzen wird, das (nicht erreichbare) monatliche Limit von 304 Euro zu erreichen. 

Werbetreibende, die ihre Anzeigen nur zu bestimmten Zeiten ausliefern lassen, sollten die Ausgabenentwicklung der entsprechenden Kampagnen in nächster Zeit daher stärker im Blick behalten oder bei engen Budgetplänen vorsorglich Tagesbudgets senken.

Ein neuer Verfügbarkeitswert

Eine spannende Neuigkeit für Fahrzeuganzeigen: Google hat beim Verfügbarkeitsattribut den Wert „build to order“ (Fertigung nach Auftrag) hinzugefügt. Dieser Wert kann für Fahrzeuge verwendet werden, die sich nicht physisch auf Lager befinden, aber auf Wunsch von Kund*innen konfiguriert und bestellt werden können.

Microsoft Ads

Negative Keywords

Microsoft Ads gibt Werbetreibenden mehr Kontrolle beim Kampagnentypen Performance Max. Hier können negative Keywords seit März selbst zu Kampagnen hinzugefügt oder Listen mit negativen Keywords angewendet werden.

Die Eingabemaske für negative Keywords

Und noch ein Lesetipp …

Smarter Ecommerce hat seine Erfahrung mit AI Max for Search in einem Blogbeitrag zusammengefasst und on top dazu einen PDF-Leitfaden für die Kampagnenoption erstellt – schaut doch mal rein.

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