SEO Auslese Juni 2018

Google arbeitet weiterhin fleißig an der neuen Google Search Console. So kamen auch im Juni wieder neue Funktionen wie das URL Inspektionstool und eine Filterfunktion für Weblight-Einblendungen hinzu. Auch Google My Business wurde erweitert und um zwei neue Beitragsformate ergänzt. Nebenbei gab es wieder einige Hinweise und Tipps von Googles Webmaster Trends Analyst John Müller. Alle wichtigen Suchmaschinen News, hilfreiches Expertenwissen zu JavaScript SEO und einer Potentialeinschätzung der internen Webseiten-Suche lest ihr in unserer SEO Auslese.

News der Suchmaschinen

Google Search Console mit neuem URL Inspektionstool

Bei der neuen Google Search Console geht es auch im Juni mit neuen Funktionen voran. So wurde auf dem Webmaster Central Blog bekannt gegeben, dass in den kommenden Wochen ein neues URL Inspektionstool ausgerollt wird. Mithilfe des Tools kann eine URL auf Crawling- und Indexierungsstatus sowie hinterlegte Rich Media oder AMP Version untersucht werden. In einem Report werden z.B. Angaben zu Robots-Meta-Tags und Canonical-Tag gemacht.
Wenn die untersuchte Seite nicht im Index ist, werden die von Google festgestellten Fehler aufgezeigt. Das Tool gibt ebenfalls an, welche weiteren URLs von demselben Problem betroffen sind. Somit sollen Probleme in Zukunft schneller behoben werden können.

url inspektionstool google search console
Blick in das URL Inspektionstool der neuen Google Search Console (Quelle: webmasters.googleblog.com)

Google stellt Videos jetzt in Karussell-Form dar

Johannes Beus von Sistrix berichtet in einem Blogpost von der Darstellungsanpassung für Videos in den Suchergebnissen. Bisher war es so, dass Video-Treffer mit einem Vorschaubild angezeigt und mit anderen organischen Suchergebnissen vermischt wurden.

Google stellt Videos jetzt in Karussell-Form dar
Video-Treffer in der organischen Suche mit Vorschaubild

Nun werden Videos aber in einem eigenen Karussell dargestellt. Dabei werden nicht nur direkte YouTube-Seiten angezeigt, sondern auch Webseiten, die bspw. ein YouTube-Video eingebunden haben. Videos lohnen sich jetzt also besonders auch für kleine Webseiten.

Neue Darstellungsform von Videos in einem Karussell
Neue Darstellungsform von Videos in einem Karussell

Für die großen Player, die ihren Fokus auf Videos gesetzt haben, konnten bereits Einbußen beobachtet werden. Für die kleineren Webseiten ist das natürlich ein positiver Effekt, da ihre Videos jetzt ganz vorn mit denen der großen Konkurrenten sichtbar sind. Der Grund dafür: Google verwendet die Videos, die in den Top 100 Rankings zu finden sind und fasst diese dann im Karussell zusammen.

Filterfunktion für Weblight-Einblendungen in Google Search Console

In der neuen Search Console Oberfläche kann jetzt unter „Leistung“ ein neuer Filter für „Weblight-Einblendungen“ ausgewählt werden. Weblight kommt zum Einsatz, wenn man eine schlechte mobile Verbindung hat und Google die Webseite automatisch anpasst, um sie unter den schlechten Bedingungen anzuzeigen.

Filterfunktion für Weblight-Einblendungen in Google Search Console
Neue Filterfunktion für Weblight-Ergebnisse in der Search Console

Zeitgleich twitterte John Müller von Google, dass es kein Rankingfaktor ist, ob eine Webseite im Weblight-Modus besser optimierbar ist. Es geht hier nur um den Zugang zu Webseiten für Menschen, die ausschließlich schlechtes Internet haben.

Keine Abstrafung aufgrund von Keyword Stuffing

Googles John Müller hat auf Twitter bekanntgegeben, dass Keyword Stuffing vom Google Algorithmus nicht immer abgestraft werden muss. Wenn die Inhalte dem Nutzer einen Mehrwert bieten, dann sei das häufige Wiederholen desselben Keywords in einem Text in Ordnung. Außerdem gäbe es mehr als 200 Rankingfaktoren, um die Sichtbarkeit einer Website zu erhöhen. Bei der Masse an Faktoren müssen laut Müller nicht alle Faktoren perfekt umgesetzt werden. Demnach hat Keyword Stuffing in bestimmten Fällen keinen negativen Einfluss auf die Rankings.

Google Websuche: „Exact“-Operator für exaktere Suchanfragen

Google stellt für die Suche mehrere Operatoren zur Verfügung, um die Ergebnisse zu verbessern: So kann beispielsweise mit Anführungszeichen nach genau passenden Treffern gesucht werden. Es werden demnach nur Treffer angezeigt, die das Wort oder die Wortgruppe auf ihrer Webseite haben.
Nun stellt Google eine Funktion zur Verfügung, um diesen Operator mit einem Klick hinzuzufügen. Jedem ist bestimmt schon einmal aufgefallen, dass unter den Suchergebnissen die Information eingeblendet wird, wenn der Suchbegriff auf der Webseite nicht vorhanden ist (s. Bild). Nun bekommt der Nutzer (zumindest auf der englischen Oberfläche) die Möglichkeit, mit einem Klick zu bestimmen, ob der Suchbegriff auf der Webseite zu finden sein muss. Der Suchbegriff in der Suchleiste wird daraufhin um die Anführungszeichen automatisch angepasst und die neuen Ergebnisse präsentiert.

Google Websuche „Exact“-Operator für exaktere Suchanfragen
Neue Funktion in der Google Suche zur Optimierung der Suchergebnisse (Quelle: GoogleWatchBlog)

Google My Business News: Zwei neue Beitragsvarianten verfügbar

Google My Business Nutzer können ihren Kunden nun auch Produkte und Angebote in Form von Beiträgen vorstellen. Diese beiden Varianten hat Google kürzlich neu hinzugefügt. Unter anderem können dabei folgende Informationen angegeben werden:

Google My Business News_Zwei neue Beitragsvarianten verfügbar
Angebote und Produkte als Beiträge in Google My Business hinterlegen

Es geht also immer mehr darum, die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zu erreichen.

Branchen Insights

Interne Suche soll die Chance auf Conversions verdoppeln!

Das wird zumindest in einem Artikel auf Hubspot behauptet, in dem beschrieben wird, warum eine interne Suche weiteres Potenzial bietet, auch wenn die Navigation bereits sehr gut strukturiert ist.
Grund dafür ist, dass sich die Nutzer, die die interne Suche verwenden, von den Navigationsnutzern unterscheiden. Besucher, die nach etwas Bestimmtem suchen, sind schon sehr nah an einer Conversion dran. Sie kennen die Webseite sowie das Angebot und möchten mit der Suche schnell eine Lösung finden. Navigationsnutzer sind dagegen noch weit von der Conversion entfernt, denn sie wollen sich erst einmal informieren und nutzen die Navigation, um das Angebot grob zu überblicken.
Eine Studie von WebLinc ergab, dass Nutzer, die die interne Suche verwenden, mit bis zu 216% höherer Wahrscheinlichkeit zu zahlenden Kunden werden als normale Besucher. Laut Harvard Business Review würden 81% der Kunden lieber ein Problem selbst lösen wollen als den Support-Kontakt zu nutzen.
So hat beispielsweise das Unternehmen Survey Monkey eine Suche in ihrem Hilfe-Center eingefügt, um das Support-Team zu entlasten. Das Ergebnis dieser Implementierung: 96% der hilfesuchenden Nutzer konnten ihr Problem ohne Hilfe des Supports lösen.
Ein weiterer Vorteil der internen Suche ist, dass diese ausgewertet werden kann und somit wertvolle Informationen zur Zielgruppe liefert.

Diese Informationen können wiederum genutzt werden, um die Navigationsstruktur zu verbessern und dienen als Ideenquelle für Blogartikel und deren Distribution über die eigenen Online Marketing Kanäle.

Einfache Einführung in die Arbeit mit JavaScript & SEO

Serge Stefoglo nimmt auf moz Einsteiger an die Hand, die sich langsam an JavaScript und SEO herantasten wollen. Im Gegensatz zu anderen umfangreichen Guides, die bereits im Web existieren, bleibt er in seinem Artikel recht oberflächlich, so dass ein erleichterter Einstieg in das Thema und ein Grundverständnis möglich sind.
Er führt 3 grundlegende Fragen und gleichzeitig Ansatzpunkte auf, um diese zu beantworten:

1. Kommt bei der zu analysierenden Domain client-seitiges JavaScript zum laden/ändern von Seiteninhalten oder Links zum Einsatz?

  • Den Kunden bzw. die Entwickler fragen.
  • JavaScript deaktivieren und einige manuelle Tests anhand der Seitenvorlage durchführen (z.B. mithilfe des Chrome Web Developers Plugin).

2. Sieht Google den Inhalt so wie es vorgesehen ist?

  • Nutzung von Googles Tool zum Test auf Optimierung für mobile Geräte.
  • Einen Textausschnitt mithilfe einer site:search Anfrage googlen.
  • Crawl mit einem JavaScript-fähigem Crawler durchführen (z.B. Screaming Frog).

3. Welche Empfehlungen können gegeben werden, wenn Google die Inhalte nicht erkennen kann?

  • Serverseitiges Rendering nutzen.
  • Hybridlösungen (z.B. isomorph). In diesem Modell lädt der Client die erste Anfrage auf dem eigenen Server und alle zukünftigen Anforderungen werden dann client-seitig vorgenommen.
  • Kein AJAX nutzen.

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