Black Friday Vorbereitung – an was solltest du denken?

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Nicht mehr lang hin und es ist so weit. Die wohl konzentrierteste Shoppingaktion im Jahr steht vor der Tür und zahlreiche Merchants sind bereits mitten in den Vorbereitungen zum Black Friday. Damit auch alles reibungslos abläuft, sollten Merchants einige Punkte beachten. Wir haben zusammengefasst, was vorab und im Nachgang an Maßnahmen ergriffen werden sollten, um den schwarzen Freitag erfolgreich zu gestalten.

Vor dem Black Friday

Angebote festlegen

Nicht nur Merchants, sondern auch Nutzer warten sehnlich auf den Black Friday. Um den Erwartungen der Nutzer zu entsprechen, müssen die richtigen Angebote bereitgestellt werden. Wichtig: Zum Black Friday sollten keine halben Sachen gemacht werden. Entweder man stellt wirkliche Knüller-Angebote bereit, oder man spart sich direkt den ganzen Aufwand. Die Nutzer erwarten an diesem Tag erhebliche Reduktionen. Werden nur durchschnittliche Rabatte angeboten, erhält man im besten Falle viel Traffic, aber keine Verkäufe, da Konkurrenten den besseren Preis haben. Zudem muss gesichert sein, dass der Warenbestand ausreichend ist, um die zahlreichen Nutzer bedienen zu können. Es sollte also ausreichend Recherche und Zeit in die Auswahl der Angebote gesteckt werden.

Budget festlegen

Gute Angebote sollten natürlich gebührend beworben werden. Dazu wird von den Partnern zumeist ein Fixbetrag fällig. Diese können im kleinen Hunderter-Bereich liegen, aber auch tief in den fünfstelligen Raum reichen. Zu bedenken ist an dieser Stelle, dass nicht nur die Platzierung selbst den Erfolg der Aktion ausmacht, sondern auch die Attraktivität des Angebots. Wenn der Rabatt also sehr attraktiv gewählt ist, werden Nutzer das Angebot auch eher finden bzw. werden Affiliates auch von sich aus das Angebot prominent einbinden.

Lizenzen prüfen

Wie auch schon im vergangenen Jahr ist es wichtig, auch die rechtlichen Aspekte im Blick zu haben. Wenn der Wortlaut „Black Friday“ in die eigenen Maßnahmen integriert werden soll, so muss eine entsprechende Lizenz beim Inhaber der Markenrechte erworben werden. Andernfalls muss auf alternative Bezeichnungen ausgewichen werden.

Landingpage erstellen

Um Nutzer am Stichtag schnell die notwendigen Informationen zu liefern und das Angebot ansprechend darzustellen, lohnt es sich, eine Landingpage zu erstellen.

Serverkapazitäten sicherstellen

Je nach Intensität der Werbemaßnahmen und der Attraktivität des Angebotes kann es zum schwarzen Freitag zu erheblichen Traffic Spitzen kommen. Merchants sollten sicherstellen, dass der Shop unter diesen Spitzen nicht zusammenbricht. Andernfalls würden potenzielle Nutzer verloren gehen. Im Zweifelsfall können auch Landingpages ausgelagert werden, so dass nur tatsächlich interessierte Nutzer in den Shop geleitet werden. Dann ist aber darauf zu achten, dass der Weg für den Nutzer zum Kauf nicht zu lang und kompliziert wird.

Platzierungen buchen

Wenn das Budget festgelegt wurde, kann es auf die Werbepartner aufgeteilt werden. Dazu sollte man sich einen Überblick über mögliche Platzierungen einholen und dann die attraktivsten heraussuchen. Der Fokus bei der Auswahl sollte vor allem auf der thematischen Relevanz des Partners sowie der Reichweite der Platzierung liegen. In individuellen Verhandlungen lassen sich oft auch noch kleine Boni – etwa in Form von zusätzlichen Platzierungen oder Rabatten – verhandeln. Bei der Recherche von passenden Platzierungen können beispielsweise die Affiliate Netzwerke weiterhelfen.

Werbemittel erstellen

Damit alle Affiliates die Möglichkeit haben, die Angebote im gewünschten Wege zu bewerben, müssen die richtigen Werbemittel bereitgestellt werden. Dazu zählen vor allem ein Bannerset, welches die besten Angebote in den richtigen Formaten herausarbeitet, sowie Textlinks, welche auf einzelne Angebote oder auch eine Landingpage verlinken. Zudem sollten die Angebote auch im Produktdatenfeed abgebildet werden, um weitere Nutzer zu erreichen. Das Einstellen der Angebote in die Gutschein- und Aktionstools der Affiliate Netzwerke informiert weitere Publisher.

Affiliates informieren

Das beste Angebot bringt nichts, wenn es nicht an die Nutzer kommuniziert wird. Deshalb sollten die zahlreichen Sprachrohre – die Affiliates – darüber informiert werden. Mindestens sollte ein Newsletter an alle Partner mit relevanten Infos zur Aktion (Produkte, Preise, Landingpage, …) gesendet werden. Besonders vielversprechende Affiliates sollten direkt kontaktiert werden.

Tracking sicherstellen

Da zum schwarzen Freitag teilweise erhebliche Budgets investiert werden, ist es wichtig, dass man im Anschluss an die Aktion auch deren Erfolg detailliert auswerten kann. Dazu können gesonderte Trackingparameter an alle Links angehangen werden. So lässt sich der Traffic später gut segmentieren und der Erfolg einzelner Maßnahmen detailliert bewerten. Die Erkenntnisse aus den Auswertungen sollten dann im nächsten Jahr für weitere Investitionen und Maßnahmen zu Rate gezogen werden.

Nach dem Black Friday

Umsatz- und Trafficdaten mit Kosten anreichern

Trackingtools erfassen Umsatz- und Nutzerdaten ohne Mühe. Leider werden Investitionen in einzelne Platzierungen (Fixkosten) nicht standardmäßig erfasst. Mit einem nachträglichen Import von Kostendaten können diese allerdings auch zu Auswertungen herangezogen werden. Beispielsweise ist dies in Google Analytics auf Kampagnenebene möglich. Wurden bei den Platzierungen utm-Parameter verwendet, können die Kostendaten eindeutig den Platzierungen zugeordnet werden.

Auswertung der Platzierungen

Wenn durch Kampagnenparameter die Voraussetzungen geschaffen wurden, sollten alle Maßnahmen detailliert ausgewertet werden. Interessant sind z.B. Kennzahlen wie

  • Anzahl Sitzungen/Klicks
  • Anzahl Verkäufe
  • Umsatz (es sollte bedacht werden, dass Nutzer zum Black Friday zumeist nur einzelne Produkte – nämlich das Angebot – kaufen und der Warenkorb damit tendenziell geringer ist)
  • Generierte Neukunden
  • ROI
  • Kosten-Umsatz-Relation
  • Seitenladezeit (Wichtig, um für das nächste Jahr – falls notwendig – weitere Maßnahmen zur Optimierung zu ergreifen)

Identifizierung von Toppartnern und Festhalten von Learnings

Im Rahmen der Auswertung sollten Partner identifiziert werden, welche besonders gute Ergebnisse erzielt haben. Diese und alle weiteren Erkenntnisse der Auswertung sollten schriftlich festgehalten und gespeichert werden. Im nächsten Jahr können dann anhand dieser Erkenntnisse erneute Fehltritte vermieden und besonders gute Maßnahmen wiederholt werden.

Zusammenfassung

Bei Beachtung aller oben genannter Punkte wird nicht nur der diesjährige Black Friday zum Erfolg. Auch für kommende Jahre kann eine Wissensbasis aufgebaut werden, um zukünftig immer effizienter zu werben. Natürlich lassen sich die Punkte auch auf beliebige andere Aktionen übertragen, insofern diese den gleichen Aufwand rechtfertigen.

Alle Punkte in Kürze:

  1. Angebote festlegen
  2. Budget festlegen
  3. Lizenzen prüfen
  4. Landingpage erstellen
  5. Serverkapazitäten sicherstellen
  6. Platzierungen buchen
  7. Werbemittel erstellen
  8. Affiliates informieren
  9. Tracking sicherstellen
  10. Umsatz- und Trafficdaten mit Kosten anreichern
  11. Auswertung der Platzierungen
  12. Identifizierung von Toppartnern und Festhalten von Learnings

Stefan ist seit November 2011 Teil des Projecter-Teams. Mit seinem Interesse an der „Maschine“ Internet ist er dort auch gut aufgehoben. Stefan ist ursprünglich als Werkstudent auf der Suche nach Praxiserfahrung zu Projecter gekommen und hat im Oktober 2011 sein Bachelor-Studium der Angewandten Mathematik abgeschlossen. Nach Traineeship und vier Jahren als Account Manager leitet Stefan seit Februar 2016 den Affiliate Kanal und das Analytics Team.


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