Vermarkter-Ranking in Deutschland

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Wer sind eigentlich diese Vermarkter?

Als Vermarkter werden in der Online-Branche Unternehmen bezeichnet, die Werbeplätze auf verschiedenen Webseiten verkaufen.

Oft handelt es sich um große Medienunternehmen, die die Webseiten selbst auch betreiben. Dazu gehören beispielsweise Axel Springer Media Impact, SevenOne Media oder G+J e|MS. Es gibt aber auch Vermarkter, die ein Netzwerk von Webseiten anderer Webseitenbetreiber vermarkten. Hierzu zählen zum Beispiel Netpoint Media, iq digital oder Ströer Digital. Es handelt sich bei Vermarktern also um Unternehmen, die ihr Geld mit dem Verkauf von Online-Werbeplätzen verdienen. Es ist durchaus möglich, Werbeplätze auf diesen Webseiten über das Google Display Netzwerk einzukaufen. Für Premiumplatzierungen mit garantierter Sichtbarkeit und ausgefallenen Formaten sollte man die Webseiten aber direkt über die Vermarkter buchen.

Einen Überblick über die Vermarkter-Landschaft in Deutschland bietet die AGOF, die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. Das ist ein Zusammenschluss von Online-Vermarktern, welcher Untersuchungen zu Reichweiten und Strukturdaten von Online-Werbeträgern veröffentlicht. Quartalsweise erscheint die Studie „digital facts“, die Informationen zu Internet und Mobile beinhaltet. Außerdem veröffentlicht die AGOF eine Liste der Top 20 Vermarkter mit dem meisten Traffic. Aktuell liegt InteractiveMedia CCSP an erster Stelle mit 37,25 Mio. Nutzern, die monatlich auf den Seiten dieses Netzwerkes surfen.

Darstellung der Top 20 Vermarkter in Deutschland

Welche Webseiten gehören zu welchem Vermarktungspartner?

Alle Seiten aufzulisten wäre eine ziemlich umfangreiche Angelegenheit. Wir beschränken uns daher auf einige wenige Beispiele. Komplette Listen findet man bei Bedarf in den jeweiligen Mediadaten der Vermarkter.

Die Top Vermarketer in Deutschland und ihre Webseiten

Wie viel kostet Werbung bei den Top 20 digitalen Vermarktern?

Um Werbung auf den meist hochwertigen Premiumseiten dieser Vermarkter zu platzieren, wird ein Vertrag auf TKP-Basis abgeschlossen. D.h. Werbetreibende zahlen einen festen, zuvor definierten Betrag pro tausend Einblendungen. Im Vergleich zu Google AdWords, das als Bietsystem auf CPC-Basis abgerechnet wird, sind die Preise für direkte Premium-Buchungen hier um ein Vielfaches höher. Auf der Startseite von Spiegel Online zum Beispiel kostet eine Festplatzierung pro Tag mit dem Format Wallpaper 71.200,00 € (Quelle: http://www.spiegel-qc.de/medien/online/spiegel-online/preise). Werbetreibende haben damit die Garantie, dass ausschließlich ihre Werbung an dieser Stelle ausgespielt wird. Für die Markenbildung großer Unternehmen ist dies durchaus eine relevante Maßnahme. Viele Vermarkter bestehen außerdem auf ein Mindestbuchungsvolumen, das sich meist zwischen 1.500 € und 4.000 € bewegt.

Fazit

Für Werbetreibende mit kleineren Budgets bietet sich dann doch eher das Google Display Netzwerk an, wo Laufzeiten und Budgets sehr flexibel eingestellt werden können. Wer kurzfristig sehr großen Werbedruck für seine Marke aufbauen möchte, ist bei den Premium-Vermarktern aber genau richtig.

 

Anja unterstützt seit März 2016 das Projecter-Team als Account Managerin für die Kanäle SEA und Media Buying. Neben Google Adwords kümmert sie sich um Display Kampagnen im Branding und Performance Bereich.

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