Die besten Google-Ads-Filter für die Performance-Optimierung

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Auch in Zeiten von Smart Bidding ist das Verwalten von Google-Ads-Konten immer noch mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Das gilt vor allem für großen Konten, die sehr granular aufgebaut sind und/oder noch nicht in vollem Umfang auf automatisierte Gebotsstrategien wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS setzen. Um hier den Überblick zu behalten und Stärken und Schwächen schnell identifizieren zu können, sind die Filtermöglichkeiten in Google Ads immer noch die beste Option.

Mithilfe von Filtern Leistungsdaten leichter verstehen und interpretieren

Mit den richtigen Filtern ist das Analysieren und Optimieren der Kampagnen ein Kinderspiel. Durch gezieltes Abfragen der Kennzahlen ist im Nu ersichtlich, an welchen Stellen es hakt und wo man noch mehr herausholen kann. Grundsätzlich sind Filter auf allen Ebenen im Konto verfügbar. Sie verstecken sich in der horizontalen Menüleiste und sind kontextsensitiv: Die Filteroptionen variieren also je nachdem, ob man sich auf Kampagnen-, Anzeigengruppen-, Anzeigen- oder Keyword-Ebene bewegt. Einzeln eingesetzt, halten sich Aussagekraft und Interpretationsmöglichkeiten in Grenzen. Spannend wird es erst, wenn man verschiedene Filter miteinander kombiniert. Praktischerweise lassen sich diese Kombinationen auch abspeichern, sodass man sie jederzeit ohne großen Aufwand abrufen kann.

Im Folgenden möchten wir euch die Filter vorstellen, die aus unserer Sicht besonders wichtig für den Optimierungsprozess sind. Einige davon sind vor allem dann für euch relevant, wenn ihr die Gebote mit manuellem oder auto-optimierten CPC steuert. Andere lassen sich auch sinnvoll auf Kampagnen und Anzeigengruppen mit automatisierten Gebotsstrategien anwenden. Achtet außerdem auf den Abfragezeitraum: Es ist wenig sinnvoll, Maßnahmen anhand von Kennzahlen abzuleiten, die nur auf wenigen Tagen beruhen. Für eine fundierte Betrachtung empfehlen wir bei der Abfrage mindestens die letzten 30 Tage zu berücksichtigen.

Filter, mit denen ihr Kostentreiber identifiziert

Kosten > X, Conversions < 0,1

Diesen Filter könnt ihr auf allen Ebenen anwenden. Er verrät euch, welche Kampagnen, Anzeigengruppen oder Keywords hohe Kosten verursachen, aber keine Conversions generieren. Wie Wert X aussieht, ist abhängig vom jeweiligen Konto. In jedem Fall müsst ihr hier tätig werden: Bevor ihr solche Kostentreiber aus dem Konto entfernt, solltet ihr erst einmal versuchen zu optimieren, indem ihr die Gebote senkt bzw. den Ziel-CPA oder Ziel-ROAS anpasst.

Filter “Kosten > X, Conversions < 0,1” auf der Keyword-Ebene

Klicks > X, Conversions < 0,1

Hierbei handelt es sich um eine leichte Abwandlung der zuvor genannten Filterkombination, die besonders auf Keyword-Ebene interessant ist. Damit könnt ihr Keywords ausfindig machen, die zwar viele Besucher bringen, von denen aber keiner konvertiert. Fragt euch, ob diese Keywords tatsächlich relevant für eure Seite sind oder ob die Landingpage bzw. der Conversion-Prozess optimiert werden muss. Letzteres ist zweifelsohne leichter gesagt als getan.

Conversions > X, Kosten/Conv. > Y

Sollt ihr auf einen bestimmten Ziel-CPA optimieren, ist es unabdingbar, jene Keywords und Anzeigengruppen zu prüfen, bei denen die tatsächlichen Kosten pro Conversion signifikant über dem angestrebten Zielwert liegen. Wichtig: Eine einzige Conversion hat keine Aussagekraft, für eine fundierte Einschätzung sollten unbedingt mehrere Conversions vorliegen. Ist der CPA zu hoch, könnt ihr durch niedrigere Gebote entgegenwirken oder versuchen, die Conversion-Rate durch OnPage-Optimierungen zu erhöhen.

Filter, mit denen ihr Wachstumspotenziale aufspürt

Status: Unter dem Gebot für erste Seite, Conversions > X, Kosten/Conv. < Y

Keywords, die Conversions zu einem niedrigen CPA erzielen, aber unter dem Gebot für die erste Seite liegen, haben ein hohes Potenzial. Durch eine bessere Anzeigenposition könnten sie möglicherweise noch mehr Conversions generieren. Es empfiehlt sich, die Gebote zu erhöhen oder die Keywords in eine eigene Anzeigengruppe oder Kampagne auszulagern. Vergesst anschließend aber nicht, die Conversion-Kosten speziell für diese Keywords im Auge zu behalten.

Conversions > X, Kosten/Conv. < Y, Anteil an entg. Impr. im SN (Budget) > Z

Anzeigen in gewinnbringenden Kampagnen sollten möglichst oft ausgespielt werden. Mit obigem Filter könnt ihr herausfinden, ob euch in diesen Kampagnen Impressionen verloren gehen, weil das Budget zu gering und damit zu schnell ausgeschöpft ist. Die Lösung in diesem Fall ist simpel: Erhöht das jeweilige Budget. Habt ihr nur ein begrenztes Gesamtbudget zur Verfügung, prüft, ob ihr Budget von anderen Kampagnen abzwacken könnt.

Conversions > X, Kosten/Conv. < Y, Anteil an entg. Impr. im SN (Rang) > Z

Analog dazu könnt ihr mit dieser Filterkombination jene Keywords unter die Lupe nehmen, die zwar rentabel sind, aber Impressionen aufgrund eines zu niedrigen Anzeigenrangs verlieren. Dieses Problem ist schwieriger zu lösen, da es in so einem Fall nicht unbedingt ausreicht, die Gebote zu erhöhen. Sollen eure Anzeigen auf einer höheren Position ausgespielt werden, ist es mitunter erforderlich, den Qualitätsfaktor zu verbessern.

Fazit

In Google Ads stehen unzählige Filter zur Verfügung, die für die Daten-Auswertung und Performance-Optimierung genutzt werden können. Die oben genannten Filterkombinationen zeigen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten auf, sind aber ein guter Ausgangspunkt, um Kostentreiber und Wachstumspotenziale rasch zu identifizieren.

Nadine ist seit Februar 2019 für Projecter tätig und unterstützt das Team als SEA-Specialist im Bereich Suchmaschinenmarketing. Zuvor hat sie viele Jahre im Online-Marketing für ein Hamburger Verbraucherportal sowie für das Preisvergleichsportal billiger.de gearbeitet.

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