Mit dem Kopf durch die Wand – Instagram Tools die dein Leben erleichtern

geschrieben am in der Kategorie Social Media Marketing von

Instagram macht Marketern das Leben momentan recht schwer: Posten, Kommentieren, Liken und Folgen gehen auf den ersten Blick nur von der mobilen App aus. Doch nicht mit uns! Wir zeigen euch, mit welchen Tools ihr eure Kampagnen auf Instagram organisieren und professionelles Community Management betreiben könnt.

Die Aufgaben eines Instagram Community Managers kann man in vier Teilbereiche unterteilen.

Überblick Instagram Alltag

 

1. Beobachten

Zunächst geht es darum den Kosmos Instagram zu erforschen und zu beobachten. Welche Themen rufen viele Interaktionen hervor, wer tummelt sich auf Instagram und was macht eigentlich mein Konkurrent?

Trending Topics

Im ersten Schritt der Content Planung ist es sinnvoll herauszubekommen, über welche Themen aktuell auf Instagram gesprochen wird. Für die Recherche der Trending Topics gibt es eine Reihe von Tools. Unser Favorit ist oninstagram, denn hier muss man nicht – wie bei den meisten Tools – ein bestimmtes Hashtag eingeben und erhält dann den Score, sondern man bekommt die Top Hashtags präsentiert und kann sich danach eine Liste von relevanten Themen erstellen. Zusätzlich kann man nach Ländern filtern sowie die Top Profile, Places und Städte recherchieren. Die Nutzung von oninstagram ist kostenlos.

oninstagram

 

Influencer Recherche

Influencer kommen in allen sozialen Netzwerken vor und verzeichnen eine große Anzahl an Abonnenten, welche die Meinung des Influencers stark wertschätzen. Durch Kooperationen ist es möglich, die eigene Marke in diesem Umfeld zu platzieren und damit starken Einfluss auf die eigene Zielgruppe auszuüben. Einige Tools ermöglichen die Recherche wichtiger Influencer. So zum Beispiel InfluencerDB, welches sowohl als eingeschränkte Free als auch als Premium Version genutzt werden kann.

Nach Eingabe des Hashtags können die Profile nach Zahl der Follower, Kategorie, Sprache und weiteren Social Media Kanälen gefiltert werden. Heraus kommen Profile, die nach ihrem Instagram Score geordnet dargestellt werden. Neben dem Score wird die Zahl der Follower, die Wachstumsrate des Profils sowie der Werbewert angezeigt.

Klickt man auf ein Profil, werden noch weitere Werte, wie etwa die Social Media Reichweite und das Instagram Engagement angezeigt.

influencerdb

 

Konkurrenz

Es gibt nur wenige Tools, die einen direkten Konkurrenzvergleich ermöglichen. Vor allem, wenn man den eigenen Kanal einem Mitbewerbern gegenüberstellen will. Hier sind wir großer Fan von Fanpage Karma.

Fanpage Karma ist ein kostenpflichtiges Tool, mit dem man verschiedene Accounts anhand unterschiedlicher Kennzahlen miteinander vergleichen kann. Dabei lassen sich die Kennzahlen individuell wählen und nach eigener Priorität anordnen. Welcher der Accounts besitzt die meisten Follower? Wo herrscht das meiste Engagement? Wer erzielt mehr Likes? Das alles ist sehr schnell und übersichtlich darstellbar.

Man kann aber noch viele Ebenen tiefer gehen und einzelne Accounts direkt miteinander vergleichen, deren Inhalte und erzieltes Engagement auswerten, Top Posts anzeigen lassen und den Erfolg der genutzten Hashtags ermitteln. Übersichtliche Reportings als Powerpoint oder Excel fassen schließlich alle Kennzahlen zusammen.

Fanpagekarma

 

2. Posten

Die bisher vorgestellten Tools waren gut, um das Geschehen auf Instagram zu beobachten und Themen zu identifizieren. Im nächsten Schritt nehmen wir uns die Post Erstellung vor. Wir stellen Tools vor, mit denen wir Hashtags recherchieren, das Bild des Posts bearbeiten, posten und vorplanen und zu guter Letzt auch Instagram Ads schalten können.

Hashtag Monitoring

Steht das Thema des Posts fest, folgt die Auflistung der Hashtags. Nur über die Nutzung relevanter Hashtags wird man als Teilnehmer aktueller Diskussionen wahrgenommen. Unternehmen sollten sich außerdem zumindest einen Hashtag definieren, das für die eigene Marke/Dienstleistung steht und bei jedem Post verwendet wird. Die Community sollte dazu angeregt werden, dieses Hashtag ebenfalls bei relevanten Postings zu verwenden. Doch wie behält man die Nutzung des Hashtags im Blick? Hier empfehlen wir das kostenlose Tool websta.

Mit websta lassen sich nicht nur die Nutzungszahlen des eingegebenen Hashtags ermitteln, sondern es werden auch ähnliche Hashtags angezeigt, die ebenfalls thematisch passen. Außerdem erhält man eine Liste der Nutzer, die das jeweilige Hashtag im Profil angegeben haben.

websta

 

Bildbearbeitung

Mittlerweile gibt es unzählige Apps, mit denen man Fotos für Instagram bearbeiten und optimieren kann. Jedoch wollen wir bevorzugt am Desktop arbeiten und stoßen an die ersten Grenzen. Ein Tool, das wir sehr gern nutzen, ist Canva.

Canva bietet ein Rund-um-Paket aus Filtern, Schrift, Rahmen und Illustrationen. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die kostenpflichtige Business Version (momentan noch in der Beta) ermöglicht es auch, das eigene Logo sowie eigene Schriften zu verwenden.

Canva

 

Posten/Planen

Es gibt verschiedene Tools, die das Posten am Desktop ermöglichen. Aber bei den meisten kommt man nicht um die Nutzung des Smartphones zur endgültigen Freigabe des Posts herum. Einzig bei Schedugram ist kein Smartphone nötig.

Das kostenpflichte Tool erlaubt die Verwaltung mehrerer Accounts. Es können einzelne Bilder, mehrere Bilder gleichzeitig oder auch Videos hochgeladen werden. Die Bildunterschrift sowie der erste Kommentar, inklusive Emoticons, können eingetragen werden. Schließlich hat man die Wahl, ob der Post direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden soll.

schedugram

 

Anzeigen

Um die Reichweite des Inhalts zu erweitern und den Content länger zu beleben, bieten sich Instagram Ads an. Das Management erfolgt über den Facebook Power Editor und ist seit Kurzem in allen Konten möglich.

Das Facebook Werbekonto muss zunächst mit dem Instagram Konto verknüpft werden. Auf Kampagnen-Ebene wird das Ziel – in diesem Fall Webseitenklicks – festgelegt. In der Anzeigengruppe werden die Ausspielung auf Instagram, die Zielgruppe und Gebote ausgewählt. Schließlich wird ein Dark Page Post erstellt. Man sollte also bedenken, dass eine direkte Bewerbung von Instagram Beiträgen derzeit noch nicht möglich ist.

Power Editor

 

3. Interaktion

Neben dem eigentlichen Veröffentlichen der eigenen Posts gehört das Community Management zu den Aufgaben bei der Accountbetreuung. Schließlich gilt hier das Credo: agiere wie ein normaler User. Daher sollten auch andere Posts geliked und kommentiert werden, interessanten Nutzern gefolgt werden oder deren Posts per Repost geteilt werden.

Follower Aufbau

Neben der Nutzung relevanter Hashtags, zu Top Themen oder eigenen Produkten sowie der Einbeziehung von Influencern, ist es wichtig, sich einen Follower Stamm aufzubauen, um eine organische Reichweite zu ermöglichen. Eine Möglichkeit besteht darin, anderen Nutzern zunächst zu folgen. Dadurch werden diese Nutzer auf das eigene Profil aufmerksam und folgen dem Account eventuell ebenfalls.

Auch hier gibt es wieder zahlreiche Tools, die die Recherche und das schnelle Folgen ermöglichen. Wir nutzen dazu getriver.com. Das kostenpflichtige Tool bietet auch ein automatisiertes Follower Management an, das empfehlen wir jedoch nicht. Stattdessen sollte man sich die Zeit nehmen und manuell recherchieren. Dazu können Postings zu den eigenen Hashtags angezeigt werden, gefiltert nach Anzahl der Likes. Außerdem kann man sehen, welchen Nutzern man folgt, diese einem aber nicht zurückfolgen. Auch der eigene Stream, der eigene Feed und die Top Themen können überwacht werden. Kommentieren funktioniert nicht in river, aber Liken und Folgen.

Getriver.com

 

Reposten

Zum Community Management gehört es, Influencer im Blick zu behalten. Posten diese Fotos mit Bezug zum eigenen Unternehmen, dann bietet es sich natürlich an, diese Posts mit der eigenen Community zu teilen. Im Bestfall fühlt sich diese auch angespornt, Bilder mit den Produkten zu veröffentlichen und damit die Reichweite der Marke zu erhöhen.

Für das Reposten gibt es diverse Tools. Jedoch stößt hier der Desktop an seine Grenzen: Kein Tool kann unabhängig vom Smartphone reposten. Eine ganz handliche Lösung bietet Hootsuite, das eine kostenlose sowie kostenpflichtige Nutzung bietet – je nach Anforderung des Nutzers.

Am Desktop kann man sich die Beiträge zum Beispiel anhand von Hashtags filtern und geeignete Postings entdecken. Über das Reshare-Symbol wir der Post automatisch erstellt – zunächst noch mit dem originären Wording. Dieses sollte durch einen eigenen Text und Hashtags ausgetauscht werden. Klickt man dann auf Senden, erscheint auf dem Smartphone in der Hootsuite App eine Benachrichtigung. Der gewünschte Repost kann ausgewählt und in Instagram geöffnet werden. Wichtig ist, dass man zeitgleich in der Instagram App mit dem Konto angemeldet ist – eine Verwaltung mehrerer Accounts gleichzeitig ist somit nicht möglich.

Die bei Hootsuite eingetragene Bildunterschrift wurde automatisch gespeichert und kann in der Instagram App einfach eingefügt werden. Schließlich nur noch den Urheber auf dem Bild markieren und fertig.

Hootsuite-Repost

 

Communitiy Manangement/ Kommentarmanagement

Zum Community Management gehören mehrere Tätigkeiten. Hauptsächlich natürlich das Reagieren auf Kommentare, Folgen anderer Profile und Liken derer Bilder. Für diese Anwendungen nutzen wir SocialHub und iconosquare, die einzeln betrachtet unterschiedliche Vorteile besitzen.

Social Hub ist kostenpflichtig und ermöglicht die Verwaltung mehrerer Accounts und Kanäle (Instagram, Twitter, Facebook) gleichzeitig. Alle eingehenden Kommentare landen in Echtzeit im Dashboard. Antworten darauf können manuell eingeben und mitttels Vorlagen beantwortet werden. Die Zusammenarbeit im Team ist über die Funktion „Zuweisen“ möglich. Außerdem lassen sich Kategorien anlegen, die den jeweiligen Kommentaren zugeordnet werden können. Das ist ganz nützlich, um auszuwerten, welche Art von Kommentaren einlaufen.

Socialhub

 

Iconosquare ist kostenlos und ermöglicht ebenfalls das Beantworten von Kommentaren. Über den Reiter „Manage“ gelangt man zu allen unbearbeiteten Kommentaren, die man abarbeiten kann. In die direkten Antworten können Emoticons eingebunden werden. Auch in diesem Tool laufen Kommentare zu älteren Beiträgen ein.

Ein weiteres Feature von Iconosquare ist die Suche nach Hashtags. Als Ergebnis lassen sich Profile und Postings ermitteln, die das ausgewählte Hashtag verwenden. Darüber hinaus kann man ebenfalls mit anderen Instagrammern kommunizieren, die Bilder liken und den Profilen folgen.

Iconosquare

 

Mentions

Als Community Manager möchte man sehr gern erfahren, wenn einen jemand erwähnt, also auf einem Bild markiert hat. In diesem Fall kann unter dem Post kommentiert, der Post geliket oder dem Instagram Nutzer gefolgt werden. Obwohl es eine wichtige Funktion ist, zeigen die wenigsten Tools Mentions auf. Ausnahme bildet hier InfluencerDB. Ist man mit dem Instagram Account bei InfluencerDB angemeldet, sieht man im Bereich „Mentions“ wie oft man bereits markiert worden ist.

Zusätzlich kann man (in der freien Version) die letzten drei Posts sehen, auf denen man markiert wurde und sich diese genauer ansehen. In der Detailansicht findet man schließlich alle Kommentare zu dem Post und kann sogar direkt darauf reagieren.

InfluencerDB bietet mit der freien Version schon schöne Möglichkeiten. Mit der Bezahlversion werden weitere Suchergebnisse sichtbar.

Mentions InfluencerDB

 

4.  Auswertung

Zu guter Letzt geht es darum, die Ergebnisse zu betrachten und zu analysieren. Zahlreiche Tools bieten Analysemöglichkeiten an. Wir möchten zwei der Tools genauer vorstellen.

Iconsquare

Das Tool Iconosquare bietet schöne und umfangreiche Statistiken an. Dazu einfach in der oberen Navigation den Punkt Analytics auswählen. Über die linke Navigation werden weitere Statistiken zu Wachstum, Interaktionen und Post-Verhalten aufgelistet. Wertvoll ist hier z.B. der Bereich Optimization, der Potentiale zur weiteren Hashtagnutzung oder dem Posting-Zeitpunkt aufzeigt.

Iconosquare bietet einen kostenfreien Zugang an. In der Bezahlversion können Reports exportiert werden.

Auswertung Iconosquare

 

PicStats

Dan Zarrella ist bekannt dafür, komplexe Daten auszuwerten. Mit PicStats erschuf er ein Analysetool, das sehr detaillierte Statistiken aus jedem Instagram Account ziehen kann. Einfach den Nutzernamen auf PicStats.com eingeben.

Neben Statistiken zu Followern und den Posts werden auch die Top Liker oder Top Kommentatoren gezeigt. Es lässt sich sogar auswerten, bei welcher Textlänge oder Hashtaganzahl die Likes und Kommentare unter den Posts am höchsten sind. Auch die Auflistung der Hashtags, die die meisten Likes und Kommentare hervorgerufen haben, ist durchaus spannend.

Insgesamt ein schönes Analysetool, welches kostenlos genutzt werden kann.

Picstats

 

Fazit

Wer Instagram Accounts professionell betreuen möchte und dabei nicht über sein Handy agieren will, kommt um Tools nicht herum. Wir haben unsere Top Tools vorgestellt, mit denen der gesamte Alltag eines Community Managers abgebildet werden kann. Habt ihr Ergänzungen? Dann freuen wir uns auf eure Kommentare!

Lisett ist seit 2013 Teil des Projecter Teams. Sie berät Kunden mit nationaler und internationaler Ausrichtung und entwickelt für diese individuelle Online-Marketing-Strategien. Darüber hinaus übernimmt sie das Projektmanagement für Kanal-übergreifende Projekte, ist Ansprechpartnerin für die Projecter PR und treibt somit die Außenwirkung der Agentur voran.

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  1. mh.
    ich habe mal dieses websta getestet u. die ergebnisse sind:
    http://websta.me/search/leipzig => 0
    andere tags funktionieren durchaus. kann es sein, dass websta.me einen eingeschraenkten datenpool hat?
    lg

    • Hallo Johannes,
      bei mir funktioniert die Hahstag-Recherche für „leipzig“. Komisch, vielleicht war es nur ein kurzer Bug.
      Viele Grüße
      Lisett

  2. Zum Posten vom Desktop aus kenne ich noch Gramblr (kostenlos). Freigabe über das Smartphone ist nicht erforderlich. Verschiedene Filter zur Bildbearbeitung sind ebenfalls verfügbar.

    • Hallo Elke,

      danke für deinen Kommentar. Gramblr haben wir uns auch angeschaut. Es bietet aber den gleichen Service wie schedu.gram und ist ebenfalls kein offizielles Tool für Instagram. Daher haben wir es weggelassen.

      Viele Grüße
      Lisett

  3. Danke liebes projecter team für den fantastischen Artikel! Ihr rockt! LG David & Olli vom SocialHub

  4. Hallo
    Ich möchte gerne meine Erfahrung mit Getriver erzählen – Finger davon!! Innerhalb 24 Std. wurde mein Account gehackt ( über 10K Followers). Als ich mich glücklicherweise wieder einloggen konnte und mein Passwort geändert wurde, verschwand auch die Getriver Followers, so schnell als sie kamen. Innerhalb 2 Tagen waren alle wieder weg. Dh. nur wenn man Euro 49 pro Monat bezahle, bleiben die Followers, sonst ist nichts da! Ein teurer Preis für nichts. Ich warne jeden davon!!!!

  5. Vielen Dank für den nützlichen und Interessanten Artikel, Lisett!
    Zu dieser Liste würde ich auch Combin https://www.combin.com/ unbedingt hinzufügen