Social Media News 08/2026: Instagram hat ein neues Logo, LinkedIn bekämpft den KI-Slop

Zusammenfassen mit ChatGPT

Instagram hat seinem Schriftzug nach zehn Jahren ein Facelift verpasst – und schiebt gleich noch weitere Updates wie einen KI-Schnitthelfer für Reels hinterher. LinkedIn geht unterdessen mit sichtbarem Erfolg gegen den KI-Slop vor: Der „AI Slop“-Button wurde in wenigen Wochen über eine Million Mal geklickt. Und auch bei Meta und Reddit tut sich einiges – von neuen Abo-Optionen bis zu Content, der sich in Kurzvideos verwandelt. Das und noch mehr erfahrt ihr wie immer in unseren Social Media News.

Meta

Erweiterte Abo-Modelle: Meta testet neue KI-Pakete unter „Meta One“

Meta baut seine kostenpflichtigen Abonnement-Angebote über Meta Verified hinaus weiter aus und testet neue Abo-Pakete für KI-Features sowie Plattform-Funktionen auf Facebook, Instagram und WhatsApp. Unter der neuen Dachmarke Meta One startet der Konzern spezialisierte KI-Abos: „Meta One Plus“ (7,99 US-Dollar pro Monat) und „Meta One Premium“ (19,99 US-Dollar pro Monat).

Diese KI-Abos richten sich an Power-User, Creator und Unternehmen, die höhere Kapazitäten sowie stärkere Rechenleistung für komplexe KI-Abfragen, Bild- und Videogenerierungen benötigen. Parallel dazu testet Meta app-spezifische Zusatzabos wie „Instagram Plus“ oder „Facebook Plus“, die Abonnent*innen exklusive Personalisierungen, erweiterte Story-Analysen und Zusatz-Tools bieten. Für Gelegenheitsnutzer*innen bleiben die Standard-KI-Funktionen weiterhin kostenlos.

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Instagram

Instagrams erstes Brand Identity Update seit zehn Jahren

Instagram hat seiner ikonischen Wortmarke das erste umfassende Redesign verpasst: Dabei sollte die „Magie des handgemachten Skripts“ laut Aussage von Metas Design-Team mit einer spürbar cleaneren, moderneren Typografie verbunden werden.

Neben dem aufgefrischten Schriftzug wird das gesamte Markensystem der App erweitert: Der typische Instagram-Farbverlauf wird im System künftig etwas subtiler eingesetzt. Ergänzend kommen neue Schriftarten für die UI und das Content-Layout zum Einsatz: Instagram Sans, Instagram Mono sowie neue Handschrift-Varianten (Instagram Pen).

Vorher-Nachher-Vergleich des Instagram-Wortmarken-Logos (Quelle: onlinemarketing.de)

Adam Mosseri räumt mal wieder mit Algorithmus-Mythen auf

Instagram-Chef Adam Mosseri hat in einem aktuellen Q&A mit hartnäckigen Reichweiten-Mythen aufgeräumt: Die Nutzung externer Schnitt-Apps wie CapCut oder Templify schadet der Reichweite eurer Reels nicht per se. Creator können ihre Videos weiterhin in beliebigen Tools bearbeiten, ohne Reichweiteneinbußen befürchten zu müssen. Worauf der Algorithmus allerdings extrem negativ reagiert, sind sichtbare Wasserzeichen oder Drittanbieter-Logos im exportierten Clip.

Zusätzlich gab Mosseri einen klaren Hinweis zum Veröffentlichungsverhalten: Das Löschen und erneute Hochladen schlecht performender Posts bringt überhaupt nichts. Der Algorithmus bewertet identischen Content beim Re-Upload sehr ähnlich, sodass der Beitrag meist erneut floppt oder der Community durch Doppelungen negativ auffällt.

KI-Schnitthelfer: Instagram startet „First Draft“ für Reels

Instagram will die Erstellung von Reels vereinfachen und rollt mit „First Draft“ ein neues Feature aus, das per Knopfdruck Rohmaterial in einen fertigen Rohschnitt verwandelt. Nutzer*innen müssen dazu lediglich ein oder mehrere Videos in der Kamera oder Galerie auswählen.

Die Funktion schneidet automatisiert Sprechpausen heraus, kürzt die besten Stellen der Clips und fügt sie in wenigen Sekunden zu einem ersten Videoentwurf zusammen. Sämtliche Bearbeitungen bleiben rückgängig machbar, sodass Schnitt und Reihenfolge im Anschluss nach Belieben im vollen Editor angepasst werden können. Die Funktion steht vorerst für iOS-User zur Verfügung.

Die neue „First Draft“-Funktion (Quelle: Instagram via The Verge)

Der offizielle Guide für bessere Captions

Ein gutes Visual zieht die Blicke an, aber erst die Caption entscheidet über Verweildauer, Speicherung und Auffindbarkeit. Instagram hat in einem offiziellen Leitfaden die fünf wichtigsten Punkte für starke Bildunterschriften zusammengefasst:

  1. Die ersten zwei Zeilen müssen fesseln: Da zunächst nur der Anfang sichtbar ist, bevor User auf „mehr“ tippen, muss der Einstieg sofort neugierig machen (z. B. durch Teaser, Fragen oder Steilthesen).
  2. Mehrwert und Substanz bieten: Verfasst Texte, die echte Informationen, persönliche Geschichten oder Checklisten bieten, die User abspeichern oder per DM weiterleiten.
  3. Eindeutiger Call-to-Action (CTA): Formuliert eine klare Handlungsaufforderung, die zum Ziel des Posts passt (z. B. Speichern, Kommentieren oder Link in Bio aufrufen).
  4. Relevante Keywords einbauen: Die Instagram-Suche arbeitet keywordbasiert. Nennt die konkreten Begriffe eures Themas im Text, damit der Algorithmus den Post passenden Suchanfragen zuordnen kann.
  5. Lesbarkeit optimieren: Schafft einen guten Überblick durch kurze Absätze, Zeilenumbrüche und Emojis, damit der Text auf Smartphone-Bildschirmen leicht konsumierbar bleibt.

Apropos: Ihr wünscht euch Support bei eurem Social Media Content? Dann schreibt uns einfach für ein unverbindliches Erstgespräch – wir helfen euch gerne! 💌

Posts und Reels am Desktop terminieren

Instagram erleichtert das Content-Management für Creator und Brands am Desktop und rollt einen neuen Bereich für geplante Inhalte direkt auf Instagram.com aus. Im Menü der Web-Version erscheint dafür bei ersten Accounts die Schaltfläche Scheduled content, über die sich Beiträge, Karussell-Posts und Reels künftig ohne Smartphone terminieren und verwalten lassen.

Der Umweg über die Meta Business Suite oder Drittanbieter-Tools entfällt damit für viele Workflows. Die Funktion baut auf dem In-App-Scheduling auf und ermöglicht das Vorausplanen von Inhalten für bis zu 30 Tage. Das vereinfacht vor allem die redaktionelle Vorbereitung im Team und sorgt für strukturiertere Veröffentlichungszeiten am Desktop.

Im Test: „Catch Up“-Feature für ungesehene Stories

Instagram testet ein gesondertes Story-Feature namens „Catch Up“, das derzeit bei ersten iOS-Nutzer*innen gesichtet wurde. Die Funktion platziert eine eigene Story-Sammlung ganz vorne im dafür vorgesehenen Reiter, noch vor der eigenen Story und den neuesten Beiträgen anderer Profile.

In „Catch Up“ werden ungesehene Stories von Accounts gebündelt, denen die Nutzer*innen folgen. Das Ziel: den Usern eine einfache Möglichkeit zu bieten, relevante Inhalte ihrer Lieblings-Accounts nachzuholen, anstatt sie in der täglichen Story-Flut zu verpassen. Für Creator und Brands bringt das ein echtes Reichweiten-Plus, da ältere oder in der Story-Leiste nach hinten gerutschte Stories nachträglich mehr Story Views erhalten können.

Die neue „Catch Up“-Sammlung vor den regulären Stories (Quelle: @mattnavarra auf Threads)

Reddit

KI-Kurzvideos & Audio-Zusammenfassungen von Posts

Reddit verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum mit mittlerweile über 514 Millionen aktiven Nutzer*innen und baut das Content-Erlebnis auf der Plattform grundlegend aus: Mithilfe von KI werden lange Text-Posts und Diskussionsthreads automatisch in dreiminütige Kurzvideos oder Audio-Podcasts umgewandelt. Der Test läuft bislang nur für eine Stichprobe von Beiträgen in ausgewählten Communities.

Parallel dazu baut Reddit seine Monetarisierung und Werbeformate drastisch aus: Unter anderem wurden Videokommentare und interaktive Ads eingeführt, was der Plattform im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg der Werbeeinnahmen um 64 % bescherte.

Das neue KI-Kurzvideo-Format (Quelle: Reddit)

LinkedIn

Über eine Million Klicks auf den „AI Slop“-Button

LinkedIn geht massiv gegen generische KI-Massenware vor: Der im Juli eingeführte Melde-Button „Seems like AI slop“ wurde von der Community in wenigen Wochen bereits über eine Million Mal geklickt. Schon im Projecter Weekly #29 hatten wir über die ersten Schritte der Plattform berichtet, nun zeigen sich die handfesten Konsequenzen im Feed: Laut LinkedIn-Produktchef Hari Srinivasan erhalten Beiträge, die als KI-Slop eingestuft werden, aktuell rund 40 % weniger Aufrufe.

Analysen verdeutlichen die Dringlichkeit der Maßnahme: Je nach Methodik sind 40 % bis über 80 % der längeren LinkedIn-Beiträge KI-generiert. LinkedIn reagiert auch bei den internen Werkzeugen: Die Funktion „Enhance your post“, die Texte automatisch umgeschrieben hat, wird eingestellt. Ersetzt wird sie durch ein rein sprachliches Proofreading-Tool, das Texte lediglich stilistisch optimiert, ohne die persönliche Note der Autor*innen zu verändern.

Die Option „Seems like AI slop“ (Quelle: Hari Srinivasan auf LinkedIn)

Thementipps für eure Redaktionsplanung

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