LinkedIn Ads: Wie ihr die Anzeigen einfach selbst erstellen könnt

LinkedIn zählt aktuell nicht nur im beruflichen Kontext zu den wichtigsten Social-Media-Plattformen überhaupt. Seitdem das Unternehmen im Jahr 2016 vom Softwarekonzern Microsoft aufgekauft wurde, bleibt der Erfolgskurs ungebrochen. Derzeit nutzen mehr als 850 Millionen Mitglieder das Portal in über 200 Ländern und Regionen weltweit, um ihre Karriere voranzutreiben oder berufliche Kontakte zu pflegen. Da die Mehrheit der Profile sorgfältig erstellt, genutzt und gepflegt wird, bilden die User-Daten eine noch bessere Grundlage für Targeting als bei anderen Plattformen – für euer Unternehmen solltet ihr LinkedIn Ads deshalb mindestens in Betracht ziehen. Von den Voraussetzungen bis zur Schritt-für-Schritt-Anleitung der Anzeigenschaltung: In unserem Blogartikel zeigen wir euch, wie ihr LinkedIn Ads erstellen könnt.

Wofür eignen sich LinkedIn Ads?

Eine LinkedIn-Anzeige bietet Unternehmen sowohl mit nationaler als auch internationaler Ausrichtung die passende Möglichkeit, ihre Zielgruppe im B2B-Bereich erfolgsversprechend zu erreichen. Vor allem ist die Werbung auf LinkedIn eine perfekte Unterstützung bei der langfristigen Steigerung der Brand Awareness, der Lead-Generierung oder der Rekrutierung qualifizierten Personals.

Voraussetzungen zum Erstellen einer LinkedIn-Unternehmensseite

LinkedIn Ads können sowohl von einer Privatperson als auch über eine Business-Präsenz erstellt werden. Für das Aufsetzen einer LinkedIn-Unternehmensseite müssen jedoch folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Das Bestehen eines persönlichen LinkedIn-Profils mit realem Vor- und Nachnamen, welches seit mindestens sieben Tagen existieren sollte.
  2. LinkedIn muss den Profilstatus bereits als „Intermediate“ oder „All-Star“ markiert haben. Dieser Status entwickelt sich mit fortschreitender Ergänzung der Informationen im Profil.
  3. Es müssen schon mehrere Kontakte mit dem Profil vernetzt sein.
  4. Die Beschäftigung muss bei diesem Unternehmen bestehen und deren Bezeichnung muss im Bereich „Berufserfahrung“ hinterlegt sein.
  5. Eine geschäftliche Mail-Adresse muss im Konto aufgeführt sein, deren Domain dem Unternehmen eindeutig zuzuordnen ist.

Conversion-Tracking

Um die Aktivitäten definierter Zielvorhaben auf der Website messbar zu machen, kann auf LinkedIn Conversion-Tracking genutzt werden. Zur Erstellung des Conversion-Trackings gelangt ihr über den Punkt „Analysieren“ im Kampagnen-Manager.

Bevor eine Conversion hinterlegt werden kann, muss allerdings der Insight-Tag als Standardkomponente auf den Einzelseiten der Website eingebunden werden. Für eine leichte Implementierung können aber auch verschiedene Tag-Manager genutzt werden.

Über den Menüpunkt „Conversion-Tracking“ gelangt man zum zweiten essenziellen Punkt, bei dem die gewünschte Conversion erstellt und definiert werden kann: In einem ersten Schritt werden die grundlegenden Einstellungen angegeben. An dieser Stelle kann die Conversion zum einen benannt werden und zum anderen typisiert werden, indem u. a. der Zeitraum der Aktion angegeben wird. Zur Auswahl steht eine Vielzahl von Ereignissen, die im Folgenden exemplarisch aufgeführt sind:

Im zweiten Schritt wird die Kampagne ausgewählt, die mit der Conversion verknüpft werden soll. Abschließend erinnert LinkedIn erneut an die Einrichtung des Tracking-Tags, falls dieser nicht bereits im Vorfeld auf der Website integriert wurde. Mithilfe der Angabe der Seiten-URL als Quelle, auf die die User gelangen, wenn bspw. ein Kauf- oder Leadprozess abgeschlossen wird, kann später während der Auswertung nachvollzogen werden, welche Conversion gezählt wurde.

LinkedIn-Anzeigentypen: ein Überblick

Bei LinkedIn stehen den werbetreibenden Unternehmen und Marken mehrere Anzeigenformate zur Verfügung, mit denen unterschiedliche Kampagnenzielen anvisiert werden können.

Im Kern handelt es sich bei gesponsorten Anzeigen um beworbene Posts, die im LinkedIn-Feed angezeigt werden. Damit die Nutzer*innen die Beiträge von regulären Inhalten unterscheiden können, werden diese als „Anzeige“ gekennzeichnet. Lead-Gen-Formulare bieten zusätzlich die Möglichkeit, qualifizierte Leads zu generieren.

Die sogenannten nativen Anzeigen werden sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Endgeräten ausgespielt. Fünf verschiedene Formate können als Sponsored Content verwendet werden:

Unser Tipp: Verwende Direct Sponsored Content, um die Anzeigen für eine bestimmte Zielgruppe zu personalisieren, ohne Veröffentlichung auf der eigenen LinkedIn-Seite!

Text Ads

Text Ads bezeichnen eine einfache Anzeigenvariante, die ausschließlich in der Desktopversion ausgespielt wird. Die Ads befinden sich neben dem Newsfeed auf der rechten Seite oder auf den Profil- bzw. Unternehmensseiten. Text Ads bestehen aus einer Überschrift, einem kurzen Beschreibungstext und einem quadratischen Bild.

Dynamic Ads

Ähnlich wie die Text Ads erscheinen die Dynamic Ads auf der rechten Seitenleiste. Die Besonderheit liegt dabei in der Personalisierung der Inhalte. Das bedeutet, dass die Anzeigen auf die jeweiligen Nutzer*innen individuell angepasst werden, indem deren Profilbild und eine persönliche Ansprache genutzt wird. Hierunter zählen die Follower Ads und Spotlight Ads.

Follower Ads werden genutzt, um neue Follower für die beworbene Firmenseite zu generieren. Die Unternehmenskultur sollte visuell ansprechend und der CI entsprechend kommuniziert werden, um die User zu animieren, dem Content des Unternehmens zu folgen.

(Quelle: LinkedIn)

Mit Hilfe von Spotlight-Anzeigen auf LinkedIn haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen in einem auffälligen Layout zu präsentieren und dadurch die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe effektiv zu gewinnen.

(Quelle: LinkedIn)

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LinkedIn Ads erstellen: eine Step-by-Step-Anleitung

Die Erstellung einer LinkedIn-Anzeige erfolgt ebenso wie auf anderen sozialen Kanälen über einen Self-Service des Netzwerkes: Ihr gelangt über den Menüpunkt „Marketing“ auf der LinkedIn-Startseite in den eigenen Kampagnen-Manager.

Schritt 1: Kampagnengruppe erstellen

Nach einem Klick auf den Button „Kampagne erstellen“ im Drop-Down-Menü werdet ihr aufgefordert, eine Kampagnengruppe zu erstellen. Zunächst kann ein Name für diese Gruppe ausgesucht werden. Am besten wäre es, sich ein bestimmtes System für die Benennung zu überlegen, um später den Überblick über alle Kampagnengruppen bzw. Kampagnen zu behalten. Zunächst empfiehlt es sich, im Entwurfsmodus zu arbeiten, um unbeabsichtigte Anzeigenschaltungen zu vermeiden. Außerdem kann die Laufzeit der Kampagne mit einem Start- bzw. Enddatum versehen werden, um diese zeitlich zu limitieren.

Schritt 2: Kampagnenziel festlegen

Nun kann festgelegt werden, welches Werbeziel ihr mit der Kampagne in eurer Marketingstrategie verfolgt. LinkedIn stellt dafür insgesamt sieben verschiedene Ziele in drei Oberkategorien zur Auswahl:

Angesichts der Tatsache, dass B2B-Kund*innen eine lange Customer Journey durchlaufen, ist es ratsam, passende Werbeziele und -formate für die verschiedenen Phasen des Funnels entsprechend eurer Zielgruppe auszuwählen.

Um erstmalig auf eure Marke aufmerksam zu machen, lässt sich das Bewusstsein der User für eure Produkte und Dienstleistungen über das Kampagnenziel „Brand Awareness“ steigern. Im Bereich „Consideration“, welcher die Mitte des Verkaufs-Funnels abdeckt, könnt ihr über das Ziel „Website-Besucher*in“ die Personen ansprechen, die euer Unternehmen bereits kennen und vermutlich ebenso als interessant einstufen.

Mithilfe des Insight-Tags innerhalb des Conversion-Trackings lassen sich wichtige Informationen über die Besucher*innen eurer Website ermitteln. Diese bieten euch die Möglichkeit, eure Zielgruppenansprache zu verbessern. Über die Zieloptionen im Bereich „Conversions“, wie der „Lead-Generierung“, lassen sich alle wichtigen Daten zu Käufen, Downloads oder Registrierungen ermitteln. Auch hierfür ist die Implementierung des Insight-Tags unabdingbar, um später die Conversions aufschlüsseln und den entsprechenden Anzeigen zuordnen zu können.

Schritt 3: Zielgruppe definieren

Im nächsten Schritt legt ihr die Zielgruppe für eure Werbeansprache anhand verschiedener Parameter fest. LinkedIn bietet hierfür mehr als 200 Targeting-Optionen, wie den Standort, die Sprache, die Tätigkeitsbereiche oder Kenntnisse.

Hierbei zeigt sich der größte Vorteil des Business-Portals im Vergleich zu anderen Social-Media-Kanälen: Da die Mehrheit der Profile sorgfältig für den beruflichen bzw. geschäftlichen Kontext erstellt, genutzt und gepflegt wird, bilden die User-Daten eine vertrauenswürdigere Grundlage für Targeting als bei anderen Plattformen und verringern einen möglichen Werbestreuverlust.

Beim Auswählen der Berufsbezeichnungen gibt LinkedIn weitere Vorschläge mit ähnlichen Jobtiteln an, die zur Verfeinerung eures Targetings genutzt werden sollten.

Schritt 4: Anzeigenformat auswählen

Mit Hilfe der Anzeigenformate können unterschiedliche Ziele erreicht werden. Die einfachste Art der Anzeige ist die Single Image Ad, die einem gesponsorten Beitrag bei Facebook ähnelt. LinkedIn bietet jedoch auch komplexere Formate, wie dynamische Anzeigen oder Video Ads. Ihr könnt euch hierzu auch noch einmal den Anzeigenüberblick im oberen Teil dieses Artikels genauer ansehen, um mehr zu erfahren.

Hinweis: Die Zielsetzung eurer Anzeige wirkt sich auf die Verfügbarkeit für die Wahl der Anzeige aus. Wenn euer Ziel z. B. Website-Traffic ist, wird die Option zum Schalten einer dynamischen Anzeige nicht angezeigt.

In diesem Abschnitt besteht zusätzlich die Möglichkeit, das sogenannte LinkedIn Audience Network zu aktivieren. Dabei werden eure Anzeigen auf weiteren Plattformen von Drittanbietern geschaltet, die eure Zielgruppe aktiv nutzen.

Schritt 5: Budget und Zeitplan festlegen

In diesem Schritt könnt ihr eure Werbekosten, den Zeitplan und die Gebotsstrategie bestimmen. Beim Budget habt ihr die Wahl zwischen einem Laufzeitbudget, Tagesbudget oder beidem. Tendenziell ist es sinnvoll, die Gebote im Rahmen des vorgeschlagenen Bereichs zu wählen, da dies deutlich höhere Return-on-Investments mit sich bringen kann. Beim Zeitplan legt ihr das Startdatum und das Enddatum fest. Wenn ihr nur ein Startdatum angebt, wird die Anzeige kontinuierlich ausgespielt.

Als Gebotsstrategie kann zum einen die maximale Verbreitung ausgewählt werden, bei der das gesamte Budget die besten Ergebnisse erzielen soll, oder aber das manuelle Gebot, bei dem das eigene Gebot entscheidet.

Schritt 6: Conversion-Tracking aktivieren

Da das Conversion-Tracking bzw. der LinkedIn Insight-Tag bereits im Vorfeld erfolgreich implementiert wurde (siehe oben), kann es in diesem Prozesspunkt auf einfache Weise verknüpft werden. Entsprechend der Kampagnenzielsetzung wählt ihr hierzu die Conversion-Einstellung aus, mit welcher die Aktionen der User auf eurer Website nach dem Anzeigenklick erfasst werden können.

Schritt 7: Anzeige erstellen und überprüfen

Abschließend könnt ihr nun eure gewünschte Anzeige einrichten, die euch bereits während der Erstellung als Vorschau vom Kampagnen-Manager angezeigt wird.

Unser Tipp: Im besten Fall sollten mehrere Anzeigen mit variierenden Texten, Bildern und CTAs (Call-to-Actions) angelegt werden, um testen zu können, was insgesamt bei der Community am besten ankommt.

Die Anzeige wird nun von LinkedIn auf die Einhaltung der Standards geprüft. Nach der Freigabe wäre es sinnvoll, diese weiterhin zu beobachten und sich Gedanken zu wichtigen Kennzahlen, wie den Ausgaben, Klicks oder Interaktionen, im Rahmen einer anknüpfenden Auswertung zu machen.

Performt eure Anzeige wie gewünscht? Erhält sie die entsprechende Aufmerksamkeit oder Reichweite? Falls nein, an welchen Parametern oder gestalterischen Elementen könnte es liegen? Was könnt ihr bei einer zukünftigen Anzeigenschaltung verbessern? Verzweifelt nicht direkt, wenn ihr die gesetzten Ziele nicht beim ersten Versuch erfüllt. Zieht eure persönlichen Erkenntnisse heraus, nehmt sie in euren Entwicklungsprozess auf und optimiert alle Auffälligkeiten so gut es geht!

Fazit

LinkedIn Ads bieten vielfältige Targeting-Optionen sowohl im B2B- als auch B2C-Bereich, um die Sichtbarkeit eures Unternehmens zu erhöhen und eure Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten. Wir empfehlen, die verschiedenen Formate von LinkedIn Ads zu prüfen und diejenigen zu wählen, die am besten zu euren Zielen und Bedürfnissen passen.

Es ist ebenfalls ratsam, den Erfolg eurer LinkedIn-Anzeigen regelmäßig zu überwachen und das Anzeigenformat gegebenenfalls mehrmals anzupassen, um das Bestmögliche für den Werbezweck entsprechend eurer Zielvorgaben herauszuholen. Ihr wünscht euch Support? Wir unterstützen euch gerne!

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How to… Anzeigenschaltung auf LinkedIn | E-COMMERCE-NEWS.NET
vor 7 Jahren

[…] How to… Anzeigenschaltung auf LinkedIn […]

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How to... Anzeigenschaltung auf Pinterest |
vor 7 Jahren

[…] in den einzelnen Social Media-Netzwerken. Wie knüpfen an die ersten beiden Netzwerke (Xing und LinkedIn) aus unserer Serie an und stellen euch im dritten Teil Pinterest-Anzeigen bzw. Pinterest Promoted […]