Melanie Fankhänel

User Generated Content – Mehr Reichweite dank NutzerInneninhalten

User Generated Content – das klingt danach, als könnten sich Marketing ManagerInnen entspannt zurücklehnen und die User ihren Job machen lassen und am Ende dann die Früchte ernten. Ganz so ist es zwar nicht, aber warum User Generated Content trotzdem eine wunderbare Art ist, online als Marke zu interagieren, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist UGC?

Als User Generated Content (kurz UGC) bezeichnet man Inhalte, wie Reviews, Bilder, Videos oder Blogtexte, die von KundInnen bzw. NutzerInnen kreiert und verbreitet werden. Die Inhalte zeigen eine Marke oder ein Produkt, ohne dass sie von der Marke in Auftrag gegeben werden. Hier sieht man dann auch schon ganz klar die Abgrenzung zum Influencer Marketing, bei dem der Influencer ja meist von der Marke in irgendeiner Art beauftragt wird, Content zu kreieren. 

Fakten, Fakten, Fakten – Was bringt UGC?

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass UGC als glaubhafter wahrgenommen wird und die Marke menschlicher macht, wodurch auch die Interaktion mit dem Content steigt. 

Wie kann man UGC einsetzen?

Das schöne an UGC: Im ersten Schritt wirkt er erst einmal ganz von allein. NutzerInnen teilen ihre Inhalte in den sozialen Netzwerken und diese werden von anderen NutzerInnen gesehen, die sich dann für das Unternehmen interessieren könnten.

Wer sich aber darauf ausruht, vergeudet das Potential, dass UGC mit sich bringt. Wenn man im ersten Schritt als Marke zusätzlich mit den Inhalten der Fans interagiert, zeigt es, dass die Marke ihre NutzerInnen wahrnimmt und wertschätzt. Das stärkt die Bindung!

Wer noch einen großen Schritt weiter gehen will, bindet UGC aber auch in die eigenen Kommunikationsmaßnahmen ein. Das hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist UGC ein gutes Mittel der Wahl, wenn man als Marke vielleicht keinen unendlich großen Pool an Bild- und Videomaterialien zur Verfügung hat. Zum anderen geben die NutzerInnen aber auch jede Menge kreativen Input von außen – und zwar von genau der Zielgruppe, die man ja mit den eigenen Marketingmaßnahmen ansprechen möchte. 

Best Practices

BMW, Mercedes, Mini – Automotive-Brands setzen auf UGC

In der Automotive-Branche ist die Verwendung von UGC mittlerweile fast unumgänglich. Kein Wunder, denn die Produktion von abwechslungsreichem Content ist in dieser Branche besonders kostspielig. Hier ist UGC eine wunderbare Möglichkeit, um den Pool an Bildern stetig zu erweitern, ohne regelmäßig in großen Fotoshootings neue Assets zu produzieren. Zusätzlich stärkt die Verwendung von Bildern der AutoliebhaberInnen die Kundenbindung enorm. Wer würde sich denn nicht geschmeichelt fühlen, wenn die Lieblingsautomarke das eigene Auto im Feed teilt. Hier haben Automotive-Konzerne einen zusätzlichen Bonus durch ihren Lovebrand-Status.

Airbnb – Mit UGC einmal um die Welt

Auch Airbnb profitiert auf den eigenen Social-Media-Profilen enorm von UGC – und das gleich doppelt. Zum einen hat die Social-Media-Redaktion einen riesigen Pool an Bildmaterial der Airbnb-Hosts, die ihre Wohnungen und Häuser auf der Plattform zur Vermietung anbieten. Zum anderen schießen aber auch die MieterInnen jede Menge schöne Urlaubsbilder, auf denen Airbnb vertaggt wird. 

Coca-Cola – Share a Coke with

Coca-Cola nutzt UGC weniger auf den eigene Plattformen, schafft es aber durch gezielte UGC-Marketingaktionen in den Feed der KundInnen. Ein Beispiel dafür ist die “Share a Coke with”-Kampagne, bei der die Brand regelmäßig Cola-Flaschen mit Namen bedruckt und KundInnen sich auch bedruckte Flaschenetiketten online bestellen können. Das lädt natürlich dazu ein, die Cola-Flasche mit dem eigenen Namen oder lustigen Aufdrucken zu fotografieren und auf Instagram oder Facebook zu posten – und somit andere zu animieren, auch nach Cola-Flaschen mit dem eigenen Namen Ausschau zu halten. 

The Fold Swim – Größenratgeber mit UGC

Screenshot Instagram The Fold Swim 1
Screenshot Instagram The Fold Swim 2
Screenshot Instagram The Fold Swim 3

Der Bademodenhersteller “The Fold Swim” setzt auf echte Menschen statt dünner Models und nutzt Bilder von Usern in der eigenen Bademode, um zu zeigen, wie ihre Kleidung an unterschiedlichen Körperformen und -größen aussieht. Das hilft zum einen den KundInnen dabei zu entscheiden, welche Größe für sie wohl am besten ist, feiert aber zugleich auch Frauenkörper in unterschiedlichen Formen und weicht von der Norm von schlanken, dünnen Models in Bademode ab.

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