Affiliate Auslese Dezember 2019

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Ciao, mach’s gut – 2019 ist Geschichte und schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Und wir alle wissen, was ein Jahr im Online Marketing ist – nämlich fast ein halbes Leben. Zeit also, um kurz in Erinnerungen zu schwelgen und vor allem auch auf die Neuigkeiten einzugehen, die uns im Dezember erreicht haben.

Goodbye 2019 – ein Jahresrückblick

Starten wir doch direkt mit dem Schwelgen in Erinnerungen – und zwar dem Projecter Jahresrückblick für die Affiliate Marketing Branche. Welche Themen haben uns beschäftigt, worüber haben wir uns geärgert und was wünschen wir uns für die Zukunft? Im Blogbeitrag befassen wir uns dabei mit folgenden Themen und wagen nicht nur einen Blick zurück, sondern auch einen Blick nach vorne:

  • Migration affilinet zu Awin
  • Antwort der anderen Netzwerke auf die Migration
  • ITP und ETP
  • DSGVO und ePrivacy
  • Content Commerce
  • Shopping Events

 

 

Wer das Jahr 2019 in chronologischer Reihenfolge nochmals Revue passieren möchte, dem sei der Jahresrückblick bei den KollegInnen vom affiliateblog.de ans Herz gelegt.

Neuigkeiten aus der Branche

Naht die Cookiecalypse?

Im Jahresrückblick geht es (natürlich) auch um das Thema Cookies, Datenschutz, Tracking und Co. Auch wenn das Thema eine Gefahr für unsere Branche darstellt, so gibt es vermehrt Beiträge, die das Thema etwas zu kritisch betrachten und das Ende für Affiliate Marketing oder auch Media Buying heraufbeschwören. Gewinner? Klar, Google! Wichtig ist es jedoch, das Thema dezidiert zu betrachten und keine Punkte zu vermischen. Klar, den Cookies geht es an den Kragen – aber eine zu negativ behaftete Berichterstattung ist nicht zielführend. Ganz im Gegenteil verunsichert sie. Umso schöner, dass prompt eine Antwort in Form einer kritischen Betrachtung folgte. Beide Beiträge sind bei OMR zu finden.

Der Black Friday 2019 – eine Bestandsaufnahme

In der Auslese für November ging es bereits um die weltweiten Shopping Events kurz vor Weihnachten. Nun ist der Black Friday für 2019 ja bekanntlich vorbei und es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Zahlen zu werfen. Dazu ist Robert in die Tiefen der Partnerprogramm-Statistiken abgetaucht und hat die Performance unsere Advertiser unter die Lupe genommen. Betrachtet wurde der Zeitraum der Black Week bis zum Cyber Monday, d.h. 25. November bis einschließlich 2. Dezember. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde als Referenzperiode die Woche um den Singles Day, d.h. vom 4. bis einschließlich 11. November, herangezogen. Was die Auswertung gezeigt hat?

Klicks:

  • Shops, die im Betrachtungszeitraum eine Aktion hatten, konnten 90% mehr Klicks verzeichnen.
  • Shops, die wiederum auf eine Aktion verzichtet haben, konnten jedoch auch 67% mehr Klicks generieren.

Sales:

  • Shops, die im Betrachtungszeitraum eine Aktion hatten, konnten die Sales um 81% erhöhen
  • Shops, die auf eine Aktion verzichtet haben, mussten einen Rückgang von 3% verzeichnen

Umsatz:

  • Shops, die am Black Friday selbst eine Aktion gespielt haben, konnten im Schnitt eine Umsatzsteigerung von 295% erzielen
  • Shops, die am Black Friday auf eine Aktion verzichtet haben, hatten am Black Friday selbst einen Umsatzrückgang von 16%.

Somit lässt sich ableiten, dass auch Shops ohne Aktion vom allgemein gestiegenen Klickvolumen profitieren konnten, die NutzerInnen jedoch eine Aktion erwartet haben. War diese nicht vorhanden, sind die Besucher häufiger ohne Einkauf von der Seite abgesprungen. Wie so oft, gilt es die Ergebnisse natürlich auch kritisch zu hinterfragen: Der letztjährige Black Friday lag sehr nahe an Weihnachten, was das gesteigerte Klickvolumen erklären könnte. Auch ist der Referenzzeitraum im Umkehrschluss weiter von Weihnachten entfernt und der von uns dargestellte Kundenmix natürlich auch kein perfektes Abbild des Markts. Aber unabhängig von aller Kritik lässt sich die Steigerung nicht von der Hand weisen.

Zu diesem Ergebnis kommen auch die KollegInnen von Awin, die sich ebenfalls durch den Daten-Dschungel zum Black Friday gekämpft und folgende interessante Punkte herausgefunden haben:

  • Wird die Zeit vom Black Friday bis einschließlich Cyber Monday betrachtet, so ist der Black Friday der Spitzenverkaufstag – in der DACH Region sogar noch stärker als global.
  • Unabhängig davon wurden um 9 Uhr am Black Friday bzw. Cyber Monday die meisten Transaktionen generiert, wobei um 21 Uhr die meisten Umsätze gemessen wurden.
  • In der DACH Region waren Gutschein- und Cashback-Anbieter vorne dabei, gefolgt von Content-Seiten und Preisvergleichen. Letztgenannte Zahl dürfte natürlich noch höher sein, da diese oftmals nicht im Affiliate Netzwerk, sondern direkt betreut werden. Nach den Preisvergleichen folgen direkt die Meta-Netzwerke sowie Loyalty-Angebote.

Zu einem ähnlichen Ergebnisse kommen auch Tradedoubler sowie Webgains, die jedoch vor allem eine immense Steigerung bei den Content-Partnern erkennen lassen – worunter auch Black Friday Webseiten wie black-friday.de von Simon Gall fallen dürften.

Sparwelt übernimmt Gutscheinportal von Spiegel

Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass es Bewegung bei Gutscheinportalen von großen Verlagen gibt: Ab Januar wird das Gutscheinportal, das unter spiegel.de zu finden ist, von Sparwelt betrieben, die wiederum die Global Savings Group, u.a. cuponation, ablösen. Im Zuge des Website-Relaunch (Spiegel Online wird zu Spiegel) soll auch zugleich eine Neuausrichtung des Gutscheinportals stattfinden. Genauer gesagt gilt es eine engere Verknüpfung von Content und Angebot zu schaffen, was durch Videos, Beiträge und auch Podcasts erreicht werden soll. Wir sind gespannt auf die Entwicklung und freuen uns auf den angekündigten Mehrwert.

Global Savings Group greift nach den Cashback-Sternen

Bleiben wir bei der Global Savings Group: Ende Dezember wurde berichtet, dass Interesse an einer Übernahme des Cashback-Anbieters igraal besteht und bereits eine verbindliche Offerte (35 Mio. Euro und ein Tausch von Anteilen) vorliegt. Igraal, mit Sitz im pariser Vorort Boulogne-Billancourt, gehört in Frankreich zu den stärksten Cashback-Anbietern und ist in Deutschland ebenfalls nicht zu unterschätzen. Ziel der Übernahme ist neben den Synergieeffekten zwischen Gutschein und Cashback auch eine bessere Integration von Angeboten für Verbraucher bei bestehenden und zukünftigen Content Commerce Kooperationen.

 

 

 

 

 

Jetzt gibt’s auf die Ohren – und zwar mit der neuen „Verklickt & Zugenäht“-Folge „Was erwartet uns 2020 im Online-Marketing“.

Publisher

Chrome Extension von Tradedoubler

Als eine Art vorgezogenes Weihnachtsgeschenk hat Tradedoubler eine neue Chrome Extension vorgestellt, die in den Google Suchergebnissen direkt Hinweise auf das Affiliate Programm gibt und zugleich die Provisionen, Aktionen sowie Gutscheine anzeigt. Die Prämisse ist natürlich, dass das Programm bzw. der Advertiser selbst bei Tradedoubler zu finden ist. Die Funktionalität scheint übrigens von affilitizer zu stammen – was wiederum in der eigenen Version noch weitere Netzwerke und Partnerprogramme erkennt. Neben einer Anreicherung der Suchergebnisse kann dank der Extension ein Dashboard aufgerufen werden, welches einen Login erspart. So können die wichtigsten KPIs (Klicks, Umsätze, …) sowie der Kontostand und die nächste Auszahlung ohne Umschweife angezeigt werden.

Weihnachten für Affiliates

Dass Weihnachten für viele Werbetreibende das Hauptgeschäft darstellt, ist bekannt. Peer widmet sich in seinem Blogbeitrag genau diesen Themen und versucht zu klären, ob es sich für Affiliates lohnt, einen stärkeren Fokus auf die Zeit rund um Glühwein, Spekulatius und Christstollen zu legen. Für manche Advertiser (z.B. Hosting oder Versicherungen) hat das Weihnachtsgeschäft nicht die oberste Priorität. Aber es gibt viele Partnerprogramme, die in dieser Zeit mit Rabatten, erhöhten Provisionen, Sales Ralleys oder auch Adventskalendern versuchen, das bestmöglichste herauszuholen und so die Affiliates an der Zuckerstange zu halten.

Im Interview mit Grailify

Wir haben 100 Leute gefragt – nee, stopp mal! Nicht 100 Leute, sondern Edgar Suppes von Grailify! Nachdem wir bereits Simon Gall von Black-Friday.de zu Gast hatten, tauchen wir zusammen mit Edgar in die Tiefen der Sneaker-Welt ein. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie er auf die Idee kam Grailify zu gründen, wie sich sein Startup in den Affiliate Marketing Gefilden entwickelt und wie er die Affiliate Branche an sich einschätzt.

How To: Wie melde ich mich als neuer Publisher bei Awin und Adcell an?

Die erste kleine Hürde für angehende Affiliate Marketer ist oft die Anmeldung im Affiliate Netzwerk selbst. Die KollegInnen von affiliate-deals.de haben sich deswegen den beiden Netzwerken Awin sowie Adcell gewidmet und erklären, welche Schritte nötig sind, um in den Netzwerken aktiv werden zu können.

Merchants

Neue Potentiale entdecken mit SEOkicks

Für Programmbetreiber kann die Suche nach neuen Affiliates eine wahre Herausforderung sein. Die KollegInnen von SEOkicks haben sich genau diesem Thema gewidmet und mit der SEOkicks Affiliate-Suche ein Tool geschaffen, mit dem gezielt Backlinks für alle Partnerprogramme bei Awin ausgewertet werden können. Ausgespuckt werden direkt die jeweiligen Partner inkl. URL, wobei Links hinter gesperrten Redirects nicht erfasst werden können. Es gibt eine kostenlose Variante, die jedoch nicht alle Ergebnisse anzeigt. Die Bezahlvarianten belaufen sich gestaffelt nach Leistungsumfang auf 9,90 € bis 499,90 € im Monat: hier gibt’s mehr Informationen.

De-Duplizierung im Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist die einzige Online Marketing Maßnahme, die eine Reduktion der Werbekosten ermöglicht, obgleich eine Werbeleistung des Affiliates erfolgt ist. Zum einen betrifft das die Umsatzbetrachtung nach erfolgtem Sales Clearing. Wird die Bestellung retourniert, storniert oder ist der Kunde nicht kreditwürdig, erfolgt ein Storno und die Umsätze sowie die Provisionen – und somit auch die Vergütung für die Werbeleistung – werden nicht mehr berücksichtigt. Zum anderen werden die Maßnahmen im Affiliate Marketing auch dahingehend beschnitten, dass mittels einer Tracking-Weiche eine De-Duplizierung stattfindet. Vereinfacht ausgedrückt wird nach dem – aktuell leider vorherrschenden – „Last Cookie Wins“-Attributionsmodell das Affiliate Tracking blockiert, wenn im Anschluss ein Kontaktpunkt mit einer anderen Maßnahme erfolgt ist. In diesem Fall laufen die Sales erst gar nicht im Netzwerk ein. So wirklich konform mit den AGB der Netzwerke ist das nicht, wird jedoch stillschweigend hingenommen. Die KollegInnen von PerformanceIN haben sich dazu Gedanken gemacht und fordern neben einer Abkehr vom aktuellen Attributionsmodell auch mehr Transparenz, sodass für Publisher sowie Netzwerke direkt einsehbar ist, wie eine De-Duplizierung vorgenommen wird. Überschreibt die SEA-Brand Ad oder vielleicht sogar ein Einsprung über die organische Suche? Auch sollten in regelmäßigen Abständen neue Möglichkeiten getestet werden – wie z.B. eine Vergütung nach Assists.

Thementipps für den Januar

Ihr fragt euch, was der Januar fernab von „Neujahrs-Diäten“ an spannenden Terminen zu bieten hat? Dann werft doch einen Blick in unseren Online Marketing Terminplaner. Die aktualisierte Version für 2020 steht seit kurzem in unserem Blog zur Verfügung – inklusive Downloadfunktion in euren Kalender! Und das Schöne? Wir haben die Termine direkt in Kategorien gefasst (z. B. Sport, Technik, Reise, Motor, Gesundheit, …), um es euch so einfach wie möglich zu machen:

Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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