Pinterest und Affiliate Marketing

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Wie kein anderes soziales Netzwerk hatte Pinterest in der Vergangenheit im Affiliate Marketing für Furore gesorgt. Wurden Affiliate Links anfangs toleriert, so folgte Anfang 2015 das Verbot ebenjener. Doch nun wurde das Verbot wieder gelockert.

Was ist Pinterest?

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, welches seinen Nutzern ermöglicht, Bilder oder Videos an eine virtuelle Pinnwand bzw. an ein Board zu „pinnen“. Andere Nutzer können diese Pins kommentieren, teilen oder anderweitig mit diesen interagieren. Der Name Pinterest ist dabei eine Kombination der englischen Wörter „pin“ sowie „interest“. Das lässt auch zugleich das Ziel des sozialen Netzwerks erkennen, nämlich dass der Nutzer seine eigenen Interessen in Form von Pins ausdrücken und somit mit der ganzen Welt teilen kann. Mittlerweile ist Pinterest, in der Praxis auch als Visual Bookmarking Plattform bezeichnet, zu einer visuellen Suchmaschine geworden, die vielen als Inspirationsquelle dient.

Wie verbreitet ist Pinterest?

Fünf Jahre nach dem Launch gab Pinterest Einblick in die offiziellen Nutzerzahlen. So konnte das soziale Netzwerk über 100 Millionen monatliche Nutzer verzeichnen. Von diesen 100 Millionen sollen dabei mehr als 70% aktiv auf Pinterest sein und regelmäßig Fotos und Videos pinnen. Die Suchaktivitäten konnten innerhalb eines Jahres um 81% gesteigert werden, was nochmals die Bedeutung der visuellen Suchmaschine verdeutlicht. Der Großteil der Nutzer von Pinterest, genauer gesagt 56% davon, sind weiblich. Besonders beliebte Bereiche bei Pinterest sind Mode, Lifestyle, Kochen oder auch DIY.

Pinterest

 

Warum sorgte Pinterest im Affiliate Marketing für Furore?

Eine visuelle Suchmaschine, die Pins mit Affiliate Links kombinieren lässt? Sieht nach einer Win-win-Situation aus. Doch Anfang 2015 sorgte Pinterest für Furore und sagte dem Affiliate Marketing den Kampf an. Seit diesem Zeitpunkt war nämlich der Einsatz von Affiliate Links innerhalb von Pins nicht mehr möglich. Vor allem bei Modebloggern sowie dem auf Mode fokussierten Affiliate Netzwerk Rewardstyle sorgte diese Hiobsbotschaft für böse Mienen. Offizieller Grund für das Verbot war wohl die Tatsache, dass Affiliate Links (und natürlich auch andere Verlinkungen) mehrfach zu irrelevanten Pins geführt hätten, die sogar in einem spam-artigen Verhalten mündeten. Um die Qualität der Pins wieder in geregelte Bahnen lenken zu können, entschied Pinterest sich zu diesem harten Cut.

Doch das einstige Verbot wurde nun wieder gekippt, wie Pinterest im Unternehmensblog mitteilt: Ab sofort können Affiliate Links wieder in der visuellen Suchmaschine eingesetzt werden. Mit Hilfe einer neuartigen Spam-Tracking-Technology soll nun sichergestellt werden, dass die jeweiligen Links keinen negativen Einfluss auf die Nutzererfahrung haben. Zusätzlich dazu möchte Pinterest natürlich all diejenigen Nutzer am Ball halten, die innerhalb des Netzwerks sehr aktiv sind – denn davon lebt das Netzwerk letztendlich ja. Ein Schelm, wer denkt, dass Pinterest durch die Bannung der Affiliate Links Einbußen seitens der Aktivität und Nutzer hatte, oder?

Was heißt das nun für Merchants?

Da Affiliate Links nun wieder gesetzt werden können, steigt Pinterest natürlich wieder in der Gunst der Merchants. Vor allem die Bereiche Fashion, DIY oder auch Kochen bieten sich gut an, um die Inhalte der Pins mit den Produkten des Merchants zu kombinieren. Somit macht es durchaus Sinn, etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken und bei Pinterest nach etwaigen Influencern, d.h. reichweitenstarken Partnern, zu suchen. Da Instagram aktuell (noch) gegen eine Platzierung von Affiliate Links ist, erschließt sich somit (wieder) ein nicht zu vernachlässigendes Potential für Pinterest – und somit auch für den Merchant. Nicht unerwähnt soll jedoch bleiben, dass mittlerweile auch versucht wird, Instagram als Publisher-Pool zu erschließen: Diesen Weg schlägt z.B. Zanox mit stylepick.it, Tradedoubler mit Curalate oder auch Torben Leuschner & Co. mit dresslikeme.com ein.

Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit September 2015 betreut er als Account Manager nun Kunden in den Kanälen SEA und Affiliate Marketing. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von AdWords, BingAds & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder