Serie: Ein eigenes Affiliate Projekt starten (Teil4)

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In den ersten Teilen dieser Serie wurde das fiktive Affiliate-Projekt aufgebaut: Zunächst ging es darum die zündende Idee zu finden und die eigene Nische zu besetzen, dann musste das passende Partnerprogramm gefunden werden und zu guter Letzt wurde es konkret mit dem Aufbau einer Affiliate-Webseite.

Jetzt steht also das neue Projekt. Damit ist es aber nicht getan, denn es muss fortwährend gepflegt werden, um die entsprechenden Erfolge zu erzielen. Wie viel Arbeit ab jetzt investiert wird bzw. investiert werden muss, hängt ein bisschen vom konkreten Projekt und der Zielstellung ab.

Nischenwebseiten

Um bei den genannten Beispielen aus den vorhergehenden Artikeln zu bleiben: Hat man sich eine winzige Nische gesucht, die man schnell besetzen konnte, ist es vermeintlich leichter den entsprechenden Traffic für diese besagte Nische „Hundefön“ zu bekommen. Man kann mitunter schon ohne großes Zutun auf den vorderen Plätzen in der Suchmaschine landen, eben weil zuvor einfach kein passendes Suchergebnis vorhanden war. Der Faktor Linkbuilding könnte hier also unter Umständen vernachlässigt werden. Allerdings muss klar sein, dass das Suchvolumen wegen der kleinen Nische auch nicht atemberaubende Zugriffszahlen einbringen wird. Hier wäre also der Wahlspruch „Kleinvieh macht auch Mist“ und so müsste man zahlreiche kleine Webseiten zu unterschiedlichen Nischen zusammenbasteln, was natürlich auch Aufwand bedeutet. Mit etwas Geschick läuft das dann aber ganz nach dem Prinzip „Set and forget it“.

Großprojekte

Der wahrscheinlich häufigere Fall ist ein Affiliate-Projekt, das sich dem Thema etwas ausführlicher annähert. Es muss ja nicht gleich das umfassende Hundeportal für alle Rassen, begonnen bei Hundetraining bis hin zu Nahrungsergänzung sein, aber selbst das Thema Hundefrisuren für Pudel sollte einiges an Inhalten zulassen, wo dann am Ende auch der Hundefön nicht fehlen darf. Hier ist man dann auch schon nicht mehr alleine in der Nische. Das heißt aber auch, dass man besser als die Konkurrenz sein muss. Natürlich sollte man dann erst einmal bessere Inhalte liefern, doch ganz ohne Zusatzaufwand kommt man dann doch nicht aus. Man muss sich also ein paar Gedanken zum Projektmanagement machen.

Strategie und Organisation

Selbstverständlich hat man sich auch schon vorher Pläne gemacht, was man in etwa erreichen will. Nicht umsonst hat man bei der Auswahl der Nische und des Partnerprogrammes sorgfältig recherchiert. Für den Fortgang des Affiliate-Projektes ist es aber wichtig am Ball zu bleiben, Ziele und Strategien zu entwickeln und die Umsetzung auch zu kontrollieren. Welche Standardabläufe gibt es hier?

Inhaltsplanung

inhalte„Content is King“ (nur, um diesem Beitrag eine weitere Phrase zuzufügen) gilt nach wie vor und somit wird der Anfang mit hochwertigen Inhalten gemacht. Die einmalige Erstellung reicht aber nicht aus, denn das Projekt sollte weiter wachsen. Man sollte aber genauso wenig einfach drauflos schreiben, sondern Zugriffe auf die Webseite beobachten (z.B. mit Google Analytics) und auswerten, welche Themen relevant erscheinen. Genauso eignet sich eine Keywordrecherche, um neue Beitragsthemen aufzutun oder einfach der Blick auf die Konkurrenz, um zu sehen, welche Themenfelder es noch zu besetzen gilt. So müssen allein in diesem Bereich Prozesse für die Auswertung, Recherche, Erstellung und Verbreitung der eigenen Inhalte entwickelt werden. Hört sich nach Arbeit an? Ist es auch, aber wer besser sein will als die Konkurrenz muss eben auch etwas tun.

Webseitenoptimierung (Onpage)

Neben den Inhalten muss auch die Struktur der Webseite gewissen Ansprüchen gerecht werden. Im Idealfall achtet man bereits beim Aufbau der Seite auf eine saubere und optimierte Programmierung. Damit sind vorrangig SEO-Maßnahmen gemeint. Neben dem Code und anderen Onpage-Maßnahmen läuft dieser Optimierungsprozess einher mit der Inhaltserstellung, denn die Recherche für neue Inhalte sollte sich nach Keywords richten, die entsprechendes Volumen und Conversions versprechen. Auf diese Keywords wird dann auch die jeweilige Unterseite optimiert. Dieses Spiel von Ausbau und Optimierung wird eigentlich ewig fortgeführt. Irgendwo gibt es immer etwas zu tun.

Webseitenoptimierung (Offpage)

Abgesehen davon, die eigene Seite an sich zu pflegen, ist es auch nötig die Seite in den Suchmaschinenrankings zu pushen, um an den gewünschten Traffic zu kommen. An dieser Stelle kommt man ohne Links von anderen Webseiten und sonstigen Quellen nicht weiter. Hier ist also vor allem der Linktausch gemeint. Um Links von anderen Webseiten einzusammeln, hat man aber auch eine gewisse Vorarbeit zu leisten.

Erst einmal müssen wieder Recherchen geleistet werden, um passende Linktausch-Partner zu finden, die themenrelevant sind. Dafür ist ohnehin zunächst eine Linkaufbau-Strategie nötig. Man sammelt also fleißig Kontaktdaten, welche dann im nächsten Schritt angeschrieben werden müssen, um einen Linktausch zu initiieren. Daraus ergeben sich weitere Prozesse. Die Kommunikation muss auf jeden Fall geordnet erfolgen, um nicht den Überblick zu verlieren. Dann müssen Artikel geschrieben werden, die mit den Partnern getauscht werden können. Man braucht also einiges an Textmaterial, bei dem außerdem die Qualität stimmen muss und der nicht einfach Duplicate Content ist.

Kommen dann diverse Link-Beziehungen zu Stande, müssen diese überwacht werden. Die gegenseitige Verlinkung muss ja dauerhaft bei allen Beteiligten intakt bleiben. Es gibt damit sehr viel Organisationsbedarf. Ist man schon gut dabei, müssen neben dem Aufbau auch die Ergebnisse evaluiert werden. Wurden die strategischen Ziele erreicht? Haben sich die entsprechenden Rankings für die gewünschten Keywords in den Suchmaschinen verbessert? Wo ist ggf. Nachbesserung nötig?

Reporting, Reporting, Reporting

reportingIn allen Bereichen müssen die Ergebnisse überwacht werden, um sicher zu gehen, dass die Maßnahmen entsprechende Wirkung zeigen. Das alles muss aber auch in eine Gesamtrelation gesetzt werden. Also muss eine gewisse Kosten-Nutzen Aufstellung geleistet werden. Der Nutzen sollte sich hier vor allem in einem monetären Wert widerspiegeln, denn wir machen das ja alles nicht nur aus Spaß an der Freude. Einnahmen aus den Affiliateprogrammen müssen also erfasst werden. Das ist anfänglich nicht so schwer, da die Affiliate-Netzwerke zu diesem Zweck Statistiken ausweisen. Es sind jedoch nicht nur die Gesamtsummen interessant, sondern vor Allem wann wie und wo die einzelnen Einnahmen generiert wurden. Es muss also ausgewertet werden, welches Partnerprogramm, Produkt, welche Unterseite oder welches Keyword die entsprechenden Erträge liefert. Stichwort Tracking! Die Erträge werden dann selbstverständlich den Kosten aus dem jeweiligen Teilbereich gegenüber gestellt.

Hat man also Arbeit und Geld in den Aufbau einer bestimmten Unterseite gesteckt, nutzt es nicht, wenn dann immer nur an anderen Stellen Einnahmen entstehen. Selbstverständlich ist eine gewisse Mischkalkulation unabdingbar, aber man sollte doch darauf achten, wirtschaftlich zu bleiben. Das wiederum kann auch mal bedeuten Pläne zu verwerfen, wenn sich ab einem gewissen Punkt zeigt, dass das Ergebnis eigentlich nicht die Mühe wert ist.

Fazit

Mit einem Affiliate-Projekt kann man also sehr lange Zeit Freude haben. 😉 Es bedeutet immer eine gewisse Arbeit sich den Erfolg zu sichern, sodass die Idee vom schnell reich werden nicht allzu fest in den Köpfen von Einsteigern verankert sein sollte. Natürlich kann man einen Großteil der mühseligen Arbeit durch besonders kreative Ideen umgehen, sodass es tatsächlich möglich ist fast wie von selbst Geld zu verdienen. Aber es gehört eben auch jede Menge Handwerkszeug, Erfahrung und Anstrengung dazu, um mit eigenen Projekten erfolgreich zu werden.


Affiliate Marketing Agentur

Christian war seit März 2009 bei Projecter. Sein Einstieg bei Projecter war ein sechsmonatiges Praktikum, dem sich eine längere Freelancertätigkeit anschloss. Nach Beendigung seines Studiums ist er als Account Manager fest ins Team von Projecter eingestiegen. Bis März 2014 leitete Christian als Head of den Affiliate Kanal.

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