Erfolgreich mit Google Shopping – Teil 4: Shopping-Kampagnen optimieren

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Nachdem im dritten Teil der 4-teiligen Blogserie die Erstellung der Shopping-Kampagne im AdWords-Account im Mittelpunkt stand, geht es in diesem – dem 4.Teil – nun um die Optimierung der Shopping-Kampagnen im AdWords-Account.

Google Shopping

Quelle: Benjamin Thorn, Pixelio

 

Reportings für Shopping-Kampagnen effizient nutzen

Um mit Shopping-Kampagnen erfolgreich zu sein, sollte man regelmäßig die Leistungsdaten der Shopping-Kampagne betrachten und dann entsprechende Optimierungen durchführen. Wie häufig man die Leistungsdaten der Shopping-Kampagne auswertet, ist dabei abhängig von den Kosten bzw. dem Traffic den die Shopping-Kampagne generiert.

Wo findet man im AdWords-Account die relevanten Leistungsdaten für die Shopping-Kampagne? Im AdWords-Account gibt es 2 Möglichkeiten die Leistungsdaten der Shopping-Kampagnen zu analysieren. Durch die Auswahl einer einzelnen Anzeigengruppe erhält man Informationen zur Performance der verschieden Produktgruppen innerhalb der Anzeigengruppe. Dabei ist zu beachten, dass auch die Spalten zu den Wettbewerbsdaten eingeblendet sind. Dazu zählt unter anderem die Spalte mit dem maximalen Benchmark-CPC. Diese Spalte zeigt die Gebote von anderen Werbetreibenden für ähnliche Produkte auf und kann damit Aufschluss darüber geben, welche Auswirkungen einen CPC-Änderung zur Folge haben kann.

Reporting Google-Shopping Kampagne

 

Zudem hat man die Möglichkeit die Daten der Shopping-Kampagne auf dem Dimension-Tab zu betrachten. Auf dem Dimension-Tab lassen sich die Leistungsdaten in shopping-spezifische Kategorien separieren und erlauben so eine gezieltere Analyse der Daten. So ist z.B. eine Separierung der Leistungsdaten nach Marke oder Artikel-ID möglich.

Separierung Google Shopping-Kampagne

 

Die optimale Strukturierung

Im Rahmen der Optimierung sollte man von Zeit zu Zeit auch die Struktur der Shopping-Kampagne überdenken. Die Struktur sollte anhand der Leistungsdaten z.B. dahingehend überdacht werden, ob es sich z.B. für Top-Seller-Produkte lohnt eine separate Anzeigengruppe oder gar Kampagne anzulegen. Eine separate Kampagne hat den Vorteil, dass man der Top-Seller-Kampagne ein separates Budget zuweisen kann. Dieses Budget kann dann nicht für „Low Performer Produkte“ aus der allgemeinen Shopping-Kampagne verwendet werden.

Gebotsmanagement

Das eine granulare Kampagnenstruktur wichtig für den Erfolg der Shopping-Kampagne ist, wurde bereits im Teil 3 der Blog-Serie erwähnt. Eine in feingliedrige Anzeigengruppen und Produktgruppen geclusterte Shopping-Kampagne ermöglicht ein effektives Gebotsmanagement. Für jede Produktgruppe ist es somit möglich ein individuelles Gebot zu vergeben. Für Produktgruppen, die z.B. Kosten generiert haben aber keine Conversions, können die Gebote gesenkt werden. Für Produktgruppen, die Conversions zu geringen Kosten pro Conversion generiert haben und deren CPC unter dem Benchmark-CPC liegt, kann hingegen der CPC erhöht werden. Zudem hat man auch die Möglichkeit komplette Produktgruppen von Google Shopping auszuschließen. Dazu aber die Empfehlung das Ausschließen von Produktgruppen nur selten zu nutzen und dafür lediglich ein sehr geringes Gebot für die jeweilige Produktgruppe zu verwenden. Erfahrungsgemäß können Produktgruppen, denen ein geringes Gebot wie z.B. 0,01€ zugewiesen wird, ebenfalls Conversions generieren.

Des Weiteren hat man bei Shopping-Kampagnen – wie auch bei den Such-Kamagnen – die Möglichkeit für bestimmte geografische Regionen, Geräte bzw. für bestimmte Zeiten (Wochentage/Tageszeiten) Gebots-Modifizierer zu verwenden. So können z.B. die Gebote für einen bestimmten Wochentag mit besonders vielen Conversions und geringen CPA um 20% erhöht werden.

Negativ-Keywords implementieren

Eine weitere Option um die Performance der Shopping-Kampagne zu verbessern, stellt das Ausschließen von Suchanfragen dar zu denen die Shopping-Anzeige eingeblendet wurde. Die Suchanfragen zu denen die Shopping-Anzeigen eingeblendet wurden, findet man auf dem Tab Keywords unter dem Menüpunkt Details -> Suchbegriffe.

Negativ-Keywords implementieren Google Shopping

 

Verbesserung der CTR

Das die Qualität der Produktbilder zu einer besseren Klickrate führt und somit zum Erfolg der Shopping-Kampagnen beiträgt, wurde bereits im 1. Teil der Blogserie erwähnt. Welche weiteren Features es gibt, um die Klickrate für die Shopping-Kampagne positiv zu beeinflussen, wird im Folgenden dargestellt.

a) Promotion-Texte

Die Promotion-Texte erstellt man im AdWords-Konto auf dem Tab Anzeigen. Diese Promotion-Texte können dann individuell für jede Anzeigengruppe erstellt werden. Die Länge des Textes ist auf 45 Zeichen beschränkt. Weitere Informationen zu den Promotion-Texten findet man hier.

b) Merchant Promotions

Mit Merchant Promotions hat man die Möglichkeit online einlösbare Angebote zusammen mit den Shopping-Anzeigen darzustellen. Man kann mit Merchant Promotions somit Rabatte oder Gutscheine in die Shopping-Anzeigen integrieren. Weitere Informationen zu den Merchant Promotions findet man hier.

c) Produktbewertungen

Eine weitere Möglichkeit um die Klickrate der Shopping-Anzeigen zu verbessern, ist der Einsatz von Produktbewertungen. Produktbewertungen erscheinen in Form eines 5-Sterne-Systems in der Produktanzeige. Zudem wird auch die Anzahl der Bewertungen in der Anzeige dargestellt. Voraussetzung für das Einblenden der Produktbewertungen ist, dass eine Mindestanzahl von 30 separaten Verkäuferbewertungen existiert. Diese Verkäuferbewertungen dürfen zudem nicht älter als 12 Monate sein. Weitere Informationen zum Erstellen von Produktbewertungen findet man hier.

Fazit

Der letzte Teil der 4-teiligen Blogserie hat beleuchtet wo man die relevanten Zahlen zur Beurteilung der Performance der Shopping-Kampagne im AdWords-Interface findet. Zudem wurde aufgezeigt, dass ein effizientes Gebotsmanagement und das Implementieren von Negativ-Keywords wesentlich für den Erfolg der Shopping-Kampagne sind. Abschließend wurden noch die Möglichkeiten zur Steigerung der Klickraten von Shopping-Anzeigen aufgezeigt.

 

Grit war von Juni 2014 bis Mai 2018 Teil des Projecter Teams.

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