Snippet-Optimierung: So optimierst du deine Meta-Daten für Google & Co.

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Mit Hilfe von Snippets erhält ein Nutzer in den organischen Ergebnissen einer Suchmaschine einen ersten Eindruck davon, was er auf einer Seite potentiell vorfinden kann. Die Gestaltung der Snippets ist also entscheidend dafür, ob der Nutzer auf ein Suchergebnis klickt oder nicht. Was du bei der Erstellung deiner Snippets beachten solltest und wie du diese optimieren kannst, zeigen wir dir in diesem How-To.

Was sind eigentlich Snippets?

Snippets begegnen dir bei jeder Suchanfrage auf Google oder einer anderen Suchmaschine: es sind die Texte, aus denen die einzelnen Suchergebnisse bestehen. Dazu gehören die Überschrift (Title genannt), die URL und die Beschreibung (Meta Description). Ergänzend dazu gibt es noch weitere Angaben, wie beispielsweise eine Bewertung in Form von Sternen. Diese werden über sogenannte Rich Snippets ermöglicht.

Zu sehen ist eine Beschreibung der einzelnen Textelemente einer SuchanfrageSo gestaltest du einen guten Title

Der Title ist sowohl für den Nutzer als auch für die Suchmaschine eines der wichtigsten Elemente. Er gibt wichtige Signale darüber, was ein Nutzer auf einer Seite finden kann. Mit optimierten Meta-Titles können sich zudem mit relativ wenig Aufwand auch bessere Rankings erzielen lassen. Wichtig ist, dass ein Title individuell verfasst ist und nur einmal für eine Website genutzt wird.

Folgende Punkte solltest du bei der Gestaltung deiner Titles berücksichtigen:

  • Du solltest bei der Formulierung deines Titles maximal 65 Zeichen verwenden. Google nutzt bei der Berechnung des angezeigten Titles die Pixelbreite und schneidet zu lange Titles ab. Die wichtigsten Infos stehen deshalb vorn.
  • Dein Fokus-Keyword sollte möglichst weit vorn stehen. Google hebt die Suchphrase durch Fettschrift hervor. Taucht das Keyword in deinem Title auf, wird der entsprechende Begriff gefettet und dein Snippet fällt optisch mehr auf.
  • Vermeide eine Überoptimierung, indem du nicht nur Keyword aneinanderreihst und nicht nur Synonyme deines Keywords einbringst. Verfasse lesbare Aussagen.
  • Die eigene Marke sollte für Branding-Effekte mit eingebunden sein. Es empfiehlt sich eine Platzierung am Ende des Titles.
  • Dein Title sollte zum Klicken anregen, indem er aufgreift, was der Suchintention der Nutzer entspricht.

Ein Beispiel für die Suchanfrage günstige flüge:

Zu sehen ist ein Beispiel für die Suchanfrage "günstige flüge"

Das obere Ergebnis zeigt an, dass der Nutzer dort günstige Flüge vergleichen und direkt online buchen kann. Der Nutzer weiß also, was ihn erwartet, es passt zu seiner Suchanfrage und er bekommt gleich auch noch die dazugehörige Brand mitgeteilt.

Das untere Ergebnis übertreibt es etwas: gleich vier Mal werden hier Kombinationen aus „billig“ und „fliegen“ aufgezeigt, sodass man förmlich mit der Info erschlagen wird. Ob man günstige Flüge dort direkt buchen kann oder nur eine Info zu billigen Flügen erhält, ist dabei unklar. Zudem geht die Brand bei den ähnlich klingenden Keywordphrasen schnell unter.

So optimierst du deine Meta Description

Die Meta Description ist primär für den Nutzer interessant. Einen direkten Einfluss auf das Ranking hat dieser kurze Text nicht. Vielmehr soll er den Nutzer überzeugen und ihn dazu bringen, auf das Suchergebnis zu klicken. Dies erreichst du, indem du dich von der Konkurrenz abhebst und die Vorteile deiner Seite und Inhalte herausstellst.

Die hinterlegte Meta Description ist dabei eher als Empfehlung an Google zu verstehen. Die Suchmaschine kann auch einfach eine aus ihrer Sicht passende(re) Textstelle von der Zielseite anzeigen.

Folgende Punkte solltest du bei der Gestaltung deiner Meta Descriptions berücksichtigen:

  • Mobil zeigt Google etwa 160 Zeichen Auf dem Desktop sind es rund 290 Zeichen. Du solltest daher darauf achten, dass in den ersten 160 Zeichen die wichtigsten Informationen enthalten sind.
  • Greife dein Keyword und ähnliche Begriffe auf. Google hebt das Suchwort fett hervor. Dadurch fällt dein Snippet mehr auf, wenn Google darin passende Begriffe hervorhebt.
  • Schreibe kurze Aussagen, die einfach erfasst werden können.
  • Versuche durch den Einsatz sinnvoller Sonderzeichen (z.B. ✓) einzelne Aussagen optisch voneinander zu trennen und gleichzeitig aufzufallen.
  • Stelle deine USPs heraus. Dadurch kannst du dich von Konkurrenten abheben und Nutzer von dir und deinem Angebot überzeugen.
  • Baue einen Call-to-Action Aussagen wie “Jetzt kaufen” oder “Jetzt vergleichen“ regen Nutzer zum Klicken an.

Ein weiteres Beispiel für die Suchanfrage günstige flüge:

Zu sehen ist ein weiteres Beispiel für die Suchanfrage "günstige flüge"

Das obere Ergebnis fällt optisch auf und fasst alle Vorteile in der Meta Description direkt zusammen. Zudem ist die Description sehr einfach und schnell zu scannen. Durch den Einsatz eines farbigen Emojis (Goolge unterstützt einige wenige) fällt das Suchergebnis optisch gleich noch mehr auf. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass nicht zu viele Emojis verwendet werden. Google könnte das als Spam betrachten und blendet die Emojis im Zweifelsfall auch einfach aus.

Das untere Ergebnis hingegen ist nicht einfach zu scannen und verspricht nur sehr allgemein, dass man als Nutzer alle Informationen finden kann.

Aufwertung deiner Snippets durch Rich Snippets

Durch die Bereitstellung von strukturierten Daten kannst du dein Snippet durch weitere Informationen aufwerten. Dazu musst du entsprechende Daten gemäß den Vorgaben von schema.org in deinem HTML-Code bereitstellen, damit Google diese aufgreifen und in den Suchergebnissen anzeigen. Zu diesen sogenannten Rich Snippets zählen beispielsweise:

  • Bewertungssterne
  • Darstellung der URL als Breadcrumbs (sodass Nutzer auch in übergeordneten Ebenen einsteigen können)
  • Produktinformationen wie Preise
  • Veranstaltungsinformationen

Ein Beispiel für Rich Snippets

Zu sehen ist ein Beispiel für Rich Snippets

Die Rich Snippets bieten Nutzern nicht nur zusätzliche Informationen an. Wie hier gut zu erkennen ist, fällt das untere Ergebnis mit der farbigen Sterne-Bewertung optisch deutlich mehr auf.

Sitelinks als weitere Ergänzung der Snippets

Einige Seiten besitzen in den Suchergebnissen noch zusätzliche Links, die sogenannten Sitelinks. Dabei handelt es sich um Unterseiten der jeweiligen Website, von denen Google denkt, dass sie für den Nutzer hilfreiche Einstiegsseiten bilden. Der Suchende kann dann direkt auf einen der zusätzlichen Links klicken und landet auf der entsprechenden Unterseite.

Zu sehen ist ein Beispiel für Sitelinks

Dabei entscheidet Google ob diese Sitelinks angezeigt werden und falls ja, welche dies sind. Einen direkten Einfluss darauf kannst du nicht nehmen. Du kannst Google nur durch eine gut strukturierte interne Verlinkung darauf aufmerksam machen, welche Unterseiten bei dir besonders wichtig sind. Die Sitelinks treten vor allem bei Suchanfragen nach bestimmten Brands auf.

Wie sieht nun das perfekte Snippet aus?

Die eine Formel zur Formulierung perfekter Snippets gibt es leider nicht. Denn die Snippet-Optimierung hängt immer sehr vom Thema der Seite und der Zielgruppe ab. Wichtig ist: behalte bei der Gestaltung deiner Snippets die Suchintention deiner Zielgruppe im Hinterkopf. Was genau suchen sie? Was genau können sie auf deiner Seite finden?

Dies und die hier vorgestellten Hinweise zur Gestaltung bieten dir eine perfekte Grundlage zur optimalen Gestaltung deiner Snippets.

Michael startete im Juni 2018 bei Projecter und betreut aktuell als Trainee Kunden im SEO-Bereich.

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