Affiliate Marketing News – Kick-off 2026: Warum Affiliate in diesem Jahr endgültig zum strategischen Wachstumstreiber wird
Wenn wir das aktuelle Marktgeschehen analysieren, kristallisiert sich eine Erkenntnis auf jeden Fall heraus: Unser Geschäft hat sich fundamental gewandelt. Wir befinden uns mitten in einem Paradigmenwechsel – getrieben von aggressiven Marktplatz-Strategien, neuen Compliance-Hürden und einer KI, die die Spielregeln der Suche komplett neu schreibt. Doch wo Risiken lauern, entstehen auch neue Chancen für diejenigen, die ihre Infrastruktur jetzt anpassen. Damit ihr im Daily Business den Fokus behaltet, haben wir die wichtigsten Signale aus dem Marktrauschen gefiltert. Hier ist unser kuratierter Blick auf das, was unsere Branche zum Jahresanfang bewegt hat!
Neuigkeiten aus der Branche
Der Affiliate Marketing Trend Report 2026 ist da
Wenn es eine Pflichtlektüre in der Branche für den Januar gibt, dann ist es der Affiliate Marketing Trend Report. Gemeinsam mit xpose360 hat AffiliateBLOG.de wieder den Puls der Branche gefühlt und dafür über 1.200 Marktteilnehmer*innen befragt. Das Ergebnis auf 214 Seiten ist ein faszinierendes Stimmungsbild: Während KI (natürlich) mit 74 % unangefochten der wichtigste Trendtreiber bleibt, ist besonders der Optimismus überraschend. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten rechnen 62 % der Advertiser für 2026 mit steigenden Umsätzen im Affiliate-Kanal.
Das Fazit deckt sich mit unserer Agentur-Sicht: Affiliate Marketing emanzipiert sich endgültig vom reinen Abverkaufskanal zum strategischen Wachstumstreiber. Wer wissen will, welche Publisher-Modelle (Spoiler: Social Commerce holt auf!) und welche Vergütungsmodelle dieses Jahr dominieren werden, sollte sich das Whitepaper definitiv herunterladen.

Amazon Pay forciert Marktanteile durch Cashback-Integration
Mit dem neuen Feature „Shop & Earn“ verknüpft Amazon seinen Bezahldienst nun direkt mit Incentives für Endkund*innen und greift damit massiv in die bestehende Loyalty-Landschaft ein. Für uns in der Affiliate-Branche ist das ein deutliches Signal, dass Payment-Provider zunehmend klassische Affiliate-Publisher-Vorgehensweisen adaptieren, um die Hoheit am Point of Sale zu gewinnen.
Die Analyse von t3n kommt dabei zu einem klaren Schluss: Dies ist kein reines Gimmick für Kund*innen, sondern eine strategische Entscheidung in Richtung Konkurrenten wie PayPal, um die Nutzung von Amazon Pay in Drittshops zu erzwingen. Besonders spannend ist der „Lock-in-Effekt“, denn da das Cashback ausschließlich als Amazon-Guthaben ausgezahlt wird, fließt jeder generierte Euro zwangsläufig in das Amazon-Ökosystem zurück. Händler*innen profitieren zwar kurzfristig von höheren Conversions, begeben sich aber langfristig noch tiefer in die Abhängigkeit des Tech-Riesen.
Webinar: Upscaling von Teams – Initiativen, Führung und Kultur, die KI wirklich voranbringen
Der Februar ist noch ein paar Tage hin, aber hier schon mal ein Webinar-Tipp: Im AI Update am 10. Februar spreche ich gemeinsam mit unserer Gründerin und Geschäftsführerin Katja von der Burg darüber, wie man KI im Unternehmen so etabliert, dass sie im Arbeitsalltag wirklich genutzt wird. Denn KI-Tools sind schnell eingeführt. Das Team dahingehend zu befähigen, ist der harte Teil. Oft bleibt es bei ein paar „Power-Usern“, ein paar guten Prompts – und viel „eigentlich sollten wir mal“.
Wir teilen mit eigenen Erfahrungswerten, welche Initiativen wirklich wirken, welche Hürden typisch sind und was im Rückblick sinnlos war. Freut euch auf klare Ansatzpunkte, wie ihr die KI-Nutzung im Team beschleunigt, Qualität absichert und aus einzelnen Experimenten verlässliche Routinen macht. Am Ende bleibt natürlich Zeit für Fragen und Diskussion!
Diskussion um den Fall „Honey“ und die Grenzen des Browser-Trackings
Die Debatte um Provisions-Diebstahl durch Browser-Extensions erreicht eine neue Eskalationsstufe. Wie die aktuelle Analyse von Affiverse der „Megalag“-Enthüllungen aufzeigt, stehen Tools wie Honey unter Verdacht, technische Schlupflöcher zu nutzen, um sogenannte „Standdown“-Regeln aktiv zu umgehen und sich aggressiv die Last-Click-Attribution zu sichern. Die Konsequenzen sind bereits spürbar: Große Netzwerke wie Rakuten Advertising und Impact haben Honey aufgrund dieser Vorwürfe kürzlich von ihren Plattformen suspendiert – ein beispielloser Vorgang, der zeigt, wie ernst die Lage ist. Auch die Branchen-Diskussion, unter anderem angestoßen von Janus Zhang auf LinkedIn, verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf: Wer sich heute noch rein auf client-seitiges Tracking verlässt, fliegt im Blindflug und riskiert, seine Publisher-Beziehungen zu schädigen.
Das abschließende Fazit lautet daher, dass der Weg an robustem Server-to-Server (S2S) Tracking nicht mehr vorbeiführt. Falls ihr bei der Umstellung oder dem Audit eures Setups Unterstützung benötigt, stehen wir euch als Sparringspartner gern zur Seite, um eure Tracking-Architektur „wetterfest“ gegen solche Einflüsse zu machen. Schaut dazu gern mal hier vorbei und meldet euch bei uns!
Die neue Währung heißt „Generative Engine Optimization“ (GEO)
Die Art und Weise, wie Konsument*innen suchen, verändert sich radikal – weg von der reinen Google-Search, hin zur direkten KI-Antwort. Genau hier setzt die neue strategische Partnerschaft zwischen impact.com und Evertune an, über die Affiverse aktuell berichtet. Das Duo will Marken dabei helfen, nicht nur in klassischen Suchergebnissen, sondern explizit in den Outputs von LLMs (Large Language Models) wie ChatGPT oder Google AI Overviews stattzufinden.
Für uns ist dieser Schritt ein deutlicher Indikator dafür, dass „AI Search Visibility“ keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern ein kritischer KPI für moderne Partnerprogramme wird. Das Fazit ist eindeutig: Wer seine Brand Assets heute nicht für KI-Crawler optimiert, riskiert, in der neuen Ära der „Conversational Search“ unsichtbar zu werden.
„People’s Business“: Ein Blick hinter die Kulissen mit Nicole Schichtl von retailAds
In unserer datengetriebenen Welt vergessen wir oft, dass am anderen Ende der Leitung echte Menschen sitzen, die den Erfolg unserer Kampagnen erst möglich machen. Genau diesen Aspekt beleuchtet das aktuelle #CloseUp-Interview auf AffiliateBLOG.de. Diesmal steht Nicole Schichtl, Lead Agency bei retailAds, Rede und Antwort und gibt spannende Einblicke in ihren Werdegang seit 2013 – vom zufälligen Einstieg bis zur Führungsposition.
Besonders sympathisch: Sie spricht offen über ihr „Dorfkind-Gen“ und warum für sie Affiliate Marketing die perfekte Mischung aus Professionalität und familiärem Klassentreffen ist. Ein lesenswertes Porträt, das uns daran erinnert, dass Loyalität und ein starkes Netzwerk oft die wertvollste Währung in unserer Branche sind.
Merchants
Quo vadis, Affiliate Marketing? Ein Realitätscheck für 2026
Wohin steuert unsere Branche, wenn KI die Suche übernimmt und Cookies endgültig Geschichte sind? Das Interview von ADZINE mit Marcel Schöne, Managing Direction und Inhaber von Uppr, skizziert treffend das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen: Zwischen dem rasanten Aufstieg von LLMs, dem Kampf um die Datenhoheit und dem ewigen Streitpunkt „Last Click“. Besonders spannend ist die Analyse, dass die klassische Attribution im Zeitalter generativer KI zunehmend an ihre Grenzen stößt und wir dringend neue Bewertungsmodelle benötigen.
Das Fazit des Artikels deckt sich mit unserer Agentur-Sicht: Wer die Customer Journey wirklich verstehen will, darf sich nicht mehr auf veraltete Tracking-Pfade verlassen, sondern muss First-Party-Daten strategisch nutzen. Ein lesenswerter Rundumschlag, der verdeutlicht, dass technische Exzellenz und saubere Dateninfrastruktur endgültig zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Media-Buying-Strategien werden.
Regulatorische Verschärfung: FTC warnt vor Verstößen gegen die „Consumer Review Rule“
Die Schonfrist ist vorbei: Die US-Handelsbehörde FTC hat erstmals offizielle Warnschreiben auf Basis der neuen „Rule on the Use of Consumer Reviews“ verschickt und statuiert damit ein Exempel. Der Artikel von Affiverse beleuchtet detailliert, warum dieser Schritt auch hierzulande ein Weckruf sein sollte, da internationale Standards oft auch europäische Compliance-Anforderungen beeinflussen. Es geht nicht mehr nur um ethisches Marketing, sondern um harte juristische Konsequenzen bei irreführenden Testimonials oder fehlenden Kennzeichnungen.
Die direkte Relevanz für euch: Ihr solltet dringend sicherstellen, dass eure Affiliates – und hier insbesondere Review- und Test-Seiten – absolut transparente Offenlegungshinweise (Disclosures) nutzen. Marken können ihr Haftungsrisiko nur dann wirkungsvoll senken, wenn Endkund*innen den werblichen Hintergrund auf den ersten Blick erkennen.
Thementipps für die folgenden Monate








