SEO News 07/2026: 25 Jahre Bildersuche & strengere Regeln für Review-Markups
Google feiert ein Vierteljahrhundert Bildersuche mit neuen Features und verschärft die Richtlinien für Review-Markups. Zudem erfahrt Ihr alles über drohende Daten-Sperren für KI-Modelle durch Reddit, ein EU-Millionen-Bußgeld gegen Google und die erste Niederlage der Suchmaschine im Rechtsstreit gegen SerpApi.
Vom J.Lo-Kleid zur KI-Bildgenerierung: 25 Jahre Google Bildersuche
Habt ihr das gewusst? Der Auslöser von Googles Start der Bildersuche vor 25 Jahren war ausgerechnet ein grünes Kleid von Jennifer Lopez. Nach den Grammy Awards 2000 wollten Millionen Nutzer*innen das legendäre Versace-Kleid sehen. Das Problem: Google konnte damals nur Textlinks ausgeben. Die enorme Nachfrage machte deutlich, dass das Web eine eigene Bildersuche braucht. Im Juli 2001 ging Google Images schließlich an den Start.

Zum 25. Jubiläum erhält die Bildersuche nun ihr größtes Redesign seit Jahren. Statt einer leeren Suchmaske begrüßt Google Nutzer*innen demnächst mit einer personalisierten, Pinterest-ähnlichen Bildergalerie. Die Inhalte werden in Echtzeit auf Basis der Interessen der Nutzer*innen zusammengestellt und können in Sammlungen gespeichert werden. Das neue Design wird erst einmal nur in den USA für die Desktop-Nutzung ausgerollt.
Mindestens genauso spannend ist jedoch die zweite Neuerung: Bilder lassen sich künftig direkt in den AI Overviews erstellen – ohne externe Tools oder Plattformen. Findet Google kein passendes Bild im Web, kann die Suchmaschine dieses künftig einfach selbst erzeugen.
Was bedeutet das für SEO?
- Strukturierte Bilddaten, aussagekräftige Dateinamen und Alt-Texte bleiben zentrale Rankingfaktoren.
- Die Auswirkungen der KI-Bildgenerierung auf den organischen Traffic sollten genau beobachtet werden – insbesondere bei Websites, deren Inhalte stark von der Google Bildersuche profitieren.
News der Suchmaschinen
Google verschärft Regeln für Review-Markup
Google hat die Richtlinien für Review-Snippets erweitert: Im strukturierten Daten-Markup dürfen keine gefälschten Bewertungen oder nicht offengelegte, vergütete Rezensionen verwendet werden.
Unser Tipp: Wer von euch Bewertungen von Kund*innen über Gewinnspiele, Rabatte oder andere Anreize sammelt, sollte prüfen, ob diese korrekt gekennzeichnet sind. Andernfalls drohen der Verlust der Rich Results oder weitere Maßnahmen seitens Google.
Reddit könnte Google den KI-Datenzugang entziehen
Seit 2024 nutzt Google Reddit-Inhalte offiziell für das Training seiner KI-Modelle. Medienberichten des Wall Street Journals zufolge erwägt Reddit nun jedoch, den Vertrag auslaufen zu lassen.
Sollte es dazu kommen, könnte Google künftig auf eine der wichtigsten Quellen für aktuelle Diskussionen und nutzergenerierte Inhalte verzichten. Welche Auswirkungen dies langfristig auf AI Overviews oder die Suchergebnisse haben wird, bleibt abzuwarten.
Branchen Insights
Die EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google
Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act mit insgesamt 890 Millionen Euro sanktioniert.
- Davon entfallen 460 Millionen Euro auf die Bevorzugung eigener Dienste wie Shopping, Hotels und Flüge in den Google-Suchergebnissen.
- Weitere 430 Millionen Euro entfallen auf unzulässige Beschränkungen im Google Play Store, die App-Entwickler*innen daran hindern, Nutzer*innen auf günstigere Kaufmöglichkeiten außerhalb des Stores hinzuweisen.
Google hat nun 60 Tage Zeit, um den Beschlüssen der Kommission nachzukommen. Andernfalls drohen zusätzlich regelmäßige Strafzahlungen von bis zu fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes.
Ein Gericht weist Googles Klage gegen SerpApi ab
Google erlitt vor einem US-Gericht eine erste Niederlage im Rechtsstreit gegen SerpApi. Das Unternehmen bietet eine API an, über die sich Google-Suchergebnisse automatisiert auslesen lassen – eine wichtige Grundlage für viele SEO-Tools, Wettbewerbsanalysen und zunehmend auch KI-Anwendungen.
Google warf SerpApi vor, mit seiner Scraping-Technologie technische Schutzmaßnahmen zu umgehen und damit gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) zu verstoßen. Das Gericht wies diesen Vorwurf jedoch größtenteils zurück: Google könne für die meisten Suchergebnisse keinen urheberrechtlichen Schutz beanspruchen, da die Inhalte nicht dem Unternehmen selbst gehören.
Noch ist der Rechtsstreit allerdings nicht beendet. Google hat bereits angekündigt, die Klage in einem begrenzten Umfang zu überarbeiten und weiterzuverfolgen.



