SEA Auslese November 2022

Der November startete mit einer Vereinfachung für das Conversion-Tracking-Set-Up bei Microsoft Ads. Google schraubte an der Darstellung des Interfaces und kündigte das Ende der ähnlichen Zielgruppen an. Bei Amazon Ads können Sponsored-Brand-Kampagnen nun in Anzeigengruppen untergliedert werden – Wir haben euch in unserer Auslese wieder alle News aus der SEA-Welt zusammengetragen.

Änderungen am Interface

Das Google Ads Interface erstrahlt in (zumindest etwas) neuem Glanz: Der ehemals linke Balken zur Navigation der Kampagnen ist nun zu einem waagerechten Menü geworden.

Das neue Google Ads Interface

Wer sich noch nicht mit der neuen Ansicht im Interface befassen möchte, kann rechts bei „Ansicht ändern“ zum alten Design zurückkehren. Wie lange die Wahl noch zur Verfügung steht, ist derzeit unklar.

Sekundäre Messwerte im Leistungsplaner

Im Google-Ads-Leistungsplaner können jetzt „sekundäre Messwerte“ ausgegeben werden. Darunter befinden sich unter anderem diese Werte:

Sekundäre Messwerte in Google Ads

Mit den neu verfügbaren Messwerten lassen sich die Ergebnisse der Prognose und die Wirkung des möglichen Budgets besser einschätzen.

Campaign Level Broad Match

Als eingeschränkt verfügbare Beta ist seit kurzem die Option „Campaign Level Broad Match and Brand Control“ im Umlauf. Google vereinfacht mit der Option die Umstellung aller Keywords in einem Konto – jedoch nur, wenn die Umstellung auf Broad Match erfolgt. Bei Aktivierung werden die Match Types auf Anzeigengruppenebene deaktiviert und alle Keywords zu Broad Match umgewandelt. 

Wie der Name der Beta vermuten lässt, bietet Google Insights an, damit Brand Safety gewährleistet werden kann. Wenn die Ergebnisse nicht gefallen, kann die Option jederzeit pausiert, evaluiert und dann wieder reaktiviert werden.

Änderungen bei Zielgruppensegmenten

Google Ads stampft die ähnlichen Zielgruppensegmente ein. Ab Mai 2023 werden diese Nutzersegmente nicht mehr neu erstellt und bestehende ähnliche Zielgruppen können ab dem Stichtag auch nicht mehr zu Kampagnen oder Anzeigengruppen hinzugefügt werden. Ab dem 1. August 2023 wird der Zielgruppentyp aus allen Kampagnen entfernt und Performancedaten der Zielgruppen können nicht mehr abgefragt werden.

Eine erfreuliche Neuigkeit im Bereich Display: Es soll demnächst Statistiken zu den leistungsstärksten Zielgruppensegmenten geben. Durch die neuen Insights werden wir auch wieder mehr über die Nutzer*innen erfahren, die über die optimierte Ausrichtung angesprochen wurden.

Bald verfügbar: Statistiken zu den leistungsstärksten Zielgruppensegmenten

YouTube Shorts im TV

Google pusht YouTube Shorts weiterhin und nun soll das Format auch auf TV-Bildschirmen verfügbar werden. Für alle Werbetreibenden ist deshalb Achtung geboten. Dementsprechend werden wir dann YouTube Shorts Ads mit Placement auf dem TV in den Konten sehen.

Umstellung auf Google Analytics 4

Google verlängerte in diesem Monat die Frist der Umstellung auf GA4 für Unternehmen bis 2024. Der Aufschub wird jedoch nur für Nutzer*innen von Universal Analytics 360 gewährt.  Das Abschalten von Universal Analytics ist weiterhin für den 1. Juli 2023 geplant.

Angepasste Darstellung von Rabatten

Google spielt in den USA die Rabatte prominenter aus. Statt nur „Sonderangebot“ zu schreiben, wird hier der Hinweis „15 Prozent mit den Gutscheincode XYZ“ angezeigt. Außerdem soll es einfacher sein, die Rabattcodes in die Zwischenablage zu kopieren, um sie dann im Shop anwenden zu können.

Kopierbare Rabatt-Codes bei Google

Angebote mit einer „Side-by-Side“-Darstellung zu vergleichen, soll bei den Produkt-Suchergebnissen dann auch möglich sein. Dadurch wird es dementsprechend auch leichter, Preise zu vergleichen: Die Kund*innen bekommen mit der neuen Ansicht einen schnelleren Überblick, ob der Preis denjenigen aus dem Wettbewerbsumfeld ähnelt. Für Shop-Betreiber*innen soll sogar ein Feature zur Verfügung stehen, welches ein Repricing ermöglicht.

Neue Editor-Version verfügbar

Das neue Update des Google Ads Editors ist verfügbar und hat in unserem SEA Team gleich Fragen aufgeworfen: Durch die Automatisierung aller Kampagnentypen war eine Kontrolle der Ausspielung zum Beispiel im Bezug Werbezeiten nur eingeschränkt bis gar nicht möglich. Mit der Version 2.2 können die Werbezeiten nun mit dem Offline-Tool verwaltet werden.

Wirkliche Verbesserungen stellen jedoch unter anderem die Updates bei den Videokampagnen dar. Mit dem Editor 2.2 können nun auch Kampagnen mit einer festgelegten Ausspielungsfrequenz verwaltet werden. Außerdem werden nun auch Videokampagnen mit Shoppingfeed unterstützt. Weitere Neuheiten stellt Search Engine Land vor.

Neue Beta für Content Publisher

Google testet aktuell ein neues Beta-Programm für Content Publisher. Mit der Rewarded Ad Gate Beta können spezifisch Nutzer*innen, die eine Seite häufig besuchen, getargetet werden. Sie können dann wählen, ob sie eine Ad mit einem Video oder Bild anschauen (max. 30 Sekunden) oder die Anzeigenausspielung ablehnen wollen. Beim Ablehnen wird ihnen der Zugang zur Seite bis zum Reset ihrer Pageviews verwehrt.

Microsoft Ads

Einfacheres Conversion Tracking

Microsoft Ads meldete im November den Start des Tools „Setup Wizard“ für Custom Conversion Tracking. Dank dieser Lösung wird beim Set-up des Trackings Programmierungswissen nicht mehr benötigt, allerdings muss Microsoft‘s Analyse-Tool Clarity aktiviert sein. Wenn alle Voraussetzungen passen, wird im Set-up-Prozess die Webseite angeben, die getrackt werden soll. Diese Seite wird aufrufen und Microsoft bietet die Möglichkeit, z. B. den Button auszuwählen, dessen Betätigung die Conversion ist. Die Lösung befindet sich aktuell in der Beta-Phase.

Zusätzlich wurde ein neues Interface gelauncht, um die Aktivitäten und die Funktionalität von UET Tags zu überprüfen. Troubleshooting soll nun einfacher sein.

Neuerungen im Microsoft Merchant Center

Wie Kampagnen und Ads, kann seit diesem Monat das Setup von Google-Merchant-Center-Konten zu Microsoft importiert werden. Das Set-up des Kontos soll dadurch schneller umgesetzt werden können. Neben dem Set-up des Stores werden auch die Produkte aus dem Google Merchant Center automatisch importiert. Achtung ist also geboten, wenn bei Microsoft nicht das gesamte Portfolio beworben werden soll.

Der Zugang von Aggregatoren, also Unternehmen, die Produktangebote von mehreren Unternehmen zusammenführen, kann zukünftig eingeschränkt werden. Werbetreibende können gezielt auswählen, welchen Aggregatoren die Informationen aus Produktfeeds verwehrt bleiben.

Similar Audiences

Während Google Similar Audiences einstampft, sind sie bei Microsoft nun in vielen Märkten verfügbar – darunter in Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, UK und Irland, Italien, Spanien, Portugal und in den Niederlanden.

Mehr News

Expansion bei Apple Search Ads

Laut Search Engine Land sind bei Apple Search Ads vier neue Platzierungen verfügbar:

Der geplante Ausbau des Anzeigengeschäfts geht bei Apple also wie geplant weiter. Wie haben in der SEA Auslese von August über die Expansionspläne des Unternehmens berichtet.

Neue Sortiermöglichkeiten bei Amazon Ads

Seit diesem Monat können Amazon-Ads-Kampagnen mit der Gebotsstrategie VCPM zu Portfolios hinzugefügt werden. Bisher konnten nur CPC-Kampagnen in Portfolios organisiert werden. Die Erweiterung der Funktion bietet in umfangreichen Konten einen schnellen ersten Blick auf die Performance der enthaltenen Kampagnen.

Außerdem können Sponsored-Brands-Kampagnen nun auch in Anzeigengruppen untergliedert werden. Wer bestehende Kampagnen untergliedern möchte, muss die Kampagnen jedoch neu erstellen, um in den Genuss von Anzeigengruppen zu kommen.

Lese- und Hörtipps aus unserem SEA Team

Über den Autor

guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments