Die Google Search Console – Teil I: Wozu braucht man sie und wie richtet man sie ein?

Mit der Google Search Console kannst du analysieren, wie deine Website gefunden wird und an welchen Stellen sie noch Optimierungspotenzial hat. Damit ist die Search Console das wohl wichtigste Tool für die Suchmaschinenoptimierung. Wir zeigen dir im ersten Teil unserer Blogartikel-Reihe, warum du sie dir unbedingt zulegen solltest und wie du sie schnell und einfach einrichten kannst.

Was ist die Google Search Console?

Bei der Google Search Console handelt es sich um ein kostenloses Tool von Google, das dir über zwei zentrale Aspekte der Suchmaschinenoptimierung viele wichtige Informationen liefert:

Die Google Search Console hat eine entscheidende Stärke: Sie zeigt dir die Daten quasi ungefiltert an. Unabhängig von Cookie-Zustimmungen auf deiner Website kannst du sehen, wie viele Klicks du über die Google-Suche erhalten hast. Das liegt daran, dass alle Infos direkt von Google -Servern stammen und keine personenbezogenen Daten innerhalb der Google Search Console verarbeitet werden.

Die Google Search Console gibt dir einen Überblick zu deinem organischen Traffic, unter anderem auch durch Google Discover.

Damit hast du fast einen kompletten Überblick über deinen organischen Traffic, denn mit einem Marktanteil von über 90 Prozent (mobil sogar über 98 Prozent) stammt sehr viel des organischen Traffics von Google und kann damit über die Search Console erfasst werden. Wichtig ist dabei, zu verstehen, dass du nur sehen kannst, wie die NutzerInnen auf deine Seite kommen. Was sie dort machen, musst du über andere Tools wie Google Analytics erfassen.

Die Google Search Console einrichten: So geht’s in vier einfachen Schritten

Deine Website oder deinen Online-Shop kannst du in wenigen Schritten mit der Google Search Console verbinden:

  1. Lege ein Konto bei der Google Search Console an.
  2. Füge eine Property hinzu.
  3. Bestätige die Inhaberschaft über die Website.
  4. Warte auf die Bestätigung der Inhaberschaft.

Schritt 1: Ein Konto für die Google Search Console anlegen

Um mit der Google Search Console loslegen zu können, benötigst du ein (kostenloses) Google-Konto. Mit dem Google-Konto kannst du dich einfach auf dieser Seite einloggen. Alternativ kannst du dort auf „Konto erstellen“ klicken und wirst durch den Registrierungsprozess von Google geleitet.

Schritt 2: Eine Property hinzufügen

Hast du dich in der Google Search Console eingeloggt, öffnet sich automatisch das folgende Fenster, das dich auffordert, eine Property anzulegen. Eine Property bezeichnet diejenige Website bzw. URL, die du mit Hilfe der Google Search Console auswerten willst. Du kannst in deinem Konto bis zu 1.000 Properties hinzufügen.

An dieser Stelle musst du dich entscheiden, welchen Property-Typen du umsetzen willst.

Die Google Search Console unterscheidet zwei Arten von Website-Properties:

Domain-PropertyURL-Präfix-Property
BeschreibungAlle Bereiche einer Domain werden aufgegriffen und alle Subdomains und Schreibweisen mit und ohne www werden berücksichtigt.Nur URLs mit dem angegebenen Präfix werden berücksichtigt. Gibst du beispielsweise http://meinedomain.de an, werden URLs mit https://www.meinedomain.de nicht berücksichtigt.
BestätigungHierfür ist eine DNS-Bestätigung notwendig.Hier stehen mehrere Bestätigungsmethoden zur Auswahl.

Möchtest du alle Sub-Domains und Schreibweisen berücksichtigen (zum Beispiel mit www und ohne www), dann empfiehlt sich die Domain-Property. Willst du hingegen einzelne Schreibweisen und Subdomains separat betrachten, dann ist die URL-Präfix-Property für dich am besten. Hier solltest du besonders aufmerksam sein, dass keine Tippfehler in der URL auftreten. Klicke anschließend auf „Weiter“, damit du die Inhaberschaft bestätigen kannst.

Schritt 3: Die Inhaberschaft über die Website bestätigen

Damit du nicht ohne Weiteres die Daten für jede beliebige Website abfragen kannst, musst du bestätigen, dass du InhaberIn der angegebenen Domain oder URL bist. Für eine URL-Präfix-Property gibt es verschiedene Wege, die Inhaberschaft für deine Domain zu bestätigen:

Eine detaillierte Übersicht zu den Voraussetzungen und zum Vorgehen dieser Methoden stellt dir Google auf dieser Hilfeseite zur Verfügung.

Für eine Domain-Property ist eine Bestätigung über einen DNS-Datensatz zwingend notwendig. Dazu musst du den Anbieter deiner Domain aufrufen. Das ist der Verwaltungsbereich, wo du beispielsweise auch Sub-Domains anlegen und E-Mail-Adressen hinzufügen kannst. Hier gibt es einen Bereich „DNS-Verwaltung“. Dieser Bereich kann je nach Anbieter etwas anders heißen, zum Beispiel auch „Nameserver-Verwaltung“ oder „DNS-Einträge“. Hast du diesen Bereich gefunden, musst du für deine Domain einfach einen neuen Eintrag hinzufügen. Wichtig ist, dass du als Eintragsart „TXT-Eintrag“ auswählst. Damit fügst du quasi nur einen Kommentar in Form eines Textes hinzu. In diese TXT-Datei trägst du den Code ein, den dir die Google Search Console als Bestätigungscode anzeigt. Klicke anschließend bei deinem Domain-Anbieter auf „Speichern“ und in der Google Search Console auf „Bestätigen“. Google hat auf dieser Seite außerdem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die gängigsten Domain-Anbieter zur Verfügung gestellt.

Schritt 4: Auf die Bestätigung der Inhaberschaft warten

Hast du die nötigen Vorbereitungen getroffen und in der Google Search Console auf „Bestätigen“ geklickt, dauert es meist nur wenige Sekunden und deine Domain ist verknüpft. Bei einer URL-Präfix-Property ist die Methode über die hochgeladene HTML-Datei in der Regel am schnellsten und einfachsten durchzuführen. Nutzt du Google Analytics, dann ist hierüber eine Bestätigung am unkompliziertesten.

… Und fertig!

Du bist nun ideal dafür aufgestellt, zu analysieren, wie NutzerInnen auf deine Seite kommen und wie Google deine Inhalte erfassen kann. Nun heißt es, Geduld zu zeigen, denn erst ab jetzt laufen Daten in der Google Search Console ein. Wirklich aussagekräftige Infos erhältst du somit erst in einigen Tagen und Wochen. Was du dir alles in der Google Search Console anschauen kannst und wie du bestimmte Infos auswertest, verraten wir dir im nächsten Teil dieser Reihe.

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