Social Ads News 01/2026: Automatisierung trifft auf Premium-Features

Zusammenfassen mit ChatGPT

Während 2025 noch stark vom Experimentieren mit KI geprägt war, sehen wir im Januar 2026 bereits die nächste Stufe der Professionalisierung. Die Plattformen bewegen sich weg von reinem „Trend-Chasing“ hin zu einer tieferen Intentionalität und voll integrierten KI-Workflows. Besonders Meta macht ernst mit seinen KI-Agenten, während LinkedIn das Thema Exklusivität für B2B-Marken neu definiert. TikTok hingegen fordert uns auf, „Curiosity“ als neue Währung zu verstehen. In dieser Ausgabe haben wir euch wieder alle wichtigen Updates zusammengefasst, damit ihr eure Social-Ads-Strategie direkt fit für das erste Quartal machen könnt.

Meta

Manus AI & Premium-Features: Meta testet die „Super-Apps“

Meta rollt im Januar 2026 eine neue Generation von Premium-Abonnements für Facebook, Instagram und WhatsApp aus, die weit über das bisherige „Meta Verified“ hinausgehen. Im Zentrum steht die Integration des für zwei Milliarden Dollar akquirierten KI-Agenten „Manus“, der als Shortcut direkt in die Apps eingebunden wird und komplexe Aufgaben für Nutzer*innen und Businesses automatisiert. Während die Kernfunktionen der Apps kostenlos bleiben, schaltet das Abo exklusive Power-Features frei: Auf Instagram werden derzeit unlimitierte Listen für Zielgruppen, detaillierte Insights über Nicht-Follower und sogar das anonyme Ansehen von Stories getestet.

Für euch als Marketer bedeutet dieser Shift eine neue Dynamik in der organischen Reichweite und den Signalen – wenn kaufkräftige Zielgruppen vermehrt Premium-Tools für ihre Privatsphäre und Produktivität nutzen, müsst ihr eure Ads noch präziser auf echten Mehrwert trimmen, um in dieser noch exklusiveren Umgebung zu bestehen.

Freemium-KI: Vibes-Video-Tools und WhatsApp-Monetarisierung

Parallel zu den Social-Features stellt Meta auch seine kreativen KI-Werkzeuge auf ein Abo-Modell um. Das beliebte KI-Video-Tool „Vibes“, mit dem ihr bisher kostenlos Reels-Content generieren konntet, wechselt in ein Freemium-Modell, bei dem zusätzliche monatliche Video-Credits nur noch über das Premium-Abo verfügbar sind. Auch für WhatsApp zeichnen sich erste Bezahl-Features ab, die unter anderem personalisierbare App-Icons, exklusive Sticker-Pakete und erweiterte Chat-Management-Optionen (wie mehr als drei fixierte Chats) umfassen.

Für eure Advertising-Strategie ist das ein klares Signal: Meta diversifiziert seine Einnahmequellen weg von der reinen Werbeabhängigkeit. Das erhöht den Druck auf die Qualität eurer Creatives, da die Nutzererfahrung durch die neuen Abos insgesamt „hochwertiger“ und funktionaler wird – eure Anzeigen müssen sich in diesen neuen Standard einfügen, um nicht als störender Fremdkörper wahrgenommen zu werden.

Quelle: Meta

Threads bekommt nun offiziell Ads

Meta rollt nach den Tests in den USA und Japan nun weltweit Ads auf Threads aus. Die Anzeigen nutzen das KI-gestützte Werbesystem, das auch bei Facebook und Instagram läuft, und können direkt über den Meta Ads Manager erstellt werden.

Mit über 400 Millionen aktiven Usern pro Monat (und mittlerweile mehr täglichen Mobile-Nutzer*innen als bei X) wächst Threads weiter. Gleichzeitig sollte der Anzeigen-Rollout schrittweise und mit zunächst geringerer Frequenz verlaufen, um die User Experience zum Start nicht zu überladen. 

Quelle: Facebook

TikTok

Mehr Kontrolle für Smart+ Kampagnen

TikTok hat seine KI-Automatisierung „Smart+“ modularisiert, sodass ihr nun gezielt entscheiden könnt, welche Parameter (Targeting, Gebote oder Creatives) ihr der KI überlasst und wo ihr manuell eingreifen wollt. Diese Neuerung adressiert die Kritik vieler Performance-Marketer, die sich in der Vergangenheit mehr Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten gewünscht haben. Das neue „GMV Max“-Dashboard zeigt euch zudem in Echtzeit, welche Creator-Kooperationen innerhalb eurer automatisierten Kampagnen den höchsten ROI liefern.

Für eure Strategie ist das ein Game-Changer: Ihr könnt die Effizienz der Automatisierung nutzen, ohne die Kontrolle über eure Markenpräsenz vollständig abzugeben. Testet unbedingt die modulare Steuerung, um herauszufinden, ob eine manuelle Gebotsstrategie bei euren Top-Performern die Skalierung noch weiter optimieren kann.

Quelle: TikTok

Trend-Check 2026: „Curiosity becomes the new currency“

Laut dem aktuellen „TikTok Next 2026“-Report verschiebt sich das Nutzerverhalten von impulsiven Käufen hin zu bewussten „Curiosity Detours“. Nutzer*innen kommen mit einer Intention auf die Plattform, lassen sich aber durch die Suchfunktion und die Kommentare in neue Themenwelten entführen. Marken, die diesen Entdeckungsdrang fördern, gewinnen 2026 die Oberhand.

Das bedeutet für euch: Optimiert eure Video-Captions und den gesprochenen Text im Video konsequent auf Keywords, da TikTok immer mehr wie eine visuelle Suchmaschine funktioniert. Statt reiner Produktinszenierung solltet ihr auf Content setzen, der den „Why to Buy“-Faktor in den Vordergrund stellt und so die Kaufentscheidung durch Information statt durch reinen Druck herbeiführt.

LinkedIn

„Reserved Ads garantieren Top-Placement im Feed

LinkedIn führt im Januar 2026 die sogenannten „Reserved Ads“ ein, mit denen ihr euch gegen einen Festpreis den ersten Slot im Nutzer-Feed sichern könnt. Dieses Format verspricht bis zu 75 % höhere Verweildauern und ist besonders für wichtige Produkt-Launches oder Brand-Awareness-Kampagnen im B2B-Sektor interessant. In einem Umfeld, das immer mehr durch Rauschen und KI-generierten Spam geprägt ist, bietet euch diese garantierte Sichtbarkeit einen massiven Wettbewerbsvorteil bei euren Key-Accounts.

Ihr solltet dieses Format nutzen, um eure „Thought Leader Ads“ prominent zu platzieren, da LinkedIn-Nutzer*innen 2026 laut Studien noch stärker auf die Identität der Absender*innen achten. Denkt daran, dass Exklusivität hier ihren Preis hat – plant Reserved Ads also gezielt für eure High-Impact-Phasen ein.

Unser Fazit

Der Januar 2026 zeigt uns deutlich: Wer die neuen KI-Agenten und automatisierten Tools der Plattformen strategisch nutzt, ohne die eigene Markenidentität zu vernachlässigen, wird dieses Jahr gewinnen. Der Fokus verschiebt sich von der Quantität („Posten um jeden Preis“) hin zur Tiefe und Suchbarkeit eurer Inhalte. Wir sind gespannt, wie sich die neuen Reserved Ads auf LinkedIn und die Manus-Integration bei Meta in den kommenden Monaten bewähren werden.

Welches dieser Updates werdet ihr als erstes testen? Schreibt uns gerne eure Erfahrungen!

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