Taylor Swift verlobt sich, ChatGPT-5 macht Schluss 💔 | Projecter Weekly #31 2025

Zusammenfassen mit ChatGPT

Der August war orange: Es gibt keine große Nachricht von Taylor Swift mehr, ohne die es nicht daraufhin auch Social Posts und Memes von Unternehmen und Marken gibt. Außerdem lest ihr diesmal, wie Sam Altman den Start von ChatGPT-5 bewertet.

Und ihr erfahrt …

    đŸ›ïž  warum KI-Agenten doch noch nicht so gut im Shoppen sind,

    🎼  welches Ziel LinkedIn mit seinem Gaming-Angebot verfolgt,

    đŸ€ł  und womit Spotify seine Community-Funktionen ausbaut.

Entwicklungen & Trends

KI boomt, ROI bleibt aus – laut einer amerikanischen Studie

Eine Studie von MIT-Forschern („The GenAI Divide“, Juli 2025) sorgte in den letzten Tagen fĂŒr einige aufgeregte Überschriften: 95 % der untersuchten US-Unternehmen sehen in den ersten sechs Monaten nach KI-Start keine messbaren Umsatzeffekte. Das liegt allerdings meist, wie die Studie analysiert, auch daran, dass die untersuchten KI-Projekte hĂ€ufiger Backoffice-Prozesse effizienter machen und potenziell Kosten fĂŒr externe Dienstleister sparen.

Offenbarender ist der Blick ins Innere: Nur rund 40 % der befragten Unternehmen stellen LLMs offiziell bereit, aber 90 % der Mitarbeiter*innen nutzen sie dennoch in Eigeninitiative â€“ sogenannte „Shadow AI“. Das ist aus Compliance-Sicht eine mittelschwere Katastrophe, zeigt aber positiv betrachtet auch, dass die Motivation zur KI-Transformation in vielen Teams auf jeden Fall vorhanden ist.

(Quelle: â€žThe GenAI Divide“, Juli 2025)

Wer das KI-Rennen gewinnt, ist noch nicht entschieden

Diesen Punkt hatten wir bereits in der letzten Ausgabe angesprochen: KI ist eine Bubble, in der vor allem Geld und Investitionen darĂŒber entscheiden, wer zu den Gewinnern gehört. OpenAI-Chef Sam Altman hat jetzt bei einem Abendessen mit Journalist*innen nochmal selbst betont, dass wir uns in einer KI‑Blase befinden – und dass ĂŒber die gesamte Branche hinweg „jemand eine phĂ€nomenale Menge Geld verlieren“ werde.

Daneben bezeichnete Altman den Start von GPT‑5 als „vermasselt“, gerade im Vergleich zu den hochgesteckten Erwartungen. Das Modell sei zwar ein Fortschritt gegenĂŒber GPT‑4, aber auch kein absoluter Durchbruch – was u. a. an technischen Problemen, zu geringen Limits fĂŒr die Nutzung der leistungsfĂ€higen Modelle und letztlich auch an der von den Entwickler*innen unterschĂ€tzten emotionalen Bindung von Usern zu frĂŒheren Modellen gelegen haben soll. Was ĂŒbrigens so weit gefĂŒhrt hat, dass sich Menschen in Foren darĂŒber beschweren, durch GPT-5 von ihrem AI-Beziehungspartner zurĂŒckgewiesen worden zu sein (ja, wir haben auch gestaunt).

Kurzum: Die Autoren des Social Media Watchblogs beleuchten in einer ihrer jĂŒngsten Ausgaben genauer das risikoreiche GeschĂ€ft mit KI, das trotz des Hypes bislang wenig echte Gewinne abwirft – ein großer Lesetipp unsererseits.

Ihr braucht nach eurem Sommerurlaub ein Update zu allen Entwicklungen rund um KI? Dann schaut euch mit eurer kostenlosen Anmeldung doch noch nachtrĂ€glich die Aufzeichnung unseres Webinars an.

Suchmaschinen

Amazon ist zurĂŒck in den Google-Anzeigen

Viele Expert*innen haben gerĂ€tselt, welche Strategie Amazon mit dem RĂŒckzug aus den Google Ads verfolgt: Am letzten Wochenende hat das Unternehmen seine Shopping-Anzeigen reaktiviert. Betroffen davon sind alle LĂ€ndermĂ€rkte – außer die USA. Es ist nach wie vor unklar, was Amazon zu dieser Pause bewegt hat. Aufgrund der LĂ€nge des Zeitraums ist die Vermutung, dass es sich um einen Test gehandelt hat, jedoch mittlerweile ziemlich realistisch.

(Quelle: Mike Ryan auf X)

Shopping mit KI-Agenten – warum Spalte 3 ein Gewinner ist (manchmal)

Eine Anfang August erschienene Studie â€žWhat Is Your AI Agent Buying?“ untersucht, wie KI-Agenten Produkte in simulierten Online-Shops auswĂ€hlen. Die Forscher*innen haben dafĂŒr eine Testumgebung namens ACES entwickelt, in der Sprach-Bild-Modelle selbststĂ€ndig Warenkörbe fĂŒllen. AuffĂ€llig: Alle Modelle zeigen einen starken Bias fĂŒr Produkte in der obersten Zeile â€“ also klassischer „Top-of-Page“-Effekt.

ZusĂ€tzlich fand das Autorenteam modellabhĂ€ngige SpaltenprĂ€ferenzen: manche Agenten klicken lieber links, andere mittig oder rechts. Das wirkt weniger wie rationales Einkaufsverhalten und mehr wie ein noch nicht verstandenes Layout-Artefakt â€“ eine Beobachtung, die zeigt, dass das Feld noch „work in progress“ ist.
Neben Layout-Effekten reagierten die Agenten auch auf Preis, Bewertungen und Rezensionen, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Modell.

Spannend fĂŒr die Praxis: Schon kleine Änderungen in Produktbeschreibungen können die Kaufentscheidungen der KI deutlich beeinflussen. Da zur Zeit offenbar jeder Agent andere PrĂ€ferenzen hat, mĂŒsste man sich in der Optimierung quasi entscheiden, was wenig Sinn ergibt. Trotzdem ein interessanter, datengetriebener Blick unter die Motorhaube, wie sich auch hier Best Practices fĂŒr die Optimierung entwickeln, wie wir sie aus dem â€žnormalen“ SEO kennen. 

Social Media

Spielen wĂ€hrend der Arbeitszeit … yes please!

Wir geben es ja zu, wir haben wirklich gespottet, als LinkedIn vor ein paar Monaten seine Mini-Games gelauncht hat. Spiele auf einer Business-Plattform â€“ ja geht’s denn noch? Teile des Autorinnen-Teams hier mĂŒssen mit ein bisschen Abstand allerdings zugeben, dass die Minispiele wirklich gut gemacht sind, gar nicht viel Zeit benötigen (je besser man wird, desto weniger) und – unter anderem dank der Streak-Funktion – ein bisschen sĂŒchtig machen.

Sudoku entering the chat … oder besser gesagt Mini-Sudoku, denn man muss sich in der LinkedIn-Version nur mit 6 Zahlen auseinandersetzen. Aber good to know, dass Katja – Ă€h, jemand – besser als 50 % der CEOs ist. Wie auch immer, das ganze hat natĂŒrlich einen handfesten Hintergrund, nĂ€mlich die Verweildauer auf der Plattform. Wir sind mal gespannt, was abgeht, wenn die angekĂŒndigten Leader-Boards innerhalb von Unternehmen gelauncht werden – dann wissen wir genau, welcher oder welche CEO die schlaueste ist.

LinkedIn baut die Gaming-Funktionen auf seiner Plattform weiter aus: Noch diesen Monat sollen auch Leader-Boards verfĂŒgbar sein.

Messaging auf Spotify

Spotify stĂ€rkt seine Community-Funktionen mit einer neuen In-App-Messaging-Funktion: Nutzer*innen ab 16 Jahren können sich damit in der mobilen Version sowohl ĂŒber Gratis- als auch Premium-Accounts Privatnachrichten schicken. Über das Teilen-Symbol in der Wiedergabeansicht können Songs, Podcasts oder HörbĂŒcher mit Freunden geteilt und anschließend per Text und Emoji kommentiert werden, laut Plattform alles verschlĂŒsselt und datenschutzfreundlich gestaltet. Spotify User sollen Nachrichtenanfragen außerdem annehmen oder ablehnen, blockieren, melden oder die Funktion vollstĂ€ndig deaktivieren können. Mehr dazu lest ihr hier.

(Quelle: Spotify ĂŒber The Verge)

Dieser Sommer ist orange und glitzert …

Denn Taylor Swift kaufte die Rechte an ihren Alben zurĂŒck, kĂŒndigte ihr zwölftes Album mit dem Titel „The Life of a Showgirl“ – und damit auch ihre orangefarbene „Era“ â€“ an und gab gestern darĂŒber hinaus noch die Verlobung mit ihrem Partner und American-Football-Spieler Travis Kelce bekannt. Es gibt so gut wie keine große Nachricht der SĂ€ngerin mehr, bei der Unternehmen und Marken nicht mit eigenen Posts und Memes aufspringen: OMR berichtete, dass es seit der AnkĂŒndigung des Albums laut Adweek mindestens 2.600 Marken-Posts mit einer Reichweite von 20 Millionen Usern gegeben haben soll (Stand: 19. August).

„First there was Barbie Pink, then came Brat Green. Now, with the reveal of Taylor Swift’s The Life of a Showgirl cover art, the world is about to turn TS12 Orange.“ – AdWeek.com

Ob Congstar, die Agentur fĂŒr Arbeit oder ScrubDaddy: An glitzerndem Orange kamen wir in den letzten zwei Wochen in den sozialen Medien definitiv nicht vorbei. TikTok ließ sich ebenfalls vom Hype um das neue Album anstecken und ĂŒberraschte Fans mit einem Glitzer-Effekt in der App. Das zeigt die enorme Schlagkraft, die mittlerweile von Taylor Swifts eigenem Marketing ausgeht: Marken profitieren von ihrer Beliebtheit und den Interaktionen der Swifties, wĂ€hrend sie selbst mit ihrem Album in aller Munde bleibt â€“ ein wahres Showgirl. Einige unserer Lieblingsposts, auch aus Leipzig, haben wir euch nachfolgend zusammengestellt. 🧡 #swifties

(Quelle: M&MS)
(Quelle: Kleinanzeigen)

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