Diesen 6 SEO-Mythen musst du keinen Glauben mehr schenken

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In der SEO-Welt gibt es allerhand Mythen. Nicht verwunderlich, denn wie Google wirklich tickt, weiß wohl nur eine Handvoll Menschen auf der Welt. Daher wird auch viel mit Ausprobieren gearbeitet und mal funktioniert etwas, mal nicht – oder nicht mehr. Wir haben uns die sechs weit verbreitetsten Mythen aus der SEO-Welt genauer angeschaut und zeigen, ob daran noch etwas gültig ist.

Wie tickt Google? Wohl kaum eine Frage wird häufiger in der SEO-Welt diskutiert. Und wohl auf keine andere Frage gibt es so viele, teils sehr unterschiedliche Antworten. Selbst wenn man Google-Mitarbeiter fragt, erhält man gerne mal unterschiedliche Aussagen. Kein Wunder also, dass sich in den 20 Jahren, in denen Google nun schon online ist, allerhand Dinge angesammelt haben, die (vielleicht) mal gültig waren, es aber nicht mehr sind. Dennoch halten sich diese Aussagen noch immer und begegnen SEO-Neueinsteigern wie Alteingesessenen immer wieder.

Wir haben uns daher sechs der weit verbreitetsten SEO-Mythen angeschaut, die sich über die Jahre gehalten haben, und klären, was an ihnen noch dran ist.

Mythos 1: Wer viel Geld bei Google Ads ausgibt, hat auch automatisch sehr gute organische Rankings

Dieser Mythos ist wohl so alt wie Google Ads (damals noch Google AdWords). Die Behauptung: wer viel Geld für bezahlte Google-Anzeigen ausgibt, wird von der Suchmaschine auch automatisch für die organische Suche bevorzugt. Nur: belegen konnte diese Behauptung noch niemand. Bei der Vielzahl an Ads-Kampagnen wäre schon längst ein Zusammenhang aufgefallen. Doch es gibt schlichtweg keinen. Google trennt den Ads-Bereich sehr strickt von den organischen Suchen, sodass das eine das andere nicht beeinflusst.

Mythos 2: Meta-Keywords sind wichtig

Meta-Angaben sind wichtige Bestandteile für deine Website. Mit Hilfe des Title-Tags und der Meta-Description kannst du den Inhalt der dargestellten Suchergebnisse für deine Seite beeinflussen (wie du deine Snippets für Google & Co. optimierst, erklären wir dir in diesem Artikel).

Hinzu kommt noch die Meta-Angabe keywords. Hier gibt man idealerweise drei Keywords an, die durch Kommata getrennt werden. Mehr als zehn Keywords pro Seite sind nicht zu empfehlen. Doch sollten die Meta-Keywords überhaupt verwendet werden? Google nutzt diese laut eigenen Aussagen schon seit vielen Jahren nicht mehr. Damit sind Meta-Keywords zumindest in Deutschland bei 95,8% aller Suchanfragen nicht relevant, denn Googles Marktanteil bei uns ist immens. Auch Bing (Marktanteil: 2,3%) nutzt diese Angaben nicht mehr. Sie sind also überflüssig.

Dass die Meta-Keywords irgendwann wieder berücksichtigt werden, gilt als äußerst unwahrscheinlich: Google & Co. verstehen immer besser, worum es auf einer Seite geht. Dazu benötigen sie keine zusätzliche Angabe, die womöglich noch für Keyword-Spamming missbraucht werden kann.

Mythos 3: Es gibt eine perfekte Keyword-Dichte und sie ist…

Suchmaschinenoptimierung bedeutet auch Content-Optimierung. Viele, viele Jahre wurde sich darüber der Kopf zerbrochen, was nun die perfekte Keyworddichte sei –  also das Verhältnis vom Keyword, für das eine Seite ranken soll, zum gesamten Textanteil. Mal ist die Rede von 2 Prozent, mal sind es 5 Prozent oder gar 10 Prozent.

Die Wahrheit ist: es gibt keine perfekte Keyworddichte. John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google, empfiehlt vor allem natürliche Texte zu schreiben. Es ginge nicht darum, dass ein Text für Suchmaschinen optimiert sei, sondern für den Leser.

Bei einem Text zu einem bestimmten Thema ist es völlig normal, dass bestimmte Begriffe (Keywords) im Zusammenhang mit Synonymen und themenähnlichen Begriffen fallen. Dies sollte jedoch nicht mechanisch auf einen bestimmten Prozentsatz gebracht werden, sondern einfach in den natürlichen Textfluss eingebracht werden. Das Lesen solle Spaß machen und der Text sollte dem Nutzer helfen. Denn Google versucht immer mehr so zu denken wie die Nutzer und will vor allem die Nutzerintention erfüllen und die dafür besten Inhalte ausspielen.

Mythos 4: Google erkennt keine ausklappbaren Inhalte

Es ist ein weit verbreitetes Gestaltungsmittel, dass zusätzliche Inhalte auf Seiten vorerst versteckt werden. Zum Beispiel, wenn diese in verschiedenen Tabs eingebunden sind oder sich bestimmte Elemente erst beim Klick ausklappen. Ein gutes Beispiel für letztgenanntes ist die mobile Version von Wikipedia: die Inhalte der einzelnen, umfangreichen Artikel lassen sich erst lesen, wenn man auf die jeweilige Überschrift klickt.

Lange Zeit galt, dass die Suchmaschinen-Crawler diese Inhalte nicht lesen können. Dies ist mittlerweile nicht mehr so. Google kann diese Inhalte sehr wohl lesen und indexieren. Die Suchmaschine wertet aktuell die Inhalte aber noch etwas weniger wichtig, da sie dem Nutzer nicht direkt angezeigt werden.

Mythos 5: Eine Sitemap stärkt das Ranking

Sitemaps sind ein ideales Mittel, um Suchmaschinen-Crawlern dabei zu helfen, die Inhalte der eigenen Website zu finden. Wie du eine ideale Sitemap für deine Website erstellst, fassen wir dir in diesem Artikel ausführlich zusammen.

Es hält sich jedoch auch das Gerücht, dass Sitemaps das organische Ranking beeinflussen. Das ist so jedoch ein falsches Verständnis von Sitemaps. Sie sollen den Crawler unterstützen, alle Inhalte zu finden und liefern gleichzeitig Informationen darüber, wann neue Inhalte hinzugekommen  sind oder bestehende Inhalte aktualisiert wurden. Durch Sitemaps können einzelne Seiten also durchaus schneller im Index landen. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf das jeweilige Ranking der Seiten.

Mythos 6: Duplicate Content sorgt für eine Abstrafung

Duplicate Content, also das Vorhandensein von doppelten Inhalten, kann auf der eigenen Seite sehr ärgerlich sein. Jedoch führt Duplicate Content per se nicht zu einer Abstrafung durch Google. Findet die Suchmaschine doppelte Inhalte, sucht sie sich einfach eine Version aus, die dann im Index gelistet wird. Zum Beispiel mit Hilfe von Canonical Tags kannst du Google mitteilen, welche Seite die Suchmaschine bei Duplicate Content berücksichtigen soll, und so effektiv den Crawler steuern.

Dennoch sollte Duplicate Content wenn möglich vermieden werden, denn er erhöht den Pflegeaufwand für die Seite und birgt auch die Gefahr für Fehler, die am Ende für viel Kopfzerbrechen sorgen und Suchmaschinen verwirren können. Denn Canonical Tags sollten gezielt und vor allem auch mit Bedacht eingesetzt werden, damit sie auch korrekt mit anderen Maßnahmen wie Weiterleitungen oder dem Ausschluss von Parametern funktionieren.

Michael startete im Juni 2018 bei Projecter und betreut aktuell als Specialist Kunden im SEO-Bereich.

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  1. Hey Micha,

    ich hatte mir zwar gemerkt, dass du in Leipzig bei einem guten Onlinemarkting Unternehmen untergekommen bist – aber das es bei Projecter ist, habe ich wieder verdrängt.

    Aber hin zu deinen 6 SEO-Mythen. Ich finde es großartig, dass mit dem Mythos 1 gleich mal den Nagel auf dem Kopf triffst. Leider bin ich immer wieder der Messias in Dresden, sowie in der Oberlausitz und muss bei meinen Kunden den Rechtsanwälten, Handwerker und Co. bredigen, dass durch SEA sich nicht das Ranking beeinflussen lässt. Nun gut, man kann ja auch nicht alles wissen. Würde ich der Bauleiter eines Hauses sein – ich würde auch vieles lernen müssen und auch eher auf die Profis hören. 😉
    Micha, das war ein echt guter Artikel.